Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Für alle, die bis jetzt zweifelten: Nun gehen sie wieder ins Schisma!
  2. Papst Leo XIV. empfing Katholiken, die mit gleichgeschlechtlicher Neigung keusch leben möchten
  3. Voll in die Falle getappt
  4. Piusbrüder und Vatikan suchen Weg zur Einheit
  5. „Treue oder Einheit? Wie wird Leo XIV. mit den Lehr- und Disziplinarproblemen der Kirche umgehen?“
  6. Die synodale Sackgasse der Anderskatholischen
  7. Der deutsch-synodale Weg als reines Herrschaftsinstrument!
  8. Die große Täuschung
  9. George Orwell wohnt in Brüssel, aber nicht nur dort!
  10. Deutsches Formular für Geburtenanzeige: Welches Geschlecht hat die Mutter?
  11. Kinderschutz oder Staatskontrolle? Das Dilemma der Social-Media-Verbote
  12. Meine Söhne, „seid heilig, Anbeter, Menschen des tiefen Gebets und lehrt das Volk, dasselbe zu tun!“
  13. Fatales Gerichtsurteil in Deutschland: Chefarzt siegt gegen katholisches Klinik-Verbot
  14. Vatikan: Neue Statuten für die Marienforschung
  15. Die Kirche – nicht nur – im deutschsprachigen Raum: «the big picture»

Was an der Enzyklika ‚Laudato si’ auszusetzen ist

11. Februar 2016 in Weltkirche, 30 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Die Enzyklika sei aus einem guten Anliegen heraus entstanden und vertrete wichtige Prinzipien. Er vermisse aber ein profundes Verständnis der praktischen Zusammenhänge in Wirtschaft und Gesellschaft, schreibt Paul Anthony McGavin.


Rom (kath.net/jg)
Der Genius von Papst Franziskus liege in der zwischenmenschlichen Beziehung. Sein kultureller Hintergrund und seine Ausbildung würden ihn jedoch nicht unbedingt für abstrakte und systematische Untersuchungen prädestinieren, wie er es in der Enzyklika „Laudato si“ versuche. Das Rundschreiben sei aus einer guten Absicht heraus entstanden, eine kürzere, fachlich profundere Veröffentlichung hätte dem Anliegen des Papstes aber besser gedient. Das schreibt Paul Anthony McGavin, katholischer Seelsorger an der Universität Canberra und emeritierter Professor für Wirtschaftswissenschaften.


Die Enzyklika sei weder häretisch noch vollständig falsch. Die Sorge um die Welt sei ein fundamentales christliches Prinzip, das dem Menschen im Schöpfungsbericht der Genesis von Gott aufgetragen worden sei. Die Perspektive des Papstes sei aber statisch auf Bewahrung ausgerichtet. McGavin stellt dieser eine dynamische, auf nachhaltige und verantwortungsbewusste Nutzung der Ressourcen bedachte Perspektive („Stewardship“) gegenüber.

Er wolle auch Franziskus’ Sorge um distributive Gerechtigkeit nicht in Frage stellen, fährt er fort. Das Problem mit „Laudato si“ sei nicht die Forderung nach einer ganzheitlichen Entwicklung des Menschen sondern ein Mangel an Kenntnissen in den relevanten praktischen Fragen, schreibt McGavin.

Franziskus kritisiere „die Wirtschaft“ und „die Ökonomie“ ohne auf die ganz unterschiedlichen Ansätze einzugehen, die es in diesen Bereichen gebe. Der Enzyklika fehle weiters ein profundes Wissen über die Bedeutung von Institutionen, Organisationen und guter Führung in Politik und Wirtschaft. Er vermisse Themen wie Transparenz, Verantwortung und Kontrolle, die wesentlich für ein funktionierendes Gemeinwesen seien. Statt verfalle der Papst häufig ins Moralisieren, was er etwa in der Enzyklika „Evangelii gaudium“ abgelehnt habe.


Link zum Artikel von Paul Anthony McGavin (englisch):
chiesa.espresso.repubblica.it



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

enzyklika

  1. Utopia – ein Schweifen im ‚Nicht-Ort“. La ‚Tercera Vía’
  2. Enzyklika ‚Fratelli tutti’: Papst Franziskus zitiert sich großteils selbst
  3. Österreicherin des Jahres: ‘Papst Franziskus ist ein Geschenk’
  4. Laudato Si': Warum ich trotzdem papsttreu bleibe!
  5. Ist die Wirtschaft an vielem schuld?
  6. Laudato si!
  7. US-Kardinal nennt Kritik an Umwelt-Enzyklika «legitim»
  8. Laudato si – ein Aufschlag für die katholische Umweltlehre
  9. Der Papst und die Öko-Spießer
  10. Küng zur Enzyklika: Auch Abtreibung ist 'Wegwerfkultur'






Top-15

meist-gelesen

  1. Einmal im Leben nach ISLAND - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Voll in die Falle getappt
  4. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  5. Für alle, die bis jetzt zweifelten: Nun gehen sie wieder ins Schisma!
  6. Piusbrüder und Vatikan suchen Weg zur Einheit
  7. Papst Leo XIV. empfing Katholiken, die mit gleichgeschlechtlicher Neigung keusch leben möchten
  8. Meine Söhne, „seid heilig, Anbeter, Menschen des tiefen Gebets und lehrt das Volk, dasselbe zu tun!“
  9. Die synodale Sackgasse der Anderskatholischen
  10. Die große Täuschung
  11. Der deutsch-synodale Weg als reines Herrschaftsinstrument!
  12. „Treue oder Einheit? Wie wird Leo XIV. mit den Lehr- und Disziplinarproblemen der Kirche umgehen?“
  13. Die Kirche – nicht nur – im deutschsprachigen Raum: «the big picture»
  14. Islamismusforscherin Schröter: „Tja, liebe Freunde, was glaubt ihr eigentlich, was die Scharia ist?“
  15. Fatales Gerichtsurteil in Deutschland: Chefarzt siegt gegen katholisches Klinik-Verbot

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz