Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. IRRE! – „LifeSiteNews“ postet Papst-Bild mit Henkerstrick auf X
  2. BREAKING NEWS - Der Papst hat Lungen-Krebs!
  3. Kardinal Marx meint: "Die Kirche ist kein sinkendes Schiff, sie wird nur umgebaut"
  4. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  5. „Warum bin ich Christ“
  6. Böhmermann verhöhnt in seiner Sendung Jesus Christus
  7. Deutsche Caritas-Präsidentin fordert CDU-Annäherung an 'Die Linke'
  8. Was auch immer Synodalität sein soll
  9. Meghan Markle-Fans ‚terrorisieren‘ Priester wegen Kritik an ihrem Adventskalender
  10. Vatikan: Bischöfe fordern langfristige Begleitung von Ehepaaren
  11. Was eine Messe wiegt
  12. 'Christen können Todesstrafe in gutem Gewissen ablehnen'
  13. Papst ab Dienstag im Gemelli-Krankenhaus
  14. 'The Chosen': Sechste Staffel ab Dezember auf Netflix
  15. 'Wenn ich zurückkönnte, würde ich sie wieder wählen – genau wie sie sind'

Das peinliche BDKJ-Statement bei der Jugendsynode

8. Oktober 2018 in Kommentar, 17 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Ein Herumschleimen am gesellschaftlichen Mainstream westlich-hedonistischer Gesellschaften bringt die Synode sicher nicht voran - Der Montagskick von Peter Winnemöller


Rom (kath.net)
Sowas bringt die Synode nicht voran
Es klingt wie die Chance des Lebens, als Katholik einmal im Vatikan als Auditor bei einer Synode gehört zu werden. Für gewöhnlich werden Laien dazu gebeten, wenn sie hochkarätige Fachleute zu einem Thema sind. Die Auditoren beraten die Bischöfe bei Synoden in Sachfragen. Solch eine Chance, vom Papst und den Synodenvätern gehört zu werden, hatte der Bundesvorsitzende des BDKJ, Thomas Andonie, in der vergangenen Woche. Nach eigenen Angaben vertritt der Dachverband der katholischen Jugendverbände 660.000 Jugendliche. Faktisch ist die katholische Jugend nach dem erfolgten Statement international blamiert.

Verständlich ist, dass ein Funktionär, der als Auditor bestellt wird, auch seinen Verband vertritt und nicht als Privatperson spricht. Entscheidend aber ist vor allem, dass ein Auditor als Sachverständiger angesehen und angehört werden soll. Die Bischöfe suchen als Synodenväter den Rat derer, die von einer Sache deutlich mehr verstehen als sie selbst. Ein Jugendfunktionär sollte also durchaus von den großen Fragen und Problemen der Jugend etwas verstehen. Weit gefehlt, wie sich zeigen sollte.


Die jetzt tagende Bischofssynode soll sich exakt mit den wesentlichen Fragen der Jugend beschäftigen. Da gibt es einige Probleme, die weltweit sicher unterschiedlich sind, manches dürfte mindestens ähnlich sein. Und so sollen die Auditoren ihre Sicht darlegen. Was nun sind nach Darstellung des BDKJ die vorrangigen Probleme der katholischen Jugend in Deutschland? Frauenpriestertum, freier Sex vor der Ehe und niederschwelliger Zugang zu geistlichen Berufen. Die Deutsche Bischofskonferenz hat das peinliche Statement von Thomas Adonie auf ihrer Webseite veröffentlicht.

Es ist durchaus nichts neues, dass der BDKJ sowohl in den Diözesen als auch auf Bundesebene eine eher links angesiedelte Politik betreibt und mit den Inhalten des Glaubens der Kirche nicht allzu viel anzufangen weiß. Es ist bekannt, dass der BDKJ unter anderem eine konträre Position zur Sexualmoral der Kirche einnimmt. Die Priesterweihe für Frauen wird dort selbstverständlich auch für möglich gehalten. So stellt sich natürlich auch die Frage, wer auf die glorreiche Idee gekommen ist, ausgerechnet einen BDKJ – Funktionär als Auditor nach Rom zu schicken. Man kann nicht umhin, feststellen, dass es ganz offensichtlich so gewollt sein muss. Sonst wäre es nicht geschehen.

Hätte man an Stelle eines BDKJ- Funktionärs einen tatsächlich kirchlich gebundenen gläubigen Jugendlichen oder jungen Erwachsenen sprechen lassen, dann sähe das Statement deutlich anders aus. Ein paar mögliche Beispiele seien genannt: Jugendliche fehlen in den Gemeinden. Warum?

Der jungen Generation wird seit Jahrzehnten die Katechese verweigert. Aus welchem Grund? Junge Menschen werden nicht wirklich und nachhaltig an die Sakramente Beichte und Eucharistie herangeführt. Die Erstkommunionvorbereitung ist ein Witz, die Firmvorbereitung eine katholische Lachnummer. Wieso ist das so?

Das wären drei exemplarisch mögliche Themen gewesen, die den Bischöfen ernsthaft etwas zu denken gegeben hätte. So sähe eine wirkliche Herausforderung für die Synode aus. Und wer Zweifel hat, ob denn das wirklich die Probleme der jungen Katholiken sind, höre sich mal in geistlichen Bewegungen und Gemeinschaften um.

Ein Herumschleimen am gesellschaftlichen Mainstream westlich-hedonistischer Gesellschaften bringt die Synode sicher nicht voran. Die Positionen des BDKJ sind im deutschen Episkopat hinlänglich bekannt. Man hat sich so entschieden. Jetzt bleibt es Jugendlichen aus anderen Ländern vorbehalten die eigentlichen Probleme anzusprechen und damit dann auch die Fragen der deutschen katholischen Jugendlichen zu vertreten. Blöd gelaufen.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Montagskick

  1. Was auch immer Synodalität sein soll
  2. Bischöfe beauftragen Familien als Missionare
  3. "Marsch für das Leben"-Grußwort des DBK-Vorsitzenden Wilmer verfehlt das Thema
  4. Dann sollen sie doch in die Hölle gehen
  5. Die Krise des Bischofsamtes
  6. Der Bischof und der Denunziant
  7. Das Schweigen der Bischöfe zur Causa Spahn
  8. Denn sie wissen nicht, was sie fordern
  9. Mehr Kirchensteuer bei weniger Mitgliedern
  10. Der deutsche Frauenweiheämterstuhlkreis







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Vatikan sagt alle Papstaudienzen bis 20. Oktober ab
  3. Mexiko startet Jubeljahr der Guadalupe-Basilika mit Friedensappell
  4. Polen – ein Beispiel des christlichen Humanismus
  5. Papst ab Dienstag im Gemelli-Krankenhaus
  6. Müller kritisiert geplante öffentliche Hinrichtung in den USA scharf
  7. Was auch immer Synodalität sein soll
  8. Auf den Spuren des Hl. Paulus - Mit Michael Hesemann nach Griechenland
  9. Europa „entseuchen“?
  10. Gerettet durch ein Pro-Life-Schild: Die Geschichte der kleinen Sawyer
  11. Papst an Russland: Getreide der Ukraine muss exportiert werden
  12. US-Demokraten planen Abtreibung bis zur Geburt bei Wahlsieg im November
  13. Ägyptischem Konvertiten droht lebenslange Haft
  14. Arabische Jugendliche störten Abendmesse mit „Allahu Akbar“-Rufen in Wien
  15. Was wir mit unserem Körper tun, ist theologisch“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz