Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Deutsche Bischofskonferenz beschließt: Man will in Rom um Erlaubnis für Laienpredigt bitten
  2. "Bevor es zu spät ist!" – Kardinal Sarah warnt Piusbruderschaft vor Schisma
  3. Bischof Heiner Wilmer ist neuer Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz
  4. Die Deutsche Bischofskonferenz nimmt die Satzung für die künftige Synodalkonferenz an
  5. Die Wahl von Bischof Heiner Wilmer zum DBK-Vorsitzenden „ist ein echtes Hoffnungszeichen“
  6. "Deutsche Kirchen" ersetzen spirituelle Dimension der Fastenzeit durch weltanschauliche Agitation
  7. „Gemeinnutz vor Eigennutz“: Bischof erntet Kritik für NS-Vergleich in Richtung AfD
  8. "Alle Iraner feiern. Die schlimmsten Menschen der Welt weinen"
  9. 'Ein Katholizismus ohne Beichte ist wie ein Krankenhaus ohne Medikamente'
  10. Papst antwortet auf Leserbrief eines Atheisten
  11. Kärntner Ordinaritaskanzler: Rechthaberei in der Kirche überwinden
  12. Burger: „Kurzum, wie hältst Du es mit Religion und Kirche? Wie geht das mit dem Glauben?“
  13. Woelki: „Herr, offenbare du deinen Willen für deine Kirche, das ist der Kernsatz aller Synodalität“
  14. „Auf dass doch alle eins seien“ (Joh 17,21)
  15. „Pinocchio“ Friedrich Merz

Chur kritisiert KNA-Berichterstattung: Desinformation und Manipulation

8. Jänner 2014 in Aktuelles, 8 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Die katholische Nachrichtenagentur hatte in den letzten Tagen eine Stellungnahme des Bistums Chur zum Fragebogen des Vatikans über Ehe und Familie verschwiegen, allerdings einer Reaktion einer antirömischen Gruppierung auf den Bericht Raum gegeben


Chur (kath.net)
Das Bistum Chur übt Kritik an der Nachrichtenagentur KNA, da diese in den letzten Tagen einerseits nicht über die Stellungnahme des Bistums zum Fragebogen des Vatikans zu Ehe und Familie berichtet hatte, später aber eine Reaktion der "Pfarrei-Initiative Schweiz" sehr wohl thematisierte. Das Schweizer Bistum hatte in seiner am Sonntagvormittag veröffentlichten Auswertung der Ergebnisse der Vatikanumfrage u.a. bemängelt: „Die Ablehnung von 'Humanae vitae' durch massgebende Moraltheologen hatte und hat zur Folge, dass auch der Klerus große Vorbehalte hat gegenüber der Lehre der Kirche.“ Der KNA-Bericht griff dabei einen umstrittenen Artikel der „kipa“ (Katholische Presseagentur Schweiz) auf. Undifferenziert und ohne Hintergrundinformation zur eigentlichen Fragebogen-Auswertung des Bistums Chur hieß es im dem KNA-KIPA-Bericht schon im zweiten Satz: „Schon anhand des Vorgehens [des Bistums Chur, Anm. der Red.] sei die Konkurrenzsituation unter den Bischöfen klar zu erkennen, zitierte die katholische Presseagentur Kipa am Montag den Leiter der Kerngruppe der Pfarrei-Initiative Schweiz, Markus Heil.“ Auf einen neutraleren ersten kipa-Bericht über die Churer Stellungnahme griff die KNA allerdings nicht zurück.


kath.net hat daraufhin den Medienverantwortlichen des Bistums Chur, Giuseppe Gracia, um Stellungnahme angefragt. Dieser wusste ebenfalls nichts von einer Berichterstattung der KNA und zeigte sich überrascht, dass Agenturen, die an sich informieren und aufklären, so vorgehen. „Das ist Desinformation und Manipulation“, sagt Gracia. „Hier wird etwas schlecht gemacht, über das vorher gar nicht informiert wurde. So bekommt kein Leser dieser Meldungen ein Bild, worum es überhaupt geht.“ Über die Gründe für ein solches Vorgehen mag der Sprecher des Bistums Chur nicht spekulieren, zumal es Agenturen außerhalb der Schweiz betrifft, die er nicht kenne.

Dennoch ist ihm allgemein hinsichtlich des Fragebogens aus Rom aufgefallen, dass viele in der Kirche darin „eine Meinungsumfrage oder eine demokratische Erhebung zur gesellschaftlichen Akzeptanz der kirchlichen Lehre sehen“. Giuseppe Gracia präzisierte: „Dabei geht es doch um eine Bestandesaufnahme der Verantwortlichen in den einzelnen Ländern, im Hinblick auf eine bessere Pastoral und eine missionarische Kirche. Zwei Dinge, an denen anscheinend einige, die von den Kirchensteuern leben, nicht interessiert sind. Das Kirchensteuersystem ist auf Mehrheitsfähigkeit angewiesen. Es muss, um stabil zu bleiben, von der Gesellschaft mitgetragen werden. Je mehr aber die Lehre der Kirche dem Lebensstil der Mehrheit widerspricht, desto grösser wird der Druck. So versucht man wohl, den Fragebogen aus Rom zu instrumentalisieren, um diesen Druck auf die kirchliche Lehre umzuleiten, also um an der Bischofssynode 2014 Druck zu machen, damit die Lehre angepasst wird, in Richtung Mehrheitsfähigkeit.“


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Kirche

  1. „Je besser die zentralen Ämter der Kirche geführt werden, desto größer der Nutzen für die Kirche“
  2. Woelki: „Herr, offenbare du deinen Willen für deine Kirche, das ist der Kernsatz aller Synodalität“
  3. „Treue oder Einheit? Wie wird Leo XIV. mit den Lehr- und Disziplinarproblemen der Kirche umgehen?“
  4. Erzbistum Brisbane/Australien: Messbesucherzahlen wachsen seit drei Jahren
  5. „Papst Leo XIV. stellt in allen seinen Predigten und Ansprachen immer Jesus Christus in die Mitte“
  6. „In Deutschland tobt derzeit ein Kirchenkampf“ - Droht ein Schisma?
  7. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Möchte mich nun an liberale Theologen und Gläubige wenden“
  8. „Jesus ja, Kirche nein? – Das ist wie: ‚Ich bin für Fußball, aber gegen Fußballvereine‘“
  9. „Die Ursache der Kirchenkrise und ihre Überwindung“
  10. Unter den kroatischen Katholiken wächst Grundsatzkritik







Top-15

meist-gelesen

  1. Einmal im Leben nach ISLAND - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Bischof Heiner Wilmer ist neuer Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz
  3. "Bevor es zu spät ist!" – Kardinal Sarah warnt Piusbruderschaft vor Schisma
  4. Deutsche Bischofskonferenz beschließt: Man will in Rom um Erlaubnis für Laienpredigt bitten
  5. Die Deutsche Bischofskonferenz nimmt die Satzung für die künftige Synodalkonferenz an
  6. Die Wahl von Bischof Heiner Wilmer zum DBK-Vorsitzenden „ist ein echtes Hoffnungszeichen“
  7. "Alle Iraner feiern. Die schlimmsten Menschen der Welt weinen"
  8. "Deutsche Kirchen" ersetzen spirituelle Dimension der Fastenzeit durch weltanschauliche Agitation
  9. Bischof Erik Varden bei Fastenexerzitien im Vatikan: „Tausende fallen“
  10. „Es ist verlockend aber zweifelhaft zu glauben, wir müssten mit den Moden der Welt Schritt halten“
  11. Mexiko in Angst: Priester spenden auf einem Dach eucharistischen Segen
  12. 'Ein Katholizismus ohne Beichte ist wie ein Krankenhaus ohne Medikamente'
  13. Burger: „Kurzum, wie hältst Du es mit Religion und Kirche? Wie geht das mit dem Glauben?“
  14. „Gemeinnutz vor Eigennutz“: Bischof erntet Kritik für NS-Vergleich in Richtung AfD
  15. Varden: „Als Jesus erklärte, was es bedeutet, bei ihm zu bleiben und in das Reich Gottes einzugehen…

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz