Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Einheit heilen, ohne Wahrheit zu verdunkeln
  2. Vatikan an die Bischöfe in Deutschland: Klares NEIN zur Laienpredigt!
  3. Sieben Pfarreien sind viel zu viel für ein Bistum
  4. Bisher stärkster Weihejahrgang bei Priesterbruderschaft St. Petrus
  5. 800 Personen bei Nudelessen im Innsbrucker Dom
  6. „Man kann die priesterlichen Vollmachten nicht beliebig aufteilen und funktionalistisch outsourcen“
  7. Gehört der menschliche Leichnam der Allgemeinheit?
  8. Hostienmangel in Kuba: Kirche in Panama und Puerto Rico senden Hilfe
  9. Erzbischof Grünwidl: "Das größere Problem ist der Gläubigenmangel"
  10. US-Bischof Barron: „Erzbischof Paglia bestätigte die schlimmsten Befürchtungen vieler von uns“
  11. Vatikan veröffentlicht Programm der Kardinalsversammlung
  12. Innsbruck: Generalvikar Buemberger lässt Funktionen vorübergehend ruhen
  13. WM-Public-Viewing in katholischer KIRCHE - (K)eine gute Idee?
  14. Priesterboom in den USA - Erneut mehr als 400 katholische Neupriester
  15. CSU-Generalsekretär Huber kritisiert den "Bayrischen Rundfunk" wegen Bericht über muslimische Mode

Nigerias Regierung gerät wegen entführter Mädchen unter Druck

7. Mai 2014 in Chronik, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Kardinal Onaiyekan: Bekannt, dass die islamistische Terrorgruppe "kein Gefühl für Menschlichkeit" besitze und unschuldige Menschen töte. Aber dass sie fast 300 Kinder im Nordosten Nigerias wegschaffen können ohne jede Spur, macht uns wirklich perplex


Genf/Abuja (kath.net/KNA) Im Fall der in Nigeria entführten Schulmädchen mehrt sich die Kritik an Staatspräsident Goodluck Jonathan. Die Regierung müsse ihre Bürger mit «allen nötigen Maßnahmen» vor Gewalt und Verbrechen schützen, wenn sie nicht selbst an Menschenrechtsverletzungen schuldig werden wolle, erklärte das UN-Menschenrechtskommissariat am Dienstag in Genf. Der Kardinal der Hauptstadt Abuja, John Olorunfemi Onaiyekan, sagte, Nigerias Bevölkerung sei «verblüfft», dass drei Wochen nach der Verschleppung «praktisch nichts Konkretes in der Sache» zu hören sei.

Es sei bekannt, dass die islamistische Terrorgruppe Boko Haram «kein Gefühl für Menschlichkeit» besitze und unschuldige Menschen töte, so Onaiyekan. «Aber dass sie fast 300 Kinder im Nordosten Nigerias wegschaffen können ohne jede Spur, wo sie sich aufhalten, macht uns wirklich perplex», sagte der Kardinal am Dienstag dem Sender Radio Vatikan.


UN-Menschenrechtskommissarin Navi Pillay drängte Nigerias Staatspräsident in einem Brief, keine Anstrengung für eine sichere Rückkehr der Entführten auszulassen. Die Regierung stehe in der Pflicht, das Grundrecht auf Bildung für Mädchen und Jungen zu garantieren und sie vor Gewalt, Verfolgung und Einschüchterung zu schützen, heißt es in dem Schreiben, das auch von den UN-Vertreterinnen für Frauen, sexuelle Gewalt in Konflikten und Kinder in bewaffneten Konflikten unterzeichnet wurde.

Boko-Haram-Kämpfer hatten vor drei Wochen in Chibok im nordostnigerianischen Bundesstaat Borno 276 Schülerinnen verschleppt. 53 gelang die Flucht; 223 sind nach Polizeiangaben noch in der Hand ihrer Entführer. Wo sie sich aufhalten, ist nicht bekannt. Medienberichten zufolge sollen einige der Mädchen für umgerechnet neun Euro in Kamerun und Tschad zwangsverheiratet worden sein. Boko-Haram-Chef Abubakar Shekau erklärte in einer Video-Botschaft, er wolle die Mädchen als Sklavinnen verkaufen.

Das UN-Menschenrechtskommissariat nannte diese Ankündigung «dreist» und «schamlos». Sklaverei und sexuelle Ausbeutung seien nach internationalem Recht absolut verboten und könnten ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit darstellen. «Die Mädchen müssen unverzüglich und unversehrt ihren Familien zurückgegeben werden», sagte ein Sprecher Pillays.

Unterdessen wächst der Protest von Eltern und anderen Bürgern gegen ausbleibende Erfolge bei den Ermittlungen. Für Mittwoch kündigten Schüler in Borno Kundgebungen an. Wenn die Schülerinnen nicht 40 Tage nach ihrer Entführung wieder bei ihren Familien seien, solle es weitere Proteste in Bornos Hauptstadt Maiduguri geben, so die Initiatoren laut der nigerianischen Tageszeitung «The Punch» (Dienstag).

In der nigerianischen Hauptstadt Abuja sind die Sicherheitsvorkehrungen massiv verstärkt worden. Dort beginnt Mittwoch das dreitägige Weltwirtschaftsforum für Afrika. Dazu werden Wirtschaftsexperten und Politiker aus der ganzen Welt erwartet. Die Regierung ordnete an, dass für die Tagungsdauer öffentliche Schulen und staatliche Einrichtungen geschlossen bleiben.

(C) 2014 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

  7. Mai 2014 
 

kann sein...

Kann sein die sind miteinander verwandt.


0
 
  7. Mai 2014 
 

zwangsrekrutiert?

Wieso in einem Dauerkonflikt keine Schulwachen eingesetzt werden? Wahrscheinlich hat sich Boko darum beworben und ist abgelehnt worden.


0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Islam

  1. Italienischer Bischof ruft zur Evangelisierung von Muslimen auf – Unterstützung von Konvertiten
  2. Der ‚reaktionäre‘ Islam und die Herausforderung für den liberalen Verfassungsstaat
  3. Islamexperte Mansour warnt: Europa hat ‚naive Haltung‘ zum Islam
  4. Wien: Viele junge Muslime stellen religiöse Vorschriften über österreichische Gesetze
  5. Öffentliche Wiener Mittelschulen: Jeder zweite Schüler ist Moslem
  6. Pakistans Scharia-Gericht billigt Entführung, Vergewaltigung, Kinderehe einer 13-jährigen Christin
  7. Islamistengruppe ‚Nūr al-ʿIlm‘ breitet sich in Norddeutschland aus
  8. Wien: Einziger Christ in der Klasse wird "Schwein" genannt
  9. In muslimischen Regionen müssen Christen den Ramadan nicht selten mitbefolgen
  10. Kardinal Schönborn: "Wenn sich bei uns so viele Menschen vom Christentum verabschieden..."






Top-15

meist-gelesen

  1. EINMALIGE SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz - HEUTE ANMELDESCHLUSS!
  2. Vatikan an die Bischöfe in Deutschland: Klares NEIN zur Laienpredigt!
  3. „Man kann die priesterlichen Vollmachten nicht beliebig aufteilen und funktionalistisch outsourcen“
  4. Sieben Pfarreien sind viel zu viel für ein Bistum
  5. 800 Personen bei Nudelessen im Innsbrucker Dom
  6. Theologe Hartl: „Bei Christen laut aufschreien, beim Islam(ismus) jedoch milde lächeln, ist…“
  7. Einheit heilen, ohne Wahrheit zu verdunkeln
  8. Innsbruck: Generalvikar Buemberger lässt Funktionen vorübergehend ruhen
  9. Bisher stärkster Weihejahrgang bei Priesterbruderschaft St. Petrus
  10. Johannes Laichner neuer "Missio"-Nationaldirektor in Österreich
  11. Öffentlich-rechtliches Jugendformat Funk bringt Bibel als Beispiel für ‚Müll auf dem Mond‘
  12. US-Bischof Barron: „Erzbischof Paglia bestätigte die schlimmsten Befürchtungen vieler von uns“
  13. Französische Sportmoderatorin: „Es gibt hunderte Spieler, die dafür töten würden“
  14. Das zweite Konsistorium Leos XIV.
  15. Erzbischof Grünwidl: "Das größere Problem ist der Gläubigenmangel"

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz