Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:









Top-15

meist-diskutiert

  1. Stat crux dum volvitur orbis
  2. Facebook zensuriert Kardinal, der vor Neuer Weltordnung warnt
  3. Hurra, ein Katholik!
  4. Österreichische Bischöfe möchten auch weiterhin Gläubige von den Gottesdiensten ausschließen
  5. Stärkere Corona-Maßnahmen für Gottesdienste in Deutschland: Keine selbstgenähten Stoffmasken mehr
  6. Bartholomaios ruft zu Teilnahme an Covid-Impfung auf
  7. Protestwelle gegen Zwangs-Sexualisierung im Duden
  8. US-Bischöfe: Gewisse Politikversprechen von Biden fördern das moralische Übel!
  9. Joe Bidens Partner für Inauguration Day: Weltgrößte Abtreibungsorganisation Planned Parenthood
  10. Der Apostolische Palast bricht ein und die Zeit läuft davon
  11. In Nigeria entführter Priester ermordet aufgefunden
  12. Softwareunternehmen Mozilla: ‚Trump sperren wird nicht reichen’
  13. Scheidender US-Präsident erklärt 22.1. zum „Nationalen Tag der Heiligkeit des menschlichen Lebens“
  14. "Für Christen, die an IHN glauben, ist klar in welcher Zeit wir uns gerade befinden"
  15. „Ich kann versichern, dass die neuerlichen Einschränkungen den Bischöfen nicht leicht gefallen sind“

‘Den Menschen in Aleppo geht es am schlechtesten’

10. April 2016 in Chronik, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Trotz Waffenruhe bleibt die Lage der syrischen Christen dramatisch – „Kirche in Not“ hilft bei der Grundversorgung - Von Oliver Maksan.


München (kath.net/ KiN)
Im März ging der Syrien-Krieg in sein sechstes Jahr. Die Genfer Gespräche und die Waffenruhe lassen erstmals zarte Hoffnung aufkeimen, dass das Sterben endlich ein Ende findet. Doch vielerorts gibt es immer noch Gefechte – zum Beispiel in Aleppo. „Auch wenn derzeit viel von Waffenstillstand gesprochen wird: Kürzlich hat der IS wieder Stadtteile bombardiert, die unter Kontrolle der Regierungs-truppen sind. Dort leben die meisten Christen“, berichtet Franziskanerpater Ibrahim Alsabagh gegenüber dem weltweiten katholischen Hilfswerk „Kirche in Not“. Der Ordensmann ist Pfarrer einer römisch-katholischen Gemeinde in Aleppo.

Doch selbst wenn die Waffen einmal ganz schwiegen, sei der Alltag äußerst hart. „Eine Familie in Aleppo benötigt im Monat rund 17 000 syrische Lire (umgerechnet etwa 67 Euro), um zu überleben. Doch nicht einmal das steht allen Menschen zur Verfügung“, sagt Pater Ibrahim. Rund die Hälfte der Einwohner Aleppos lebe in bitterster Armut. Auch viele Familien, die früher wohlhabend waren, seien während der fünf Kriegsjahre verarmt und nun auf Unterstützung angewiesen. „Sie sind nicht in der Lage, sich so zu versorgen, wie es der Menschenwürde entspricht.“ Die Folgen seien verheerend: „Aus meiner Pfarrei mussten in den letzten Wochen 15 Menschen ins Krankenhaus, weil sie wegen Mangelernährung in Lebensgefahr schwebten“, berichtet der Pater.


Zum Lebensmittelmangel kommen weitere Schwierigkeiten. „Die schlechte Stromversorgung gehört zu unseren größten Problemen“, sagt Pater Ibrahim. „Um nur zwei Lampen oder das Radio zu betreiben, braucht eine Familie Strom der Stärke zwei Ampere. Da die privaten Stromfirmen überhöhte Preise verlangten, könnten sich viele Familien nicht einmal diese Minimalversorgung leisten, geschweige denn eine Waschmaschine nutzen. Was es für die Menschen bedeute, nach Einbruch der Dunkelheit ohne Strom zu sein, werde immer deutlicher: „Das hat zu zahlreichen psychischen Störungen geführt, wie wir schon vielfach beobachten konnten“, erklärt Pater Ibrahim.

Der Ordensmann möchte hier Abhilfe leisten. Dazu hat er das Projekt „Zwei Ampere für jede Familie“ ins Leben gerufen, um die Grundversorgung an Elektrizität zu sichern. Es ist ihm bewusst, dass dies nur ein Tropfen auf den heißen Stein ist. „Aber es ist eine Hilfe, die auch psychologischen Wert hat und einen Ausdruck unserer Solidarität mit den Ärmsten darstellt“, so der Pater. Darüber hinaus leiste das von „Kirche in Not“ unterstütze Projekt auch einen Beitrag, um Versorgungssicherheit zu schaffen und damit Fluchtursachen entgegenzuwirken. „Wir helfen den Menschen, die hier bleiben, weil sie sich ihrer Heimat verbunden fühlen. Wir wollen ihnen helfen, in Würde zu leben“, sagt Pater Ibrahim.

Er ist voller Dankbarkeit für die Hilfe der Wohltäter aus aller Welt: „Wenn uns auch die Raketenangriffe erschrecken und uns das Herz schwer machen, so trösten uns doch die Früchte Eurer Liebe.“ Er und seine Gemeinde blieben trotz der schwierigen Lage voll Zuversicht: „Wir danken dem Herrn für all das Positive, das geschieht. Und wir hoffen dass der Waffenstillstand, an den sich zumindest ein Teil der Kriegsparteien hält, Bestand hat.“

„Kirche in Not“ steht der christlichen Minderheit in Syrien seit vielen Jahren bei – mit pastoraler wie materieller Hilfe. Seit Beginn des Syrienkrieges liegt ein besonderer Fokus auf der Unterstützung der Binnenflüchtlinge, um den Menschen eine Zukunft in ihrer Heimat zu ermöglichen. Deshalb hilft „Kirche in Not“ den Gemeinden vor Ort, um Kleidung, Lebensmittel und Medikamente bereitzustellen oder Wohnraum anzumieten.

Foto: Pater Ibrahim Alsabagh, © Kirche in Not


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Elisabeth53 11. April 2016 
 

Danke Kirche in Not

tolle Arbeit und wunderbares Zeugnis in der Weltkirche
nochmals Danke


1

0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Syrien

  1. Syrien: Wiederaufgebaute maronitische Kathedrale von Aleppo eingeweiht
  2. Christen in Syrien verlangen Aufhebung der westlichen Sanktionen
  3. Syrien: Neun Jahre Krieg – und nun auch noch das Virus
  4. Chaldäer-Bischof betont: "In Aleppo wird gefeiert"
  5. Pfarrer von Aleppo: Papstappell ein großer Trost für uns
  6. Türkische Militäroperation: Christen zwischen allen Fronten
  7. Neue Gebetskarte für Syrien
  8. Türkische Syrienoffensive für Bischof von Aleppo "ein Verbrechen"
  9. Syrischer Erzbischof: „Wir Christen werden die Konsequenzen tragen“
  10. "Kirche in Not" fordert Ende der Sanktionen gegen Syrien







Top-15

meist-gelesen

  1. kath.net-PAULUS-Leserreise: Fronleichnam auf Malta - Mit Michael Hesemann und P. Leo Maasburg
  2. Joe Bidens Partner für Inauguration Day: Weltgrößte Abtreibungsorganisation Planned Parenthood
  3. Facebook zensuriert Kardinal, der vor Neuer Weltordnung warnt
  4. "Für Christen, die an IHN glauben, ist klar in welcher Zeit wir uns gerade befinden"
  5. Stat crux dum volvitur orbis
  6. Protestwelle gegen Zwangs-Sexualisierung im Duden
  7. Der alte Trick des Feindes
  8. Hurra, ein Katholik!
  9. Österreichische Bischöfe möchten auch weiterhin Gläubige von den Gottesdiensten ausschließen
  10. Der Apostolische Palast bricht ein und die Zeit läuft davon
  11. Stärkere Corona-Maßnahmen für Gottesdienste in Deutschland: Keine selbstgenähten Stoffmasken mehr
  12. US-Bischöfe: Gewisse Politikversprechen von Biden fördern das moralische Übel!
  13. Scheidender US-Präsident erklärt 22.1. zum „Nationalen Tag der Heiligkeit des menschlichen Lebens“
  14. Zwei Kuppeln und eine dramatische Wirklichkeit
  15. „Ich kann versichern, dass die neuerlichen Einschränkungen den Bischöfen nicht leicht gefallen sind“

© 2021 kath.net | Impressum | Datenschutz