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Kirchenrechtler Schüller attackiert Kardinal Meisner

6. Dezember 2016 in Weltkirche, 54 Lesermeinungen
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Münsteraner Kirchenrechts-Professor Thomas Schüller attackiert früheren Kölner Erzbischof, Kardinal Meisner, und wirft diesem gegenüber Papst Franziskus Abtrünnigkeit vor


Köln (kath.net) Der Münsteraner Kirchenrechts-Professor Thomas Schüller attackiert den früheren Kölner Erzbischof, Kardinal Joachim Meisner, und wirft diesem gegenüber Papst Franziskus Abtrünnigkeit vor. "Der öffentliche Versuch Meisners und dreier weiterer Kardinäle, den Papst mit Brandbriefen unter Druck zu setzen, ist ein Akt der Illoyalität. So etwas gehört sich für keinen katholischen Christen, geschweige denn für Kardinäle, die dem Papst Gehorsam 'bis aufs Blut' versprochen haben", meint Schüller gegenüber dem "Kölner Stadt-Anzeiger" Trotzdem könne der 82-Jährige "ruhig schlafen". Nicht jeder Dissens mit dem Papst führe zur Degradierung, obwohl sie kirchenrechtlich ohne weiteres möglich wäre, so Schüller. "Der Papst ist frei, Kardinäle zu ernennen und abzuberufen."


Im Interview mit der Zeitung beschimpft Schüller dann alle, die eine Klärung der Frage, ob wiederverheiratete Geschiedene zur Kommunion gehen können, wünschen. "Franziskus fordert die Seelsorger auf, sich die individuelle Situation anzuschauen, statt die Nase ins kirchliche Gesetzbuch zu stecken. Für Menschen, die nur in Schwarz-Weiß-Kategorien denken können, ist das vielleicht eine intellektuelle Herausforderung, die sie nicht leisten können oder wollen", meinte Schüller, der dann auch selbst meint, dass der Papst mittelfristig besser aber beraten sei, "wenn er klarere Regeln für all die vielen Katholiken aufstellen würde, die – wie es kirchenamtlich so schön heißt – 'in irregulären Situationen' leben."

Symbolbild: Diskussion



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