Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Belgischer Bischof Johan Bonny kündigt Weihe verheirateter Männer zu Priestern an
  2. Papst Leo gratuliert der neuen Erzbischöfin von Canterbury
  3. „Genau das, was wir heute in Deutschland beim Synodalen Weg erleben, dieselben Themen, Ansichten“
  4. Spanien am moralischen Abgrund
  5. Besser keine Laienpredigt
  6. Euthanasie-Skandal in Spanien: Wurde Noelia Castillo Ramos der Widerruf verweigert?
  7. Christliche Werte unerwünscht - Einschränkung der Meinungsfreiheit in Finnland!
  8. Kardinal Woelki: Kirche ohne Priester wäre "nicht mehr katholisch"
  9. Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ wird neuer Bischof von Münster
  10. Die ÖVP - eine "Wählertäuschung"
  11. Norwegen: Bischof Hansen bittet, dass jeder Gläubige des Bistums Oslo zur Beichte geht
  12. Wien: Einziger Christ in der Klasse wird "Schwein" genannt
  13. IOC klärt: Künftig nehmen keine Transfrauen mehr an Frauenwettbewerben bei Olympischen Spielen teil!
  14. Kardinal Eijk zelebriert erstes Hochamt im Vetus Ordo: „Eindrückliches, unvergessliches Erlebnis“
  15. Ehemaliger Bischof verteidigt Papst Leo XIV. gegen Vorwürfe im Zusammenhang mit Pachamama

Was an der Enzyklika ‚Laudato si’ auszusetzen ist

11. Februar 2016 in Weltkirche, 30 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Die Enzyklika sei aus einem guten Anliegen heraus entstanden und vertrete wichtige Prinzipien. Er vermisse aber ein profundes Verständnis der praktischen Zusammenhänge in Wirtschaft und Gesellschaft, schreibt Paul Anthony McGavin.


Rom (kath.net/jg)
Der Genius von Papst Franziskus liege in der zwischenmenschlichen Beziehung. Sein kultureller Hintergrund und seine Ausbildung würden ihn jedoch nicht unbedingt für abstrakte und systematische Untersuchungen prädestinieren, wie er es in der Enzyklika „Laudato si“ versuche. Das Rundschreiben sei aus einer guten Absicht heraus entstanden, eine kürzere, fachlich profundere Veröffentlichung hätte dem Anliegen des Papstes aber besser gedient. Das schreibt Paul Anthony McGavin, katholischer Seelsorger an der Universität Canberra und emeritierter Professor für Wirtschaftswissenschaften.


Die Enzyklika sei weder häretisch noch vollständig falsch. Die Sorge um die Welt sei ein fundamentales christliches Prinzip, das dem Menschen im Schöpfungsbericht der Genesis von Gott aufgetragen worden sei. Die Perspektive des Papstes sei aber statisch auf Bewahrung ausgerichtet. McGavin stellt dieser eine dynamische, auf nachhaltige und verantwortungsbewusste Nutzung der Ressourcen bedachte Perspektive („Stewardship“) gegenüber.

Er wolle auch Franziskus’ Sorge um distributive Gerechtigkeit nicht in Frage stellen, fährt er fort. Das Problem mit „Laudato si“ sei nicht die Forderung nach einer ganzheitlichen Entwicklung des Menschen sondern ein Mangel an Kenntnissen in den relevanten praktischen Fragen, schreibt McGavin.

Franziskus kritisiere „die Wirtschaft“ und „die Ökonomie“ ohne auf die ganz unterschiedlichen Ansätze einzugehen, die es in diesen Bereichen gebe. Der Enzyklika fehle weiters ein profundes Wissen über die Bedeutung von Institutionen, Organisationen und guter Führung in Politik und Wirtschaft. Er vermisse Themen wie Transparenz, Verantwortung und Kontrolle, die wesentlich für ein funktionierendes Gemeinwesen seien. Statt verfalle der Papst häufig ins Moralisieren, was er etwa in der Enzyklika „Evangelii gaudium“ abgelehnt habe.


Link zum Artikel von Paul Anthony McGavin (englisch):
chiesa.espresso.repubblica.it



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Enzyklika

  1. Zeitung: Erste Enzyklika von Papst Leo XIV. kommt nach Ostern
  2. Utopia – ein Schweifen im ‚Nicht-Ort“. La ‚Tercera Vía’
  3. Enzyklika ‚Fratelli tutti’: Papst Franziskus zitiert sich großteils selbst
  4. Österreicherin des Jahres: ‘Papst Franziskus ist ein Geschenk’
  5. Laudato Si': Warum ich trotzdem papsttreu bleibe!
  6. Ist die Wirtschaft an vielem schuld?
  7. Laudato si!
  8. US-Kardinal nennt Kritik an Umwelt-Enzyklika «legitim»
  9. Laudato si – ein Aufschlag für die katholische Umweltlehre
  10. Der Papst und die Öko-Spießer






Top-15

meist-gelesen

  1. Euthanasie-Skandal in Spanien: Wurde Noelia Castillo Ramos der Widerruf verweigert?
  2. Große SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Spanien am moralischen Abgrund
  4. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  5. Belgischer Bischof Johan Bonny kündigt Weihe verheirateter Männer zu Priestern an
  6. Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ wird neuer Bischof von Münster
  7. Papst Leo gratuliert der neuen Erzbischöfin von Canterbury
  8. „Genau das, was wir heute in Deutschland beim Synodalen Weg erleben, dieselben Themen, Ansichten“
  9. Norwegen: Bischof Hansen bittet, dass jeder Gläubige des Bistums Oslo zur Beichte geht
  10. Kardinal Eijk zelebriert erstes Hochamt im Vetus Ordo: „Eindrückliches, unvergessliches Erlebnis“
  11. Besser keine Laienpredigt
  12. Kanada: 84-Jährige wegen Rückenschmerzen in Notaufnahme, bekommt als Erstes Sterbehilfe angeboten!
  13. Christliche Werte unerwünscht - Einschränkung der Meinungsfreiheit in Finnland!
  14. Wien: Einziger Christ in der Klasse wird "Schwein" genannt
  15. Die ÖVP - eine "Wählertäuschung"

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz