Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. 'Rote Linien dürfen nicht überschritten werden'
  2. Maria 2.0: „Wir machen die Dinge einfach selbst… Das ist eine Art Selbstermächtigung“
  3. "Dieser Vergleich macht mich wütend"
  4. Football-Spieler Harrison Butker ermutigt Frauen ihrer Berufung als Mutter zu folgen
  5. St. Michael/Emden: Kirchenbänke verscherbeln, dafür aber neue Stühle für die Kirche kaufen
  6. DBK-Vorsitzender Bätzing: „Wir leben in einem Missionsland“
  7. „Eine Transfrau ist eine Frau. Punkt!“ – Wirklich?
  8. Wir brauchen einen Beauftragten für die Theologie des Leibes
  9. Kirche und Kommunismus: Gedanken über ein Bekenntnis von Papst Franziskus
  10. Papst zu Liturgiestreit in Kerala: "Wo Ungehorsam ist, ist Schisma"
  11. CDU-Politiker Wolfgang Bosbach: "Die Kirchentage sind für mich mittlerweile eher Parteitage..."
  12. ,Baby Lasagna‘: ,Mit Gott habe ich mich selbst zurückgewonnen‘
  13. Evangelische Theologische Hochschule/Basel ehrt Peter Seewald
  14. Polens Bischöfe bekräftigen Position der Kirche zu Abtreibung
  15. P. Karl Wallner: „Es gibt keine Pflicht, immer zu Kommunion zu gehen bei der Hl. Messe“

Syrien: Bedrängte Weihnachten in der Islamisten-Hochburg Idlib

27. Dezember 2022 in Weltkirche, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Franziskaner: Nur in Kirche ein Weihnachtsgottesdienst gestattet - Christbaum im Freien oder in Häusern verboten.


Rom (kath.net/ KAP)

Unter besonders dramatischen Bedingungen werden die letzten Christen der Region Idlib heuer wieder Weihnachten feiern. In der syrischen Islamistenhochburg lebten einst 10.000 Christen. Jetzt sind noch etwa 600 Personen oder 200 Familien übrig. Alle anderen seien längst geflohen, berichtete der Franziskanerpater Hanna Jallouf in einem aktuellen Interview mit Radio Vatikan. Jallouf war 2014 von Milizen entführt worden. Dennoch blieb er nach seiner Freilassung zusammen mit einem Mitbruder in Idlib, um für die Christen da zu sein und spirituelle wie materielle Hilfe zu leisten, so gut es geht.

"Man wollte mich zwingen, zum muslimischen Glauben überzutreten. Aber der Herr hat mir Kraft und Mut gegeben, unseren christlichen Glauben zu bezeugen", so der Franziskaner.


Über die dramatischen Zustände für die verbliebenen Christen sagte er: "Wir können keine Glocken mehr läuten, die Frauen müssen verschleiert sein, christliche Symbole sind in der Öffentlichkeit nicht erlaubt. Aber wir kommen durch. Und je mehr man uns einschränken will, desto mehr wächst unser Glaube. Unser Zeugnis ist unser Leben. Die Menschen hier merken, dass wir treu und aufrichtig sind und Zuversicht in unserem Glauben finden. So machen wir langsam weiter, trotz aller Schwierigkeiten gehen wir voran."

Weihnachten finde unter schlimmen Bedingungen statt: "Innerhalb der Kirche können wir auch feiern, wie wir wollen. Aber außerhalb geht das nicht. In der Kirche gibt es also eine Krippe. Aber ein Christbaum draußen, oder in unseren Häusern: Das geht nicht, das ist verboten. Weihnachten heißt für uns: Neugeburt, wir hoffen auf Frieden und auf Freundschaft in ganz Syrien und auf der ganzen Welt."

Vor wenigen Tagen war es Jallouf gelungen, nach Rom zu reisen, wo er von Papst Franziskus empfangen und mit dem Mutter-Teresa-Preis geehrt wurde. Die Begegnung mit dem Papst war für den Franziskanerpater ein ganz besonderer Moment: "Diese Anerkennung ist wirklich eine Ehre für das ganze syrische Volk, nach all dem Leid. Wir sind seit zwölf Jahren im Krieg, stehen unter den Dschihadisten und sind weit weg von der Regierung. Wir haben kein Geld und keine Mittel, um uns zu schützen. Es sind sehr düstere Aussichten."

Der Mutter-Teresa-Preis habe ihm Freude und Hoffnung gemacht. Der Preis sei eine Ermutigung, weiter durchzuhalten. Er bringt seinen Leuten nun zu Weihnachten in gewisser Weise ein "Geschenk" des Papstes mit: "Als ich mit dem Heiligen Vater gesprochen habe, hat er mir gesagt, ich soll allen ganz liebe Grüße von ihm ausrichten. Er betet dafür, dass es Sicherheit und gerechten Frieden geben wird und dieser unendliche Krieg ein Ende haben und unser Volk davon befreit wird."

 

Copyright 2022 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 SalvatoreMio 27. Dezember 2022 
 

Sehr bewegend!

Die wahren Glaubenszeugen werden in solcher Not "geboren"! Sie sehen das wahre Licht, weil sie in Finsternis sitzen und im Todesschatten. Wir dagegen begnügen uns mit Flitter und Girlanden.


1
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Syrien

  1. Neuer Bischof von Aleppo ernannt - 2014 von Milizen entführt
  2. Syrien: „Eine knappe Minute war schlimmer als 12 Jahre Krieg“
  3. Syrien: Erster christlicher Gottesdienst in Idlib seit 10 Jahren
  4. Libanon und Syrien: „Die Menschen versuchen, mit einem US-Dollar pro Tag zu überleben“
  5. Zehn Jahre Syrienkonflikt: „Kirche in Not“ fordert Erleichterungen für humanitäre Hilfen
  6. Syrien: Homs hat einen neuen syrisch-orthodoxen Erzbischof
  7. Syrien: Wiederaufgebaute maronitische Kathedrale von Aleppo eingeweiht
  8. Christen in Syrien verlangen Aufhebung der westlichen Sanktionen
  9. Syrien: Neun Jahre Krieg – und nun auch noch das Virus
  10. Chaldäer-Bischof betont: "In Aleppo wird gefeiert"






Top-15

meist-gelesen

  1. Kirche und Kommunismus: Gedanken über ein Bekenntnis von Papst Franziskus
  2. ,Baby Lasagna‘: ,Mit Gott habe ich mich selbst zurückgewonnen‘
  3. 'Rote Linien dürfen nicht überschritten werden'
  4. St. Michael/Emden: Kirchenbänke verscherbeln, dafür aber neue Stühle für die Kirche kaufen
  5. "Dieser Vergleich macht mich wütend"
  6. Maria 2.0: „Wir machen die Dinge einfach selbst… Das ist eine Art Selbstermächtigung“
  7. Wir brauchen einen Beauftragten für die Theologie des Leibes
  8. „Eine Transfrau ist eine Frau. Punkt!“ – Wirklich?
  9. P. Karl Wallner: „Es gibt keine Pflicht, immer zu Kommunion zu gehen bei der Hl. Messe“
  10. Kritik an Video über ,selbstbestimmte Sexarbeiterin‘ und Christin
  11. CDU-Politiker Wolfgang Bosbach: "Die Kirchentage sind für mich mittlerweile eher Parteitage..."
  12. Johannes Hartl wurde in den Deutschen Knigge-Rat berufen
  13. USA: Bewaffneter löst bei Erstkommunion Panik aus
  14. Papst zu Liturgiestreit in Kerala: "Wo Ungehorsam ist, ist Schisma"
  15. Vatikan veröffentlicht die Normen zur Beurteilung mutmaßlicher übernatürlicher Phänomene

© 2024 kath.net | Impressum | Datenschutz