Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:








Top-15

meist-diskutiert

  1. Papst Franziskus nimmt Rücktritt vom Erzbischof von Paris an!
  2. Betet, betet für Österreich! Jeden Tag einen Rosenkranz!!!
  3. Hinkende Vergleiche mit tödlicher Wirkung
  4. Die Heerschau der Rosenkranzbeter hat begonnen!
  5. Kardinal Marx spricht sich für Impfpflicht aus - Glaubenskongregation dagegen!
  6. Erzbischof Gänswein übt scharfe Kritik am Synodalen Weg in Deutschland
  7. Erzbistum Freiburg: 2G/3G-Gottesdienste nicht möglich wegen „Recht auf freie Religionsausübung“
  8. Jutta Ditfurth: „Bitte aber keine Lebensschützer-Begriffe verwenden, es war ein Fötus, kein Baby“
  9. Generalvikar: Corona-Trennung in „Geimpfte“ und „Nicht-Geimpfte“ darf keinen Einzug in Kirche halten
  10. „Die Erscheinungen von Sievernich: Jesus spricht zur Kirche in Deutschland und zur ganzen Welt“
  11. Die 'Tagesschau' bejammert, dass zu wenige Ärzte ungeborene Kinder töten möchten
  12. Bei Flüchtlingen auf Lesbos
  13. Mediennetzwerk Pontifex fordert: Impfpflicht verhindern
  14. Symbolbild löst Fragezeichen aus: Evangelische Gemeinde Bad Gandersheim sucht Pfarrer*in
  15. Angriff auf das Kreuz! - Schwerer Vandalismus in der Regensburger Pfarrkirche Heiliger Geist

Ist die Bibel grausam?

16. November 2017 in Kommentar, 56 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


„Einen Großteil der sogenannten grausamen Stellen oder der Stellen, bei denen wir nicht wissen, wie wir mit ihnen umgehen sollen, lösen sich schon dadurch, wenn man unterscheidet, wo wird denn etwas gut genannt und wo nicht.“ Von Johannes Hartl


Augsburg-Balderschwang (kath.net) Auszüge aus dem Vortrag von Dr. Johannes Hartl/Gebetshaus Augsburg in Radio Horeb am 1.7.2016

Auge um Auge, Zahn um Zahn lassen immer wieder die Frage laut werden: Ist die Bibel grausam?

Zu der Meinung, dass Koran und Bibel beide etwa gleich grausam sind, kommt man nur, wenn man 3 wesentliche Punkte hat, von denen man grundsätzlich ausgeht.

1. Dass man davon ausgeht, dass alles, was in der Bibel erzählt und berichtet wird, deswegen in der Bibel auch für gut befunden wird.

2. Dass alles, was in der Bibel steht, gleichwertig ist, also auf einer Stufe steht und alles für uns gleich verbindlich für uns noch heute ist.

3. Dass es immer absolut böse, unrecht und gemein ist, wenn einer sterben muss.

Zum 1. Punkt: Nicht alles, was in der Bibel steht, wird auch als gut befunden.

Es werden im Alten Testament grausame Sachen erzählt, aber einen großen Teil der sogenannten grausamen Stellen oder der Stellen, bei denen wir nicht wissen, wie wir mit ihnen umgehen sollen, lösen sich allein schon dadurch, wenn man unterscheidet, wo wird denn etwas gut genannt und wo nicht.

Die Bibel ist ein Bericht über Gottes Weg mit den Menschen, aber nicht nur, wo dieser Weg gut gelaufen ist und die Menschen alles richtiggemacht haben, sondern es ist auch ein Bericht von Sünde und den Auswirkungen der Sünden und vom Unheil, das durch die Sünde kommt.
Hier müssen wir völlig klarsehen, was die Lehre der Bibel ist und was nicht.

Die Lehre der Hl. Schrift ist, dass Gott gut ist und zwar in allem, was Er tut und immer.

Gottes Plan für den Menschen beinhaltete ursprünglich weder Leiden noch Tod noch irgendwelche zwischenmenschlichen Konflikte, Blut vergießen, nichts dergleichen, sondern all das Negative kam durch die Sünde in die Welt. Die Bibel macht völlig klar, dass das nicht Gottes Wille und Gottes Absicht war.

Die Heilsgeschichte – also die Geschichte Gottes mit Seinem Volk - geht aber davon aus, dass es Sünde und das Böse gibt.

Gottes Geschichte mit Seinem Volk steht vor dem Hintergrund der Tatsache, dass Menschen Böses tun.

Nochmals zurück: Wenn in der Bibel berichtet wird, dass das eine Volk das andere umgebracht hat, oder dass der Eine den Anderen umgebracht hat, wird damit nicht gesagt, dass Gott das gut geheißen hat. Jesus sagt: Rache und Vergeltung hat nichts mit Meinem Geist zu tun.

So viel zum 1. Punkt: Nicht alles, was berichtet wird, wird deswegen gutgeheißen.

2. Punkt: Bibelstellen, wo Gott Seinem Volk den Auftrag gibt, ein anderes Volk zu bekämpfen oder ein anderes Volk zu vernichten und im AT gibt es die Todesstrafe – wie gehen wir damit um?

Da ist ein sehr entscheidender und wichtiger Punkt, den du kennen musst, um mit der Bibel richtig umzugehen: Jedes Buch hat eine bestimmte innere Anleitung, wie du damit umgehen sollst.

Ein Beispiel: Niemand käme auf die Idee, das Telefonbuch durchzulesen und sich darüber zu beschweren, dass es so eine langweilige Handlung hat. Logisch, denn das Telefonbuch ist nicht dafür gemacht.

Wenn du ein Telefonbuch zur Hand nimmst, weiß du, dass es alphabetisch geordnet ist, dass es keine grammatikalisch richtigen Sätze beinhaltet, weil es ein Telefonbuch ist.

Jedes Buch hat ein in sich eingebautes Muster, eine Gebrauchsanweisung, wie du es verstehen sollst.

Wie ist es mit der Bibel? Eine entscheidende Sache ist: Die Bibel funktioniert nicht wie z.B. der Koran. Der Koran ist von seinem Anspruch her ein Wort für Wort verbal inspirierter Text, der auf einer Stufe steht, einer Person diktiert wurde. Da gibt es auch interne Auslegungsregeln, z.B. dass die späteren Suren die früheren ausstechen, aber grundsätzlich ist es ein Text aus einem Guss. Das ist bei der Bibel nicht der Fall.

Die Bibel ist vom Hl. Geist inspiriert – aufgeschrieben von Menschen.

Der menschliche Stil trägt sich durch. Unterschiedliche Bücher haben unterschiedliche theologische Schwerpunkte. Es stehen auch menschliche Sachen darin, wie wo Paulus sagt: Bring mir den Mantel mit, den ich vergessen habe. Das heißt nicht, dass die Bibel deswegen nicht Gottes Wort ist, sondern das heißt einfach nur, dass Gott in Seinem Offenbarungsgeschehen mit Menschen kooperiert.

Das bedeutet, dass unterschiedliche biblische Bücher unterschiedliche Schwerpunkte haben.

Du kannst nicht aus einer einzigen Bibelstelle, nicht mal aus einem einzigen Buch, die Gesamtbotschaft herauslesen, sondern das Gesamte ist eine Gesamtbotschaft. Fast immer, wenn jemand irgendetwas aus dem Zusammenhang reißt, irgendetwas zitiert, den Rest der Bibel übersieht, kommt ein Zerrbild und kommen die komischsten Sachen dabei heraus.

Es ist natürlich eine Mühe, zu sagen: Die Bibel ist ein ganzes Offenbarungsbuch Gottes, das nur als Ganzes Sinn ergibt. Es ist viel einfacher, Irgendetwas aus dem Zusammenhang zu reißen, aber trotzdem, nur das Ganze ist die ganze christliche Botschaft.

Steht dies bei uns Christen alles auf einer Stufe? Nein, natürlich nicht!

Es ist völlig logisch, dass im neuen Bund (das ist alles, was nach Jesus ist) nicht mehr alles in der gleichen Weise gilt wie im alten Bund. Um genau zu sein: Auch schon im alten Bund gibt es verschiedene Phasen. Gott ist nicht einfach nur ein Buchautor, der ein fertiges Buch vom Himmel schmeißt, sondern Gott hat sich im Laufe der Geschichte Menschen offenbart. Das ging los mit Abraham, mit seinen Söhnen, mit dem daraus hervorgegangenen Volk Israel, mit den unterschiedlichen Propheten mündend in das unglaubliche radikale Ereignis, dass Er selber Mensch wird in Jesus Christus.

Jesus Christus wird in der Bibel das Wort Gottes genannt.
Nicht die Bibel wird in erster Linie das Wort Gottes genannt, sondern in erster Linie eine Person:
Jesus Christus. Im Menschen Jesus Christus drückt Gott sich verbindlich aus.
Was bedeutet das, was sagt das über alles Frühere?
Was sagt das über Moses, über die 10 Gebote und über das Alte Testament?
Ganz einfach: Dass du all das im Licht Jesu lesen musst und nicht anders herum.
Ein Beispiel: Jesus sagt: Liebt eure Feinde, tut Gutes denen, die euch hassen.
Im AT wird das Volk Israel aufgefordert, die Feinde zu vernichten. Was von den Beiden gilt?
Einfache Antwort: Das, was Jesus gesagt hat, gilt!
Im AT ist in gewissem Sinne Scheidung erlaubt. Jesus sagt: Es gibt keine Scheidung - Ehe ist für immer.
Was gilt? Natürlich das, was Jesus sagt.
Nun fragst du, was soll das AT, das ist doch voll der Widerspruch. Es ist nicht der Widerspruch.
Die Offenbarung ereignet sich in Stufen, weil die menschliche Kultur-Entwicklung sich auch in Stufen ereignet hat und Gott mit realen Menschen gesprochen hat.


Ein Beispiel: Ich habe 4 Kinder, die auf unterschiedlichen Stufen ihrer Entwicklung stehen. Ich kann einem 2-Jährigen noch nicht den kategorischen Imperativ beibringen. Ich kann einem 2-jährigen Kind nicht sagen: Hör mal her, Schatz, was auch immer du tust, sollte auch zur Grundlage der Maxime eine allgemeinen Gerechtsprechung werden können. Handle einfach danach. Das ist unsinnig. Ich muss ihm erst mal sagen: Nimm den Ball nicht dem anderen Kind weg und hau ihm keine über die Rübe. Dies ist der 1. Schritt.

Anderes Beispiel: Ein 3-jähriges Kind - zwei Dreijährige streiten sich – ich kann einem 3-jährigen Kind noch nicht wirklich beibringen, nachzugeben und Rücksicht zu nehmen, sondern erst mal, muss das Kind lernen, dass es grundsätzlich Regeln gibt. An die muss sich jeder halten und wenn sich einer nicht daran hält, dann gibt es eine Strafe usw. Ich muss ein 3-jähriges Kind auch lehren, für seine eigenen Rechte einzustehen, wenn ich nicht will, dass das Kind völlig gebeugten Hauptes und mit verschobenem Selbstwertgefühl durch die Welt läuft. Dann möchte ich, dass das 3- oder 4-jährige Kind lernt, da kann nicht jeder alles mit mir machen. Es gibt Grenzen und ich sage Nein und ich möchte das nicht.

Es gibt eine 2. Lektion, aber die muss später kommen und die lautet: Hier ist eine Grenze, eigentlich will ich das nicht, aber dir zu liebe tu ich es. Aber dies kommt erst zu einer späteren Zeit.

Oder zu sagen: Eigentlich ist das die Regel, aber weil dieser höhere Wert dahintersteht, mache ich eine Ausnahme. Wenn wir im Auto sitzen und ich fahre bei Orange über die Ampel und die 5-jährige Tochter sagt: Papa, das darfst du nicht, das ist doch verboten. Es kann Situationen geben, wo ich mich über eine Verkehrsregel hinwegsetzen muss, z.B. um ein Menschenleben zu retten. Doch so etwas kann ein 4- oder 5-jähriges Kind noch nicht verstehen. Worauf will ich hinaus?

Gottes Offenbarung und Gottes Kontakt mit den Menschen ist in echtem Raum und Zeit passiert und unterliegt deswegen auch der Reife und dem Entwicklungsschritt der entsprechenden Nation.

Wenn Gott anfängt, mit einem Volk aus der Bronzezeit zu sprechen, ist das Erste, was Er diesem Volk beibringt nicht: Liebe deine Feinde, weil wenn sie das machen, kommen die anderen und machen sie einfach platt. Dies ist ein eiskalter Überlebenskampf, wo Gott erst mal sagt: Liebe Leute, ich stehe auf eurer Seite, tut kein Unrecht. Zum Beispiel sagt Er: Auge um Auge, Zahn um Zahn. Wenn du ein bisschen die Geschichte der Menschheit studierst, kannst du dir überlegen, wie viel besser die Welt wäre, wenn Auge um Auge, Zahn um Zahn herrschen würde. Die meisten sagen, da wäre jeder blind, doch die Wahrheit ist, das normale menschliche Gesetz ist das Gesetz einer grenzenlosen Vergeltung. Einer hat etwas Böses gemacht, da sagt der andere: Ich bring ihn um. Das eine Volk hat ein bisschen unsere Grenze verletzt, deshalb verübe ich ein Massaker unter der Bevölkerung.

Das ist das Gesetz, wie Menschen normalerweise sind.

Wenn du die antiken Kulturen studierst – es gibt zwar Hochformen wie das ägyptische Recht – aber in der Regel waren die primitiven Urgesetzgebungen der Völker der frühen Kulturen nicht Auge um Auge, sondern so etwas wie: Du verletzt mir die Hand – ich bring dich dafür um. Es gab eine unverhältnismäßig stärkere Rache. Gott kommt nicht gleich damit, worauf Er eigentlich hinauswill, nämlich auf Barmherzigkeit und sein Leben hinzugeben für seine Feinde – das, was Jesus getan hat, sondern Er kommt erst mal mit der 1. Stufe und sagt: Übt gerechtes Gericht! Übt Gericht, das nicht einfach nur motiviert ist von der Sehnsucht nach Rache, sondern es gibt Regeln, an die jeder sich halten muss.

Wenn du dir die Gesetzgebung des AT anschaust, siehst du, es ist ein unglaublich weises, gutes Recht, das für die Zeit, wo es entstanden ist, also vor 1.000 vor Christus, absolut radikal fortschrittlich ist.

Die Stellung der Frau, die Stellung der Sklaven ist radikal fortschrittlicher als ganz viele Rechtssysteme, die es heute noch in manchen Ländern gibt. Dass es z.B. im AT keine verbindliche Leibeigenschaft gibt, musst du dir mal vorstellen, d.h. nach 7 Jahren wurde der hebräische Sklave entlassen. Die Vereinigten Staaten haben Sklaverei erst vor ein paar Jahrhunderten abgeschafft. Leibeigenschaft gab es im Mittelalter noch überall. Doch hier im AT gibt es dies schon nicht mehr, d.h. es ist ein fortschrittliches Recht.

Doch ich bin trotzdem nicht der Meinung, dass wir Ehebrecher steinigen sollen und ich bin nicht der Meinung, dass wir all das tun sollen, was im AT steht.

Dies ist auch nicht notwendig, denn Jesus ist gekommen und hat Erneuerung gebracht und hat ein neues Gesetz, einen neuen Bund aufgerichtet, der auf der Radikalität der Gnade Gottes basiert.

Wir müssen ganz klar sagen: Auf welcher Stufe ist was gegeben und was entspricht der Pädagogik Gottes dahinter? Wenn Gottes Plan der ist, dass Er aus einem Volk den Messias Jesus hervorgehen lässt, der alle Menschen vor dem ewigen Tod rettet - das ist Sein Plan, dann muss im AT ein leidenschaftlicher Kampf darum entstehen, ob diese Nation, dieses Volk überlebt oder nicht.

Nur so kannst du das AT verstehen und nur in diesem Kontext machen Sachen Sinn, wie dass Gott Seinem Volk den Auftrag gibt, sich gegen andere Völker zu verteidigen. Wenn wir lesen, die Juden ziehen ein nach Kanaan und sollen - übrigens nicht alle Bewohner einfach platt machen, sondern es sind bestimmte Völker, über die Gott Gericht verhängt, dann ist das schockierend, aber im Kontext betrachtet, ist es nichts Anderes als Kampf um Leben und Tod, Fressen oder Gefressen werden.

Gott sagt: Ich habe einen so großen Plan des Heils für alle Menschen, für die ganze Menschheit, dass das Überleben dieses Volkes von absoluter Wichtigkeit ist.

3. und härtester Punkt: Es gibt diese Stellen im AT, da wird ein Volk ausgerottet – das fühlt sich so an,
da müssen Unschuldige sterben, da kommt Gericht. Wie gehen wir damit um auch im NT?

Das Gericht Gottes ist ein Thema, das können wir nicht wegleugnen. Gott ist der absolut voll radikal Gnädige und Liebende dem gegenüber, der sich umkehrt zu Ihm.

Er ist gleichzeitig der Strafende und Rächer derer, die nichts von Ihm wissen wollen und im Bösen verharren. Das ist die Wahrheit! Es werden nicht automatisch alle gerettet. Nein, das ist nicht so.

Es bedarf einer echten Umkehr zu Gott.

Dann fragst du: Wie kann es sein, dass Gott dann unschuldige Menschen sterben lässt?

1. Antwort auf diese Frage: Das Konzept von unschuldigen Menschen gibt es in der ganzen Bibel nicht.

Es ist nicht so, dass wir in einer neutralen Welt leben und eigentlich sind wir alles liebe Leute, nur Gott ist irgendwie sauer. Nein, die Welt ist nicht in Ordnung und wir sind nicht unschuldig.

Der große Zustand der Welt nach der Hl. Schrift ist, dass der Mensch herausgefallen ist aus diesem Ideal Gottes von Liebe und Gemeinschaft und sich in Sünde hinein gegeben hat und zwar bis zu einem Maß, dass er aus eigener Kraft aus diesem Ding nicht mehr herauskommt. Das ist der Grundzustand.

Wenn Jesus in die Welt kommt, dann kommt Er nicht nur, um die Kinder um sich zu scharen und nett zu allen zu sein, sondern in Johannes 1 lesen wir: Das Licht kam in die Finsternis, doch die Finsternis hat das Licht nicht gewollt. Die Welt wird charakterisiert als böse und Menschen werden charakterisiert als böse, die aus ihrer eigenen Kraft heraus nicht gerettet werden können, sondern verloren sind.

Gott bringt Gericht über die Sünde. Er tut das tatsächlich. Wenn du fragst, wie kann Gott zulassen, dass hier ein paar Hundert Leute in der Bibel in einem der Kriege sterben, dann musst du dir eine Frage stellen: Wie kann Gott zulassen, dass heute auf der ganzen Erde 50.000 – 80.000 Menschen sterben werden. Jeden Tag fordert Gott das Leben von zig Tausenden von Menschen zurück. Dann musst du fragen, wie kann Gott zulassen, dass Menschen überhaupt sterben?

Gott will nicht den Untergang des Sünders, Gott will, dass alle sich bekehren, aber der Punkt ist: Gott ist der Herr des Lebens. Wir lesen in der Bibel: Du sollst nicht morden! Wir lesen auch, dass wir nicht übereinander richten sollen. Aber der Punkt ist: Gott ist der Richter. Uns Menschen kommt es nicht zu, über Leben und Tod zu richten, aber Gott schon. Gott hat allen Menschen das Leben gegeben, deswegen hat Er, aber nur Er, das Recht, das Leben zurückzufordern. Wir als Geschöpfe sind nicht in einer Position, Gott sagen zu können, was gerecht ist und was nicht gerecht ist.

Manche Leute sagen: Ich kann nicht an Gott glauben, weil es so viel Unheil in der Welt gibt.

Der Punkt ist: Vieles, was nach Unheil aussieht, ist – aus einer Distanz von vielen Jahren betrachtet – vielleicht kein Unheil mehr, sondern entfaltet einen Sinn in einem größeren Kontext.

Ob Gott mit Seinem Plan, die Welt zu erschaffen, in der Unheil und Leid möglich ist, im Letzten Recht hatte oder nicht, im Letzten gerecht war oder nicht, kann niemand von uns beurteilen. Wir stehen nicht auf so einer Perspektive, wir stehen nicht auf so einer Höhe von Übersicht. Schon im menschlichen Kontext sehen wir ein, dass in einem Krieg wie dem 2. Weltkrieg, wo ein Soldat sein Leben dafür gibt, dass Tausende andere leben können. Zum Beispiel ein Trupp von amerikanischen Soldaten versucht Tausende Menschen aus einem KZ zu befreien, etliche amerikanische oder russische Soldaten sterben bei dem Versuch, doch trotzdem wird das KZ befreit. Falls es diese Situation gegeben hätte, würde jedem einleuchten, der Tod von diesen Menschen ist schrecklich, aber trotzdem war er nicht sinnlos, sondern hat seinen Sinn entfaltet in einem größeren Ganzen. Ich kann dir nicht sagen, was das größere Ganze in der Welt ist und warum es Sinn machen kann, dass Gott über ein Volk Gericht bringt, um eine größere Heilsabsicht zu verwirklichen. Ich kann dir das nicht sagen. Ich kann nur sagen, der Einzige, dem ich zutrauen kann, das in Gerechtigkeit zu machen, ist Gott.

Das Einzige, was ich will und was für mich aus der Bibel klar hervorgeht, ist, dass das Ende vom Lied ein Gutes ist.

Das Ende ist nicht, die Welt endet im Desaster, ein paar Wenige werden gerettet und sonst ist alles furchtbar, das Ende ist, dass Gott gepriesen wird in der Offenbarung, Er wird gepriesen als der Treue, der Wahrhaftige, der Gerechte – alle Deine Wege waren gut.

Ich bin überzeugt, dass am Schluss jeder bekennen wird: Herr alle Deine Wege waren gerecht, alles, was Du getan hast, hat sich am Schluss als das erwiesen, was das absolut Weiseste von allem war. Was wir völlig klarsehen müssen, die Welt ist kein neutraler Ort. Es gibt Böses in der Welt und es ist nicht immer der einzige Weg, einfach nur tolerant zu sein.

Als Beispiel: Wenn die Alliierten 1940 gesagt hätten: Wir tolerieren, was Hitler macht, wir schauen da einfach zu, wir wollen nicht, dass unschuldige Menschen sterben und wir lassen den machen, dann wäre das Unheil nicht gestoppt worden und es wäre viel schlimmer gekommen. Es wäre zynisch zu sagen, wie unfair von den Amerikanern, hier anzugreifen oder von den Briten. Man kann immer noch fragen, ob es gerecht war, mit dem Bombenkrieg über deutschen Städten, aber wenn es Böses in der Welt gibt, dann muss man es stoppen. Gott tut genau das. Er stoppt wirklich Unrecht in der Welt aber zu Seiner Zeit.

Wir sehen quer durch die Bibel schon, dass Gott auch jetzt schon Unrecht stoppt und Gericht bringt, wie auch im AT. Er sagt: Dieses Volk ist so kaputt und ist so in Sünde gefangen, ich muss dieses Volk
stoppen, damit diese Sünde nicht überspringt.

Nochmals zurück zu der Stelle mit den Amoritern, wo Gott sagt: Du musst dieses Volk ausrotten. Hier müssen wir genau hinschauen, was beschrieben wird, was die Sünden der Amoriter waren. Gott hat nicht einfach gesagt, ich find die doof, sondern Gott sagt:
Ihr könnt jetzt noch nicht in das Land Kanaan einziehen, denn die Sünden der Amoriter sind noch nicht voll.
Damit ist gemeint, es wird ein Zeitpunkt kommen, wo die Sünden so radikal sein werden, dass ich nicht mehr anders kann, als einzugreifen. Wenn sie umkehren würden, wenn sie sich bekehren würden, hätte Gott keinen Gefallen an ihrer Vernichtung, Gott mag nicht, dass Menschen sterben. Aber wir lesen, dass dies ein Volk war, in dem es üblich und normal war, die eigenen Kinder zu ermorden und für Götzen im Feuer zu verbrennen. Und viele andere absolut grauenhafte schreckliche Sünden, von denen Gott sagt,
ich habe da überhaupt keinen Gefallen daran. Wenn ihr, das Volk Israel, euch mit diesem Zeug einlasst
und das auf euch überspringt und Mein Plan, Heil zu bringen für die ganze Welt dadurch draufgeht, ist es unendlich größeres Leid und unendlich schlimmer, als wenn dieses Volk jetzt gestoppt wird.
Wir müssen einer sehr harten Sache ins Auge schauen: Sünde zieht Konsequenzen nach sich.
Sünde zieht Konsequenzen von Menschen nach sich, z.B. ich nehme dem Einen was weg und er rächt sich an mir. Sünde zieht Konsequenzen aus dem Dämonischen und vom Teufel nach sich.
Dem Bösen, dem ich den kleinen Finger gebe, der nimmt die ganze Hand. Sünde zieht auch Konsequenzen Gottes nach sich. Gott ist Derjenige, der Sünde zur Rechenschaft zieht.

Ich glaube, dass Gott meistens gar nicht aktiv eingreifen muss, weil die zentrale Strafe der Sünde einfach der Schrott ist, den wir uns selber durch die Sünde zuziehen – das ist meine Meinung. Aber Gott ist der Herr von allen und Er lässt zu, dass Sünde negative Folgen hat, um uns zur Umkehr zu bringen, aber auch, um Sünde zu stoppen, wenn es nicht mehr anders geht. Wo genau Gottes aktives Eingreifen ist, wo die Aktivität des Teufels ist, wo wir uns einfach selber in den Schrott reingeritten haben und selber rauskommen müssen, lässt sich oft nicht mehr klar sagen. Das Einzige, was sich klar sagen lässt, Sünde hat wirklich reale Konsequenzen. Doch nun kommt das Gemeine: Nicht immer wird nur der von den Konsequenzen der Sünde betroffen, der selber gesündigt hat. Wenn meine Eltern schreckliche Dinge getan haben oder wenn das Volk, in dem ich lebe, Schuld auf sich häuft und dadurch das ganze Volk von negativen Dingen getroffen wird oder meine ganze Familie von negativen Dingen getroffen wird, kann es sein, dass ich als Unschuldiger Teil von negativen Folgen der Sünde trage. Das ist eine traurige und schreckliche Sache, die wir aber überall und ständig sehen. Natürlich sterben Unschuldige in Situationen, wo Sünde Strafe nach sich zieht. An dieser Situation kannst du – wenn du nicht an Gott glaubst oder Atheist bist, nur verzagen und sagen: Was konnten denn die ganzen Leute dafür, die im 2. Weltkrieg gestorben sind, z.B. die Deutschen, die da gestorben sind, nur, weil ihre Führung, die sie vielleicht gar nicht gut fanden, so viel Unsinn gemacht haben. Du kannst daran zerbrechen und davon ausgehen, dass die Welt sinnlos und ein grausamer Ort ist. Oder du kannst glauben, dass es einen Gott gibt, einen Herr der Geschichte, der auf den krummen Zeilen der menschlichen Geschichte gerade schreiben kann auf eine Art und Weise, die wir nicht kennen und die dazu führt, dass am Schluss trotz allen Leides, trotz all dem Schrecklichen, trotz all dem, was wir nicht verstehen,
ein Plan steht, ob dessen jeder sagt: Herr – wahr, gerecht und treu waren alle Deine Wege!

Ist die Bibel grausam? Die einfache Antwort ist: Nein, die Menschheitsgeschichte ist grausam.

Gott hat sich eingelassen, in Beziehung zu treten mit Menschen, die grausam sind und deren Taten grausame Reaktionen mit sich führen.
Gottes Wille in all dem ist immer ein absolut entschieden Guter, ein Heilender, ein Rettender.
Gott will, dass Menschen gerettet werden - nicht, dass sie sterben. Gott will, dass Menschen glücklich sind, nicht, dass sie unglücklich sind. Gott will, dass Menschen heil sind, nicht, dass sie krank sind.
Gott will, dass Menschen zu Ihm in die Ewigkeit, in den Himmel kommen, nicht, dass sie verloren gehen – das ist das, was Gott will. Gott will, dass menschliche Gemeinschaft funktioniert, dass Familien funktionieren, dass Staaten funktionieren, dass es Leuten finanziell gut geht, dass es Leuten gesundheitlich gut geht. Gott will das Gute. Seine Heilsabsicht für uns gewinnt da an Boden, wo wir Ja sagen zu Ihm.
Ja sagen zu Gottes Plan funktioniert nur, wenn wir Ihn Gott sein lassen. Er ist der Herr des Lebens,
wir sind nicht die Richter der Welt, der Mensch ist nicht Mittelpunkt der Geschichte.
Wir haben einen sehr begrenzten Einblick in das, was wirklich gut ist und was wirklich objektiv gut ist.

Wenn wir sagen, wenn Gott so und so ist, dann will ich mit Ihm nichts zu tun haben, dann schau her:
Es gibt eine Schule von Ethik oder von Moral, die nennt man Utilitarismus. Hier sagt man, wenn du so handelst, dass es für die meisten Menschen oder für eine möglichst große Anzahl von Menschen positive Effekte hat, dann handelst du gut und handelst du moralisch richtig. Eine zentrale Form diesen utilitaristischen Ansatz in der Ethik oder Moral zu kritisieren, ist zu sagen: Wer kann denn ermessen, was der größtmögliche Nutzen für möglichst viele Leute ist? Und wer kann das über Jahrzehnte hinweg beurteilen?

Kann es nicht sein, dass etwas, von dem eine kleine Gruppe von Leuten sagt: Das passt uns überhaupt nicht,
das wollen wir nicht, sich aber auswirkt auf viele andere Leute und zwar absolut negativ.
Beispiel: Den einen Verbrecher lebenslänglich einzusperren, ist eine Beschneidung seiner Rechte, d.h.
du bist nicht nett zu ihm, aber du bist nett zu den vielleicht 20 Leuten, die er sonst vielleicht missbraucht, vergewaltigt oder umgebracht hätte. Du kannst nicht zu dem Einzelnen nett sein und gleichzeitig zu allen andern auch nett sein. Die Frage, die am Ende steht ist, wer kann beurteilen, was den größtmöglichen Nutzen für die größtmögliche Anzahl von Leuten bringt?

Hier stehen wir vor der Frage: Wer entscheidet, wer gut und böse definieren darf?
Im Garten Eden hat der Mensch versucht, gut und böse zu definieren, sich selber vom Baum der Erkenntnis zu nehmen und das ist sauber in die Hose gegangen.

Wir sollten Gott - Gott sein lassen!
Was für eine gute Nachricht, dass Er ein guter und liebender Gott ist.
In Jesus Christus wird das so was von klar.

Langer Rede – kurzer Sinn: Lies Jesus! Lies das Leben Jesu und studiere die Person Jesus und dir wird klar, wer Gott ist. Und lies im Licht dieser Klarheit auch die schwierigen Stellen des AT und frage Jesus, wie soll ich damit umgehen? Aber verwende nicht die schwierigen Stellen, die du nicht verstehst, die komisch sind, um das, was völlig klar und offensichtlich über Gottes Herz in Jesus Christus aufstrahlt, runter zu drücken und für undeutlich zu erklären.

Jesus ist das Wort Gottes – in Ihm erkennen wir, wer der Vater ist.

Dr. Johannes Hartl/Gebetshaus Augsburg: Warum lässt ein ´guter Gott´ so viel Leid zu? - 90 Sekunden Hard Facts


Foto oben: Johannes Hartl (c) Gebetshaus Augsburg


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 123 4. Dezember 2017 
 

@Schlegl

Eine Ihrer Fragen habe ich noch nicht beantwortet.

Ob die Schlange im Paradies wirklich zu den ersten Menschen gesprochen habe?


Wenn Sie dieses wissen möchten, so finden Sie die Antwort in Off. 12, 9. und 20, 2,

Auch Off. 12, 14-15. ist in diesem Falle lesenswert.


0

0
 
 Diasporakatholik 27. November 2017 
 

@Schlegl

Danke für die Literarurstelle. Ist nicht ganz leicht zu verstehen gewesen. Aber jetzt verstehe ich auch, warum es glaubhaft rrscheint, dass doch lt. Evangelium führende Juden am eigentlich ruhepflichtigen Sabbat zu Pilatus gingen wegen einer Grabwache.


1

0
 
 SCHLEGL 25. November 2017 
 

@Diasporakatholik

Da können Sie es nachlesen, nach Johannes stirbt Jesus genau in der Stunde, in der im Tempel die Paschalämmer geschlachtet werden! Bei den Synoptiker wird das letzte Abendmahl als Paschamahl geschildert, bei Johannes nicht! Interessanterweise gibt Joseph Ratzinger dem Johannesevangelium den Vorzug!
https://books.google.at/books?id=7ghqxr21CF0C&pg=PA216&lpg=PA216&dq=Differenz+Passion+Jesu+zwischen+Synoptikern+u.Johannes&source=bl&ots=CUzpM-psnF&sig=7odhnvG4Y7kBJHvcXd40AoxMkR4&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwjY19isq9nXAhWRF-wKHdEPAhUQ6AEIPzAF#v=onepage&q=Differenz%20Passion%20Jesu%20zwischen%20Synoptikern%20u.Johannes&f=false


2

0
 
 geistlicher rat 24. November 2017 

@Schlegl

Lieber verehrter Monsignore! Natürlich kenne ich dies auch alles. Natürlich ist Vieles mehr symbolisch denn geschichtlich real zu lesen und zu interpretieren. Tatsache aber bleibt, dass viele Dinge sich erst heute wissenschaftlich als wahr oder zumindest als möglich herausstellen, was in der Hl. Schrift geschrieben steht. Wir werden in der Wissenschaft mit "Theorien" überschwemmt und dies wird uns dann als "Wahrheit" verkauft! Letztendlich kann es uns, als gläubige Christen, egal sein, denn das Wichtigste ist der Glauben an unseren HERRN und HEILAND JESUS CHRISTUS und da erscheint die Diskussion, ob Hasen und Kaninchen jetzt wirklich Wiederkäuer sind oder nicht, eher trivial. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein gesegnetes Wochenende!


1

0
 
 SCHLEGL 23. November 2017 
 

@1 2 3

Ist das so schwer zu verstehen?Jetzt kommen Sie mir noch mit den Kirchenvätern im 1. Jahrtausend!Die konnten doch die archäologischen Erkenntnisse des 19./ 20. Jahrhunderts gar nicht haben!
Sie wussten nicht einmal,dass die Erde eine Kugel ist und sich um die Sonne bewegt.Auch von der Größe unserer Erde hatten sie wenig Ahnung! Die Höhe des Mount Everest mit 8848m und die Wassermenge,die es auf Erden gibt, kannten sie nicht.Die Sintflut war ein regionales Ereignis, vielleicht eine uralte Erinnerung an das Ende der letzten Eiszeit (10.000 v. Chr.). Glauben Sie wirklich,dass alle Tiere auf einer Arche gerettet worden sind?Diesen fundamentalistischen Unsinn verbreiten nur mehr die Zeugen Jehovas, und deshalb habe ich das Wort "sektiererisch" gebraucht!
Wenn Johannes Paul II die heilige Hildegard lobend erwähnt,dann heißt das gerade nicht, dass er ihren Irrtümern über der Sintflut zustimmt!Johannes Paul II hat nämlich den Fall Galilei bereinigt und sich für die Kirche entschuldigt.


2

0
 
 123 23. November 2017 
 

Ich habe die sektiererischen Ansichten von 123 und 4Jesus zurückgewiesen. (Zitat von Msgr.F.Schlegl)

Das ist ja alles schön und gut. Aber Die Kirche hat, dass was Sie als „sektiererischen Ansichten“
nicht verurteilt.

Selbst die Kirchenväter verteidigen die Sintflut.
Auch Unser Herr Jesus Christus spricht über die Sintflut.
Im Petrusbrief wird sie genannt.
Die Heilige Kirchenlehrerin Hildegard v. Bingen Schreibt ausführlich über die Sindflut.

Und Papst Johannes Paul II lässt uns wissen, dass „die hl. Hildegard weise die Geheimnisse der Theologie“ durchschaute.

Papst Benedickt XVI sagt uns: „HILDEGARDS MYSTISCHE VISIONEN ÄHNELN DENEN
DER PROPHETEN DES ALTEN TESTAMENTS.“

Und Sie Msgr.F.Schlegl nennen dieses alles „sektiererischen Ansichten“


0

0
 
 SCHLEGL 23. November 2017 
 

@geistlicher rat

Lieber Mitbruder!Ich nehme nicht an,dass Sie Gen1-11 WÖRTLICH nehmen,als ob Gott mit der Schlange gesprochen hätte?
Als Theologen kennen wir beide die Schichtentheorie von Wellhausen,wir wissen auch,dass das Gilgameschepos im babyl.Exil Vorlage für den Sintfluttext war.Ich habe die sektiererischen Ansichten von 123 und 4Jesus zurückgewiesen.
Die Schichten Jahwist u. Priesterschrift,die im Sintfluttext (Gen 6-9) zusammengefügt sind,wobei man aber die Bruchlinien deutlich erkennt,nehmen diese User nicht wahr.Sie kennen sicher den Satz: "Die Sonne stand still über Ajalons Tal",im Buch Josua, womit die Gegner Galileis untermauern wollten,die Sonne bewege sich um die Erde!Die ersten Kapitel der Genesis vermitteln Heilsgeschichte in BILDERN, nicht in historischen Fakten!
Ich habe erlebt,dass manche fromme Seelen fast in Ohnmacht gefallen sind, als ich sagte,die Passion Christi differiere zwischen Synoptikern u. Johannes um 1 Tag!Benedikt XVI schließt sich der Datierung v.Johannes an!


2

0
 
 4Jesus 23. November 2017 
 

Gen 6 "...damit sie am Leben bleiben"

@Schlegl
Ich wüsste nicht, welches Buch ich Ihnen empfehlen sollte oder Ihnen empfohlen habe.
Das war , so weit ich mich erinnere @123.

Wenn sich ein Kritikpunkt an der Bibel auflöst, ist das doch ein Grund zur Freude.

Bewusst blende ich Gen 6,19 -21 nicht aus.

"Von allem, was lebt, von allen Wesen aus Fleisch, führe je zwei in die Arche, damit sie mit dir am Leben bleiben; je ein Männchen und ein Weibchen sollen es sein.
Von allen Arten der Vögel, von allen Arten des Viehs, von allen Arten der Kriechtiere auf dem Erdboden sollen je zwei zu dir kommen, damit sie am Leben bleiben.
Nimm dir von allem Essbaren mit und leg dir einen Vorrat an! Dir und ihnen soll es zur Nahrung dienen.

"... damit sie am Leben bleiben " wird hier betont.
Je 2 sollen am Leben bleiben.
"... nimm dir von allem Essbaren mit."
Wie viele er dann von den Essbaren mitnehmen sollte wissen wir jetzt.

Ich wünsche Ihnen Gottes Segen.


0

0
 
 SCHLEGL 22. November 2017 
 

@4Jesus

Wiederum ist vieles falsch!
Abraham lebte in Mesopotamien im Gebiet von Ur!
Gen 6,19 - 22 sagt eindeutig, dass Abraham nur 2 Paare jeder Tiergattung mitnehmen soll!
Sie jedoch blenden diesen Text aus und beziehen sich nur auf die Priesterschrift(Gen 7,2-3). Dem Sintfluttext dient im babylonischen Exil das GILGAMESCHEPOS als Vorlage!Natürlich haben alle Tiere auf dieser Arche Platz gehabt??Das Wasser bis zum Mount Everest wurde irgendwo hergezaubert?Es gibt insgesamt 68 Sintfluttexte,sogar in Südamerika,nicht bei den Germanen, weswegen an das Ende der Eiszeit gedacht wird.
Das Eisen der Hethiter ist nach Ihrer Meinung bei Abraham vom Himmel gefallen?
Ich werde mir das von Ihnen genannte Buch sicher nicht anschaffen,meine Lebenszeit ist für solche Literatur zu kostbar!
Sogar schon vor dem, in Ihren Augen sicher skandalösen II.Vatikanum,konnten Sie genau diese Dinge in der katholischen Fachliteratur nachlesen. Damit ist für mich die Diskussion beendet,weil sie sinnlos ist!Msgr.F.Schlegl


0

0
 
 4Jesus 22. November 2017 
 

Kamele zur Zeit Abrahams

@Schlegl
Teil1
Man fand bei Ausgrabungen in Unter-Ägypten aus der Zeit der III. Dynastie, also der „Pyramidenzeit“, ein aus Kamelhaaren geflochtenes Seil. Noch konnten die Bibelkritiker dies irgendwie wegdiskutieren. Dies war aber vorbei, als man in Mesopotamien Texte fand, die bereits in der Zeit von etwa 2000-1700 vor Christus ein äusserst genaues Wissen über die Zucht und damit logischerweise die Domestikation von Kamelen belegten. Auch ein sumerischer Text in Keilschrift(!), welcher in Nippur
gefunden wurde, belegt diese frühe Nutzung von Kamelen. In den Ruinen von Häusern aus Mari aus der Zeit von etwa 2500-2400 vor Christus wurden ebenfalls Kamelknochen gefunden. Etwa aus der gleichen Zeit stammt eine kleine Figur, welche ein zum Beladen niederkniendes Lastkamel darstellt. 1960 entdeckte man dann eine Futterliste, welche in die Zeit Abrahams datiert wurde, auf welcher ebenfalls Kamele erwähnt sind.


1

0
 
 4Jesus 22. November 2017 
 

@Schlegl

Teil2
Okay. In 1. Mose 7,8-9 lesen wir, dass von dem reinen Vieh auch je ein Paar in die Arche gingen. Hier steht nicht, das Noah nicht noch weitere reine Tiere mitgenommen hatte. So wurden die Paare zur Arterhaltung von Gott ausgewählt (sie kamen von alleine). Die Opfertiere aber von Noah.
Das ganze entbehrt auch nicht einer gewissen Logik. Die reinen Tiere - wie zum Beispiel Schafe - wurden als Opfertiere bzw. zur Nahrung mitgenommen. Nun ist es aber sehr ineffektiv wenn man jetzt die Schafe, die man auf der einen Seite retten will zum Opfer hernimmt, und ausgerechnet diese Rasse zum Aussterben verdammt ist, weil man sie unterwegs nach Julian-Barnes-Manier schlicht verspeist hat!
Vers 2 beschreibt also nur wieviele Tiere in die Arche mitzunehmen waren (7 Paare der reinen Tiere plus je 1 Paar der unreinen Tiere).
In Vers 8-9 lesen wir wie diese Tiere in die Arche gingen (paarweise). Vers 7 beschreibt das WAS und Vers 9 beschreibt das WIE. Von einem Widerspruch keine Spur.


1

0
 
 123 22. November 2017 
 

Ein Aussage zu einer solch einfachen Frage, muss sich doch, sofern ein Essay einen fundierten Inhalt

trägt, auf einen, zwei, meinetwegen auch 3 Sätze komprimieren lassen.(Zitat von @Walter Knoch)

Die Antwort in der Kurzfassung ist doch jeden bekannt und braucht auch nicht wiederholt zu werden. Wenn aber Msgr. Franz Schlegl wirklich wissen möchte was meine Überzeugung ist, so ist dieses nicht ohne weiteres in „zwei, meinetwegen auch 3 Sätze“ zu „komprimieren.“ - ich kann ohne weiteres die Chroniken von Narnia in 3 Sätze zu zusammenfassen. Doch wer wirklich wissen möchte was C. S. Lewis uns mitteilen möchte muss sich schon die Mühe machen und diese Bücher selber lesen!!

Und der Preis dieses Buches dürfte sicherlich kein Hindernis sein.
Die Göttliche Vorsehung sorgt schon dafür das Msgr. ES bezahlen kann.


1

0
 
 4Jesus 22. November 2017 
 

@Schlegel

Kamele waren zur Zeit Abrahams sehr wohl schon domestiziert.
Warum soll z.B. Josua nicht über Moses Tod geschrieben haben, während die Bücher trotzdem auf Mose zurückgeführt werden, weil er 99% des Textes geschrieben hat.
Wo steht geschrieben, dass die Torah von Mose in Stein gemeißelt wurde, nur die Zehn Gebote waren laut der Bibel auf Tafeln.
Eisen wurde auch schon vor dem Eisenzeitalter genutzt nur weil das Zeitalter nicht Eisenzeit hieß, heißt das nicht, dass überhaupt kein Eisen genutzt wurde.

Die Bibel bezeichnet sich selbst als das inspirierte Wort Gottes.


2

0
 
 4Jesus 22. November 2017 
 

@ Schlegl
Der wiederkäuende Hase ist gewiss nicht zu unserem Heil wichtig.
Aber erschreckt es Sie nicht, dass Sie Behauptungen ( Biblkritik) aufstellen, die ganz einfach zu widerlegen sind?

Mich würde das beunruhigen.


2

0
 
 SCHLEGL 22. November 2017 
 

@4Jesus / @ 123

Wunderbar, Gott hat dem Moses also offenbart, Kaninchen seien spezielle Wiederkäuer, weil dies zu unserem Heil wichtig ist?
Warum wurde dann nicht Klarheit über den Ursprung des Menschen geschaffen und es blieb bei Erde/Rippe?
Und zurzeit Abrahams (1850 v. Chr.) hatte der König von Basan ein eisernes Bett, nicht wahr? Und Abraham hatte auch Kamele,600 Jahre vor ihrer Domestizierung? Alle Tiere wurden durch die Arche gerettet und landeten in Armenien und es gab auch genug Wasser, den Mount Everest(8848 m)zu überfluten? Und natürlich hat Moses alle 5 Bücher , die seinen Namen tragen, selbst auf Stein geschrieben? Wenn Sie das glauben, tun sie mir leid, sowas kenne ich nur von den Zeugen Jehovas.
@123 Wenn Privatoffenbarungen die Kenntnis des Alten Orients und des Hebräischen, sowie der literarischen Arten der Altorientalen ersetzen sollen, dann wird es eng. Wenn Sie so etwas in der Öffentlichkeit sagen, machen sie höchstes die Kirche lächerlich!Msgr. Franz Schlegl


0

0
 
 Walter Knoch 22. November 2017 

Hat Gott die Frau aus ... Rippe ...

zu 123: Ihre Argumentation mit Hinweis auf irgendein Buch mit Aussagen von Hildegard von Bingen ist, ja, was ist er: schwach.
Ein Aussage zu einer solch einfachen Frage, muss sich doch, sofern ein Essay einen fundierten Inhalt trägt, auf einen, zwei, meinetwegen auch 3 Sätze komprimieren lassen.

Gott ist die Güte, Gott ist barmherzig. Ich stehe vor dem unsäglichen Leid, dass die Kreatur in dieser Welt tagtäglich erleidet. Die Verengung auf den Menschen mag ja manches mit dem Hinweis auf ein ewiges Leben sublimieren lassen. Was aber ist - ich wiederhole mich - mit der anderen Kreatur. Die Krankheiten, die Seuchen, die Begleitung durch Parasiten ... das elende Leiden und Sterben unserer "Mitgeschöpfe". Nein, so einfach ist es mit der Güte nicht. Die Theodizee ist und bleibt die zentrale Anfrage an den allmächtigen Schöpfergott.

Manchmal frage ich mich, wo das Mitleid, das Mitleiden bleibt, ob der Schmerz angesichts der "elenden" Kreatur irgendwo im nirgendwo verlorengegangen ist?


1

0
 
 4Jesus 22. November 2017 
 

Teil 2 Historische Fehler in der Bibel

@ Msgr. Schlegel
„historischer Fehler in der Bibel: Hase als Wiederkäuer“
(Zitat Schlegel)

Hasen und Kaninchen bilden im Blinddarm weiche vitaminhaltige grüne Kügelchen, die sie nachts ausscheiden und gewöhnlich sogleich an der Austrittsstelle wieder aufnehmen und verschlucken.

Beim zweiten Durchgang können so wertvolle Bestandteile der Nahrung aufgenommen werden, trotz der Härte der Zellulose. Hindert man diese Tiere an dieser Spezialform des Wiederkäuens, sterben sie innerhalb kurzer Zeit.

Die Wissenschaft hat in diesem Fall 3500 Jahre Verspätung gehabt.

Mit Bibelkritik bin ich persönlich sehr vorsichtig geworden.


3

0
 
 4Jesus 22. November 2017 
 

Teil1 Historische Fehler in der Bibel

@ Msgr. Schlegel
„historischer Fehler in der Bibel: Hase als Wiederkäuer“
(Zitat Schlegel)

Die Bibel sagt im Zusammenhang mit ihren Anweisungen über koschere Fleischnahrung , dass Hasen wiederkäuen.

Bis 1882 galt diese Aussage von Mose aus dem Jahr 1605 v. Chr. für Kritiker als ein Beispiel für ein Irrtum der Bibel im Bereich der Biologie.
„Hasen und Kaninchen sind doch keine Wiederkäuer, Sie haben auch nur einen Magen, nicht deren vier wie Schafe, Kühe und Ziegen!“

So argumentieren Skeptiker gegen die Bibel.

1882 wurde die um jene Zeit entdeckt Spezialform des Wiederkäuens ( Caecotrophie) zum ersten Mal in einer französischen TierärzteZeitschrift wissenschaftlich beschrieben.


3

0
 
 123 21. November 2017 
 

Hat Ihrer Meinung nach Gott den Mann aus ERDE/die Frau aus dessen RIPPE erschaffen?

(Zitat von @Msgr.Franz Schlegl)

Sie möchten meine Meinung wissen.

Meine Meinung deckt sich mit dem was die Heilige Hildegard darüber geschrieben hat.
Nun der Text über dieses Thema ist zu lang für die Kommentarspalte.

Bitte lesen sie nach in dem Buch „Wisse die Wege, Liber Scivias“,
Herausgegeben von der Abtei St. Hildegard, Eibingen
Auf Seite 102 finden Sie den Text

https://www.buecher.de/shop/hildegard-von-bingen/wisse-die-wege/-/products_products/detail/prod_id/29841067/


Dazu gehört diese Bildtafel, die Sie online betrachten können:

http://www.abtei-st-hildegard.de/wp2012/wp-content/uploads/2011/12/Bildschirmfoto-2011-12-09-um-17.37.15.png


„Mutter Jesu und meine Mutter
Laß unsere Sinne immer geöffnet sein, um das Wort, das Gott zu uns spricht, bereitwillig aufzunehmen, es schweigend im Herzen zu erwägen und nach diesen Wort zu leben und zu sterben.“
(Gebetsschatz)


1

0
 
 Diasporakatholik 21. November 2017 
 

Privatoffenbarungen

Ich stehe diesen selbst zunächst einmal kritisch bis skeptisch gegenüber.
Für mich selbst zählen eigentlich nur kirchlich anerkannte Privatoffenbarungen, denn bei diesen ist seitens des kirchl. Lehramtes sichergestellt, dass sie mit der biblischen Offenbarung und der Lehre der Kirche übereinstimmen.

Beispiele sind für mich z.B. die Muttergotteserscheinungen von Lourdes oder Fatima sowie z.B. die Visionen der hl. Schwester Faustyna Kowalska oder auch die Prophetien des hl. Don Boscos.

Solche Aussagen haben für mich selbst ein erhebliches Gewicht und ich Werte sie als göttliche Offenbarungen - egal, was dazu die Theologen sagen.


1

0
 
 123 21. November 2017 
 

Teil 1 „Gott ist die Güte, er ist barmherzig“

(Zitat [email protected] Knoch)

Eine Gruppe von Theologen hat die Sintflut abgeschafft. Die ersten Bücher der Bibel zu einem Produkt des Nachdenkens Israels erklärt. Die keinerlei historische Bedeutung haben.
Einige berufen sich dabei auf die Bibelenzyklika "Divino afflante Spiritu" von Papst Pius XII (1943). Aber dieses ist und kann nicht der Sinn dieser Enzyklika gewesen sein.
Die Offenbarungen Gottes, wie sie zum Beispiel die Heilige Hildegard erhalten hat, werden abgelehnt und haben, so wie sie meinen, keinerlei Bedeutung für die Theologie.

Die Verwirrung in Volke Gottes ist groß. Viele wissen nicht mehr was sie den nun noch glauben sollen. Dieses ist mit Sicherheit kein Wirken des Heiligen Geistes.

Was nun tun?
Der Heilige Papst Paul Johannes II hat diese Verwirrung
erkannt und uns die Enzyklika "Fides et ratio = Glaube und Vernunft geschenkt.


2

0
 
 123 21. November 2017 
 

Teil 2 „Gott ist die Güte, er ist barmherzig“

Aber auch die Weisheit Gottes ist uns zu Hilfe gekommen. Gott lässt uns nicht allein.
In seiner Allwissenheit hat er den Wirrwarr unserer Zeit vorausgesehen.
Und vor etwa 800 Jahren, der Heiligen Hildegard, den Auftrag erteilt alles was sie, in den Visionen, hört und sieht aufzuschreiben.

Es ist kein Wunder, dass viele Theologen diese Offenbarungen Gottes ablehnen.
Wer lässt sich schon Sagen, dass er sich irrt.
Und das auch noch von höchster Stelle.
Nämlich vom Schöpfer persönlich.


1

0
 
 Rolando 21. November 2017 
 

Schlegl

Eben das wäre durch die Weihe in Frankreich verhindert worden, die Muttergottes sagte ja auch in Fatima, der Papst soll Rußland dem Unbefleckten Herzen weihen, wenn nicht, wird es seine Irrtümer, (Kommunismus), über die Welt verbreiten. Die Geschichte zeigt es.


2

0
 
 Diasporakatholik 21. November 2017 
 

Die Ausführungen von Dr. Hartl sind äußerst lesenswert

Ich empfehle jedem hier, sie - gerne auch kritisch - sogar wiederholt für sich zu reflektieren und zu rezipieren, denn sie können uns wirklich gerade auch im Verständnis der Bücher des AT weiterbringen.

Danke an den Autor.

Ich stimme übrigens Rolando bzgl. der Einschätzung kirchlich anerkannter Privatoffenbarungen voll zu.


2

0
 
 SCHLEGL 21. November 2017 
 

@Rolando

Also der ehemalige (sozialistische) Bundeskanzler von Österreich, Dr. Bruno Kreisky, würde Ihnen vermutlich sagen, was er einem uninformierten Journalisten gesagt hat: "Mein Herr, lernen Sie Geschichte!" Die französische Revolution von 1789 mit ihren Massenmorden, hat ihre Ursache im Absolutismus des Sonnenkönigs Ludwig XIV und einer total verwirklichten Kirche unter Kardinal Richelieu und Kardinal Mazarin! Die Bischöfe waren abgehoben, unmoralisch, der Klerus war es zum Teil ebenso und völlig ungebildet. Das Christentum war nicht mehr Sauerteig der Gesellschaft, sondern Steigbügelhalter eines verkommenen Regimes! Die Antwort darauf waren die Verbrechen der französischen Revolution und schließlich der Kriegsverbrecher Napoleon. Glauben Sie wirklich, dass Privatoffenbarungen das verhindert hätten? Dann wäre Maria Kollaborateurin des alten Regimes gewesen und das glaube ich auch nicht.Msgr. Franz Schlegl


0

0
 
 SCHLEGL 21. November 2017 
 

@ Rolando

Also jetzt haben sie ein Problem! Wenn Sie behaupten, dass die Evangelien "LÜCKEN" enthielten, wird ihnen bald jemand nachweisen, welches Dogma Sie verletzt haben mit der Exkommunikation drohen! Es ist eindeutig die Lehre der katholischen (und der orthodoxen) Kirche, dass mit dem Tode des letzten Apostels (Johannes) die Offenbarung Gottes ENDGÜLTIG ABGESCHLOSSEN ist.
Alles, was Gott zu unserem Heil offenbaren wollte, steht in der Heiligen Schrift. Daher wird die Theologie zurecht die Rezeption von Privatoffenbarungen, sofern diese überhaupt von der Kirche anerkannt sind, der persönlichen Überzeugung überlassen, sofern sich daraus keine Irrtümer im Glauben ergeben! Ich hoffe, Sie sind katholisch und werden das unterschreiben.Msgr. Franz Schlegl


0

0
 
 Walter Knoch 21. November 2017 

Gott ist die Güte, er ist barmherzig

habe ich die Sintflut nicht richtig verstanden, die Vernichtung von Sodom und Gommorrha und noch einige wenige Grausamkeiten aus dem AT.

Mittlerweise weiß, im Gegensatz zu dem, was unseren Jahrgängen in den 50ern noch im Religionsunterricht (Volksschule, zugegeben) erzählt wurde, vieles (ganze Bücher) nicht mehr wörtlich zu verstehen sind.

Auch der Limbus, wenn ich noch auf dem laufenden bin, existiert nicht mehr.

Mit Verlaub, ist es zu verstehen, dass diese Gegebenheiten dem schlichten Verstand des Volksschülers tiefe Probleme bereiten.

Mittlerweile weiß ich auch, dass die Kirche auf dem Weg ist und die Theologie ein immer tieferes Verständnis der alten Texte ergründet.

Wenn ich das meiner Mutter, die in ihrem tiefen Glauben verstorben ist, heute vermitteln müsste! Sie würde irre werden. Ich bin es auch.


0

0
 
 123 21. November 2017 
 

„Bitte beantworten Sie endlich die Fragen, die ich Ihnen unten in meinem Posting gestellt habe“

(Zitat von @Msgr. Franz Schlegl)

Ich möchte Ihnen mit einem Zitat eines Bibelfachmanns antworten:

„Die in der Genesis erhaltenen Berichte haben einen großen zeitlichen Abstand von den Begebenheiten selbst. Sie mögen vor ihrer schriftlichen Festlegung durch mündliche Überlieferung…...weitergeleitet worden sein. So erklären sich manche Unausgeglichenheiten und scheinbare Widersprüche.“ (Prof. Dr. V Hamp)


3

0
 
 123 21. November 2017 
 

Teil 1 „Lesen Sie lieber einmal "Fides et ratio = Glaube und Vernunft

von Papst Johannes Paul II!“ (Zitat von @Msgr. Franz Schlegl)

Danke für den Tip.
Die Enzyklika ist wirklich ein guter Lesestoff.

Dem Heiligen Papst Johannes Paul II ist es wirklich gut gelungen den Unterschied zwischen Philosoph und der Offenbarung Gottes darzustellen. Darüber hinaus besitzt das Lehrschreiben eine sehr großen Tiefgang von großer Gläubigkeit.

„In jüngster Zeit“ so schreibt der Papst „haben dann verschiedene Lehren Bedeutung erlangt, die sogar jeneWahrheiten zu entwerten trachten, die erreicht zu haben für den Menschen eine Gewißheit war.“

„Die Konzilsväter des I. Vatikanums hatten den übernatürlichen Charakter der Offenbarung Gottes hervorgehoben.“ „…..außer der Erkenntnis der menschlichen
Vernunft, die auf Grund ihrer Natur den Schöpfer zu erreichen vermag,“ gibt es „eine Erkenntnis….. die dem Glauben eigentümlich ist. DIESE ERKENNTNIS IST AUSDRUCK EINER WAHRHEIT, DIE SICH AUF DIE TATSACHE DES SICH OFFENBARENDEN GOTTES SELBST GRÜNDET UND WAHRHEITSGEWISSHEIT IST,


2

0
 
 123 21. November 2017 
 

Teil 2 „Lesen Sie lieber einmal "Fides et ratio = Glaube und Vernunft

WEIL GOTT WEDER TÄUSCHT NOCH TÄUSCHEN WILL.“ („Fides et ratio“)

Ja und da sind die Offenbarungen Gottes - aufgeschrieben von der heiligen Kirchenlehrerin Hildegard von Bingen – ein wunderbares Geschenk Gottes und sie „sind reich an theologischen Inhalten.“

Gott bietet uns hier ein großartiges Geschenk an. Er zwingt keinen es anzunehmen. Aber der es annimmt flüchtet sich „nicht in Privatoffenbarungen, die für den Glauben und die Theologie nicht verbindlich sind.“ (Schlegel) sonder erhält ein Wunderbares Geschenk.

„Alle, die ihr zuhörten, fühlten sich aufgefordert, einen konsequenten und engagierten christlichen Lebensstil zu praktizieren.“ (Papst BENEDIKT XVI., 1. Sept. 2010)


1

0
 
 Rolando 21. November 2017 
 

Privatoffenbarungen

"Privatoffenbarungen sind für die Theologie nicht relevant", doch sie täten gut daran, sie mit einzubeziehen. Warum gibt der Himmel Offenbarungen, wo es doch die Hl. Schrift gibt? Wozu Lourdes,Fatima, Schwester Faustina Kowalska, wozu Maria von Alacoque uva.? Ist es dem Herrn und seiner Mutter nicht erlaubt, die Lücken im Evangelium zu schließen, oder es zu vertiefen? Was bewirkte die Weihe der Welt an das Unbefleckte Herz Mariens? Ohne Privatoffenbarungen sähe die Welt anders aus, die Muttergottes macht das, was die Theologen nicht können.


3

0
 
 Konrad Georg 20. November 2017 
 

Weil für "die Wissenschaft"

Privatoffenbarungen nicht relevant sind, deshalb steht sie auch oft so belämmert da. Was die W errechnet und was Gott kann, sind zwei paar Stiefel. Hawking sagt, die Welt war schon immer da. Er ist ja nicht dumm. Als Atheist müßte er sich sonst mit Gott befassen. Andere gehen vom Urknall aus und suchen im Cern das Gottesteilchen. Eine lächerliche Vorstellung, daß aus einem winzigen Element das Universum entstanden sein soll.
Und die Entstehung des Lebens? In der Ursuppe? Warum gibt die W nicht zu, daß sie das nicht erklären kann? Des weiteren ist es unmöglich, von Entwicklung zu sprechen, weil es keine Makroevolution gibt. Alle Arten müssen gleichzeitig dagewesen sein, nicht aber die variationen innerhalb der Arten. Die Kaiserpinguine in der Antarktis können ihre Art zu leben nicht gelernt haben und den gerade geschlüpften Schildkröten pressiert es ins Wasser.


0

0
 
 SCHLEGL 20. November 2017 
 

@123

Noch immer haben Sie nicht verstanden, was Bücherwurm und ich Ihnen zu sagen versucht haben!
Bitte beantworten Sie endlich die Fragen, die ich Ihnen unten in meinem Posting gestellt habe und flüchten Sie sich nicht in Privatoffenbarungen, die für den Glauben und die Theologie nicht verbindlich sind!
Lesen Sie lieber einmal "Fides et ratio = Glaube und Vernunft" von Papst Johannes Paul II!Msgr. Franz Schlegl


0

0
 
 123 20. November 2017 
 

Es muss doch auch Ihnen einleuchten, dass die Privatoffenbarungen der Hildegard von Bingen

nicht die Wertigkeit etwa des biblischen Einsetzungsberichtes haben.“ (Zitat von @bücherwurm)


Es wundert mich doch sehr, dass eine Theologin auch nur auf die IDE kommen kann die Person Jesus Christus und die prophetischen Schriftsteller auf gleicher Ebne zustellen.

Denn, Der heilige Papst Johannes Paul II und auch Papst Benedickt XVI haben dieses nicht getan.

Die, von mir, zitierten Stellen dieser Päpste sagen was ganz anderes aus.

Papst Johannes Paul II lässt uns wissen, dass „die hl. Hildegard weise die Geheimnisse der Theologie“ durchschaute. Papst Benedickt XVI sagt uns: „HILDEGARDS MYSTISCHE VISIONEN ÄHNELN DENEN
DER PROPHETEN DES ALTEN TESTAMENTS.“

„Hildegards mystische Visionen sind reich an theologischen Inhalten.“

Es ist„ERSICHTLICH, DASS AUCH DIE THEOLOGIE EINEN BESONDEREN BEITRAG VON DEN FRAUEN ERHALTEN KANN.“

Natürlich ist jeder Frei diesen großen Schatz, den Gott uns durch die Heilige Hildegard schenken möchte anzunehmen oder aber auch abzulehnen.


1

0
 
 SCHLEGL 20. November 2017 
 

@ Sankt Goar

Nein,ganz einig sind wir uns nicht!Die Tafeln mit den 10 Geboten sind natürlich nicht gemeint,die stellen kein Transportproblem dar.
Aber 123 hat behauptet,dass der ganze Pentateuch (5 Bücher des Moses) von Moses geschrieben worden sei und darauf bezog sich meine Hinweis auf die "Transportprobleme".
Seit mehr als 100 Jahren wissen wir, dass der Pentateuch aus 4 verschieden alten Quellen besteht.
1) Jahwist (circa 1000 v. Chr.)
2) Elohist (circa 900 v. Chr.)
3) deuteronomist.Geschichtswerk(600v.Ch)
4) Priesterschrift (circa 450 v. Chr.)
Nur gegen die irrige, durch völlig unerhebliche "private Offenbarungen", scheinbar untermauerte Meinung von 123, habe ich Stellung bezogen und aufgefordert, meine Gegenargumente genau zu bedenken.Msgr. Franz Schlegl


0

0
 
 Sankt Goar 20. November 2017 
 

Danke, dann sind wir uns also einig lieber Schlegl

dass die Darstellung mit den Tonnen an Steinen doch eher eine dramaturgische Überspitzung war und durch die Schrift so nicht belegt ist. Mose kommt also ohne LKW klar, gut.


0

0
 
 SCHLEGL 20. November 2017 
 

@ 123

Gott sei Dank, hat Ihnen jetzt auch Bücherwurm als Fachtheologe auf Ihre irrigen Ansichten geantwortet!
Haben Sie sich die Mühe gemacht, die von mir unten gemachten und aufgezählten Argumente, eines nach dem anderen durchzudenken und zu sehen, wie logisch das ist?
Der heilige Papst Johannes Paul II hat nicht ohne Grund eine Enzyklika zum Thema "Fides et ratio = Glaube und Vernunft" geschrieben.Msgr. Franz Schlegl


0

0
 
 SCHLEGL 20. November 2017 
 

@Sankt Goar

Noch im 19. Jahrhundert wurde die Autorschaft des Moses über die 5 Bücher des Moses (Genesis-Deuteronomium)zuweilen behauptet. Mit Gesetz (Hebräisch Tora) wurden nämlich nicht nur die 10 Gebote gemeint, sondern die 5 Bücher des Moses. Nachdem man (wie die Sinai- Inschrift aus dem 15. Jahrhundert vor Christus bezeugt) mit Hammer und Meißel auf Stein geschrieben hat, habe ich 1 2 3 gefragt, wie er/sie sich das eigentlich vorstellt? Ein anderes Schreibmaterial, abgesehen vom Papyrus, den es aber nur in Ägypten gab, stand nicht zur Verfügung. Gegen die Verfasserschaft des Moses sprechen auch die von mir angeführten Widersprüche.Msgr. Franz Schlegl


0

0
 
 Sankt Goar 20. November 2017 
 

Was? Wo steht denn das bei Mose?

@Schlegel
a) mein Kommentar zu 123 war ironisch gemeint
b) wo steht denn in der Schrift, dass Mose die 5 Bücher Mose in Stein empfangen hätte und mit sich führte? Verwechseln Sie da nicht irgendwas mit den 10 Geboten?


0

0
 
 bücherwurm 20. November 2017 

123: Es ist gediegene Lehre der Kirche, dass kirchlich anerkannte Privatoffenbarungen

geglaubt werden DÜRFEN, aber nicht geglaubt werden MÜSSEN. Es muss doch auch Ihnen einleuchten, dass die Privatoffenbarungen der Hildegard von Bingen nicht die Wertigkeit etwa des biblischen Einsetzungsberichtes haben.

Papst em. Benedikt XVI. würde Ihnen da übrigens auch nichts anderes sagen!


2

0
 
 123 20. November 2017 
 

Teil 1 „Hildegard von Bingen! PRIVATOFFENBARUNGEN sind für die Theologie NICHT

RELEVANT!“(Zitat von @Msgr.Franz Schlegl)

Der heilige Papst Johannes Paul II schreibt:
„Vom zarten Alter an mit besonderen himmlischen Gaben durchschaute die hl. Hildegard weise die Geheimnisse der Theologie…...schrieb über sie zahlreiche Bücher und stellte die Verbindung zwischen Erlösung und Schöpfung ins Licht.“
(Papst Johannes Paul II, 8 Sep. 1979)

Und Papst Benedickt XVI sagte:
„Wie es im Leben wahrer Mystiker immer der Fall ist, wollte auch Hildegard sich der Autorität weiser Personen unterwerfen, um den Ursprung ihrer Visionen zu erkennen, in der Furcht, daß sie Frucht von Täuschungen seien und nicht von Gott kämen. Sie wandte sich daher an die Person, die seinerzeit in der Kirche höchste Wertschätzung besaß: an den hl. Bernhard von Clairvaux,….. Dieser beruhigte und ermutigte Hildegard.“

„Aber 1147 erhielt sie noch eine andere sehr wichtige Anerkennung. Papst Eugen III., der den Vorsitz auf einer Synode in Trier hatte, las einen von Hildegard diktierten Text, der ihm von


1

0
 
 123 20. November 2017 
 

Teil 2 „Hildegard von Bingen! PRIVATOFFENBARUNGEN sind für die Theologie NICHT........

Erzbischof Heinrich von Mainz vorgelegt wurde. Der Papst gestattete der Mystikerin, ihre Visionen niederzuschreiben und öffentlich zu sprechen.“

„Von diesem Augenblick an stieg das geistliche Ansehen Hildegards immer mehr, so daß ihre Zeitgenossen sie als »deutsche Prophetin« bezeichneten. Dies, liebe Freunde, ist das Siegel einer echten Erfahrung des Heiligen Geistes, des Quells jeder Geistesgabe“
(Papst BENEDIKT XVI., 1. Sept. 2010)


„HILDEGARDS MYSTISCHE VISIONEN ÄHNELN DENEN DER PROPHETEN DES ALTEN TESTAMENTS: Sie drückte sich in den kulturellen und religiösen Begriffen ihrer Zeit aus und interpretierte die Heilige Schrift im Licht Gottes, indem sie sie auf die verschiedenen Lebensumstände anwandte“

„Alle, die ihr zuhörten, fühlten sich aufgefordert, einen konsequenten und engagierten christlichen Lebensstil zu praktizieren.“

„In einem Brief an den hl. Bernhard bekennt die rheinische Mystikerin: »Mein ganzes Sein ist in die Schau einbezogen: Ich schaue nicht mit den


1

0
 
 123 20. November 2017 
 

Teil 3 „Hildegard von Bingen! PRIVATOFFENBARUNGEN sind für die Theologie NICHT........

leiblichen Augen, sondern sie erscheint mir im Geist der Mysterien... Ich kenne die tiefe Bedeutung dessen, was im Psalter, in den Evangelien und in anderen Büchern dargelegt ist, die mir in der Schau gezeigt werden. Sie brennt wie eine Flamme in meiner Brust und in meiner Seele und lehrt mich, den Text in seiner ganzen Tiefe zu verstehen«“

„Hildegards mystische Visionen sind reich an theologischen Inhalten.
Sie nehmen Bezug auf die wichtigsten Ereignisse der Heilsgeschichte und bedienen sich in erster Linie einer poetischen und symbolischen Sprache.“

„BEREITS AUS DIESEN KURZEN HINWEISEN IST ERSICHTLICH, DASS AUCH DIE THEOLOGIE EINEN BESONDEREN BEITRAG VON DEN FRAUEN ERHALTEN KANN, DENN SIE SIND IN DER LAGE, MIT DER IHNEN EIGENEN INTELLIGENZ UND SENSIBILITÄT ÜBER GOTT UND DIE GLAUBENSGEHEIMNISSE ZU SPRECHEN.“
(Papst BENEDIKT XVI., 8. Sept 2010)


Damit ist erwiesen, dass die Schriften der heiligen Hildegard sehr wohl RELEVANT für die Theologie sind!!


1

0
 
 SCHLEGL 18. November 2017 
 

@123/Sankt Goar

Noch eine kleine Zugabe zu Ihrem Zitat der heiligen Hildegard von Bingen! PRIVATOFFENBARUNGEN sind für die Theologie NICHT RELEVANT!
In meiner Bibel haben die 5 Bücher des Mose 213 Seiten, Format A5! Und das soll Moses alles auf Stein aufgeschrieben haben?Da brauchte er die Israeliten gar nicht aus Ägypten herauszuführen,denn mit diesem Schreiben wäre er lebenslang beschäftigt gewesen!(Althebräische Schrift auf Stein,mit Hammer und Meißel!)Und zum Transport seiner Bücher brauchte er einen Lkw.Nebenbei hat er dann dort auch seinen eigenen Tod beschrieben.
Von den historischen Fehlern mal abgesehen (Hase als Wiederkäuer, Bett des Königs Og von Basan aus EISEN-Eisenzeit beginnt erst 1200 v.Chr., Moses lebt zurzeit des Ramses II (1290-24,Abraham als Besitzer von KAMELEN,obwohl diese erst um 1200 v. Chr.domestiziert worden sind.Dass sich beide Schöpfungstexte(Gen 1 u.Gen 2,4b) teilweise widersprechen,ist Ihnen auch nicht aufgefallen?
Die historisch kritische Methode hat auch Vorteile!


3

0
 
 SCHLEGL 18. November 2017 
 

@ 123

Wozu sie den Text der Enzyklika von Pius XII ZITIEREN,erschließt sich mir nicht, ich kenne ihn!
Wenn Sie die ersten 11 Kapitel Genesis wörtlich nehmen,landen Sie in Aporien!
Wer war vor 13 Mrd Jahren dabei,als Gott das Universum von NICHTS ins SEIN gerufen hat?
Alle Tiergattungen sind ÄLTER,als der Mensch.
Das Paradies geographisch zu verorten, muss scheitern.
Hat Ihrer Meinung nach Gott den Mann aus ERDE/die Frau aus dessen RIPPE erschaffen?
Gibt es genug Wasser,damit die Sintflut die höchsten Berge bedecken kann?
Hatten die Menschen bis zum Zikkurat v. Babel wirklich die gleiche Sprache?
Sehen Sie jetzt,wo man landet,wenn man die literarischen Gattungen des Orients NICHT kennt,wie es bei Ihnen der Fall ist?
Gen 1-2,4a wurde nach dem babylonischen Exil ab circa 500v.Chr.u.Gen 2,4b- 25 ca.1000v.Chr. schriftlich fixiert!
Die biblischen Autoren haben unter Inspiration des Hl.Geistes niedergeschrieben,DASS Gott die Welt und den Menschen geschaffen hat,aber nicht WIE!Ist das so schwer?


3

0
 
 Sankt Goar 18. November 2017 
 

Ja, genau 123

Das war schon immer meine Rede!


1

0
 
 123 17. November 2017 
 

Teil 1 "Da ist aber die Bibelenzyklika "Divino afflante Spiritu" von Papst Pius XII (1943)"

spurlos an Ihnen vorübergegangen!“
(Zitat von @Msgr.Franz Schlegl)


„Die Theologie ist….. die Wissenschaft von der empfangenen Offenbarung, und wir haben keine andere Offenbarung, als die empfangene Offenbarung“ (Kardinal Joseph Siri)

Und nun ist die Frage zu klären, ob die ersten 11 Bücher der Bibel zu der empfangenen Offenbarung Gottes gehören?

Wenn es war sein sollte was anscheinend eine ganze Anzahl von Theologen behaupten:

„Gen 1-11 kann man nicht als historische Berichte auffassen!Es geht vielmehr um Reflexionen Israels über die Anfänge.Es geht um Urfragen des Menschen nach dem Beginn der Schöpfung,was der Mensch eigentlich sei,um die Ursünde und ihre Folgen usw.“ (Zitat von @Msgr.Franz Schlegl)

Reflexionen ist eigentlich nichts anderes als das „Nachdenken; Überlegung, prüfende Betrachtung“.

Diese Reflexionen „Israels über die Anfänge.“ stammt von Menschen und ist dann auch keine Offenbarung Gottes. Mit anderen Worten: Hat Israel hat die ersten 11 Bücher erfunden?


1

0
 
 123 17. November 2017 
 

Teil 2 "Da ist aber die Bibelenzyklika "Divino afflante Spiritu" von Papst Pius XII (1943)"

Wenn dieses so wäre, wäre dieser Teil der Bibel auch nicht Historisch zu nennen!!

Nun hat aber Gott uns durch die Heilige Kirchenlehrerin Hildegard von Bingen offenbart:

„ >Dieses war im Anfang bei Gott< (Glaubensbekenntnis)
Das Heißt: Der Anfang von Dem MOSE, Mein Diener, durch mich inspiriert , spricht, wenn er sagt: Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde (Gen 1,1). Als das WORD, das >Es werde< erschallen ließ – wie auch an dieser Stelle geschrieben steht: Und Gott sprach: Es werde Licht (Gen 1,3) - , war Es in diesem Anfang, als die Schöpfung vom Schöpfer ihren Anfang empfing, bei Gott, dass heißt in Wesensgleichheit mit der Gottheit.“

Mose ist also von Gott inspiriert worden.
Mit anderen Worten: Gott hat dem Mose dieses alles Offenbart.
Das schließt nicht aus, dass Mose in seiner eigenen Sprache und nicht in einer unseren modernen Sprache geschrieben hat.

Papst Pius XII ermahnt die Exegeten der Heiligen Schrift:
„...Der Ausleger soll also mit ganzer Sorgfalt und


1

0
 
 123 17. November 2017 
 

Teil 3 "Da ist aber die Bibelenzyklika "Divino afflante Spiritu" von Papst Pius XII (1943)"

unter Vernachlässigung keines Lichtes, das neuere Untersuchungen beigetragen haben, zu erkennen versuchen, welche die besondere Eigenart und Lebenslage des heiligen Schriftstellers war, zu welcher Zeit er lebte, welche Quellen - ob schriftlich oder mündlich überliefert – er benutzte und welche Redeform er gebrauchte…..“
(Enzykl. "Divino afflante Spiritu")


1

0
 
 123 17. November 2017 
 

¨Gott hat sich im Laufe der Geschichte Menschen offenbart. Das ging los mit Abraham,¨

(Zitat von Johannes Hartl)

Nein es ging nicht erst los mit Abraham!
Schon im Paradies offenbarte sich Gott.
Nach dem Gott den Menschen als Mann und Frau erschaffen hatte, ‘segnete er sie und sprach zu ihnen: ¨Seit fruchtbar und mehret euch, füllet die Erde und machet sie untertan und herschtet über………..Nahrung¨. Und es geschah so.‘ (vergleiche: Gnesis 1, 28-30)

Auch als Adam und Eva das Paradies verlassen mussten hat Gott sich nicht zurückgezogen. Sondern ihnen geholfen. Um mit aus der Sünde entstandenen Lebensumstände fertig zu werden. (vergl. Gnesis 3, 8-19)

Und vergessen wir auch nicht Kein und Abel. (vergl. Gnesis 4, 3-14)

Und vergessen wir nicht Noe. Er und seine Familie waren die einzigen die bei der Sintflut überlebten. (vergl. Gnesis 6, 5-22 fortfahren)


2

0
 
 matthieu 16. November 2017 
 

Auge um Auge

ich bin zwar kein Theologe, aber soweit ich weiß geht es bei "Auge um Auge etc." um Schadensersatz. Du sollst nicht n e h m e n Auge um Auge sondern g e b e n. Wenn man jemands Sklaven erschlagen hat, dann muss man dem einen Sklaven dafür geben (und nicht: der Geschädigte darf jetzt beim Verursacher zuschlagen mit gleicher Münze)


3

0
 
 SCHLEGL 16. November 2017 
 

@ JuergenPb

Also,nur mal langsam!Das Apostelkonzil im Jahre 49 n.Chr.hat mit EINEM SCHLAG das GESAMTE jüdische Zeremonialgesetz, samt Speisevorschriften und Beschneidung abgeschafft!Nur die Jakobusklauseln blieben erhalten (Verbot des Blutgenusses,Essen vom Ersticktem-nicht ausgebluteten Fleisch und Ehe im weiteren Verwandtenkreis).
Später hat die Kirche auch diese Dinge abgeschafft!
Mit der Matthäusstelle können Sie dagegen nicht opponieren!
Denken Sie einmal nach,was es bedeutet, dass beim Kreuzestod Jesu der Vorhang des Tempels von oben bis unten entzweigerissen ist?
In gewisser Weise wird hier schon auch das A.T. "relativiert".
Die Fluchpsalmen aus dem Brevier wurden mit Recht eliminiert, weil sie dem Liebesgebot Jesu,auf das besonders das Johannesevangelium und der 1. Johannesbrief hinweist,entgegenstehen! Wir befinden uns nämlich jetzt in der Zeit nach dem NEUEN TESTAMENT und nicht in einer amerikanischen Sekte,die mit dem A.T. die Ausrottung der Indianer rechtfertigte!Msgr.Franz Schlegl


10

0
 
 Sankt Goar 16. November 2017 
 

Nein, mein Hase, nein!

Die Nummer ist ein wenig zu billig. Wer entscheidet denn nun was Vorrang hat? Die ältere Schriftstelle, die jüngere, diejenige die mir besser gefällt? So wie die Schriftgelehrten von heute? Haben zum Beispiel die Soldaten des Pharao alle etwas so schlimmes getan, dass es "gerecht" ist, dass Gott alle ersäuft?
Ja haben Sie. Sie sind dem falschen Herrscher gefolgt und haben seinen Zeichen und seiner Kraft mehr vertraut als Gott. Schockiernd klar. Klar kommen nur wir nicht damit. Und dann beginnen die Hirngespinste und Erlärungen der Märchenerzählerfraktion. Zu sterben ist an sich keine Strafe, auch nicht früh zu sterben. Ohne Heil zu sterben ist die Strafe. Das macht aber eben nicht Gott, sondern wir durch unsere Entscheidungen. Richtig Entscheiden können wir uns aber nur wenn wir uns klar machen, das unser falsches Tun Konseqenzen hat. Das schränkt überhaupt nicht die Macht Gottes ein eben doch alles Heil zu machen. Doch das Unheil der Welt geht eben doch auf das Konto der Sünder.


5

0
 
 JuergenPb 16. November 2017 

Einfach wegexegetisieren

Inzwischen hat die Kirche doch Übung darin, problematische Text gar nicht mehr zu verkünden:
Psalmen 58 (57), 83 (82) und 109 (108) kommen z.B. im Stundenbuch nicht mehr vor, andere wurden durch Auslassung „entschäft“.

Hinzu kommt eine Weichspülexegese oder eine Relativierung wie im vorliegenden Artikel: Alles nicht so gemeint; im Kontext sieht es ganz anders aus; Jesus hat das AT relativiert oder an manchen Stellen aufgehoben (entgegen Mt 5,17).

Der Kuschel-Jesus hat alle lieb (entgegen LK 12,49; Mt 10,34).

Mannomann!


5

0
 
 Wiederkunft 16. November 2017 
 

Danke

Wieder eine hervorragende Erklärung dieser schwierigen Dinge! Danke Herr Dr. Johannes Hartl!


7

0
 
  16. November 2017 
 

Propheten und Priester

Im Alten Testament geht es meiner Ansicht nach um eine Auseinandersetzung der von Gott gesandten Propheten und der Priesterkaste die immer wieder das Gotteswort verfälscht oder zu ihren Gunsten ausgelegt hat.

Dies hat auch Jesus Christus mehrfach klar ausgedrückt. Manches im AT ist im christlichen Sinne einfach nicht mehr anders zu rechtfertigen als dass hier Menschenwerk statt Gottes Wort Einzug gehalten hat.

Die "harten" Stellen im Neuen Testament, man denke nur an das Schwert und die Zwietracht innerhalb der Familien, die Jesus als Quintessenz seine Aufgabe kommen sah, könnten wohlwollend als Zustandsbeschreibung oder auf die Zukunft hin gedeutet werden, es ist aber nicht auszuschließen, dass hier ebenfalls menschliche Interessen z.B. in der Auseinandersetzung mit den Gnostikern in den frühen Jahren der Kirche und bei den Abschriften der Evangelien eine Rolle gespielt haben.

Ich halte mich daher auch bei der Bibel an das Paulus Wort: Prüfet aber Alles und behaltet das Gute"


0

0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Gebetshaus Augsburg

  1. Gebetshausleiter Hartl: Kennzeichen toxischer Religiosität und emotional gesunder Spiritualität
  2. Hartl: „Was Einheit unter Christen bedeutet“
  3. Hartl: „Schau in den Spiegel. Du siehst den Menschen, der für Dein Leben verantwortlich ist“
  4. Hartl: „Wer außer mir teilt diese Wünsche?“
  5. Johannes Hartl: „Versuche nicht, Menschen zu gefallen, sondern der Wahrheit treu zu sein“
  6. 'Dass aus dem Gebetshaus nicht eine neue Art von Kirche entsteht'
  7. Hartl: „Unser schizophrenes Verhältnis zum Tod im Frühjahr 2020“
  8. Corona-Isolation? – Hartl gibt 20 praktische Tipps
  9. Hartl: „Wir beten für alle, die in Panik, von Angst überwältigt sind“
  10. „Irgendwo muss das ja beginnen, das mit dem Dialog“







Top-15

meist-gelesen

  1. Die Heerschau der Rosenkranzbeter hat begonnen!
  2. Papst Franziskus nimmt Rücktritt vom Erzbischof von Paris an!
  3. Betet, betet für Österreich! Jeden Tag einen Rosenkranz!!!
  4. Erzbischof Gänswein: Benedikt XVI. ist 'aus Überzeugung' geimpft
  5. Erzbistum Freiburg: 2G/3G-Gottesdienste nicht möglich wegen „Recht auf freie Religionsausübung“
  6. Hinkende Vergleiche mit tödlicher Wirkung
  7. „Die Erscheinungen von Sievernich: Jesus spricht zur Kirche in Deutschland und zur ganzen Welt“
  8. Erzbischof Gänswein übt scharfe Kritik am Synodalen Weg in Deutschland
  9. Kardinal Marx spricht sich für Impfpflicht aus - Glaubenskongregation dagegen!
  10. Mediennetzwerk Pontifex fordert: Impfpflicht verhindern
  11. Vorfall in Athen: Orthodoxer Priester beschimpft Papst als "Häretiker"
  12. Die 'Tagesschau' bejammert, dass zu wenige Ärzte ungeborene Kinder töten möchten
  13. Weihnachtsspende für kath.net - Wir brauchen JETZT Ihre DRINGENDE Hilfe!
  14. Ein entscheidender Beitrag zur Bekämpfung der Pandemie wäre: Aufrufe zur Umkehr, Gebet und Buße!
  15. Jutta Ditfurth: „Bitte aber keine Lebensschützer-Begriffe verwenden, es war ein Fötus, kein Baby“

© 2021 kath.net | Impressum | Datenschutz