Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Papst Leo XIV. und die Zukunft der liturgischen Einheit der Kirche
  2. Vatikan veröffentlicht scharfe Kritik an deutschen Segnungsleitfäden für Homosexuelle!
  3. Konsekrierte Hostien an Hunde verfüttert: Keine Konsequenzen im Bistum Chur
  4. Insider: Vatikan bereitet sich auf Folgen der Bischofsweihen der Piusbruderschaft vor
  5. „Bestellt wie eine Ware“: Scharfe Kritik an Leihmutterschafts-Fall in der CDU
  6. Schisma auf leisen Sohlen
  7. Verheiratete Frauen sind (zunehmend) die glücklichsten von allen
  8. Priester sagt, in seiner Gemeinde gebe es viele religiöse Menschen, aber nur wenig Christen
  9. Back to the future: Durch den Traditionalismus zur Gendergerechtigkeit
  10. Kanadischer Priester mit gebrochener Hüfte erhält im Krankenhaus Sterbehilfeangebote
  11. „Theologische Katastrophe“: Massive Kritik am Erprobungsband des neuen evangelischen Gesangbuchs
  12. Paukenschlag in der Klimadebatte: KlimaGuru Al Gore warnt plötzlich vor neuer Eiszeit
  13. Goldenstein-Nonnen: Verstimmung um nun doch durchgeführte Romreise
  14. Erzbischof Sheen warnte bereits 1965 vor falschem Mitgefühl
  15. Goldenstein-Nonnen nach Romreise wieder in Salzburg eingetroffen

Vatikan stockt Justiz-Apparat für Missbrauchsfälle auf

22. Jänner 2015 in Chronik, 7 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Ein neues Gremium im Vatikan soll Missbrauchsverfahren an der Glaubenskongregation beschleunigen. Zu dessen Leiter ernannte Papst Franziskus den maltesischen Weihbischof Charles Scicluna. Er gilt als führender Experte auf diesem Gebiet.


Vatikanstadt (kath.net/KNA) Ein neues Gremium im Vatikan soll Missbrauchsverfahren an der Glaubenskongregation beschleunigen. Zu dessen Leiter ernannte Papst Franziskus laut einer Mitteilung vom Mittwoch den maltesischen Weihbischof Charles Scicluna (Foto). Der 55-Jährige war von 2002 bis 2012 bereits vatikanischer Chefermittler in Missbrauchsfällen und gilt als führender Experte auf diesem Gebiet.

Zu den sieben weiteren Mitgliedern zählen unter anderem der Leiter des vatikanischen Justizministeriums, Kardinal Francesco Coccopalmerio, sowie sein Vorgänger Kardinal Julian Herranz, ferner der Präfekt der Bildungskongregation Zenon Grocholewski und der frühere Leiter des vatikanischen Güterverwaltung Attilio Nicora. Die Mitgliedschaft in dem Gremium ist nebenamtlich.


Franziskus hatte das Gremium bereits im November ins Leben gerufen; seine Besetzung wurde aber erst jetzt bekanntgegeben. Der Ausschuss soll Einsprüche gegen Entscheidungen der Glaubenskongregation behandeln. Dies soll nach vatikanischen Angaben die bislang damit befassten Kardinäle der Glaubenskongregation bei ihren monatlichen Sitzungen entlasten. Die Zahl der Fälle liegt bei vier bis fünf pro Monat.

Seit dem Jahr 2001 ist die Glaubenskongregation für alle «schwerwiegenden Straftaten» («delicta graviora») zuständig, zu denen neben sexuellem Missbrauch von Minderjährigen auch der Bruch des Beichtgeheimnisses zählt. Damals hatte eine Welle von Vergehen von Klerikern insbesondere in den USA die Kirche stark belastet. Der seinerzeitige Präfekt der Glaubenskongregation, Kardinal Joseph Ratzinger, hatte sich für eine härtere Verfolgung und umfassende Aufklärung solcher Taten eingesetzt.

Das neue Gremium kann nach vatikanischen Angaben im Fall von einfachen Priestern eigene Entscheidungen treffen. Für Untersuchungen gegen Bischöfe bleibt indessen die reguläre Kardinalssitzung zuständig. Das Kollegium werde die Kongregation in gewissen Abständen informieren.

(C) 2014 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

  23. Jänner 2015 
 

@ bücherwurm

Ja, danke. Ich hab es im ersten Moment nicht so weit durchgedacht - also zu kurz gedacht. Nochmals danke.


1
 
 Kardiologe 23. Jänner 2015 
 

Kein Zweifel

Kein Zweifel: Mißbrauchsfälle gehören vor Gericht. Dessen ungeachtet, kann natürlich auch die Kirche Untersuchungen anstellen.


1
 
 elmar69 23. Jänner 2015 
 

@Auroraborealis

In freiheitlichen westlichen Staaten dürfen die Täter der weltlichen Justiz nicht entzogen werden.

Man muss allerdings auch bedenken:

1. Es gibt Länder, in denen ein faires Verfahren nicht zu erwarten ist oder bereits aufgrund der Klerus-Zugehörigkeit eine Strafe zu erwarten ist.

2. Es werden teilweise Fälle verhandelt, die im weltlichen Recht bereits verjährt sind.

3. Soll ein Täter nach einer eventuellen Haftstrafe automatisch wieder in den Pfarrdienst zurückkehren?


1
 
  23. Jänner 2015 
 

Missbrauchsfälle gehören vor ein weltliches Gericht

Die Kirche kann sich nicht dauernd auf die theologischen Schlagseiten etc. ausreden Missbrauch ist in jeder Hinsicht zu verurteilen und es macht keinen Unterschied wer sich schuldig macht ob innerhalb der Kirche oder ausserhalb. Das einsetzen von immer weiteren Gremien sind doch nur Placebos und schafft ein paar neue Kostenstellen sprich Arbeitsplätze im Vatikan.


2
 
 Kardiologe 23. Jänner 2015 
 

Gründlichkeit

An der Gründlichkeit wird es aber sicher nicht mangeln. Die anklagen sind genau auf ihre Wahrheit zu untersuchen. Es gilt auch hier der allgemeine Grundsatz "in dubio pro reo".


1
 
 bücherwurm 23. Jänner 2015 

@MaryJoe:

Hinweis der Moderation: Auch sexueller Missbrauch sind "Fälle, die sich gegen den Glauben richten". Und es ist durchaus nicht auszuschließen, dass die kirchliche Lehre und Verkündigung dirch Missbrauchstäter auch theologische Schlagseiten aufweist, etwa in der Morallehre.


2
 
  23. Jänner 2015 
 

Ein neues Gremium im Vatikan soll Missbrauchsverfahren an der Glaubenskongregation beschleunigen.

Ich ersten Moment dachte,es würden Fälle die sich gegen den Glauben richten behandelt. Na ja ... wer bin ich , um zu richten.


2
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Vatikan

  1. Der Petersdom feiert das 400-jährige Weihejubiläum: „Die Pfarrkirche der Welt“
  2. Kardinal Fernández: Es laufen keine dezidierten päpstlichen Großaufträge am Glaubensdikasterium
  3. Australischer Bischof wird als oberster Kirchenrechtsexperte in den Vatikan berufen
  4. Vatikan fordert umfassenden Zugang zu Recht für Frauen
  5. Immobilienprozess im Vatikan muss teils neu aufgerollt werden
  6. Nach Randalen und Pinkelattacken: Petersdom installiert Schutz für Hauptaltar
  7. US-Botschafter am Heiligen Stuhl, Burch: „Die moralische Autorität der Kirche ist unübertroffen“
  8. Norwegischer Bischof Varden: Der hl. Bernhard von Clairvaux „war und ist faszinierend“
  9. Vatikan dementiert Bericht über Abweisung Macrons durch den Papst
  10. Neuerlich ein Vandalenakt im Petersdom






Top-15

meist-gelesen

  1. Große SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Vatikan veröffentlicht scharfe Kritik an deutschen Segnungsleitfäden für Homosexuelle!
  3. Konsekrierte Hostien an Hunde verfüttert: Keine Konsequenzen im Bistum Chur
  4. Back to the future: Durch den Traditionalismus zur Gendergerechtigkeit
  5. Schisma auf leisen Sohlen
  6. „Theologische Katastrophe“: Massive Kritik am Erprobungsband des neuen evangelischen Gesangbuchs
  7. Insider: Vatikan bereitet sich auf Folgen der Bischofsweihen der Piusbruderschaft vor
  8. Goldenstein-Nonnen: Verstimmung um nun doch durchgeführte Romreise
  9. „Es war, als sähe ich Jesus wirklich“
  10. Papst Leo XIV. und die Zukunft der liturgischen Einheit der Kirche
  11. Erzbischof Sheen warnte bereits 1965 vor falschem Mitgefühl
  12. Paris: Klassische lateinische Messe bringt eine neue Generation in die katholische Kirche
  13. Arche-Sprecher warnt vor Zunahme des Islamismus an Schulen in Deutschland
  14. Buchneuheit: Nuntius Eterović, Stärke deine Brüder. Impulse für eine lebendige Kirche in Deutschland
  15. Kennen Sie schon das Martinshorn-Gebet?

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz