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Erzbistum Hamburg: Verbindungen zur Homo-Bewegung

2. September 2019 in Deutschland, 40 Lesermeinungen
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Jens Ehebrecht-Zumsande, Fachbereichsleiter ‚Kirche in Beziehung’ des Erzbistums, lebt mit dem Organisator der Christopher Street Parade zusammen. Beratungsstelle Regenbogenfamilie der Caritas Hamburg veranstaltet Lesung: ‚Zwei Mamas für Oscar’.


Hamburg (kath.net/jg)
Die Caritas der Erzdiözese Hamburg hat seit Januar 2019 eine eigene Beratungsstelle für Regenbogenfamilien. Zielgruppen sind „Familien im Kontext von LGBT*I. Zu den Angeboten zählen neben Einzel-, Paar- und Familienberatungen und wöchentlichen Spielgruppen, die der „Vernetzung der Regenbogenfamilien untereinander und dem ersten Kennenlernen der Beratungsstelle“ dienen sollen, auch ein monatlicher Themenabend. Ein Link auf der Internetseite der diözesanen Beratungsstelle führt direkt zur Seite Beratungskompetenz Regenbogenfamilie des LSVD (Lesben- und Schwulenverband in Deutschland)

Am 11. September veranstaltet die Beratungsstelle für Regenbogenfamilien eine Lesung mit Susanne Scherer, die ihr Buch „Zwei Mamas für Oscar – Wie aus einem Wunsch ein Wunder wird“ vorstellen wird. Auf dem Flugblatt zur Veranstaltung heißt es wörtlich: „Lebendig, anschaulich und kindgerecht erzählt, macht das Buch es Eltern und Erzieher*innen leicht, mit Kindern über Vielfalt zu sprechen.“


Der Leiter des Fachbereichs „Kirche in Beziehung“ der Pastoralen Dienststelle des Erzbistums Hamburg ist Jens Ehebrecht-Zumsande. In dieser Funktion ist er zuständig für die Bereiche Beziehungen-Familie-Lebenswege, Glaubenskommunikation und Katechese, Katholische Glaubensinformation und Missio/Weltkirche.

Er lebt in einer homosexuellen Beziehung mit Stefan Mielchen, dem ersten Vorsitzenden der Homosexuellenorganisation „Hamburg Pride“. Diese Organisation veranstaltet die Christopher Street Parade in Hamburg. Die Beziehung der beiden ist kein Geheimnis. Auf Facebook veröffentlichen die beiden regelmäßig Mitteilungen über ihr Leben, beispielsweise über das zehnjährige Jubiläum ihrer Beziehung.

Ebenfalls auf Facebook ist ersichtlich, dass beide „Teammitglieder“ des „Pride Salon Hamburg“ sind. Dabei handelt es sich um ein Gesprächsforum, das zweimal im Monat stattfindet. Die Teilnehmer können sich „über queere Themen austauschen“. Ehebrecht-Zumsande hat auch an der Konzeption einer Fachtagung zur pastoralen Begleitung homosexueller Paare und deren Segnung mitgewirkt. Die Tagung fand an der Katholischen Akademie Hamburg in Kooperation mit der Katholisch-Sozialen Akademie der Bistums Osnabrück Ludwig-Windhorst-Haus statt. Ein Buch, das die Beiträgt der Tagung beinhaltet, ist vor kurzem im Verlag Herder erschienen. kath.net hat berichtet.

Die Glaubenskongregation hat bereits 1986 ein Schreiben an die Bischöfe der katholischen Kirche über die Seelsorge für homosexuelle Personen verfasst. Die Kongregation weist darauf hin, dass die Neigung der homosexuellen Person in sich nicht sündhaft ist, aber eine Tendenz begründet, die auf ein sittlich schlechtes Verhalten ausgerichtet ist. „Aus diesem Grunde muß die Neigung selbst als objektiv ungeordnet angesehen werden“, heißt es wörtlich.

Zur Seelsorge homosexueller Personen gibt die Kongregation daher folgende Empfehlung: „Deshalb muß man sich mit besonderem seelsorglichen Eifer der so veranlagten Menschen annehmen, damit sie nicht zu der Meinung verleitet werden, die Aktuierung einer solchen Neigung in homosexuellen Beziehungen sei eine moralisch annehmbare Entscheidung.“ Die Kirche verlange von homosexuell veranlagten Personen wie von allen Christen, ein keusches Leben zu führen.


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