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Oase für Gottessucher

vor Minuten in Österreich, keine Lesermeinung
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Am 2. September wird das neue Kloster der "Johannes-Gemeinschaft" in Marchegg gesegnet. Ein Bericht der Wiener KirchenZeitung.


Noch wird geputzt, gehämmert, gepflanzt und poliert. Vierzehn Tage vor derEröffnung präsentiert sich das "Priorat Maria Königin" in Marchegg alsBaustelle, allerdings im Endstadium, denn am 2. September sollen die Klosterkirchegeweiht und das neue Kloster gesegnet werden. "Wir hatten kein Geld, das Bauenim Vertrauen auf die Vorsehung Gottes war ein echter Glaubensakt",beschreibt Prior P. Johannes Lechner f.j. die letzten Jahre.

Begonnen hatte es 1994. Brüder der "St. Johannes-Gemeinschaft" (siehe gelberKasten) kamen auf Einladung des damaligen Weihbischofs Christoph Schönbornnach Marchegg, um hier ein klösterliches Leben zu beginnen und diePfarrseelsorge zu übernehmen. Auch nach einigen Umbauarbeiten erwies sich der Pfarrhofalsbald als zu klein für die wachsende Gemeinschaft, die sich um die Brüdersammelte.

1997/98 wurde der Beschluss gefasst, in Marchegg ein neues Kloster zu bauen.Unterstützt vom Mutterhaus und der Erzdiözese bewarben die Brüder dasProjekt, um Wohltäter zu finden. Viele kleine Spender und auch manch größere Spendetrugen zum Gelingen des Baus bei.

"Die vergangenen zwei Jahre waren die Brüder fast täglich auf derBaustelle", erzählt der Prior, "unterstützt von vielen Männern, Frauen und Jugendlichenund vom Österreichischen Bauorden mit seinen freiwilligen Helfern. "DasBauen wurde zur Verkündigung", sagt P. Johannes, "es war mühsam, aber einwichtiges Zeugnis der manuellen Arbeit."

Der bevorzugte Baustoff ist Holz. Der ganze Neubau ist ein "Holzriegelbau", das Klostergebäude hat nur eine Ziegelwand, die "Feuermauer" zumNachbarhaus. In der "Klosterkirche" ist der Altarraum schon fertig. Die dreiRundfenster aus Schlierbach zeigen die "Auferstehung", die "Taufe Jesu durch Johannesden Täufer" und "Johannes auf Patmos".

Das "johanneische Bildprogramm" findet sich auch im mit rötlichemLärchenholz ausgetäfelten Altarraum: eine Kreuzigungsgruppe ("Frau, siehe dein Sohn -Sohn, siehe deine Mutter") aus Nussholz, geschaffen von einem SüdtirolerSchnitzer. Getragen wird das Kapellendach von "zwölf Säulen" aus Eichenholz. Prior Johannes: "Die Gestaltung der Kapelle und des Klosters war auch ein Suchennach dem Baustil" - orientiert an der Einfachheit der Romanik. DieKlosterkapelle ist "geostet" wie die Stadtkirche Marchegg, die ausgerichtet wurde aufden Sonnenaufgang zu Ostern 1268.

Im Kloster gibt es dreizehn Zellen - mit Bett, Schreibtisch, Gebetsecke.Drei der acht Johannes-"Brüder" sind Priester: Prior P. Johannes, P. Denis Borel (engagiert in der KatholischenHochschulgemeinde) und Pfarrer P. Bernhard-Maria. Als Prior will P. Johannes "da sein für die Brüder, Hüter der Gemeinschaft sein". Denn:"Mit dem brüderlichen Leben in Gemeinschaft kann das Ordensleben das Charismader Communio aufzeigen", ist er überzeugt: "Nächstenliebe und Gastfreundschaftsind uns heilig."

Selbst die Pfarrarbeit wird "gemeinschaftlich" getragen, die Priester helfensoweit wie möglich auch in den umliegenden Pfarren aus. Das Leben der"Johannes-Gemeinschaft" zieht an, geistliche Begleitung, Exerzitien undJugendarbeit zählen zu ihren Schwerpunkten. Acht Brüder werden im Kloster wohnen. Dazukommen Jugendliche, die eine Zeitlang mitleben, sowie Gäste.

Die Brüder orientieren sich am hl. Johannes, am "Bleiben bei Jesus, um ausder Vertrautheit mit ihm leben zu können". "Von der Ausrichtung her wollenwir das kontemplative Leben, die Treue im Gebetsleben bewahren", sagt P.Johannes: "Wir versuchen auch, eine Zeit des Tages in der Zelle zu sein, um derSchriftlesung, der theologischen und philosophischen Arbeit nachzugehen ..."Denn "Glauben und Denken, Denken und Leben" gehören zusammen.

Die Geschichte der St. Johannes-Gemeinschaft: 1975 schlossen sich einigeStudenten in Fribourg zum Gemeinschaftsleben zusammen, geistlich begleitet vomDominikaner und Philosophieprofessor P. Marie-Dominique Philippe. Am 8.Dezember 1975 weihten sich sieben Brüder zusammen mit P. Philippe der Gottesmutter.Dieses Ereignis wird als Gründungstag angesehen. 1986 erhieltdie Gemeinschaft den kirchenrechtlichen Status als Kongregation diözesanenRechtes. Sie untersteht dem Bischof von Autun (Frankreich). Heute umfasst dieKongregation 50 Niederlassungen, die Ordensfamilie ist auf 500 Brüderangewachsen.

Die "Vision" des Priors über den Auftrag des "Priorats Maria Königin"? "Essoll eine Oase sein, wo man Gott suchen, sich neu orientieren kann und wo derRückzug zum Gebet möglich ist", unterstreicht P. Johannes. Die gegenwärtige"Gottesnot" ist groß: "Viele Menschen, die eine Sehnsucht nach Gott, nacheinem inneren Leben haben, wissen oft gar nicht mehr, dass es diese Erfüllung inder Kirche geben kann ..."

Die "Brüder" sind in Marchegg "gut aufgenommen worden, mehr und mehr wächstdas Verständnis für das Kloster", sagt der Prior. "Ich war erstaunt, wierasch die Menschen sich öffneten." Zum "Tag der offenen Tür" kamen 800Besucherinnen und Besucher, vor allem aus der Gegend. In Marchegg gab es schon einmalein Kloster, damals ein spirituelles, wirtschaftliches und kulturellesZentrum: das der beschuhten Augustiner-Eremiten. Es wurde 1536 zerstört. DieAuflassung des Marchegger Klosters vor 465 Jahren war "der Anfang zum Sinken derwirtschaftlichen Bedeutung der Stadt Marchegg", schreibt Eduard Mück in seiner"Geschichte vom Marchegg".

Die sechs Reliquien jener Heiligen und Seligen, die am 2. September in denAltar der Klosterkapelle eingesetzt werden, symbolisieren den "Geist" desHauses: "Petrus und Paulus" stehen für die Verwurzelung im Zeugnis der Apostel,"Thomas von Aquin" für die Suche nach Wahrheit und Licht. "Elisabeth vonThüringen" lebte die Nächstenliebe, der Kalasantinergründer "P. Anton M.Schwartz" wirkte einige Jahre in Marchegg als Kooperator. Und "Johannes XXIII." ist "ein Johannes unserer Zeit", betont der Prior, "er wollte mit dem Konzil Christus der Welt neu bringen."

Stefan Kronthaler

Programm:

Freitag, 31. August:

16 Uhr: Offizielle Eröffnung - Führungen im Kloster.

18.30 Uhr: Vesper (Stadtkirche).

20 Uhr: Gebetsvigil mit Verehrung der Reliquien (Stadtkirche), die im neuenAltar der Klosterkirche beigesetzt werden. Betrachtungen zum Thema"Hauskirche als Oase des Lichts, der Gottesliebe und der Nächstenliebe" anhand derHeiligen, deren Reliquien verehrt werden.

Samstag, 1. September:

9.30 Uhr: Vortrag von P. Marie-Dominique Philippe OP: "Der hl. Johannes - Meister des göttlichenLebens" (Stadtkirche).

11 Uhr: Hl. Messe (Stadtkirche) mit P. Marie-Dominique Philippe OP.

Ab 14 Uhr: Führungen im Kloster, Dia-Schau über das Kloster-Leben,Workshops.

18 Uhr: 1. Vesper zur Kirchweihe mit Predigt (Stadtkirche)

20 Uhr: (Vor dem Kloster) Mysterienspiel "Patmos" über den EvangelistenJohannes von Andreas Schätzle;

22 Uhr: Lobpreis.

Sonntag, 2. September:

9.30 Uhr: Beginn der Feier der Kirchen- und Altarweihe (Stadtkirche) mitKardinal Christoph Schönborn, dann Prozession zur Klosterkirche; Segnung desneuen Klostergebäudes.

14.30 Uhr: Führungen, Dia-Schau.

17 Uhr: Konzert für Cello und Violine von Elisabeth Augsten-Zeuner und OttoZeuner;

18.30 Uhr: 2. Vesper zur Kirchweihe (Klosterkirche).

Information:

Tel: 02285/7360
Fax: 02285/6274

Foto: Prior P. Johannes (c) by www.kath.net



Mitfreundlicher Genehmigung der Wiener KirchenZeitung




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