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| ![]() Ohne Furcht und Heuchelei. Die Freiheit für das Gute ohne Kompromissevor 47 Minuten in Aktuelles, keine Lesermeinung Leo XIV.: ‚Gebt dem Kaiser, was dem Kaiser gehört, und Gott, was Gott gehört‘: das Wort Christi über die Ordnung der Welt und die Gerechtigkeit Gottes. Die Forderung Jesu nach einem Leben ohne Heuchelei und ungerechte Interessen. Von Armin Schwibach Rom (kath.net/as) Das Wort Christi über Kaiser und Gott stand im Mittelpunkt der Katechese zum Angelus von Leo XIV. am 29. Sonntag im Jahreskreis auf dem Petersplatz. Am Samstag war der Papst in den Vatikan zurückgekehrt, nachdem er sich am vergangenen Dienstag in der Gemelli-Klinik einer Lungenoperation unterzogen hatte, bei der ein Krebs entdeckt und der Tumor entfernt worden war. Eine Woche zuvor hatte er seinen bevorstehenden Krankenhausaufenthalt am Fenster des Apostolischen Palastes angekündigt. Das Evangelium des Tages (Mt 22,15–21) konfrontiere mit einer der bekanntesten Aussagen Jesu: „Gebt dem Kaiser, was dem Kaiser gehört, und Gott, was Gott gehört!“ (V. 21). Um deren Bedeutung zu erfassen, müsse man sie in ihren ursprünglichen Zusammenhang einordnen. Der Evangelist Matthäus beschreibe eine Situation, in der Jesus Feindseligkeit erfahren habe. Die Pharisäer hätten sich versammelt, um zu beraten, wie sie ihn bei seinen Reden bloßstellen könnten (vgl. V. 15). Sie hätten beschlossen, einige Personen zu ihm zu schicken, um ihn mit einer umstrittenen Frage in eine Falle zu locken: „Ist es erlaubt, dem Kaiser Steuer zu zahlen, oder nicht?“ (V. 17). Die Antwort des Meisters sei klug gewesen: Sie habe ihn vor der Falle bewahrt und zugleich die Heuchelei jener entlarvt, die ihn zu Fall bringen wollten. Jesus habe sie um die Münze für die Steuer, einen Denar, gebeten. Nachdem sie ihm diese gegeben hätten, habe er gefragt: „Wessen Bild und Aufschrift ist das?“. Sie hätten geantwortet: „Des Kaisers“. Daraufhin habe Jesus erwidert: „So gebt dem Kaiser, was dem Kaiser gehört, und Gott, was Gott gehört!“ (V. 17–21). In Jesus begegne man einem Gott, der die Geschichte nicht fürchte, sondern in sie eintrete, um in ihr zu wohnen. Sein Reich hebe die menschlichen Ämter und Verantwortlichkeiten nicht auf. Es verlange jedoch, ohne Kompromisse zu leben, frei von schlechten Ambitionen und ungerechten Interessen, und dem Reich Gottes und seiner Gerechtigkeit nichts vorzuziehen (vgl. Mt 6,33). In diesem Zusammenhang lenkte Leo XIV. den Blick auf das Lob, das die Abgesandten der Pharisäer Jesus ausgesprochen hätten, obwohl sie von unlauteren Absichten geleitet gewesen seien: „Meister, wir wissen, dass du die Wahrheit sagst und wahrhaftig den Weg Gottes lehrst und auf niemanden Rücksicht nimmst, denn du siehst nicht auf die Person“ (V. 16). Darin liege das Profil jener, die dem Kaiser gäben, was dem Kaiser gehöre, und Gott, was Gott gehöre. Sie müssten, so die abschließende Aufforderung des Papstes, „wahrhaftig sein, ohne Furcht und Heuchelei, frei für das Gute“. Leo XIV. lud die Gläubigen ein, den Herrn darum zu bitten, ihnen zu helfen, diese Haltung zu verwirklichen, und auf die Fürsprache der Jungfrau Maria zu vertrauen. Foto (c) Vatican Media
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