Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Ludger Schepers wirre Osterbotschaft
  2. ACH TONI - hat der Wiener Dompfarrer ein Zölibatsproblem?
  3. Erzbischof van Megen wird neuer Papst-Botschafter in Deutschland
  4. "Welcher Teufel reitet Sie, Frau Paganini?"
  5. "Man hätte also Hitler gewähren lassen sollen?" - Trump-Leo-Streit eskaliert
  6. Wer dir beim letzten Atemzug beisteht
  7. Jeder zweite Deutsche wünscht sich ein Leben nach dem Tod
  8. So nicht, Mr. Präsident!
  9. Wenn der Funktionär den Bischof ersetzt
  10. Vatikan stoppt Seligsprechungsverfahren für argentinischen Bischof Jorge Novak
  11. Glaubensbekenntnis vor Millionenpublikum: Spanische Fashion-Influencerin Susana Arcocha getauft
  12. Wissenschaftler zum Grabtuch von Turin: ‚Diese Energie haben wir auf der Erde nicht‘
  13. Johannes Hartl: „Junge Menschen fragen wieder nach Gott! Atheismus ist eher für ältere Generation“
  14. „Die Bibel steht eindeutig im Visier der Regierung“
  15. Italien: Seligsprechungsverfahren für Teenager eröffnet

WikiLeaks: Clintons Wahlkampfmanager spotten über Katholiken

13. Oktober 2016 in Chronik, 30 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Um den Widerstand der Kirche gegen die ‚Verhütungs-Verordnung’ zu überwinden, unterstützte John Podesta 2012 Organisationen, welche die Kirche von innen verändern sollten.


Washington D.C. (kath.net/jg)
Die katholische Religion sei eine „Verfälschung des Glaubens“ und für Konservative unter anderem deshalb interessant, weil sie „völlig veraltete Geschlechterbeziehungen“ vertrete. Dieser Ansicht sind John Podesta, Wahlkampfmanager von Hillary Clinton, Jennifer Palmieri, Leiterin der Kommunikationsabteilung von Clintons Wahlkampf, und John Halpin vom „Center for American Progress“, einer progressiven Denkfabrik, deren Vorsitzender ebenfalls John Podesta ist.

Die zitierten Formulierungen stammen aus einem E-Mailverkehr zwischen den genannten Personen aus dem Jahr 2011, der von WikiLeaks veröffentlicht worden ist.

Viele der einflussreichsten Konservativen im Obersten Gerichtshof, in den konservativen Denkfabriken, Medien und Bewegungen seien katholisch, darunter gebe es viele Konvertiten, schreibt John Halpin. Neben den „veralteten Geschlechterbeziehungen“ sei das „systematische Denken“ ein weiterer Aspekt am katholischen Glauben, der für Konservative faszinierend sei, mutmaßt er.


Der katholische Glaube sei für sie offenbar die konservative Religion, die nach Ansicht der Konservativen am ehesten sozial akzeptabel sei. „Ihre reichen Freunde würden es nicht verstehen, wenn sie Evangelikale werden“, vermutet Jennifer Palmieri in ihrer Antwort.

Das sei eine treffende Feststellung, antwortet Halpin. Konservative könnten mit Begriffen wie „thomistisches Denken“ und „Subsidiarität“ um sich werfen, damit den Eindruck erwecken, sie seien gebildet und niemand würde verstehen worüber sie reden, schreibt er. Die zitierten E-Mails gingen auch an John Podesta.

Andere Veröffentlichungen von WikiLeaks weisen darauf hin, dass Podesta 2012 Organisationen geschaffen und unterstützt hat, die in einen „katholischen Frühling“ in der Kirche durchführen sollen. Namentlich führt er „Catholics in Alliance for the Common Good“ und „Catholics United“ an. Podesta antwortet auf ein E-Mail von Sandy Newman, dem Vorsitzenden von „Voices for Progress“, der eine derartige Bewegung vorgeschlagen hatte.

Newman, der selbst nicht katholisch ist, hatte die Initiative vorgeschlagen, um die ablehnende Haltung der katholischen Kirche gegenüber Verhütungsmitteln durch eine interne Revolution zu ändern. Die Katholiken müssten selbst eine „Ende der mittelalterlichen Diktatur und den Beginn von Demokratie und Geschlechtergleichheit“ in der Kirche verlangen. Schließlich würden 99 Prozent der katholischen Frauen und ihre Partner Verhütungsmittel verwenden, vermutet Newman. Der Vorschlag ist vor dem Hintergrund der „Verhütungs-Verordnung“ zu sehen, welche die Regierung Obama im Rahmen der gesetzlich vorgeschriebenen Krankenversicherung („Obama-Care“) erlassen hat.

Der E-Mail-Verkehr stammt aus dem Jahr 2012. Podesta war damals bereits Präsident des „Center for American Progress“. Seit April 2015 ist er Leiter des Wahlkampfs von Hillary Clinton. Von 1998 bis 2001 war er Stabschef im Weißen Haus unter Präsident Bill Clinton. In den Jahren davor war ein enger Vertrauter und Berater des Präsidenten.


Link zum E-Mail Podesta-Palmieri-Halpin:
wikileaks.org/podesta-emails/emailid/4364


Link zum E-Mail Podesta-Newman:
wikileaks.org/podesta-emails/emailid/6293


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

USA

  1. Burke: Ein anhaltender Clash zwischen Papst Leo und Trump? „Das ist übertrieben“
  2. US-Vizepräsident Vance kündigt Buch über seinen persönlichen Rückweg zum katholischen Glauben an
  3. USA: Mehr als die Hälfte der Männer der Gen-Z und Millenials lesen wöchentlich in der Bibel
  4. US-Erzdiözese Boston: Rekordzahl an Erwachsenentaufen zu Ostern
  5. „Da tut sich was“ – USA: Bemerkenswerter Anstieg von Konversionen in die röm.-kath. Kirche
  6. US-Stadt Louisville zahlt 800.000 Dollar an christliche Fotografin
  7. Nach Kritik an Erzbischof Cupich: Rechtsprofessor von katholischem Gremium abberufen
  8. Zwangsfinanzierung von Abtreibungen in Krankenversicherungen? Untersuchungen in 13 US-Bundesstaaten
  9. Umfrage: Nur 23 Prozent der US-Amerikaner für Abtreibung ohne Einschränkung
  10. US-Erzdiözese Portland ruft dieses Jahr zu noch größeren eucharistischen Prozessionen auf







Top-15

meist-gelesen

  1. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  2. Wer dir beim letzten Atemzug beisteht
  3. ACH TONI - hat der Wiener Dompfarrer ein Zölibatsproblem?
  4. Erzbischof van Megen wird neuer Papst-Botschafter in Deutschland
  5. Ludger Schepers wirre Osterbotschaft
  6. Wissenschaftler zum Grabtuch von Turin: ‚Diese Energie haben wir auf der Erde nicht‘
  7. "Welcher Teufel reitet Sie, Frau Paganini?"
  8. "Man hätte also Hitler gewähren lassen sollen?" - Trump-Leo-Streit eskaliert
  9. So nicht, Mr. Präsident!
  10. Visitation im Stift Heiligenkreuz abgeschlossen
  11. Vatikan sagt für September in Rom geplanten Weltkindertag ab
  12. Johannes Hartl: „Junge Menschen fragen wieder nach Gott! Atheismus ist eher für ältere Generation“
  13. Gleichgültigkeit und Dekadenz – Die größte Hoffnung für iranische und russische Diktatoren
  14. Sieg der „rebellischen Nonnen“
  15. Wenn der Funktionär den Bischof ersetzt

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz