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Arabisches 'Nun' wird vom Verfolgungs- zum Solidaritätszeichen

8. August 2014 in Chronik, 6 Lesermeinungen
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Islamwissenschaftler Troll erläutert in "Radio Vatikan" Hintergründe - Im Social-Network verbreitet sich das für Christen verwendete Symbol, das aussieht wie ein halbes offenes O mit einem Punkt darüber, derzeit mit enormer Geschwindigkeit.


Vatikanstadt (kath.net/KAP) Das arabische Schriftzeichen für den Laut "n" ("Nun") wird von einem Verfolgungs- immer mehr zu einem Solidaritätszeichen: Im Social-Network verbreitet sich das für Christen verwendete Symbol, das aussieht wie ein halbes offenes O mit einem Punkt darüber, derzeit mit enormer Geschwindigkeit. Im Irak wurde dieses Zeichen in den vergangenen Wochen von der Terrorgruppe "IS" verwendet, um die Häuser von Christen zu kennzeichnen und zugleich für das ausgerufene Kalifat zu beanspruchen.

Wie der deutsche Theologe und Islamwissenschaftler P. Christian W. Troll SJ gegenüber "Radio Vatikan" erklärte, steht das arabische "Nun" für den ersten Buchstaben des Wortes "Nazara" - die arabische und auch im Koran vorkommende Bezeichnung für Christen. Es sei ein "Zeichen, dass für Unheil steht, eine Kategorisierung, die in roter und schwarzer Farbe auch auf den Häusern in Mosul zurückgeblieben ist" und die christliche Minderheit im Irak zur Flucht zwingt.


Nach der weltweiten Empörung über die Verfolgung der Christen in einem ihrer ältesten Verbreitungsgebiete sei das Symbol in der virtuellen Welt nunmehr zu einem Zeichen der Solidarität geworden. Immer mehr Menschen auf Twitter und Facebook tauschten ihr eigenes Profilbild mit dem Bild des arabischen Buchstabens oder verbreiten Fotos, auf denen sie selbst mit dem Zeichen zu sehen sind, wies Troll hin.

Den Jesuiten erinnert das Zeichen auch an Behandlung von Minderheiten im christlichen Mittelalter. "Man merkt, dass hier eigentlich Mentalitäten verschiedener Jahrhunderte zeitgleich zusammenkommen - das macht sehr betroffen."

Unter dem Hashtag "#Wearen" (Wir sind N - also Christen) werden täglich via Twitter weltweit Solidaritätsmeldungen für die vertriebenen Christen, z.B. auch vom Erzbischof von Canterbury, Justin Welby, verbreitet, wies "Radio Vatikan" hin. Auch viele Muslime sind Teil der Kampagne: Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung auf der Website des Vatikansenders stammten 18 Prozent der 55.000 verbreiteten Hahstags aus Saudi Arabien, auch viele muslimische Journalisten setzten sich im Internet für die Verbreitung ein.

Spendenmöglichkeit für Betroffene via „Kirche in Not“!

Kirche in Not Deutschland

Kirche in Not Österreich

Kirche in Not Schweiz

ZDF heute - Christen auf der Flucht


Copyright 2014 Katholische Presseagentur, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten.


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Lesermeinungen

 Gipsy 21. August 2014 

Es ist gut

Solidarität zu zeigen.

-"Für mich ist noch immer das Kreuz das christliche Symbol."-

Das bleibt es ja auch , dieses "Nun" ,steht mittlerweile für das Zeichen der Christenverfolgung unserer Tage und ist zu einem Zugehörigkeitssymbol zu den verfolgten Christen geworden , denen wir örtlich fern sind, aber im Geiste verbunden.
Dieses Zeichen können auch Atheisten guten Gewissens tragen.


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 Ehrmann 9. August 2014 

Und unsere öffentlichen Medien schweigen

und fordern Sanktionen gegen Putin. In diesem Schatten tun sich die Christenverfolger leicht.


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 huegel76 9. August 2014 

Christliches Symbol

@2.TIM. 3,1-5: Meiner Meinung nach schliesst sich das aber nicht aus. DAS christliche Symbol schlechthin ist unbestritten das Kreuz. Es gibt aber auch noch andere, wie z.B. den Ichtys-Fisch. Beim "nun" geht es nicht primär darum, seinen christlichen Glauben kund zu tun, sondern seine Solidrität mit den verfolgten Minderheiten v.a. im Irak. Und sowohl unter den verfolgten Minderheiten als auch unter den Menschen, die Solidarität mit diesen zeigen, befinden sich nicht nur Christen.


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 Catherine 9. August 2014 
 

Kein Verständnis mehr für 1400 Jahre Verfolgung

Pater Troll, von Muslimen für sein unendliches Verständnis für ihren Totalitarismus mit einem Preis bedacht, sollte aufhören, den seit 1400 Jahren wesenden Hass der Muslime gegen Juden und Christen noch immer mit Vergleichen aus dem Mittelalter verständnisvoll zu entlasten. Die Gebiete des Islam sind inzwischen judenrein und demnächst christenrein. Die Päpste haben für alle geschichtlichen Verfehlungen der Katholiken längst öffentlich Reue gezeigt.


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 2.TIM. 3,1-5 9. August 2014 
 

Christliches Symbol

Hier kann man wieder sehen wie etwas Neues sofort angenommen wird. Für mich ist noch immer das Kreuz das christliche Symbol.


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 speedy 9. August 2014 
 

vielleicht wird dieses Zeichen von einigen falsch verstanden, nämlich als Aufforderung zur Treibjagd


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