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Papst öffnet Heilige Pforte in Obdachlosenunterkunft

19. Dezember 2015 in Weltkirche, 3 Lesermeinungen
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In der Sozialstation am Hauptbahnhof Termini feierte er vor der Essenausgabe an einem schlichten Altar mit Obdachlosen, Bedürftigen, Mitarbeitern und ehrenamtlichen Helfern einen Gottesdienst.


Rom (kath.net/KNA) Papst Franziskus hat eine Obdachlosenunterkunft und Armenküche des römischen Caritas-Verbandes besucht. In der Sozialstation am Hauptbahnhof Termini feierte er vor der Essenausgabe an einem schlichten Altar mit Obdachlosen, Bedürftigen, Mitarbeitern und ehrenamtlichen Helfern einen Gottesdienst. Zuvor öffnete er dort zum Beginn des Heiligen Jahrs eine Heilige Pforte. Sie die einzige in Rom, die nicht zu einer Kirche gehört.

Er wolle mit dem Öffnen der Heiligen Pforte darum bitten, dass der Heilige Geist die «Türen und Herzen aller Römer öffnet», sagte Franziskus in seiner Predigt. Was man für den Geringsten tue, tue man für Jesus, zitierte er aus dem Evangelium. Der Weg des Reichtums, der Eitelkeit und des Neids führe nicht zum Heil. Wer Jesus suche, finde ihn in den Bedürftigen, Kranken, Hungrigen und Strafgefangenen.


Franziskus ist die Hilfe für Obdachlose ein besonderes Anliegen. In Rom gibt es nach Schätzungen der katholischen Gemeinschaft Sant'Egidio rund 8.000 Obdachlose. Am Petersplatz ließ der Papst in diesem Jahr Duschen und einen Friseursalon für Wohnsitzlose einrichten. Zudem wurden auf seinen Wunsch hin in der Nähe des Vatikan Schlafplätze geschaffen.

Die Caritas-Station am Hauptbahnhof Termini bietet rund 200 Schlafplätze für Obdachlose und gibt täglich rund 500 Mahlzeiten an Bedürftige aus. Sie ist damit die größte Caritas-Einrichtung für Obdachlose in der Stadt. Die Gegend um den Hauptbahnhof gilt als sozialer Brennpunkt. Neben Obdachlosen halten sich hier auch zahlreiche Flüchtlinge auf.

Die 1987 gegründete Caritas-Station war in den vergangenen drei Jahren wegen Renovierungsarbeiten geschlossen. Bereits Benedikt XVI. (2005-2013) hatte sie im Februar 2010 besucht. Benannt ist die Einrichtung nach ihrem Gründer «Don Luigi Di Liegro», dem Gründer des römischen Caritas-Verbandes.

Nach der Kathedrale von Bangui in der Zentralafrikanischen Republik, dem Petersdom und der Lateran-Basilika ist dies die vierte Heilige Pforte, die der Papst persönlich öffnet. Das Heilige Jahr begann am 8. Dezember mit dem Aufstoßen der Heiligen Pforte des Petersdoms.

Papst öffnet Heilige Pforte in einer Obdachlosenunterkunft


(C) 2015 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.


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Lesermeinungen

 Antonius Bacci 22. Dezember 2015 
 

@Mar Sapur Pattek

Schließe mich Ihnen an. Das Zeichen der Solidarität ist sehr schön, wie auch der Einsatz des Papstes für Obdachlose insgesamt gut und richtig ist. Liturgisch betrachtet ist schon der Einzug "gruselig" und banal. Das Lied zu Beginn mit Gitarrenbegleitung lässt kein "Mysterium tremendum et fascinosum" mehr erkennen. Es ist nur banal und alltätglich. Sic transit gloria mundi...


1
 
 Mar Sapur Pattek 19. Dezember 2015 
 

Eine gute Sache

Man muss Franziskus hier eindeutig loben: Das ist eine gute Idee, die durchaus Respekt abnötigt. An der Liturgie hätte ich zwar selbst nicht unbedingt teilnehmen wollen - "Klampfenkatholizismus" (man sieht die Gitarren auf den offiziellen Fotos) treibt mich aus selbiger und lässt mich erschaudern - aber es ist für die Obdachlosen ein Zeichen der Solidarität. Auch der sonstige Einsatz für Obdachlose von Papst Franziskus imponiert mir. Hier spielen dann ästhetische Fragen auch nicht eine so große Bedeutung, wenngleich sein Messgewand genauso nichtssagend und langweilig ist wie so viele in Deutschland;-)Aber nun ja, das ist der verbreitete Ungeist unserer Zeit.


4
 
 hruotland 19. Dezember 2015 
 

Inflation

Und es werden immer mehr. Die Zahl der Heiligen Pforten steigt genauso wie das Reden über die Barmherzigkeit. Nur die Beichtstühle werden immer weniger. ... ganz ehrlich : ich weiß nicht was ich davon halten soll.


7
 

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