Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. „Unwahrscheinlich aber eindeutig: Gemeinsamkeiten zwischen der Piusbruderschaft und Priesterinnen“
  2. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  3. Vatikan: Bischöfe fordern langfristige Begleitung von Ehepaaren
  4. Böhmermann verhöhnt in seiner Sendung Jesus Christus
  5. „Warum bin ich Christ“
  6. Deutsche Caritas-Präsidentin fordert CDU-Annäherung an 'Die Linke'
  7. USA: Zahl der Teenager-Mädchen, die sich als lesbisch oder bisexuell bezeichnen, sinkt stark
  8. Meghan Markle-Fans ‚terrorisieren‘ Priester wegen Kritik an ihrem Adventskalender
  9. Was wir mit unserem Körper tun, ist theologisch“
  10. Britischer Erzbischof Longley erlaubt zwei Messfeiern im vortridentinischen Sarum-Usus
  11. „Wenn du ihn verstehst, ist es nicht Gott“
  12. Herabstürzendes Kruzifix tötet Priester während der Messe
  13. Hartl: Wenn das in Frankreich „Schülerproteste sind, warum weht so oft die Palästinenserfahne?“
  14. Norwegischer Bischof Erik Varden über „Laetitiae amor“ und „Amoris laetitia“
  15. Ohne Furcht und Heuchelei. Die Freiheit für das Gute ohne Kompromisse

Was an der Enzyklika ‚Laudato si’ auszusetzen ist

11. Februar 2016 in Weltkirche, 30 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Die Enzyklika sei aus einem guten Anliegen heraus entstanden und vertrete wichtige Prinzipien. Er vermisse aber ein profundes Verständnis der praktischen Zusammenhänge in Wirtschaft und Gesellschaft, schreibt Paul Anthony McGavin.


Rom (kath.net/jg)
Der Genius von Papst Franziskus liege in der zwischenmenschlichen Beziehung. Sein kultureller Hintergrund und seine Ausbildung würden ihn jedoch nicht unbedingt für abstrakte und systematische Untersuchungen prädestinieren, wie er es in der Enzyklika „Laudato si“ versuche. Das Rundschreiben sei aus einer guten Absicht heraus entstanden, eine kürzere, fachlich profundere Veröffentlichung hätte dem Anliegen des Papstes aber besser gedient. Das schreibt Paul Anthony McGavin, katholischer Seelsorger an der Universität Canberra und emeritierter Professor für Wirtschaftswissenschaften.


Die Enzyklika sei weder häretisch noch vollständig falsch. Die Sorge um die Welt sei ein fundamentales christliches Prinzip, das dem Menschen im Schöpfungsbericht der Genesis von Gott aufgetragen worden sei. Die Perspektive des Papstes sei aber statisch auf Bewahrung ausgerichtet. McGavin stellt dieser eine dynamische, auf nachhaltige und verantwortungsbewusste Nutzung der Ressourcen bedachte Perspektive („Stewardship“) gegenüber.

Er wolle auch Franziskus’ Sorge um distributive Gerechtigkeit nicht in Frage stellen, fährt er fort. Das Problem mit „Laudato si“ sei nicht die Forderung nach einer ganzheitlichen Entwicklung des Menschen sondern ein Mangel an Kenntnissen in den relevanten praktischen Fragen, schreibt McGavin.

Franziskus kritisiere „die Wirtschaft“ und „die Ökonomie“ ohne auf die ganz unterschiedlichen Ansätze einzugehen, die es in diesen Bereichen gebe. Der Enzyklika fehle weiters ein profundes Wissen über die Bedeutung von Institutionen, Organisationen und guter Führung in Politik und Wirtschaft. Er vermisse Themen wie Transparenz, Verantwortung und Kontrolle, die wesentlich für ein funktionierendes Gemeinwesen seien. Statt verfalle der Papst häufig ins Moralisieren, was er etwa in der Enzyklika „Evangelii gaudium“ abgelehnt habe.


Link zum Artikel von Paul Anthony McGavin (englisch):
chiesa.espresso.repubblica.it



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Enzyklika

  1. Zeitung: Erste Enzyklika von Papst Leo XIV. kommt nach Ostern
  2. Utopia – ein Schweifen im ‚Nicht-Ort“. La ‚Tercera Vía’
  3. Enzyklika ‚Fratelli tutti’: Papst Franziskus zitiert sich großteils selbst
  4. Österreicherin des Jahres: ‘Papst Franziskus ist ein Geschenk’
  5. Laudato Si': Warum ich trotzdem papsttreu bleibe!
  6. Ist die Wirtschaft an vielem schuld?
  7. Laudato si!
  8. US-Kardinal nennt Kritik an Umwelt-Enzyklika «legitim»
  9. Laudato si – ein Aufschlag für die katholische Umweltlehre
  10. Der Papst und die Öko-Spießer







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Der Beginn eines neuen Kapitels im Vatikan?
  3. 'The Chosen': Sechste Staffel ab Dezember auf Netflix
  4. Böhmermann verhöhnt in seiner Sendung Jesus Christus
  5. Kanadas führende Tageszeitung verlangt Euthanasie in katholischen Krankenhäusern
  6. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  7. Ermittlungsverfahren gegen christliche YouTuber eingestellt
  8. Grünwidl bei Medjugorje-Friedensgebet: Beten und Frieden stiften
  9. Deutsche Caritas-Präsidentin fordert CDU-Annäherung an 'Die Linke'
  10. „Warum bin ich Christ“
  11. Erneut ruhige Spitalnacht für Papst nach Krebs-Operation
  12. Mit dem Rosenkranz im Gym
  13. Meghan Markle-Fans ‚terrorisieren‘ Priester wegen Kritik an ihrem Adventskalender
  14. 'Wenn ich zurückkönnte, würde ich sie wieder wählen – genau wie sie sind'
  15. "Non abbiate paura - Habt keine Angst!"

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz