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„Da sammeln sich Mehrheiten, die bringen Minderheiten hervor, das treibt die Einheit auseinander“

17. Juni 2025 in Deutschland, 16 Lesermeinungen
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Regensburger Bischof Voderholzer: Die Abkehr vom Rotationsprinzip für den DBK-Vorsitz „hat das Amt politisiert: Man wurde nicht mehr gewählt, weil man dran war, sondern weil man eine bestimmte kirchenpolitische Richtung hatte“.


Regensburg (kath.net/pl) „Bis in die 80er Jahre hinein war es ein ungeschriebenes Gesetz in Deutschland, dass sich die beiden Erzbischöfe von München und Köln im Vorsitz der Bischofskonferenz abwechseln. Das hat dann der Mainzer Bischof Lehmann durchbrochen, als er sich gegen Friedrich Wetter von München zur Wahl gestellt hatte. Das hat das Amt politisiert: Man wurde nicht mehr gewählt, weil man dran war, sondern weil man eine bestimmte kirchenpolitische Richtung hatte. Und da sammeln sich Mehrheiten, die bringen Minderheiten hervor, und das treibt die Einheit auseinander.“ Das stellt der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer im Interview mit Benjamin Lassiwe und Gabriel Kords für die „Schwäbische Zeitung“.

Er plädiere für die Rückkehr zum rotierenden System, „ausgeweitet auf die Metropoliten (also Erzbischöfe). Da käme zuerst Berlin dran, dann Freiburg, Hamburg etc. Ich bin nach wie vor der Meinung, dass das ein überlegenswerter Gedanke ist, um die kirchenpolitische Dimension herauszunehmen und damit auf andere Weise zu versöhnen.“


Zum Synodalen Weg in Deutschland stellte Voderholzer fest: „Wir haben doch schon viele synodale Formate in Deutschland. In meinem Bistum gibt es etwa das Diözesankomitee oder den Diözesansteuerausschuss, und vieles mehr. Das sind synodale Gremien, wo miteinander um Entscheidungen gerungen wird. Das Bild vom einsam entscheidenden allmächtigen Bischof ist eine Karikatur.“

„Die Ziele des synodalen Weges waren von Anfang an unrealistisch“, so Voderholzer. „Kardinal Woelki und ich hatten u.a. die Themen Evangelisierung, Berufungspastoral oder Religionsunterricht vorgeschlagen. Das sind Dinge, wo wir all unsere Glaubenskraft, Leidenschaft und Phantasie einbringen können, um uns hier wieder besser aufzustellen.“

Gefragt nach seiner Einschätzung des derzeitigen DBK-Vorsitzenden Bischof Georg Bätzing (Limburg) erläutert Voderholzer, dass sich Bätzing „voll in das Projekt des synodalen Weges hineinbegeben“ habe, er habe es von seinem Vorgänger „geerbt“. Er selbst kenne Bätzing schon lange. „Wir haben uns eigentlich gut verstanden. Wir haben uns auf der Basis der Theologie von Hans Urs von Balthasar und in der von dem Schweizer Theologen gegründeten Johannes Gemeinschaft als theologischer Heimat aufgehoben gewusst. Leider musste ich in der letzten Zeit feststellen, dass er sich von wichtigen Einsichten Balthasars losgesagt hat. Im Hinblick auf die Geschlechterthematik und ihre Auswirkungen auf die Sakramententheologie ist Bischof Bätzing der Meinung, Hans Urs von Balthasar würde heute anders denken. Das kann ich so in keiner Weise nachvollziehen.“

Mit Blick auf das Thema Lebensschutz betont Voderholzer: „Die Kirche hat hier keine religiöse Sondermeinung, sondern verteidigt erst einmal die grundgesetzlich verbrieften Rechte.“ Voderholzer war auch bereits mehrfach aktiver Teilnehmer an Deutschlands größter Pro-Life-Veranstaltung gewesen, dem Marsch für das Leben.

Archivfoto Bischof Voderholzer (c) Bistum Regensburg


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