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Flüchtlingskrise: Ist Deutschland mit der Integration überfordert?

14. Oktober 2015 in Chronik, 12 Lesermeinungen
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Pro und Kontra: Matthias Matussek und Margot Käßmann nehmen Stellung


Wetzlar (kath.net/idea) Die Bundesregierung rechnet damit, dass in diesem Jahr mehr als eine Million Flüchtlinge nach Deutschland kommen. Immer lauter wird die Forderung nach einer Begrenzung der Zuwanderung. Ist Deutschland schon jetzt mit der Integration überfordert? Zwei profilierte christliche Persönlichkeiten äußern sich dazu in einem Pro und Kontra für die Evangelische Nachrichtenagentur idea (Wetzlar).

Matussek: Schon jetzt vielerorts der Notstand

Der Buchautor und Kolumnist der Tageszeitung „Die Welt“, Matthias Matussek (Hamburg), bejaht die Frage. Schon jetzt riefen Bürgermeister und Landräte den Notstand aus. In vielen Aufnahmelagern herrsche inzwischen das Recht des Stärkeren. Besonders Christen seien Bedrohungen und Schikanierungen seitens der überwiegend muslimischen Flüchtlinge ausgesetzt. Laut Matussek hätte rund die Hälfte der Erdbevölkerung, die in prekären wirtschaftlichen und politischen Situationen lebt, einen Asylgrund: „Tatsache ist aber auch, dass wir nicht alle aufnehmen können, weil auch unsere Möglichkeiten, eine menschenwürdige Unterbringung zu ermöglichen, bald ausgereizt sind.“ Matussek räumt ein, dass es eine christliche Tugend ist, dem Nächsten zu helfen, „und wir haben bewiesen, dass wir dazu bereit sind“. Der Katholik mahnt zugleich mit einer Aussage des Kirchenlehrers Thomas von Aquin (um 1225–1274): „Gerechtigkeit ohne Barmherzigkeit ist Grausamkeit. Barmherzigkeit ohne Gerechtigkeit ist die Auflösung aller Ordnung.“ Matussek: „Wir sind unterwegs zur Zertrümmerung der Ordnung, und damit ist weder den Flüchtlingen noch uns gedient.“


Käßmann: Wir brauchen Kraft, aber wir haben sie

Dagegen ist die Botschafterin des Rates der EKD für das Reformationsjubiläum 2017, Margot Käßmann (Berlin), überzeugt, dass Deutschland mit der Integration nicht überfordert ist: „Da würden wir uns als Menschen, unserer Kultur- und Wertegemeinschaft in Deutschland und uns als Christinnen und Christen doch wenig zutrauen.“ Käßmann zufolge wird kein deutscher Mittagstisch leer bleiben, keine Schule schließen, kein Christ an seinem Glauben verzagen, weil „Fremde“ kommen: „Wir brauchen Kraft, aber wir haben sie, Menschen aufzunehmen, die Unrecht und Krieg entfliehen.“ Kirchengemeinden gäben Sprachkurse, Mittelstandsbetriebe böten Lehrstellen, Wohnungsbesitzer öffneten Räume, um zu zeigen: „Ihr seid willkommen. Wir nehmen das biblische Gebet, die Fremden zu schützen, ernst.“ Laut Käßmann hatte das christliche Abendland, „das manche sehr Kirchenferne jetzt verteidigen wollen“, seine Blütezeiten, wenn es sich welt- und dialogoffen gezeigt habe: „Ein bisschen Gottvertrauen gegenüber all den Ängsten täte gut. Dass Gott Schwachen Kraft gibt, ist ein Leitmotiv der Bibel.“


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Lesermeinungen

 queenie 14. Oktober 2015 
 

Private Wohnungsangebote

in mindesten 3 Landkreisen in der BRD
werden nicht in Anspruch genommen. Das habe ich selbst erlebt. Abgebrannte Häuser mit Dutzenden spielender Kinder davor wie z.B. in Ebeleben/Thüringen oder Sachsen interessieren nur für wenige Stunden. Die Ermittlungen sind wie im NSA Verfahren ungenügend - alles, daß man den Leuten nicht noch erzählt, es sei Selbstentzündung.
Gott sagt: Was ihr den geringsten meiner Brüder getan habt, daß habt ihr mir getan. Sieht man die Lage, so kann man den Eindruck gewinnen, daß Gott auch
in kirchlichen Kreisen und Foren keine so
große Rolle spielt. Auch enttäuschen die oft so vorbildlichen Freikirchen.


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 asino 14. Oktober 2015 

Schützenpanzer in Freilassing

@wedlerg
Gestern hat sich bei mir ein syrischer Flüchtling angehängt, der seine nachgekommne Frau in Salzburg abgeholt hat. Ich schaffte es nur mit einem Wort Jesu, mich der Herausforderung zu stellen: "Wenn einer von dir verlangt, eine Meile zu gehen, dann geh zwei Meilen mit ihm!" Ich denke, das Evangelium ist anspruchsvoller als Marx.
Ich stimme zu, dass man das Hirn einschalten und kluge Lösungen finden muss. Da sind wir selber und die politisch Verantwortlichen zu langsam und zu halbherzig. Dafür klotzen sie mit einem Zug voller Schützenpanzer auf dem Bahnhof in Freilassing, als befänden wir uns im Krieg.


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 komtur 14. Oktober 2015 
 

Sehr gut ! Wedlerg ! Hätte es nicht besser sagen können !!!!


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 Seramis 14. Oktober 2015 
 

Nachtrag:

Matthias Matussek:
"Und ich bete für unsere Glaubensbrüder in Syrien und wünsche mir für alle, die es schaffen, sich zu uns zu retten, unsere weit offenen Arme."
(www.welt.de/kultur/article138885299/Die-Bluetezeit-der-Reue.html)


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 Herbert Klupp 14. Oktober 2015 
 

Islamische Parallelgesellschaft

Aus der Menge der (heute bei uns lebenden) Muslime hat sich bereits eine erhebliche Parallelgesellschaft gebildet. Die würde durch viele Millionen neue Muslime massiv verstärkt werden. Auch wenn "wir" im Sinne von Frau Käsmann "alle Probleme" der Zuwanderung lösen könnten, eines würde bleiben: das Erstarken des Islam und damit des Islamismus und damit der Gefahr von Bürgerkrieg usw. Ich bitte alle Leser aufmerksam zu sein, falls bald einmal auf eine Petition an den Bundestag hingewiesen wird, wonach das "unbegrenzte" Asyl per GG-Änderung sinnvoll zu begrenzen ist - und diese Petition dann ggf mit Name und Adresse zu unterstützen. DANKE !


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 Regensburger Kindl 14. Oktober 2015 

Nicht überfordert

Deutschland ist nicht überfordert mit der Integration sondern mit der Menge der Flüchtlingen, die integriert werden müssen, das ist ein Unterschied!!!!


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 Waldi 14. Oktober 2015 
 

Verehrte(r) @wedlerg,

nachdem ich Ihren Kommentar gelesen habe, verzichte ich auf einen eigenen. Sie haben damit alles gesagt, was jedem Menschen mit gesundem Hausverstand, ohne ideologischen Beigeschmack, einleuchtet! Übrigens, die Käßmann mit ihrem Gelaber habe ich noch nie ernst genommen! Wenn Käßmann für die Gesellschaft so segensreich wäre, wie sie sich in den Medien gibt, dann würde die evangelische Kirche besser da stehen. Nur noch jeder dritte evangelische Jugendliche hält den Glauben für bedeutsam.


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 zweifelTom 14. Oktober 2015 
 

Politischer Selbstmord

Was der Auquinat als "Auflösung aller Ordnung" bezeichnet, erleben wir gerade in Deutschland hautnah als Erosion der Rechtsstaatlichkeit, als normativ gewordene Illegalität, Verlust der territorialen Integrität, Zerstörung des inneren Friedens.
Verheerend daran ist nicht nur das vollständige Versagen des Polit-Establishments, das den Schutz unseres Landes praktisch aufgegeben hat und das eigene Volk im Stich lässt, sondern die blinde Unterstützung des selbstmörderischen Kurses durch führende Bischöfe im Namen der "Barmherzigkeit".
Gottlob scheint sich jetzt in der Union ein "Aufstand" gegen die unbelehrbare Bundeskanzlerin anzubahnen.
Ihr schneller Sturz und Neuwahlen, ein neuer Regierungschef, der seinen Amtseid ernst nimmt und mit Realitätssinn und Augenmaß agiert, sich auch von scheinhumanitären Medien nicht einschüchtern lässt, könnten die sich anbahnende Katastrophe vielleicht noch abwenden.


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 osmose 14. Oktober 2015 
 

wedlberg

Danke für Ihre klare, sachliche Kritik die ich absolut bejahe.
Barmherzigkeit ohne Gerechtigkeit ist auch Ideologisch besetzt,die Gutmenschen verstehen sich darin perfekt.


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 Christa 14. Oktober 2015 

Herr Matussek ist Realist!

Ich bin froh, dass es einen Matussek gibt, der die Sache auch vom christlichen Standpunkt richtig einschätzt.

Die Aussagen einer "grünen" Frau Kässmann kann man doch nun wirklich nicht ernst nehmen. Ich erinnere an ihre Aussage vor einigen Jahren: "Die Pille sei ein Geschenk Gottes!" Diese Dame hat kein Gottvertrauen, denn sie huldigt dem Zeitgeist.


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 Kleine Blume 14. Oktober 2015 
 

Auflösung aller Ordnung

Thomas von Aquin (um 1225–1274):

„Gerechtigkeit ohne Barmherzigkeit ist Grausamkeit. Barmherzigkeit ohne Gerechtigkeit ist die Auflösung aller Ordnung.“

(Zitat siehe oben.)


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 wedlerg 14. Oktober 2015 
 

Frau Käßmann lebt in einer surrealen Welt

Die Märchen von Integration, Inklusion, etc. haben empirisch noch nie funktioniert - zumindest nicht mit arabischen und afrikanischen Muslimen in westlichen Ländern. Sie haben aber praktisch überall in Europa empirisch Probleme bereitet: Schweden, Norwegen, Frankreich, UK: sie alle können ein Lied davon singen. Es ist nicht christlich, ein verfehltes Konzept hundertmal zu wiederholen, damit Flüchtlingen und Einheimischen massivste Probleme zu bereiten und das ganze als biblisch zu verkaufen. Biblisch ist es dem Nächsten zu helfen (persönlich und nicht durch verfehlte Ideologien), nicht in eine Pseudowirklichkeit abzutauschen, die in der Realität alle überfordert. Gottvertrauen heißt v.a. auf Gott vertrauen, nicht auf Karl Marx, das Hirn einschalten und kluge Lösungen zu entwickeln - nicht mit Friede, Freude, Eierkuchen die Welt zu bespaßen und dann zu weinen, wenn es wieder einmal nicht klappt.


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