Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. „Unwahrscheinlich aber eindeutig: Gemeinsamkeiten zwischen der Piusbruderschaft und Priesterinnen“
  2. Vatikan sieht Kirche vor Traditionsbruch
  3. AfD-Gemeinderat muss Katholische Landjugendbewegung verlassen
  4. Vatikan: Bischöfe fordern langfristige Begleitung von Ehepaaren
  5. Britischer Erzbischof Longley erlaubt zwei Messfeiern im vortridentinischen Sarum-Usus
  6. „Die trügerische Taktik der stillen Revolution“
  7. USA: Zahl der Teenager-Mädchen, die sich als lesbisch oder bisexuell bezeichnen, sinkt stark
  8. Herabstürzendes Kruzifix tötet Priester während der Messe
  9. Hartl: Wenn das in Frankreich „Schülerproteste sind, warum weht so oft die Palästinenserfahne?“
  10. Good news - Vatikan: Papst Leo ist krebsfrei und braucht keine weitere Therapie!
  11. „Wenn du ihn verstehst, ist es nicht Gott“
  12. Was wir mit unserem Körper tun, ist theologisch“
  13. Papst Leo sagt die Assisi-Reise ab!
  14. Ohne Furcht und Heuchelei. Die Freiheit für das Gute ohne Kompromisse
  15. Norwegischer Bischof Erik Varden über „Laetitiae amor“ und „Amoris laetitia“

Ramadan sorgte für Unfrieden an Wiener Schulen!

12. März 2026 in Österreich, 9 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


In einigen Schulen machen muslimische Schüler Druck auf andere, um die Fastenregeln einzuhalten


Wien (kath.net)  Der muslimische Fastenmonat Ramadan stellt viele Bildungseinrichtungen derzeit vor große Herausforderungen. Berichte von Wiener Lehrkräften über zunehmenden Gruppendruck unter Schülern werfen grundlegende Fragen zum Miteinander der Religionen und zur Wahrung der persönlichen Freiheit im Schulalltag auf. Dies berichtet SERVUS.TV

Der Wiener Lehrergewerkschafter Thomas Krebs berichtet von einer besorgniserregenden Dynamik in manchen Klassenverbänden. Hier bildeten sich Gruppen, die penibel darauf achteten, dass Mitschüler die Fastenregeln einhalten. Dabei gehe es nicht nur um den Verzicht auf Nahrung, sondern auch um Kleidungsvorschriften und ein „entsprechendes Benehmen“ während des Ramadans.

Schüler, die sich nicht an die religiösen Praktiken halten, sehen sich teils erheblichem Rechtfertigungsdruck ausgesetzt. „Es darf nicht sein, dass sich einzelne Schüler über andere stellen“, mahnt Krebs. Während einige Jugendliche den Druck als „gutgemeinte Hilfe“ unter Freunden interpretieren, berichten andere von offenem Unmut, wenn Mitschüler im Klassenzimmer essen oder trinken. In Einzelfällen kam es sogar zu Störungen des Unterrichts durch spontane Gebetszeiten im Klassenraum.

Interessanterweise findet dieses Verhalten keine Rückendeckung in der offiziellen religiösen Lehre. Die Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGÖ) stellte klar, dass religiöse Praxis – und damit auch das Fasten – eine rein persönliche Entscheidung sei. Jede Form von sozialem Druck widerspreche dem Verständnis einer gesunden Glaubenspraxis. Experten weisen zudem darauf hin, dass soziale Medien als „digitale Sittenwächter“ fungieren und die soziale Kontrolle unter Jugendlichen massiv verstärken können.

Das Bildungsministerium erinnert daran, dass die Schulpflicht und die Teilnahme am Unterricht durch religiöse Bräuche nicht eingeschränkt werden dürfen. Wenn Schüler versuchen, Druck auf Gleichaltrige auszuüben oder deren Verhalten zu kontrollieren, werde dies als Form von psychischer Gewalt oder Mobbing gewertet. Die Schulen seien in der Pflicht, hier konsequent einzugreifen, um den Schulfrieden und das Recht auf individuelle Religions- und Gewissensfreiheit zu schützen.

Eine aktuelle Umfrage des Instituts OGM unterstreicht die Brisanz des Themas: Eine deutliche Mehrheit von 81 Prozent der Befragten befürwortet staatliche Vorgaben oder Maßnahmen, um den Umgang mit religiösem Fasten an Schulen klarer zu regeln.



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Im Licht der Liebe
  2. War der katholische Soldat Gus March-Phillipps (+1942) ein Vorbild für die Filmfigur James Bond?
  3. „Lourdes ganz nah: Komm und begegne der heiligen Bernadette“
  4. Papst beruft Wiener Uni-Professor Tück in die Internationale Theologenkommission
  5. Papst sprach auch mit Selenskyj über Lage in Frontstadt Oleschky
  6. Apostolisch und nix anderes
  7. Die Bibel schweigt nicht zur Abtreibung. Es gibt die Zehn Gebote: Du sollst nicht töten!'
  8. Norwegischer Bischof Erik Varden über „Laetitiae amor“ und „Amoris laetitia“
  9. "Ministrant Putins": Tück übt scharfe Kritik an Moskauer Patriarch
  10. „Mehr Katholiken in Afrika als in Europa“
  11. Was wir mit unserem Körper tun, ist theologisch“
  12. Ohne Furcht und Heuchelei. Die Freiheit für das Gute ohne Kompromisse
  13. Genesungswünsche für Papst: "Lieber Papst Leo ..."
  14. Vatikan: Bischöfe fordern langfristige Begleitung von Ehepaaren
  15. Medjugorje-Seher: "Ich bin nur ein Werkzeug"

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz