Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Bischof widerruft Erlaubnis, dass die Piusbruderschaft in Lourdes Sakramente spenden dürfen
  2. Rom sollte in Deutschland endlich Bischöfe einsparen und Bistümer zusammenlegen!
  3. Die Krise des Bischofsamtes
  4. Vatikan reagiert auf LGBT-Sexualkonzept für katholische Schulen in Hamburg!
  5. Deutschland: 2024 waren nur noch 43 % der Bestattungen christlich
  6. 'Was ich am Katholizismus schon immer toll fand...'
  7. Der vatikanische Synodalismus ist ein Anachronismus
  8. Jedes Rosenkranzgebet sollte mit einer klaren Intention begonnen werden!
  9. Vor Papstbesuch in Lourdes: Alle Rupnik-Mosaike werden dauerhaft verhüllt
  10. Biologische Eltern verklagen Leihmutter, weil diese Abtreibung verweigerte
  11. „Es gibt keinen notwendigen Widerspruch zwischen Synodalität und Tradition“
  12. Der Realismus der Barmherzigkeit
  13. Papst Leo XIV. nimmt Rücktrittsgesuch von Bischof Wiesemann an
  14. Wer ist Jesus Christus für mich? Der Glaube als tägliche Entscheidung
  15. Polnische Pfarre verlangt von Autofahrern Gebete als "Parkgebühr"

Russische Kirche soll nicht von Heiligem Krieg reden

18. Oktober 2015 in Aktuelles, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Syrischer Erzbischof Hindo warnt vor schwerwiegenden Folgen der Kriegsrechtfertigung des Moskauer Patriarchats.


Vatikanstadt (kath.net/ KAP)
Der syrische Erzbischof Jacques Behnan Hindo hat Äußerungen russischer Kirchenführer zu militärischen Interventionen in Syrien scharf kritisiert. Das berichtete die vatikanische "Fides"-Presseagentur. Auch der russisch-orthodoxe Patriarch Kyrill hatte die russischen Bombardements unterstützt. "Ich habe gehört, wie hohe Vertreter des Patriarchats die militärischen Operationen Russlands gegen jihadistische Milizen segnen und als 'heiligen Krieg' bezeichnen". Diese Einschätzung sei im Blick auf die Situation in Syrien nicht nur "völlig sinnlos", sondern könne auch "schwerwiegende Folgen" haben, so Hindo, handle es sich dabei doch um Äußerungen von Kirchenvertretern, "die nicht im Nahen Osten leben und das Leid der Christen im Nahen Osten oft politisch oder ideologisch interpretieren".


Nach Ansicht des syrisch-katholischen Erzbischofs sollten militärische Interventionen gegen Jihadisten nicht religiös motiviert werden. Dies sei falsch und irreführend: "Den Begriff 'Heiliger Krieg' benutzen die Jihadisten. Wenn auch wir diesen Begriff benutzen: Welche Unterschiede gibt es dann noch zwischen uns? Mit einer solchen Wortwahl bekräftigt man deren blutige Ideologie." Falls es sich wirklich um einen heiligen Krieg handle, würden auch Übergriffe auf die hiesigen Christen damit gerechtfertigt. Diese würden als Verbündete des Feindes angesehen und aus diesem Grund verfolgt.

"Wir müssen stattdessen betonen, dass Krieg stets eine Sünde ist", so Erzbischof Hindo. Deshalb können es keinen "Heiligen Krieg" geben: "Wir müssen uns vor Augen führen, dass die Jihadisten nicht gegen Christen sind, sondern gegen alle. Angefangen bei den Muslimen, die sich ihrer Ideologie und Vorherrschaft nicht unterordnen", sagte der Erzbischof. Der Begriff des "Heiligen Krieges" bekräftige hingegen jihadistische Stereotype. Westliche Bürger würden als "Kreuzritter" bezeichnet.

Nach Ansicht des Erzbischofs ist auch der Begriff Kreuzritter/Kreuzzüge eine spätere Erfindung, der von westlichen akademischen Orientalisten stamme: "Bis vor zwei Jahrhunderten wurden in arabischen Geschichtsbüchern die Interventionen des Westens im Nahen Osten im Mittelalter als 'Fränkische Kriege' bezeichnet".

Copyright 2015 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 SCHLEGL 18. Oktober 2015 
 

Patriarchat von Moskau

Schon mehrmals habe ich als Seelsorger der ukr.-griech.-kath. Kirche auf die derzeitige Situation der Leitung der russ.-orth. Kirche unter Patriarch Kyrill hingewiesen. Völlig gewissenlos haben sich die Kirchenführer dem Diktator Putin und seiner Politik angeschlossen (die Aggression der Russen in der Ostukraine ist allgemein bekannt). Das Patriarchat von Konstantinopel schaut mit Besorgnis auf die Vereinnahmung des Patriarchats von Moskau für die russische Politik. Dort ist es GENAU so, wie zurzeit der Sowjetunion! Der Patriarch u. d. orth. russ. Bischöfe sind VÖLLIG in der Hand des Geheimdienstchefs Putin, der fast jeden von ihnen erpressen kann! So hat es schon beim KGB funktioniert. Es ist nicht verwunderlich, dass eine nicht geringe Zahl von orth. Christen der Ukrainer sich der ukr. gr. kath. Kirche (seit 1595 mit Rom verbunden) zuwendet und ein immer größer werdender Rest einer SELBSTSTÄNDIGKEIT (Autokephalie) gegenüber dem Patriarchat v. Moskau anstrebt.Msgr.Erzpr.Franz Schlegl


6
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Russland

  1. Verbrechen gegen Menschlichkeit und gegen das Christentum durch Russland!
  2. Russischer Metropolit für Besetzung weiterer Gebiete der Ukraine
  3. Die menschenverachtenden Angriffe auf die Ukraine durch Russland gehen täglich weiter!
  4. Russland – Ein Beispiel für eine politische Religion
  5. Putins 'P.R.-Auge' blickt auf Österreich-Ungarn
  6. Von Russen verschleppt - Papst erhielt Gebetbuch von vermissten ukrainischen Ordensleuten
  7. Wladimir Putin ist KEIN 'Geschenk Gottes'
  8. Ukraine: "An der Front gibt es keinen Atheisten"
  9. Russischer Diktator Putin "im Bann" von Schamanen
  10. Weihe Russlands und der Ukraine: Vatikanischer Mariologe sieht keinen Bezug zu Fatima






Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. Vatikan reagiert auf LGBT-Sexualkonzept für katholische Schulen in Hamburg!
  3. Stift Heiligenkreuz: Abt Maximilian Heim tritt zurück
  4. Papst Leo XIV. nimmt Rücktrittsgesuch von Bischof Wiesemann an
  5. 'Was ich am Katholizismus schon immer toll fand...'
  6. Der vatikanische Synodalismus ist ein Anachronismus
  7. FEST MARIA KÖNIGIN - Einladung zur Gebets-Novene zur Muttergottes - 13. bis 21. August
  8. US-Bischof Coakley: 'Wir haben noch nicht das letzte Wort zu Traditionis custodes gehört'
  9. Vor Papstbesuch in Lourdes: Alle Rupnik-Mosaike werden dauerhaft verhüllt
  10. Jedes Rosenkranzgebet sollte mit einer klaren Intention begonnen werden!
  11. Kopf der hl. Agatha zum 900. Jubiläum der Reliquienrückkehr gekrönt
  12. Spanischer Priester hilft mehr als 1.200 Personen, einen Ehepartner zu finden
  13. Kardinal Robert Sarah in Danzig/Polen: Gebet ist Ringen mit Gott
  14. Biologische Eltern verklagen Leihmutter, weil diese Abtreibung verweigerte
  15. Warnung vor Unterwanderung des Westens: ‚Hört auf, Feigheit mit Toleranz zu verwechseln‘

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz