Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:









Top-15

meist-diskutiert

  1. Papst an Fokolarini: freudiges Zeugnis für das Evangelium
  2. Bischof von Limburg: Keine Interzelebration beim Ökumenischen Kirchentag, ABER...
  3. Benedikt XVI.: „Es gibt keine zwei Päpste. Nur einer ist Papst…“
  4. Initiative im Erzbistum München will mehr Aufgaben für Laien
  5. Ex-Mönch will seinen Freund heiraten: „Ich wusste schon im Kloster, dass ich auf Männer stehe“
  6. Die Aktivistinnen von “Maria 2.0” nerven – Lasst mich einfach katholisch sein!
  7. US-Bischöfe raten von Covid-Impfstoffen AstraZeneca und Johnson & Johnson ab
  8. Das „Forum Deutscher Katholiken“ spricht Kardinal Woelki seine Solidarität aus
  9. Bätzing 2.0: Der Kampf geht weiter!
  10. Traurigkeit, Schmerz und Verwirrung
  11. Wo bleibt das Totengedenken für die vielen?
  12. Psychiater und Theologe Manfred Lütz: Versetzung von Missbrauchstätern vor 1990 "fast unvermeidlich"
  13. Erzbischof Jedraszewski: ‚Great Reset’ kann nur in Christus gelingen
  14. Gender- und LGBT-Ideologie soll in Österreichs Schulen kommen
  15. "Austragendes Elternteil" - Australische Uni möchte "Mutter" und "Vater" abschaffen

Scharfe Kritik an Massenabtreibung bei 'Mehrlingsreduktion'

25. April 2015 in Deutschland, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Focus: Geistliche und Politiker kritisieren vielfachen Tod gesunder Kinder bei Mehrlingsschwangerschaften in Deutschland – Bei der sogenannten Mehrlingsreduktion wird Kindern im Mutterleib Kaliumchlorid ins Herz gespritzt, sie sterben kurz darauf


München (kath.net) Scharfe Kritik an der massenhaften Abtreibung von ungeborenen Kindern kommt von Politikern und Geistlichen. Experten gehen von hunderten von Kindern bei Mehrlingsschwangerschaften in Deutschland aus, doch bisher gibt es darüber kein aussagekräftiges Zahlenmaterial. Das berichtete das Nachrichtenmagazin „Focus“. Gerhard Kardinal Müller, Präfekt der Glaubenskongregation sagte nach Angaben des „Focus“: Die „sogenannte Embryonen-Reduktion ist die Tötung unschuldiger Menschen im Mutterschoß; sie kann deshalb nicht akzeptiert werden“. Ein „Grundprinzip moralischen Handelns – unabhängig von jedem religiösen Bekenntnis“sei die Anerkennung der Menschenwürde von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod. Der Kurienkardinal betonte, dass sich die katholische Kirche sich diesem Prinzip verpflichtet wisse.

Hubert Hüppe, CDU-Gesundheitspolitiker und Vorstandmitglied der „Christdemokraten für das Leben“ (CDL) forderte im Gespräch mit dem „Focus“ wenigstens„eine belastbare Meldepflicht“. Außerdem müsse klar sein, so der bekannte Lebensschützer, „dass Fetozide bei Mehrlingsschwangerschaften unter den Paragraphen 218 fallen, damit wenigstens eine Beratung der Frau stattfindet“.


Friedrich Hauschildt, Vizepräsident des Kirchenamtes der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und Leiter der Abteilung für Öffentliche Verantwortung, nannte die Reduktion durch Fetozid sei ein „schwerwiegendes ethisches Dilemma“. Er wies darauf hin, dass Mehrlingsschwangerschaften inzwischen häufig durch künstliche Befruchtung zustande komme, dabei werde „dieses Dilemma oft in Kauf genommen“, indem in der Regel mehrere befruchtete Eizellen eingepflanzt würden. Hauschildt sagte wörtlich: „Die EKD steht deshalb und aus weiteren Gründen der künstlichen Befruchtung kritisch gegenüber.“

Bei Mehrlingsschwangerschaften (etwa mit drei, vier oder noch mehr Kindern) bestehen für sämtliche Kinder, aber auch für die Mutter erhebliche gesundheitliche Risiken. Für die sogenannte „Mehrlingsreduktion“ wird den todgeweihten „Embryonen im Mutterleib Kaliumchlorid ins Herz gespritzt, der Tod tritt dann innerhalb kurzer Zeit ein“.

Der – ansonsten wertvolle - Artikel des „Focus“ bemüht sich spürbar, die ungeborenen Kinder nur als „Embryonen“ zu bezeichnen. Damit nimmt er an einer Begriffsverschiebung teil, die in Unklarheit lässt, ob es sich bei ungeborenen Kindern (nicht zuletzt im Frühstadium ihrer Entwicklung) um Menschen handelt. Außerdem impliziert in diesem Artikel der Begriff „Embryo“, der eigentlich nur für Kinder in den ersten beiden Schwangerschaftsmonaten medizinisch korrekt ist, dass nur jüngeren Ungeborene von der aktiven Tötung durch die Giftspritze betroffen wären, doch die Kaliumchloridspritze ist in Deutschland legale Spätabtreibungsmethode.

Link zum „Focus“-Artikel: Scharfe Kritik an Embryonenreduktion bei Mehrlings­schwanger­schaften – Kardinal Müller: „Tötung unschuldiger Menschen im Mutter­schoߓ / CDU-Gesundheitspolitiker Hüppe fordert Meldepflicht“.

Weiterführender kath.net-Artikel - Erfahrungsbericht eines Vaters bei der „Mehrlingsreduktion“: „http://www.kath.net/news/35715“.

Gynäkologe Dr. Michael Kiworr - Vortrag bei CDL: ´Die gefährlichsten neun Monate: PID, Präna-Test, Abtreibung als Angriffe auf das Leben´



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Stanley 27. April 2015 
 

Des Pudels Kern

... ist und bleibt der entscheidende Irrtum des Gesetzgebers, der 1976 im Zuge der Legalisierung des alten Strafrechtsparagrafen § 218 bestimmt hat, dass der Embryo im Mutterschoß fortan nur noch als biologischer Teil des Körpers der Frau zu behandeln ist (ähnlich wie z.B. abgeschnittene Haare oder Fingernägel).
Wenn Frauen nun ihre Fingernägel oder Haare der wissenschaftlichen Genforschung zur Verfügung stellten, dann wäre das (brutal gesagt) rechtlich nahezu das Gleiche wie die Überlassung von Embryonen zur 'Mehrlingsreduktion'.

Das Grundprinzip menschlichen Handelns, das Gerhard Kardinal Müller einfordert wurde 1976 vom Gesetzgeber völlig aufgegeben.

Die kath. Kirche hat damals noch den Gesetzgeber vor den Folgen gewarnt, die wir heute erleben.

Ein Gegensteuern ist nur durch die Wiedereinführung des ursprünglichen § 218 bzw. durch eine konsequente strafrechtliche Verfolgung möglich.

Aber offensichtlich fordert das keiner.

So wird das Verhängnis seinen Lauf nehmen.


0

0
 
 Schimmelreiter 25. April 2015 

Kurz??

Der Todeskampf dauert ca. eine halbe Stunde, soviel zu "kurz darauf".
Es sind weniger die eingepflanzten Embryonen (IVF), deren Zahl in D von vornherein auf 3 reduziert ist, als die hormonell angeregten Einsprünge, bei denen es zu hochgradigen Mehrlinsschwangerschaften kommt. Soweit ich Erfahrungsberichte Betroffener kenne, wird das Thema verdrängt, Hauptsache Kind(er), aber bitte gesund! Wenn die Kinder im Mutterleib nicht richtig versorgt werden, hat man nicht ein behindertes Kind, sondern gleich 3, 4, 5. Das erfahren betroffene Eltern auch, wenn sie sich mit anderen Mehrlingseltern austauschen, schon vor der Entscheidung pro / contra, die dadurch aber in eine Richtung gelenkt wird. So oder so wird aus dem Traum vom Kind ggf. ein lebenslanger Albtraum.
Der Schimmelreiter hat selber Mehrlinge, wenn auch ohne künstliche Nachhilfe, kennt daher aber solche Berichte.


7

0
 
 nicodemus 25. April 2015 
 

Keine Worte!

Wenn das stimmt, dass bei Mehrlingsschwangerschaften Embryonen in Deutschland im Mutterleib ermordet werden,dann verlange ich Ross + Reiter zu nennen. Und dann ist es auch richtig, dass Abtreibungen mit Auschwitz verglichen werden. Die Ärzte, die hier skrupellos morden, sind nichts besser als der KZ-Arzt Mengerle!
Was sagt u n s e r e Papier-Tiger-Demokratie dazu?


6

0
 
 anjali 25. April 2015 
 

Schoepfung

Abscheulich so etwas.Die Vortpflanzung soll doch etwas schoenes und natuerliches sein,womit man an Gottes Schoepfung teilhaben kann.Wenn Menschen meinen dass sie es besser koennen als der Schoepfer,dann geht natuerlich alles falsch.


8

0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Abtreibung

  1. US-Bischöfe: Antidiskriminierungsgesetz ‚Equality Act’ diskriminiert religiöse Menschen
  2. Lebensschützerin: ‚Katholik’ Biden betreibt radikale Abtreibungspolitik
  3. Größte Oppositionspartei Polens für legale Abtreibungen bis zur 12. Woche
  4. Planned Parenthood klagt gegen Gesetz, das Abtreibung bei Herzschlag verbietet
  5. Vom Vatikan geehrte Politikerin setzt sich weiter für Abtreibung ein
  6. US-Senator zu Ultraschallbild: ‚Ist das ein Baby?’
  7. Prominenter Football Profi: Es ist verrückt, dass Abtreibung überhaupt legal ist
  8. Afrikanischer Erzbischof kritisiert Biden: ‚Abtreibung ist ein abscheuliches Verbrechen’
  9. South Carolina will Abtreibung bei Herzschlag verbieten
  10. Chuck Norris: Mehr Menschen verurteilen Plastikstrohhalme als Abtreibungen








Top-15

meist-gelesen

  1. kath.net-PAULUS-Leserreise: Fronleichnam auf Malta - Mit Michael Hesemann und P. Leo Maasburg
  2. kath.net-Gewinnspiel 2021: Gewinnen Sie jetzt eine REISE nach ROM!
  3. Die Aktivistinnen von “Maria 2.0” nerven – Lasst mich einfach katholisch sein!
  4. Benedikt XVI.: „Es gibt keine zwei Päpste. Nur einer ist Papst…“
  5. Traurigkeit, Schmerz und Verwirrung
  6. US-Bischöfe raten von Covid-Impfstoffen AstraZeneca und Johnson & Johnson ab
  7. Ex-Mönch will seinen Freund heiraten: „Ich wusste schon im Kloster, dass ich auf Männer stehe“
  8. Bätzing 2.0: Der Kampf geht weiter!
  9. Bischof von Limburg: Keine Interzelebration beim Ökumenischen Kirchentag, ABER...
  10. Erzbischof Jedraszewski: ‚Great Reset’ kann nur in Christus gelingen
  11. Psychiater und Theologe Manfred Lütz: Versetzung von Missbrauchstätern vor 1990 "fast unvermeidlich"
  12. Das „Forum Deutscher Katholiken“ spricht Kardinal Woelki seine Solidarität aus
  13. Künftiger US-Gesundheitsminister spürt geistlichen Rückenwind zur kompletten Freigabe der Abtreibung
  14. Papst an Fokolarini: freudiges Zeugnis für das Evangelium
  15. Papst will in Rom sterben - im Amt oder emeritiert

© 2021 kath.net | Impressum | Datenschutz