Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Nach Berliner Stromausfall: „Herr Erzbischof Koch, wir warten auf Ihre Stellungnahme“
  2. „Sehr brüderliche Atmosphäre, die meisten waren von Dringlichkeit der Neuevangelisierung überzeugt“
  3. Rechtsanwalt Steinhöfel: Maduro war ohne legales Amt, hatte keine völkerrechtliche Immunität mehr
  4. Katholik kritisiert „Schleimjesus“-Fernsehgottesdient mit direktem Brief an verantwortlichen Pfarrer
  5. Unter den kroatischen Katholiken wächst Grundsatzkritik
  6. These: Die Wahrheit steht über der nachdrücklichen Forderung nach Einheit
  7. Menschenrecht auf Abtreibung?
  8. So fühlt sich Nachhausekommen an
  9. Der Stern stört Jerusalem. Epiphanie und die Ruhe der Gewöhnten
  10. Kardinäle votieren für Themen in der Linie von Papst Franziskus
  11. Der Weihnachtsglaube - Sand oder Fels
  12. Regensburger Bischof Voderholzer beim Papst
  13. „Die Ursache der Kirchenkrise und ihre Überwindung“
  14. Gegen Agenden und Aktivismus: das Kardinalskollegium hält inne
  15. Venezuela schließt sein Foltergefängnis, viele politische Gefangene sind auf dem freien Fuß!

Wie IS und Boko Haram Frauen und Mädchen missbrauchen

1. Juni 2015 in Aktuelles, 8 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


UN-Sondergesandte: Nach einer Eroberung töten die IS-Kämpfer männliche Angehörige religiöser Minderheiten über 14 Jahre. Die Frauen müssen sich ausziehen und auf Jungfräulichkeit untersucht, dann nach Attraktivität und Oberweite eingeordnet.


Bagdad/Damaskus/Abuja (kath.net/idea) Die Gräueltaten der verbündeten Terrororganisationen „Islamischer Staat“ (IS) und Boko Haram (Westliche Bildung ist Sünde) an Mädchen und Frauen nehmen ungeahnte Ausmaße an. IS missbraucht junge Frauen religiöser Minderheiten, vor allem Christinnen und Jesidinnen, im Irak und Syrien systematisch als Sex-Sklavinnen. Ähnlich handelt Boko Haram in Nigeria; zusätzlich zwingen die Islamisten Mädchen und Frauen zum Einsatz als Selbstmordattentäterinnen. Beide Organisationen kämpfen für einen islamischen „Gottesstaat“, in dem sie das Religionsgesetz Scharia mit brutalsten Mitteln durchsetzen.

20-Jährige bei lebendigem Leibe verbrannt

Die UN-Sondergesandte für „sexuelle Gewalt in Konflikten“, Zainab Bangura (Sierra Leone), hat Gespräche mit Frauen geführt, denen die Flucht aus IS-Gefangenschaft gelungen ist. Dabei sind grauenhafte Praktiken ans Licht gekommen. So wurde eine 20-Jährige lebendig verbrannt, weil sie sich geweigert hatte, sich an extremen sexuellen Handlungen zu beteiligen, etwa an sadistischen Praktiken. Bangura beschreibt das System der IS-Sexsklaverei so: Wenn IS-Kämpfer ein Dorf erobert haben, trennen sie die weiblichen von den männlichen Angehörigen religiöser Minderheiten. Sie töten alle Männer ab 14 Jahren. Die Frauen müssen sich ausziehen; dann wird festgestellt, ob sie Jungfrauen sind. Außerdem werden sie nach Attraktivität und Oberweite eingeordnet.


Jesidin musste Koranverse aufsagen, während sie vergewaltigt wurde

Die jüngsten und schönsten Frauen erzielen auf dem Sklavenmarkt in der IS-Hochburg Rakka (Syrien) die höchsten Preise. Dort wird um die Sklavinnen gefeilscht. Außerdem besteht eine Hierarchie von Männern, die sich der Frauen bedienen dürfen – zuerst die Scheichs, dann die Emire, dann IS-Kämpfer. Bisweilen werden religiöse und sexuelle Torturen miteinander verbunden. So wurde eine 17-jährige Jesidin gezwungen, aus dem Koran zu rezitieren, während sie von IS-Männern vergewaltigt wurde. Als sie sich weigerte, übergossen die Männer sie zur Strafe mit kochendem Wasser. Später gelang ihr die Flucht. Das berichtet die Schwedin Delal Sindy, die im nordirakischen Kurdengebiet Flüchtlinge betreut. Ihr vertraute sich die gefolterte Jesidin nach Angaben der Internetzeitung Christian Post an.

Boko Haram zwingt Kinder zu Selbstmordattentate

Unterdessen hat die IS-Partnerorganisation Boko Haram im Nordosten Nigerias weitere Gräueltaten begangen. Im Bundesstaat Adamawa wurden bei Überfällen am 16. Mai mindestens 29 Personen umgebracht. Ein Großteil von ihnen waren Christen. So zerhackten die Kämpfer mit Macheten zehn Mitglieder einer Gemeinde der evangelischen „Kirche der Brüder“ in Pambula-Kwamda. Am 19. Mai kamen bei einem Selbstmordattentat auf die christliche Gemeinschaft in Garkida neun Personen ums Leben. Die Vereinten Nationen haben bestätigt, dass Boko Haram Frauen und Mädchen zwingt, solche Selbstmordanschläge durchzuführen. Mindestens 743.000 Kinder seien aufgrund der Überfälle von Boko Haram heimatlos geworden. Insgesamt hat die Terrororganisation seit Anfang 2014 etwa 2.000 weibliche Geiseln verschleppt, darunter 276 überwiegend christliche Schülerinnen aus einem Internat in Chibok (Bundesstaat Borno) Mitte April vergangenen Jahres. 57 konnten entkommen, von den übrigen fehlt jede Spur. Die nigerianische Armee konnte bisher rund 700 Personen aus den Fängen von Boko Haram befreien. Schätzungen zufolge haben die Extremisten seit 2009 mehr als 14.000 Menschen getötet.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Islamismus

  1. Vereinigte Arabische Emirate schränken staatliche Förderung für Studieren in Großbritannien ein
  2. Mansour: Terrorschlag in Australien ist „logische Konsequenz einer global entfesselten Hassdynamik“
  3. Manuel Ostermann, Vize-Vorsitzender der Polizeigewerkschaft: „Die Kriminalität explodiert“
  4. Integrationsbeauftragte warnt: Politik, Verwaltung in Neukölln teilweise von Islamisten unterwandert
  5. Skandal: ZDF bestätigt, dass langjähriger palästinischer Mitarbeiter der Hamas angehörte
  6. Ahmad Mansour: ‚Islamismus ist eine ernstzunehmende Bedrohung, die Menschenleben kostet‘
  7. Nach Verherrlichung der Hamas: Italien schiebt Imam ab
  8. BILD: ‚Die Islamisten werden immer mehr – und die Regierung tut NICHTS dagegen’
  9. Die Ampel kehrt das Problem des Islamismus beharrlich unter den Teppich
  10. Karl-Peter Schwarz: "Werden die Islamisten ihren Krieg gegen Europa gewinnen?"






Top-15

meist-gelesen

  1. Weihnachtsspende für kath.net - Wir brauchen JETZT Ihre HILFE!
  2. ISLAND-REISE - SOMMER 2026 - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  3. „Die Ursache der Kirchenkrise und ihre Überwindung“
  4. "Beten wir gemeinsam für die kommende Welle!"
  5. Unter den kroatischen Katholiken wächst Grundsatzkritik
  6. Überlebende der Brandkatastrophe in Crans-Montana: „Möchte Gott danken, dass er mich gerettet hat“
  7. Nach Berliner Stromausfall: „Herr Erzbischof Koch, wir warten auf Ihre Stellungnahme“
  8. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  9. Katholik kritisiert „Schleimjesus“-Fernsehgottesdient mit direktem Brief an verantwortlichen Pfarrer
  10. Kardinäle votieren für Themen in der Linie von Papst Franziskus
  11. „Sehr brüderliche Atmosphäre, die meisten waren von Dringlichkeit der Neuevangelisierung überzeugt“
  12. "Der Herr ist wirklich in diesen Gestalten von Brot und Wein gegenwärtig"
  13. Regensburger Bischof Voderholzer beim Papst
  14. Rechtsanwalt Steinhöfel: Maduro war ohne legales Amt, hatte keine völkerrechtliche Immunität mehr
  15. Ich bin Staatsanwältin – und ich bete

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz