Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Lügt der Papst emeritus? - Zur medialen Hetze gegen Benedikt XVI.
  2. Es war ein Versehen und nicht aus böser Absicht heraus!
  3. Der Versuch einer orchestrierten Hinrichtung des Papa emeritus
  4. Kardinal Marx gibt Statement zum Gutachten – „Ich klebe nicht an meinem Amt“
  5. Papst Benedikt und der Missbrauchs-Zeitgeist: Eine Verteidigung
  6. Martin Werlen - Der unbarmherzige Propst aus der Schweiz
  7. Joseph Ratzinger/Benedikt XVI. soll erlegt werden – Vernichtungsfeldzug gegen Person und Lebenswerk
  8. Papst: Bei Missbrauch Kirchenrecht mit "Strenge" anwenden
  9. "Wieder eine Kirche Gottes und der Menschen zu werden, und nicht guter Partner des Staates!"
  10. Kritik eines Experten: Bei ihrer Krisen-PR und Pressearbeit macht unsere Kirche fast alles falsch
  11. Progressiver Journalist will alle Kinder vom Staat erziehen lassen
  12. Ein deutsch-synodales Gay-Kampagne-Schauspiel mit Unterstützung der ARD
  13. Kardinal Müller stellt sich auf die Seite von Papst em. Benedikt XVI.
  14. Tornielli: Benedikt XVI. war als erster Papst mit Missbrauchsopfern zusammengetroffen
  15. Kirche der Barmherzigkeit? - Kardinal von Wien feuert Polizeiseelsorger nach Demo-Auftritt

Österreicherin des Jahres: ‘Papst Franziskus ist ein Geschenk’

11. Juni 2018 in Österreich, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Physikerin Gebeshuber: Forschungsaufenthalt in Malaysia führte zur Wiederentdeckung der eigenen christlichen Wurzeln - Katholische Gemeinschaften sind Hoffnungsträger für ökologische Kehrtwende.


Wien (kath.net/ KAP)
Als ein "Geschenk des Himmels" hat die österreichische Top-Wissenschaftlerin Ille C. Gebeshuber Papst Franziskus und seine Öko-Enzyklika "Laudato si" bezeichnet. "Ich finde mich auf jeder Seite wieder", betonte Gebeshuber im "Kathpress"-Interview. Ungewöhnliche Worte für eine Physikerin mit dem Spezialgebiet Bionik und Nanophysik. 2017 ist Gebeshuber zur "Österreicherin des Jahres" im Bereich Wissenschaft gewählt worden, im heurigen April wurde ihr außerdem der "look! Business Award" für erfolgreiche Unternehmerinnen in der Kategorie "MINT Industries" (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) verliehen.

Tatsächlich beeindrucke sie der alle Lebensbereiche umfassende Ansatz einer Humanökologie des Papstes, sagte die Wissenschaftlerin. Daher sehe sie auch in katholischen Gemeinschaften und Gruppierungen Verbündete im Kampf gegen den Klimawandel und für den Umweltschutz. "Dort sind die grundlegenden Werte und langfristiges Denken vorhanden. Und das ist genau das, was heute zählt".

Die 1969 im steirischen Bruck an der Mur geborene Gebeshuber ist zuletzt mit ihrem Bestseller "Wo die Maschinen wachsen: Wie Lösungen aus dem Dschungel unser Leben verändern werden" einem breiteren Publikum bekannt geworden. Darin reflektiert sie ihre Jahre in Malaysia, wo sie von 2008 bis 2015 gelebt und geforscht hat. Eine Zeit, in der sie zugleich "immer mehr und immer stärker meine christlichen Wurzeln wiederentdeckt" habe.

Bis heute gehöre zu einem guten Wochenbeginn für sie auch der Besuch eines Gottesdienstes und die regelmäßige Teilnahme an Exerzitien, berichtete die Top-Forscherin. Einen Konflikt zwischen hoch ausdifferenzierter Naturwissenschaft und einer persönlichen religiösen Grundhaltung sieht Gebeshuber nicht - im Gegenteil: Religiosität helfe dabei, bei aller wissenschaftlichen Detailverliebtheit das Ganze nicht aus dem Auge zu verlieren. "Dem religiösen Auge öffnet sich eine neue Welt."

Eine Art "Paradiesvogel" ist Gebeshuber aber auch im Blick auf ihre Forschertätigkeit: Denn Bionik und Nanophysik stecken ihr zufolge in Österreich "noch in den Kinderschuhen": So sei sie mit ihrem Ansatz und ihrer Art, etwa an Schmetterlingen zu forschen und nach Möglichkeiten des Technologie-Transfers von Pflanzen und Tieren zu suchen faktisch allein. Dies liege wohl auch an der Komplexität des Faches, vereint die Bionik doch Physik, Biologie, Chemie und letztlich alle Naturwissenschaften in sich. - Doch es sei ein Forschungszweig, der das Zeug habe, nicht nur die Wissenschaften, sondern den Alltag der Menschen auf den Kopf zu stellen: Denn ob Bodenreinigung durch Pflanzen, Fassadengestaltung durch Nanotechnologie oder Metallverarbeitung mit Bakterien und Pilzen - es gebe kaum einen Lebensbereich, in dem eine innovative Anwendung natürlicher Vorbilder aus Fauna und Flora nicht einen Quantensprung in Technik und Nachhaltigkeit bedeuten würde.

Kritik übt Gebeshuber indes am klassischen Wissenschaftsbetrieb: Dieser hemme durch das ständige Rad aus Drittmitteleintreibung und Publikationszwang letztlich den Innovationsgeist, ist sie überzeugt. Persönlich sei sie an Geld nicht interessiert - sie wolle vielmehr "Dienerin der Wahrheit" sein und die Welt "ein kleines Stückchen besser machen".

Copyright 2018 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 lenitas 11. Juni 2018 
 

Bravo!

Ich sehe das exakt so, wie die Physikerin. Sie hat zwar einen anderen Weg in den Glauben hinein genommen, aber in Bezug auf den Papst, kommen wir zum gleichen Ergebnis. Mir ist zwar bewusst, dass die eine oder andere Entscheidung des Papstes hier im Forum kontrovers diskutiert wird, oder gar als falsch bewertet wird, und auch ich sehe manche Entscheidung des Papstes erst im zweiten Anlauf geglückt, aber die Grundtendenz und die Schwerpunkte in diesem Pontifikat sind sehr gut, wie ich finde. Und dass es auch zu Fehlern kommt ist menschlich, davor ist keiner gefeit, auch kein Papst. Ja, in der Gesamtbetrachtung kann ich sagen, dass ich Papst Franziskus auch als Geschenk des Himmels sehe, was mich immer wieder glücklich macht. Danke.


5
 
 Herbstlicht 11. Juni 2018 
 

"Hoffnungsträger für eine ökologische Kehrtwende" zu sein - das ist zu wenig, sowohl für katholische Gemeinschaften als auch für den höchsten Hirten.

"...grundlegende Werte und langfristiges Denken..."
"Und das ist genau das, was heute zählt".

Es zählt noch ein bisschen mehr!
Frau Gebeshuber, die sich erfreulicherweise dem Glauben zugewandt hat, ist sich darüber hoffentlich im klaren.


2
 
 JohannBaptist 11. Juni 2018 
 

Wir brauchen keinen Klima-Papst

der den CO2-Schwindlern auf den Leim geht, sondern einen verläßlichen Fels in der Brandung, aber da happert es förmlich.


9
 
 Hesychast 11. Juni 2018 
 

Papst Franziskus

In diesem Forum - aber ohnehin bei weitem nicht nur hier - haben wohl manche Katholiken die Sorge, ob es sich bei Papst Franziskus nicht vielleicht doch eher um eine Art Danaer-Geschenk für die Kirche handelt.


6
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

enzyklika

  1. Utopia – ein Schweifen im ‚Nicht-Ort“. La ‚Tercera Vía’
  2. Enzyklika ‚Fratelli tutti’: Papst Franziskus zitiert sich großteils selbst
  3. Was an der Enzyklika ‚Laudato si’ auszusetzen ist
  4. Laudato Si': Warum ich trotzdem papsttreu bleibe!
  5. Ist die Wirtschaft an vielem schuld?
  6. Laudato si!
  7. US-Kardinal nennt Kritik an Umwelt-Enzyklika «legitim»
  8. Laudato si – ein Aufschlag für die katholische Umweltlehre
  9. Der Papst und die Öko-Spießer
  10. Küng zur Enzyklika: Auch Abtreibung ist 'Wegwerfkultur'






Top-15

meist-gelesen

  1. Dossier: der Papst und der Missbrauch in der Kirche
  2. Lügt der Papst emeritus? - Zur medialen Hetze gegen Benedikt XVI.
  3. Der Versuch einer orchestrierten Hinrichtung des Papa emeritus
  4. Es war ein Versehen und nicht aus böser Absicht heraus!
  5. Mai 2022 - kath.net-Lesertreffen in Kroatien
  6. Kritik eines Experten: Bei ihrer Krisen-PR und Pressearbeit macht unsere Kirche fast alles falsch
  7. "Ich bin als Protestant auf der Seite von Benedikt!"
  8. Joseph Ratzinger/Benedikt XVI. soll erlegt werden – Vernichtungsfeldzug gegen Person und Lebenswerk
  9. Papst Benedikt und der Missbrauchs-Zeitgeist: Eine Verteidigung
  10. Kardinal Müller stellt sich auf die Seite von Papst em. Benedikt XVI.
  11. Martin Werlen - Der unbarmherzige Propst aus der Schweiz
  12. "Wieder eine Kirche Gottes und der Menschen zu werden, und nicht guter Partner des Staates!"
  13. Kardinal Marx gibt Statement zum Gutachten – „Ich klebe nicht an meinem Amt“
  14. Kirche der Barmherzigkeit? - Kardinal von Wien feuert Polizeiseelsorger nach Demo-Auftritt
  15. Voderholzer: Missbrauch ist nicht die Kirchenkrise-Wurzel – Gewaltiger Erosionsprozess des Glaubens

© 2022 kath.net | Impressum | Datenschutz