Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Eine „Erzbischöfin“ stürzt die Anglikanische Kirche ins Chaos
  2. Was Charlie Kirk Friedrich Merz antworten würde
  3. Tantum ergo Sacramentum
  4. Kardinal Burke: Sexuelle Unmoral heute erinnert an Sodom und Gomorrha
  5. „Der Wahlausgang in Berlin im September 2026 gibt vielen Bevölkerungsgruppen Anlass zur Sorge“
  6. Irreversibel – die Diktatur des Geschehenen. Wenn die Geschichte zum ‚Lehramt‘ wird
  7. "Marsch für das Leben"-Grußwort des DBK-Vorsitzenden Wilmer verfehlt das Thema
  8. Während Messfeier mit Erstklässlern: Bengalisches Feuer in katholische Kirche geworfen
  9. Katholische Cityseelsorge St. Gallen Mitveranstalter von ‚Drag-Show‘
  10. BDKJ und eine doch getaufte Kandidatin im Bundesvorstand
  11. ‚Das Exil von Pater Edmund‘
  12. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Kirche in der Krise – und wie wir sie nicht retten sollten“
  13. Niederlande: Ein zweijähriges Kind wurde durch Euthanasie getötet
  14. Spannungen hinter den Kulissen: Papst lehnt gemeinsamen Auftritt mit Macron in Notre-Dame ab!
  15. Wien: Rund 20.000 Teilnehmer bei ökumenischem "Marsch für Jesus"

EKD-Papier zum Kreuz: Manches ist hilfreich, aber vieles irritiert

31. März 2015 in Deutschland, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Innerevangelische Diskussion – Aus der evangelikalen Bewegung kommt Lob und Kritik – Parzany: Das EKD-Lehramt verkünde, es sei „für die Auferstehungshoffnung nicht konstitutiv zu wissen, ob das Grab voll oder leer war.“


Kassel (kath.net/idea) Ein geteiltes Echo unter Evangelikalen hat das EKD-Grundlagenpapier „Für uns gestorben“ zum Kreuzestod Jesu Christi ausgelöst. Die am 26. März veröffentlichte 192-seitige Orientierungshilfe geht auf biblische Aussagen und die Geschichte der Kreuzestheologie ein. Außerdem werden Fragen beantwortet, die häufig zu dem Thema gestellt werden. Der EKD-Ratsvorsitzende, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm (München), bezeichnet das Kreuz in einem Geleitwort als das christliche Zeichen der Menschenfreundlichkeit Gottes und der Versöhnung der Welt. Der frühere Hauptredner der Evangelisation ProChrist, Pfarrer Ulrich Parzany (Kassel), vertritt in einem Kommentar für die Evangelische Nachrichtenagentur idea die Ansicht, dass das Papier „manches Hilfreiche, aber viel Irritierendes“ enthält. Er lobt, dass die biblischen Aussagen „klar präsentiert“ und die Geschichte der Kreuzestheologie gute Orientierung biete. Es gehe aber in dem Text nur um – wie es heißt – „die neutestamentlichen Reflexionen über Jesu Leiden und Sterben“, aber nicht etwa um das, was Jesus vor der Kreuzigung und nach der Auferstehung den Aposteln gesagt habe.


Ist es gleichgültig, ob Jesu Grab voll oder leer war?

Zum Thema Sühnetod werden laut Parzany „alle sich gegenseitig ausschließenden theologischen Positionen feilgeboten. Alles gleich gültig? Alles gleichgültig.“ Das EKD-Lehramt verkünde: „Es ist für die Auferstehungshoffnung nicht konstitutiv zu wissen, ob das Grab voll oder leer war.“ Auf die Frage „Was wird aus denen, die nicht an Gott, geschweige denn an Jesus Christus glauben?“ laute die Antwort: „Christus ist ganz gewiss für alle Menschen gestorben, nicht nur für die Christen ... Es ist nicht die Aufgabe christlicher Verkündigung mit dem Ausschluss von dem ewigen Leben zu drohen. Der christliche Glaube freut sich nicht an Ausschlüssen, ... er gibt niemanden, der nicht an Jesus Christus glauben kann, der endgültigen Gottesferne preis. In der klassischen Theologie hat sich diese Hoffnung in dem Gedanken ausgesprochen, noch nach seinem Tod könne ein Mensch Vertrauen zu Christus fassen.“ Parzanys Fazit: „Diese ‚klassische Theologie‘ bevorzugt Opium-Religion und liest die Bergpredigt nicht, in der Jesus vor Verdammnis warnt“ (Matthäus 7,31).

Präses Diener: Das Neue Testament spricht von Heil und Verdammnis

Für unzureichend hält den Text an dieser Stelle auch der Präses des Evangelischen Gnadauer Gemeinschaftsverbandes (Vereinigung Landeskirchlicher Gemeinschaften), Pfarrer Michael Diener (Kassel). Er ist auch Vorsitzender der Deutschen Evangelischen Allianz. Man müsse darauf hinweisen, dass die neutestamentliche Botschaft sowohl Heil als auch Verdammnis, sowohl Rettung als auch Trennung von Gott kenne, schreibt Diener in einer Stellungnahme. Bei der Frage nach dem „leeren Grab“ werde er nicht nur sagen, was es alles nicht leisten könne, und die Antwort umgehen, sondern die biblischen Auferstehungsberichte bezeugend zu Wort kommen lassen.

Dennoch freue er sich über den Text und könne ihm weithin zustimmen, so der Präses. Die EKD-Kammer für Theologie und ihr Vorsitzender Prof. Christoph Markschies (Berlin) hätten „sehr gründlich theologisch gearbeitet“. Vor allem werde das „für uns gestorben“ eindeutig und überzeugend in den Mittelpunkt gestellt. Außerdem sei es gelungen, die Bedeutung des umstrittenen „Sühneverständnisses“ historisch, aber auch soteriologisch zu erhellen. Soteriologie ist die theologische Lehre vom Erlösungswerk Christi. Diener: „Wer sich auf die Ausführungen einlässt, der kann auch so etwas wie Freude und Zuversicht über das Erlösungshandeln Gottes in Jesus Christus erfahren und erleben.“

Foto eines Kreuzes:


Video: Die junge indische Sängerin ´Ashlin´ singt: ´At the cross I bow my knee´


Foto (c) kath.net/Petra Lorleberg


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

  31. März 2015 
 

Manches irritiert

Es fehlt das Felsenfundament des Petrus.


5
 
 Sureno 31. März 2015 

Interessiert uns das wirklich?

Wenn in der HRKK keine Irrlehren vertreten werden, dann muss das genug sein in unserer Zeit.
So egoistisch sich das anhört.


1
 
 Fink 31. März 2015 
 

Jesu Tod am Kreuz - ein Justizirrtum !

-so hört man es von Zeitgeist-Theologen. Mich wundert überhaupt nichts mehr - spätestens seit dem Buch "Die Bibelfälscher" des bekannten Theologie-Professors Klaus Berger. Wer es noch nicht kennt- unbedingt lesen!


5
 
 Dismas 31. März 2015 

"EKD-Lehramt".... was bitte ist das denn?

Oh, es ist von absoluter Wichtigkeit für unseren Glauben, dass das Grab CHRISTI leer war, weil ER leiblich auferstanden ist!! Lesen diese Protestanten nicht mehr die Paulusbriefe, das war ihrem "Stifter", M.Luther, doch wohl so wichtig...


10
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Evangelische Gemeins

  1. „Die Kirche in Deutschland hat abgehängt“
  2. Evangelische Pfarrerin segnet VIER Männer in sogenannter „Polyhochzeit“
  3. "Interviews mit Bedford-Strohm oder Margot Käßmann nur noch schwer an Kitsch zu übertreffen"
  4. Reiner Haseloff: Luther ist den Katholiken heute näher als der evangelischen Kirche
  5. Kunstaktion: Plastikmüll in Taufbecken
  6. Evangelische Kirchengemeinde streicht klassischen Sonntagsgottesdienst
  7. „Respektvolle Trennung statt endlosen Streits“
  8. EKD-Vorsitzender Bedford-Strohm erhält Morddrohungen
  9. Stehen die Methodisten unmittelbar vor weltweitem Schisma?
  10. „Jetzt hat auch die EKD ein Problem“







Top-15

meist-gelesen

  1. Robert Bellarmin SJ – De gemitu columbae
  2. Der Katholik Macron wird bei keiner der drei Papstmessen in Frankreich mitfeiern
  3. Stift Heiligenkreuz unter neuer Leitung
  4. '40 Tage für das Leben' in Wien
  5. Akademie Johannes Paul II. begrüßt Ablehnung des britischen Euthanasiegesetzes
  6. Fünf Jahre seit der Seligsprechung von Kardinal Wyszyński: „Wer hasst, hat schon verloren“
  7. Die katholischen Bischöfe übernehmen die Schirmherrschaft zum Marsch für das Leben/Slowakei
  8. Papst feiert Namenstag: Feiertag im Vatikan
  9. Papst Leo XIV. hebt Gehaltskürzungen im Vatikan auf
  10. Vatikan wirbt für Religionsdialog - Eine Islamfeindlichkeit im Westen?
  11. Kardinal Burke: Sexuelle Unmoral heute erinnert an Sodom und Gomorrha
  12. US-Bischof Burbidge: „Die Kirche verkündet mutig ihr ‚Ja!‘ zum Schutz der Ungeborenen“
  13. Der Mensch vor dem Algorithmus - Die Würde vor dem System
  14. Spannungen hinter den Kulissen: Papst lehnt gemeinsamen Auftritt mit Macron in Notre-Dame ab!
  15. Während Messfeier mit Erstklässlern: Bengalisches Feuer in katholische Kirche geworfen

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz