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Rabbinatsgericht: Keine Heirat messianischer Juden in Israel

2. September 2017 in Chronik, 18 Lesermeinungen
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Messianische Juden gelten als Christen und dürfen daher nicht in Israel heiraten. Das hat ein Rabbinatsgericht am Dienstag festgelegt.


Tel Aviv (kath.net/ israelnetz)
Das Rabbinatsgericht in Tel Aviv hat am Dienstag entschieden, dass messianische Juden nicht im Land heiraten dürfen. Grund dafür ist der Glaube, Jesus sei der Messias. Messianische Juden gehörten daher nicht zum Judentum, sondern zu einer „anderen Religion“, nämlich zum Christentum, hieß es in dem Richterspruch.


In dem konkreten Fall konnten die betreffenden Personen ihre jüdische Herkunft nachweisen. Gegenüber dem Richter machten sie deutlich, dass sie das Neue Testament für wahr halten. Zudem glaubten sie, dass Jesus Gott sei und dementsprechend an die Trinitätslehre. Ferner hätten sie sich taufen lassen.

Urteilsänderung möglich

Insbesondere die Trinitätslehre gilt als dem Judentum fremdes Element.

Die Richter erklärten, es bestehe die Möglichkeit, das Urteil rückgängig zu machen. Bedingung dafür ist, dass das Paar seinen christlichen Glauben aufgibt, sich zum Glauben an den einen Gott bekennt, sich von der Gemeinschaft messianischer Juden löst und von missionarischen Aktivitäten absieht.

In Israel nimmt das Rabbinat und nicht der Staat Trauungen vor. Die Paare müssen dabei jüdisch sein. Paare, die dieses Kriterium nicht erfüllen, weil ein Partner etwa einer anderen Religion angehört, heiraten im Ausland, vorzugsweise in den USA oder auf Zypern. Muslimische Hochzeiten sind hingegen möglich.


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