Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. ADIOS!
  2. „In Deutschland tobt derzeit ein Kirchenkampf“ - Droht ein Schisma?
  3. Debatte um Leitung der Deutschen Bischofskonferenz - Lehramtstreue Bischöfe als „Königsmörder“?
  4. Hat der Synodale Weg „die katholische Kirche in Deutschland in Machtspiel und Kampfzone verwandelt“?
  5. These: Der dreifaltige Gott soll in der Liturgie der Messe verkündet werden
  6. "Entsprechend klein ist die Lücke, die er hinterlässt"
  7. Synodaler Weg führte zu Streit und Verwerfung
  8. Vatikan dementiert Bericht über Abweisung Macrons durch den Papst
  9. Papst Leo sendet kraftvolle Grußbotschaft an die Teilnehmer des „Marsch für das Leben“/Washington
  10. Seligsprechungsprozess für Pater Alfred Delp SJ wird eröffnet
  11. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Möchte mich nun an liberale Theologen und Gläubige wenden“
  12. US-Vizepräsident Vance wird erneut beim „March for Life“ teilnehmen und sprechen
  13. „Catholic Herald“: „Irlands schwindende Familien“
  14. Eine unerträgliche Verharmlosung des tatsächlichen NS-Unrechts!
  15. "Ich glaube, dass Gott das erste Selfie geschossen hat.“

'Moderater' Islam wird sich von Dschihadisten nicht scharf abgrenzen

31. August 2014 in Chronik, 6 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Theologe: Kein Ausschluss von Extremisten aus muslimischer Gemeinschaft


Wiehl (kath.net/idea)
Immer wieder werden Forderungen laut, dass der „moderate“ Islam schärfer gegen militante Muslime – Dschihadisten genannt – vorgeht. Solche Appelle westlicher Politiker und Kirchenleiter sind nach Ansicht des evangelikalen Islam-Experten Pfarrer Eberhard Troeger (Wiehl bei Gummersbach) „ziemlich naiv“. Es sei nicht zu erwarten, dass der in Verbänden organisierte Islam in Deutschland sich eindeutig gegen die Dschihadisten wenden werde, schreibt er in einem Kommentar für die Evangelische Nachrichtenagentur idea (Wetzlar). Dies habe unter anderem strukturelle Gründe. Der Islam sei keine Kirche, sondern eine Mischung aus Volksreligion, Staatsreligion und religiös begründetem Staat. Er kenne deshalb von Haus aus keine Gemeindestrukturen und keinen Ausschluss aus der Gemeinde. Eine Aberkennung der Zugehörigkeit zum Islam sei nicht vorgesehen: „Deshalb können muslimische Extremisten, auch wenn sie aus westlicher Sicht Verbrecher und Mörder sind, nicht aus dem Islam ausgeschlossen werden.“ Laut Troeger gäbe es nach islamischem Rechtsverständnis nur die Möglichkeit, dass ein internationales repräsentatives Gremium von Rechtsgelehrten in einem Gutachten erklärt, dass bestimmte Verhaltensweisen von Dschihadisten gegen das islamische Recht – die Scharia – verstoßen. Solange es ein solches Rechtsgutachten nicht gebe, „werden sich die muslimischen Verbände in Deutschland – zumal sie in sich sehr heterogen sind – hüten, ein Urteil über das Handeln einzelner Dschihadisten oder dschihadistischer Gruppen zu fällen“.


Auch Mohammed bekämpfte Feinde mit Waffengewalt

Troeger führt ferner historische Gründe an. Der Prophet Mohammed habe im Namen Allahs die Feinde mit Waffengewalt bekämpft. Auch die sogenannten moderaten Muslime beriefen sich auf Mohammed. Sein Vorbild habe in der Geschichte des Islam immer wieder dazu geführt, dass sich in bestimmten Situationen oppositionelle Gruppen radikalisierten, „um den idealen Islam im Kampf gegen die ‚schlechte‘ Mehrheit mit Waffengewalt zu verwirklichen“. Heute erlebe diese reaktionäre Ausprägung eine Wiedergeburt. Dies werde provoziert durch die politische, technologische und kulturelle Überlegenheit des Westens. Dass der gemäßigte Islam sich nicht schärfer von militanten Muslimen abgrenzt, hat laut Troeger ferner theologische Gründe. Im Hauptstrom des Islam werde traditionell gelehrt, dass alle Handlungen des Menschen – ob gut oder böse – von Allah vorbestimmt seien. Konsequent gedacht bedeute dies, dass auch die Taten der muslimischen Extremisten von Allah vorbestimmt seien. Wer sie anprangere, greife folglich in das Recht Allahs ein. Er gelte als absolut frei in seinem Handeln. Dem müsse sich jeder Muslim unterordnen. Im Westen sei ein solches Denken unbegreifbar.
(


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Islam

  1. Papst besucht die Blaue Moschee in Istanbul - Gebetet hat er dort aber nicht
  2. Der neue Erzbischof von Wien und der Islam
  3. Iran: Immer mehr Frauen verstoßen gezielt gegen die Hijab-Pflicht
  4. Muslime größte Religionsgemeinschaft an öffentlichen Wiener Pflichtschulen
  5. Bistum Hildesheim: Kein Verständnis für Kritik an Auftritt eines Imams bei Abschlussfeier
  6. Imam mit Verbindung zur IGMG predigt bei Abschlussfeier einer katholischen Schule
  7. Berlin: Fastenbrechen mit ‚Allahu akbar‘-Rufen vor evangelischer Kirche
  8. Berliner Schule wollte Nicht-Muslime zum Ramada-Fastenbrechen verpflichten
  9. Vatikan bekräftigt zum Ramadan Gemeinsamkeiten mit Muslimen
  10. Erstmals in Berlin: Bezirksrathaus erhält Ramadan-Beleuchtung






Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. „In Deutschland tobt derzeit ein Kirchenkampf“ - Droht ein Schisma?
  3. ADIOS!
  4. Debatte um Leitung der Deutschen Bischofskonferenz - Lehramtstreue Bischöfe als „Königsmörder“?
  5. "Entsprechend klein ist die Lücke, die er hinterlässt"
  6. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Möchte mich nun an liberale Theologen und Gläubige wenden“
  7. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  8. Synodaler Weg führte zu Streit und Verwerfung
  9. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  10. Kardinal Zen: Papst Leo „ist wahrlich eine Leitungspersönlichkeit, die zuhören kann!“
  11. Katholikin Eva Vlaardingerbroek verliert Einreiseerlaubnis nach Großbritannien
  12. Hat der Synodale Weg „die katholische Kirche in Deutschland in Machtspiel und Kampfzone verwandelt“?
  13. Sterilisationen, schlechte Lebensbedingungen: Grönländer kritisieren dänische Herrschaft
  14. Maria 1.0: Immer wieder Deutschland - „Deutsch-Synodale“ Reformatoren schaffen Realität
  15. Entfremdung und Annäherung – Für einen Katholiken in Deutschland gibt es doch immer noch Rom

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz