SucheSuchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln: 



Top-15meist-diskutiert- Afd-Sieg in Sachsen-Anhalt - Panik bei den Kirchen
- 'Und ich dachte, es müßte um Gott und das Heil der Seelen gehen. Ich bin ja so naiv'
- Jesuitenpater Thomas Reese mit irrer Aussage: ‚Warum ich die alte lateinische Messe hasse‘
- Liebe 'Deutsche Kirche', ihr seid Heuchler vor dem Herrn!
- Ermahnung zur parteipolitischen Neutralität
- Nicht mehr zu retten - Zum Substanzverlust der Kirche
- Ein Drittel der 15-Jährigen in Deutschland kann nicht mehr ausreichend lesen oder rechnen!
- Wahl in Sachsen-Anhalt: AfD auch bei Kirchenmitgliedern stärkste Kraft
- ‚Synodalität – ein Wort ohne Begriff? Ein erfundenes Narrativ macht Karriere
- Papst bereitet Debatte zu strittigen Lehren seines Vorgängers vor
- Kritik von Theologen an der Beurlaubung von P. Edmund Waldstein
- 'Denn es wird nicht zu dem kommen, was diese Lügner versprechen.'
- US-Präsident Donald Trump gratuliert Katholiken zum Fest Maria Geburt
- Leere der kirchlichen Lehre
- Wundersame Heilung, eine Marienerscheinung und Berufung mit 4 Jahren
| 
Papst kritisiert Personenkult um Gründer geistlicher Bewegungen5. Juli 2015 in Chronik, 5 Lesermeinungen Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden
Begegnung mit 40.000 Mitgliedern einer charismatischen Erneuerungsbewegung auf dem Petersplatz - Papst ruft zu "Ökumenismus des Gebetes" und zu "versöhnter Verschiedenheit" auf.
Vatikanstadt (kath.net/ KAP) Papst Franziskus hat Personenkulte um die Gründer geistlicher Bewegungen in der katholischen Kirche kritisiert. Auch in der Kirche bestehe für führende Laien die "große Versuchung", sich für unersetzlich zu halten und "Schritt für Schritt in einen Autoritarismus und Personalismus abzugleiten", sagte der Papst am Freitagabend in Rom. Der einzige, der in der Kirche unersetzbar sei, so Franziskus, sei der Heilige Geist; der "einzige Herr" sei Jesus. Er sagte weiter: "Für alle Dienste, auch in der Kirche, ist es gut, wenn sie zeitlich begrenzt sind". Nur so lasse sich die Gefahr einer "Diktatur" vermeiden. Anlass der Äußerungen war ein Treffen mit 40.000 Mitgliedern der charismatischen Bewegung "Erneuerung im Heiligen Geist" ("Rinnovamento nello Spirito"). Viele geistliche Laienbewegungen werden von ihren Gründern bis zu deren Tod im hohen Alter geleitet. Die Gründerin der Fokolar-Bewegung, die Italienerin Chiara Lubich etwa, stand dieser von 1943 bis zu ihrem Tod 2008 im Alter von 88 Jahren vor. Die drei Gründer des Neokatechumenalen Wegs, einer anderen geistlichen Bewegung, haben sich deren Leitung ebenfalls auf Lebenszeit vorbehalten. Der bekannteste der drei ist der spanische Künstler Kiko Argüello. 
"Ökumenismus des Gebetes" Bei dem Treffen mit den Vertretern und Mitgliedern charismatischer Bewegungen rief Franziskus weiters zu einem anhaltenden Bemühen um Einheit auf: "Die Geschichte hat uns getrennt - hilf uns, o Jesus, auf dem Weg der Einheit zu gehen oder auf dem der versöhnten Verschiedenheit", zitierte "Radio Vatikan" den Papst. Wie in einem Orchester solle sich die charismatische Bewegung gerade dadurch auszeichnen, dass sie verschiedene Spielarten des Glaubens in sich vereinige und die Vielfalt der Charismen zum Klingen bringe. Gemeinsames Band hier sei die Taufe, so Franziskus. Im Ringen um eine Einheit in "versöhnter Verschiedenheit" könne es nicht darum gehen, bestehende Unterschiede zu verdecken, es brauche jedoch einen gemeinsamen "Ökumenismus des Gebetes". Und wörtlich fügte Franziskus in Form eines fiktiven Frage-Antwort-Spiels hinzu: "'Aber Vater, kann ich mit einem Protestanten, Orthodoxen, Lutheraner beten?' - 'Ja, du sollst sogar!' - Ihr habt dieselbe Taufe empfangen, wandelt alle auf dem Weg Jesu, wollt alle Jesus! Lass dich vom Heiligen Geist vorantragen, bete, arbeite, liebe - dann macht der Heilige Geist den Rest". An der Begegnung auf dem Petersplatz nahmen u.a. der Vorsitzende der italienischen Bischofskonferenz, Kardinal Angelo Bagnasco, der Präsident des Päpstlichen Einheitsrates, Kardinal Kurt Koch, und der syrisch-orthodoxe Bischof Policarp Eugenio Aydin sowei zahlreiche weitere Vertreter verschiedener christlicher Konfessionen teil. Copyright 2015 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten
Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

Lesermeinungen| | Theodor69 6. Juli 2015 | | | | Hoffe schon, dass nicht jede Gemeinschaft nun sagt "Uns hat er damit nicht gemeint; sicher die anderen..." Wenn man die Worte des Papstes mit einer Abwehrreaktion begegnet, können sie nicht auf fruchtbaren Boden fallen. Ich denke, dass jede Gemeinschaft die Aussagen des Papstes betrachten soll und selbstkritisch überlegen, wo fallen wir in das kritisierte Muster hinein. |  4
| | | | | Theobald 6. Juli 2015 | | | | Gründer Oh, und wie Recht der Papst da leider hat!
Personen kult ist in allen Erneuerungsbewegungen, die ich kenne, ein Problem.
Allerdings keines, das die Führer-/ Gründerfiguren forcieren. Im Gegenteil!
Aber der Mensch ist halt doch irgendwo ein Schaf und will einem Hirten folgen und ihn bewundern dürfen.
Beten wir für solche Menschen, dass sie sich nie aus eigener Schuld und eigenem Antrieb an die Stelle des Hl. Geistes setzen oder stolz werden. |  6
| | | | | J1943 6. Juli 2015 | | | | Unterschied Gründer - Leader Nachdem der Papst die in diesem Artikel genannte Kritik geäußert hat, fügte er hinzu:
"Etwas anderes sind die Gründer, die vom Hl. Geist das Charisma der Gründung bekommen haben. Weil sie es empfangen haben, haben sie die Pflicht, es in ihren Gemeinschaften und Vereinen reifen zu lassen. Die Gründer bleiben als solche lebenslänglich, d.h. sie sind diejenigen, die inspirieren, aber sie lassen, dass die Sache voran geht. In Buenos Aires habe ich einen guten Gründer kennengelernt, der in einem bestimmten Moment spontan zum "Assessor" wurde und erlaubt hat, dass andere die Leader wurden." |  2
| | | | | AlbinoL 5. Juli 2015 | |  | da ist vermutlich Kiko Arguello gemeint...wüsste nicht wer sonst.. |  3
| | | | | Stefan Fleischer 5. Juli 2015 | |  | Dazu passt Mk 6,4 "Nirgends hat ein Prophet so wenig Ansehen wie in seiner Heimat, bei seinen Verwandten und in seiner Familie."
Wo der Prophet zu viel Ansehen in seinem eigenen Kreis geniesst, sollte er sich fragen, was er falsch macht. |  6
| | |
Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen. Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net) kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen. | 
Mehr zuBewegungen- Der Opa auf der Wolke ist out
- Salzburg: Lackner und Schönborn bei 'Fest der Jugend'
- Ich vermisse Euch ganz arg
- Pfingstliches Fest der Jugend in Salzburg
- Erneuerungsbewegungen bilden 'Miteinander für Europa'
- 'Sich von aktuellen Problemen nicht erdrücken lassen'
- 800.000 bei Communione e Liberazione-Treffen in Rimini
- Die Gebete sind das Schönste bei den Treffen
- Habt keine Angst davor, eure Herzen weit werden zu lassen
- Frère Roger war Quelle der Hoffnung
| 





Top-15meist-gelesen- EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
- Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
- Aus Finanzgründen vermietet Church of England ihre Kathedralen für moderne Musik- und Discoevents
- Ermahnung zur parteipolitischen Neutralität
- Maria, die Mutter des Friedens
- Leere der kirchlichen Lehre
- Afd-Sieg in Sachsen-Anhalt - Panik bei den Kirchen
- Debatte um (politischen) Islam: Österreichische Ministerin für Verbot von Muslimbruderschaft
- Universität Texas A&M: 650 Personen bereiten sich auf Eintritt in die katholische Kirche vor
- Zwei muslimische Feiertage könnten bald in Kalifornien staatlich anerkannt werden
- Tausende beim „March for Life“ durch London – 15 katholische Bischöfe mit dabei
- Papst bereitet Debatte zu strittigen Lehren seines Vorgängers vor
- Die Freiheit der Liebe und die Einheit im Gebet
- Der Name 'Maria' - Ein „bitteres Meer“ und Schrecken der Dämonen
- Papst Leo XIV. spricht mit Erzbischof Gänswein
|