Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. 'Und ich dachte, es müßte um Gott und das Heil der Seelen gehen. Ich bin ja so naiv'
  2. Jesuitenpater Thomas Reese mit irrer Aussage: ‚Warum ich die alte lateinische Messe hasse‘
  3. 'Denn es wird nicht zu dem kommen, was diese Lügner versprechen.'
  4. Liebe 'Deutsche Kirche', ihr seid Heuchler vor dem Herrn!
  5. Nicht mehr zu retten - Zum Substanzverlust der Kirche
  6. Ermahnung zur parteipolitischen Neutralität
  7. ‚Synodalität – ein Wort ohne Begriff? Ein erfundenes Narrativ macht Karriere
  8. Ein Drittel der 15-Jährigen in Deutschland kann nicht mehr ausreichend lesen oder rechnen!
  9. Wahl in Sachsen-Anhalt: AfD auch bei Kirchenmitgliedern stärkste Kraft
  10. Wundersame Heilung, eine Marienerscheinung und Berufung mit 4 Jahren
  11. Kritik von Theologen an der Beurlaubung von P. Edmund Waldstein
  12. US-Präsident Donald Trump gratuliert Katholiken zum Fest Maria Geburt
  13. 'BILD' greift kath.net-Beitrag von Kardinal Müller auf
  14. Scharfe Kritik von Birgit Kelle an Leihmutterschaftsentschuldigung von Jens Spahn
  15. Maria, die Mutter des Friedens

Evangelische und katholische Unternehmer kritisieren 'Club of Rome'

21. September 2016 in Deutschland, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Der Wunsch nach Kindern entspricht einem menschlichen Grundbedürfnis


Berlin/Karlsruhe/Köln (kath.net/idea) Evangelische und katholische Unternehmer haben den neuen Zukunftsbericht des „Club of Rome“ anlässlich des Weltkindertages am 20. September scharf kritisiert. Der norwegische Hochschullehrer und Zukunftsforscher Jorgen Randers sowie der Generalsekretär des Club of Rome, der britische Ökonom Graeme Maxton, hatten ihre Ideen unlängst in Berlin präsentiert. Sie schlagen vor, Frauen, die maximal ein Kind bekommen haben, zu ihrem 50. Geburtstag einen Bonus von 80.000 Dollar zu zahlen. Ziel sei es, den „Bevölkerungsdruck“ auf der Erde zu verringern. Hauptursache für die ihrer Meinung nach fortschreitende Zerstörung des Planeten ist die Verdopplung der Weltbevölkerung in den vergangenen fünf Jahrzehnten. Ferner sprachen sie sich dafür aus, die Jahresarbeitszeit zu verkürzen, damit jeder Mensch mehr Freizeit hat, die Steuern von Unternehmen und Reichen zu erhöhen sowie ein existenzsicherndes Grundeinkommen einzuführen.


Der Geschäftsführer des Arbeitskreises Evangelischer Unternehmer, Stephan Klinghardt (Karlsruhe), hält den Vorschlag für absurd: „Der Wunsch nach Kindern und der Gründung einer Familie entspricht einem menschlichen Grundbedürfnis und ist biblisch verankert.“ Die Idee einer staatlich verordneten Verzichtsprämie setze an den Symptomen, aber nicht an den Ursachen des dynamischen Wachstums der Weltbevölkerung an und sei deshalb abzulehnen. Wie sich das Bevölkerungswachstum langfristig eingrenzen lasse, sei eine existenzielle Frage, da es auf einem „Planeten mit endlichen Ressourcen kein unendliches Wachstum geben kann“. Doch die Situation sei regional sehr verschieden. In Europa stelle sich das Problem nicht: „Es sind doch die armen Länder, die häufig eine hohe Geburtenrate haben.“ In Afrika hänge beispielsweise die Versorgung der Eltern im Alter häufig von den Kindern ab. Dort fehle ein funktionierendes Sozialsystem: „Diese Spirale muss durchbrochen werden“, meinte Klinghardt.

Katholiken: Gesellschaft verliert ihre Menschlichkeit

Ähnlich äußerten sich der Bund Katholischer Unternehmer (BKU/Köln) und der Familienbund der Katholiken (FDK/Berlin). Die BKU-Vorsitzende Marie-Luise Dött und der FDK-Präsident Stefan Becker erklärten, Kinderfeindlichkeit sei der denkbar falscheste Weg. „Kinder sind unsere Zukunft und keine Hypothek für unsere Erde.“ Eine Gesellschaft verliere ihre Menschlichkeit, wenn sie Kinder mit finanziellen Anreizen „wegsubventionieren“ will: „Wir wollen die Schöpfung bewahren, für unsere Kinder und Enkelkinder, nicht aber auf ihre Kosten.“ Der 1968 gegründete Club of Rome setzt sich für nachhaltige Entwicklung und für den Schutz von Ökosystemen ein. Er hat seinen Sitz in Winterthur (Schweiz).


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Gesellschaft

  1. Bundesland Brandenburg plant Neutralitätsgesetz für Justiz: Kein Kopftuch, Kippa, Kreuz
  2. Warum Kirchen jetzt Frieden, Recht und Wahrheit verteidigen müssen
  3. Botox? – Die unsichtbaren tragischen Folgen des Jugendwahns
  4. Slowakei: Kirchen bitten gemeinsam um Vergebung für Verfehlungen
  5. Zwischen Wölfen und Brüdern
  6. „Alte Fragen, überraschende Antworten“
  7. Mike Johnson: Westen muss sich wieder auf christliche Werte besinnen
  8. Unschuldig angeklagt und verurteilt
  9. Scott Hahn: ‚Mit Kompromissen gewinnen wir nicht’
  10. Verkauf eines Feminismus-kritischen Buchs auf Facebook und Instagram gesperrt






Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  3. Auf Christus schauen!
  4. Liebe 'Deutsche Kirche', ihr seid Heuchler vor dem Herrn!
  5. Tschechien: Kirchenkommission warnt vor prorussischer Desinformation
  6. Die Geburt des neuen Antisemitismus aus dem verurteilten alten Antisemitismus
  7. Wahl in Sachsen-Anhalt: AfD auch bei Kirchenmitgliedern stärkste Kraft
  8. Papst Leo XIV. berät mit seinen Behördenleitern
  9. Primat in Synodalität – Synodalität in Communio
  10. Altabt bei Jugendfestival: Jesus als Vorbild für gelebte Liebe nehmen
  11. Leo XIV.: „Ihre Anwesenheit ist ein leuchtendes Zeugnis für die ungeschuldete Zuwendung Gottes“
  12. Neue Kirche "Heilig Kreuz" in Selfoss eingeweiht: Meilenstein für die katholische Kirche Islands
  13. Papst würdigt „berühmten Hymnus ‚Lead, Kindly Light‘ (Führ, liebes Licht)“ des hl. John Henry Newman
  14. Aus Finanzgründen vermietet Church of England ihre Kathedralen für moderne Musik- und Discoevents
  15. Dann sollen sie doch in die Hölle gehen

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz