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Schleswig-Holstein: Katholiken planen Volksinitiative

15. Oktober 2014 in Deutschland, 7 Lesermeinungen
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Für Gottesbezug in der Verfassung – Pressesprecher des Erzbistums Hamburg: Zur Zeit bereite man die Umsetzung der Kampagne vor. „Unsere Kirchen und Gemeindehäuser werden dabei eine wichtige Rolle spielen“.


Hamburg/Kiel (kath.net/idea) Nach der Ablehnung des Gottesbezuges in der neuen Landesverfassung Schleswig-Holsteins durch den Kieler Landtag gehen Protestanten und Katholiken getrennte Wege: Die katholische Kirche plant eine Volksinitiative, um das Thema erneut auf die Tagesordnung des Parlaments zu bringen. Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland will dagegen die Entscheidung akzeptieren. Dennoch hofft der Pressesprecher des Erzbistums Hamburg, Manfred Nielen, auf breite Unterstützung durch die evangelische Bevölkerungsmehrheit. „Ich bin zuversichtlich, die notwendigen Unterschriften zusammenzubekommen. Wir planen keine katholische Aktion“, sagte Nielen der Evangelischen Nachrichtenagentur idea. Zur Zeit bereite man die Umsetzung der Kampagne vor. „Unsere Kirchen und Gemeindehäuser werden dabei eine wichtige Rolle spielen“, so Nielen. Er geht davon aus, dass auch viele Protestanten einen Gottesbezug in der Landesverfassung begrüßen. „Schließlich ist Schleswig-Holstein das Bundesland mit der größten protestantischen Bevölkerungsmehrheit“, so Nielen. 53 Prozent der 2,8 Millionen Einwohner sind evangelisch, sechs Prozent katholisch. Nielen rechnet damit, dass auch Juden und Muslime die Kampagne unterstützen. Notwendig sind 20.000 Unterschriften. Dann müsste der Landtag die Gottesfrage erneut debattieren. Hielte das Parlament an seiner Entscheidung fest, könnte nach einem Volksbegehren mit mindestens 80.000 Unterschriften ein Volksentscheid folgen.


Bischof: Entscheidung des Parlamentes akzeptieren

Unterdessen hat sich der Bischof des Sprengels Schleswig und Holstein der Nordkirche, Gothart Magaard (Schleswig), gegen eine Volksinitiative gewandt. Sie stehe nicht zur Debatte. Die Nordkirche habe stets betont, das Votum des Parlaments zu akzeptieren. „Ich werde diese Haltung nach dem Nein des Landtags zum Gottesbezug in der Verfassung nicht aufgeben.”

Zugleich bedauerte Magaard die Entscheidung des Parlaments: „Es hätte gute Gründe gegeben, den Gottesbezug in die Präambel aufzunehmen.“ Bei der Reform der Verfassung hatte die Aufnahme des Gottesbezugs („...in Verantwortung vor Gott und den Menschen“) nicht die nötige Zweidrittelmehrheit gefunden.


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Lesermeinungen

 doda 18. Oktober 2014 

@speedy

Dieser Bischof, den Sie ansprechen, ist WEIHbischof Jaschke.
Der Bischofsstuhl des Bistums Hamburg ist zur Zeit vakant.
Bistums Administrator ist Ansgar Thim.
Sicher wird es noch eine ganze Weile dauern, bis ein Nachfoger für den aus Altersgründen entpflichteten Bischof Werner Thissen ernannt wird.
Denn erst einmal werden jetzt die dritt- und viertklassigen Bistümer besetzt, bevor ein siebt- oder achtklassiges Bistum wie Hamburg an der Reihe ist.*Seufz*


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 speedy 16. Oktober 2014 
 

wenn ich mir vorstelle, dass dieser Bischof erst neulich, der evangelischen bischoefin die Kommunion geben würde, dann bin ich doch sehr skeptisch


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 Diasporakatholik 16. Oktober 2014 
 

Hoffentlich professionellerer Einsatz wie seinerzeit zum Erhalt des evangelischen Buß- und Bettags

Kann nur hoffen, dass diese Initiative diesmal professionell vorangetrieben wird!

Sonst schad um Geld+Zeit!

Als es seinerzeit um d. Opferung oder d. Erhalt des Buß- und Bettages wegen der Pflegeversicherung ging, hat die evangelische Kirche damals in Schleswig-Holstein auch eine Initiative ins Leben gerufen.

War aber flau und von der Kirchenspitze her nur halbherzig unterstützt, wie wir bei einer entsprechenden Podiumsdiskussion zwischen Landespolitikern und höheren Kirchenvertetern (Pröpstin) feststellen mussten. Wir hatten den Eindruck, dass bis in höhere Kirchenkreise - von der Basis ganz zu schweigen - niemand mehr recht wusste, wofür der Buß- und Bettag eigentlich steht! Keiner erklärte es bzw. konnte dies!

Insbesondere die SPD-Politiker nahmen damals unwidersprochen den Kirchenleuten agressiv und kaltschnäuzig sofort den Wind aus den Segeln, als sie darauf hinwiesen:

Wenn d. Buß und Bettag bleibt, kostets jeden Arbeitnehmer p.a. 400DM mehr an Pflegeversicherungsbeiträgen!


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 Eremitin 15. Oktober 2014 
 

klasse, ein Bistum , dass sich traut


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 willibald reichert 15. Oktober 2014 
 

sttn

Ist der Weihbischof Jaschke auch damit einverstanden? Wenn ja, nutzt er seine Kon-
takte zur evangelischen Nordkirche dahin-
gehend, daß diese sich dem Aufruf an-
schließt? Das wäre dann Ökumene, die auch
meine Unterstützung fände.


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 SpatzInDerHand 15. Oktober 2014 

WOW! Ein katholisches Bistum wird aktiv! Dass ich das noch erlebe!!


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 sttn 15. Oktober 2014 
 

Ich bin beeindruckt!

Von Erzbistum Hamburg macht den Mund auf und macht das was man von allen anderen Bistümern nur erträumen kann.


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