Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Endgültiger Bruch mit Rom droht: Priesterbruderschaft St. Pius X. kündigt Bischofsweihen an
  2. Der Vatikan ist in Kontakt mit der Bruderschaft St. Pius X., um eine Spaltung zu vermeiden
  3. Bischof Oster legt nach: Grundsatzkritik am (deutsch-)Synodalen Weg
  4. Weihen ohne päpstliche Erlaubnis geplant: Papst Leo XIV. berät mit Vatikanbehörde
  5. Bischof Oster: „In der Sache selbst war ich ja in mehrfacher Hinsicht kritisch“
  6. Bischöfe und Funktionäre im Paralleluniversum
  7. Kardinal Müller: „Von der ‚Kirche des Franziskus‘ zu sprechen“, „das ist für mich eine Häresie“
  8. Kard. Müller nach Gespräch mit Papst Leo: „Atmosphäre ist von wechselseitigem Vertrauen bestimmt“
  9. Öffentlich-rechtlicher Sender SWR konfrontiert Ordensfrau mit obszöner Frage
  10. Medienkrise verschärft sich: Dramatische Auflagenverluste für Tageszeitungen in Deutschland
  11. Hunderte Einsprüche gegen Pfarrauflösung in der Diözese Linz - Keine Antworten aus Rom
  12. Schwere Zensur-Vorwürfe aus den USA: EU unterdrückt die Meinungsfreiheit
  13. „Weitergabe des Glaubens von Generation zu Generation scheiterte, Neuevangelisierung ist notwendig“
  14. Massive Medienvorwürfe gegen den Priester Wolfgang Rothe als Mitglied des Betroffenenbeirats
  15. Die Heilige Schrift als Wort Gottes und Raum der Offenbarung in menschlicher Sprache

Luxemburg trennt Religionsgemeinschaften vom Staat

21. Jänner 2015 in Aktuelles, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Erzbischof Hollerich: «Es ist ein Abkommen, das uns viel kostet, das viele Punkte beinhaltet, die uns wehtun, das aber auch Chancen für die Zukunft enthält». Mit diesem Kompromiss könne die katholische Kirche leben, «auch wenn er wehtut».


Luxemburg (kath.net/KNA) Luxemburg hat das Verhältnis zwischen Staat und Religionsgemeinschaften neu definiert. Der Kompromiss über das Abkommen zur Trennung von Glaubensgemeinschaften und dem Staat sei zunächst am Montagabend mündlich vereinbart worden, zitiert die Tageszeitung Luxemburger Wort (Dienstag) Premierminister Xavier Bettel. Er werde nun die parlamentarischen Ausschüsse informieren. Inhaltliche Details zu dem Abkommen nannte Bettel nicht.

Fest steht nach seinen Worten, dass die Artikel 22 und 106, die das Miteinander zwischen Religionen und Staat bislang regelten, aus der Verfassung gestrichen werden sollen. Damit gebe es auch keine Verpflichtung des Staates gegenüber den Glaubensgemeinschaften mehr, so Bettel. Neben der Finanzierung der Kultusdiener geht es in dem Dokument auch um den Werteunterricht an Schulen. Das Abkommen kann erst gültig werden, wenn es mit einer Zweidrittelmehrheit im Parlament angenommen wird.


Auch Luxemburgs Erzbischof Jean-Claude Hollerich nannte nach der Unterredung keine Details. «Es ist ein Abkommen, das uns viel kostet, das viele Punkte beinhaltet, die uns wehtun, das aber auch Chancen für die Zukunft enthält», so der Erzbischof. Er sprach von einem Kompromiss, mit dem die katholische Kirche leben könne, «auch wenn er wehtut».

Die Regierung habe sich mit ihrem Willen nach einer Trennung von Kirche und Staat durchsetzen können, «aber auf eine Art und Weise, die uns nicht kaputtmacht». Man müsse den veränderten gesellschaftlichen Begebenheiten Rechnung tragen. Zu dem Werteunterricht, der nun eingeführt werden soll, betonte Hollerich, er hätte natürlich die Beibehaltung des Religionsunterrichts oder auch einen «Religionenunterricht» bevorzugt.

Der Vertreter der Shura, Sabahudin Selimovic, begrüßte das Abkommen als das «Ende der Diskriminierung der muslimischen Gemeinschaft». Nach der katholischen Kirche, der israelitischen Kultusgemeinschaft, der anglikanischen Kirche, der orthodoxen Kirche, der protestantischen und der reformierten protestantischen Kirche soll nun auch die muslimische Glaubensgemeinschaft in den Genuss einer Konvention kommen.

(C) 2014 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Luxemburg

  1. ‚Barbarisch’ – Kardinal Hollerich lehnt Abtreibung ab
  2. Neo-Kardinal Hollerich relativiert die Zölibatsverpflichtung
  3. Früherer Luxemburger Generalvikar will kein Priester mehr sein
  4. Geldkürzungen für Priester?
  5. Gegner der Homosexuellen-Ehe in Luxemburg gehen vor Gericht
  6. Luxemburg: Christdemokraten wollen Religionsunterricht abschaffen
  7. Neuer Erzbischof für Luxemburg
  8. Jean-Claude Hollerich wird neuer Erzbischof von Luxemburg
  9. Vatikan: Ehrung für Großherzog von Luxemburg
  10. 'Ihre Entscheidung ist ein Beispiel für Mut und Loyalität zum Glauben'






Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Endgültiger Bruch mit Rom droht: Priesterbruderschaft St. Pius X. kündigt Bischofsweihen an
  3. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  4. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  5. Kard. Müller nach Gespräch mit Papst Leo: „Atmosphäre ist von wechselseitigem Vertrauen bestimmt“
  6. Nach „Wort zum Sonntag“: Staatsanwaltschaft ermittelt weiter gegen Pastorin Behnken
  7. Kardinal Müller: „Von der ‚Kirche des Franziskus‘ zu sprechen“, „das ist für mich eine Häresie“
  8. Bischof Oster legt nach: Grundsatzkritik am (deutsch-)Synodalen Weg
  9. Der Vatikan ist in Kontakt mit der Bruderschaft St. Pius X., um eine Spaltung zu vermeiden
  10. Öffentlich-rechtlicher Sender SWR konfrontiert Ordensfrau mit obszöner Frage
  11. Papst Leo XIV.: 'Abtreibung ist der größte Zerstörer des Friedens'
  12. Bischöfe und Funktionäre im Paralleluniversum
  13. Massive Medienvorwürfe gegen den Priester Wolfgang Rothe als Mitglied des Betroffenenbeirats
  14. Ist Jesus der Herr?
  15. Schwere Zensur-Vorwürfe aus den USA: EU unterdrückt die Meinungsfreiheit

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz