Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Papst Leo XIV. geht auf Distanz zu Kardinal Marx und seinen geplanten Homo-Segnungen
  2. Marx ärgert sich über die "Reaktionären" und "Stimmungsmache"
  3. Kardinal Marx und das öffentlich gewordene Geheimdekret
  4. Kardinal Marx unter Druck: Zwischen grober Fahrlässigkeit und dem Vorwurf der Vertuschung
  5. Insider: Vatikan bereitet sich auf Folgen der Bischofsweihen der Piusbruderschaft vor
  6. Goldenstein-Nonnen doch in Rom? Propst in Sorge
  7. „Gott und sein Gesetz sind wichtiger als menschliche Vereinbarungen und Macht“
  8. Bischof der Herzen – Walter Mixa wurde 85
  9. Konsekrierte Hostien an Hunde verfüttert: Keine Konsequenzen im Bistum Chur
  10. Trotz Konflikt mit dem Papst - Trump genießt jetzt Rekordzustimmung bei US-Katholiken
  11. „Theologische Katastrophe“: Massive Kritik am Erprobungsband des neuen evangelischen Gesangbuchs
  12. Back to the future: Durch den Traditionalismus zur Gendergerechtigkeit
  13. Erst Gerichtssaal, dann Preisverleihung: Weronika Krawczyk erhält Opoka-Preis „Auf Fels gebaut“
  14. Jesus ist lebendige Gegenwart
  15. Erzbischof Sheen warnte bereits 1965 vor falschem Mitgefühl

Chaldäischer Patriarch: Wir fürchten um unser Überleben

17. November 2013 in Weltkirche, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Katholische Patriarchen aus dem Nahen Osten setzen große Hoffnungen auf das Treffen mit Papst Franziskus kommende Woche in Rom.


Bagdad (kath.net/KIN) Die katholischen Patriarchen aus dem Nahen Osten Louis Raphael I. Sako und Gregor III. Laham (siehe Foto) setzen große Hoffnungen auf das Treffen mit Papst Franziskus kommende Woche in Rom.

Patriarch Louis Raphael I. Sako, Oberhaupt der mit Rom unierten chaldäischen Kirche, sagte gegenüber dem internationalen katholischen Hilfswerk „Kirche in Not“: „Wir hoffen auf mehr Nähe gegenüber unseren Kirchen in diesen schwierigen Zeiten. Wir brauchen mehr Unterstützung vom Heiligen Stuhl, mehr Ermutigung und mehr Solidarität.“

Ausdrücklich dankte Patriarch Louis Raphael Papst Franziskus und seinen Vorgängern dafür, dass sie an der Seite der Christen im Nahen Osten stünden. Anlässlich der Vollversammlung der römischen Ostkirchenkongregation vom 19. bis 21. November werden sich die mit Rom unierten Patriarchen und Erzbischöfe mit Papst Franziskus beraten sowie für den Frieden im Nahen Osten beten.


Der in Bagdad im Irak ansässige Patriarch bezeichnete es als große Herausforderung der Christen im Nahen Osten, als gleichberechtigte Bürger ihrer Länder zu leben. „Die Abwanderung bedroht unsere Gegenwart und Zukunft. Wir fürchten um unser Überleben!“ Louis Raphael I. bat in diesem Zusammenhang, dass alle Kirchen die Christen des Nahen Ostens darin unterstützen sollten, in ihren Ländern Brücken des Dialogs und Friedens sein zu können, wo andere Mauern bauten. „Die Muslime brauchen unser Zeugnis menschlicher und christlicher Werte“, so der Patriarch.

Der in Damaskus residierende Patriarch der melkitisch-katholischen Kirche, Gregor III. Laham, blickt ebenfalls erwartungsvoll auf das Treffen in Rom. Gegenüber „Kirche in Not“ sagte er: „Wir wollen mit dem Heiligen Vater die Lage in Syrien und dem Irak beraten, aber auch grundsätzliche Fragen der Rolle der Christen im Nahen Osten, des interreligiösen Dialogs und der Ökumene mit der Orthodoxie. Wir sollten versuchen, daraus ein festes Beratungsgremium des Papstes zu machen, das sich vielleicht alle zwei Jahre trifft.“

Gregor III. bezeichnete die Lage im Nahen Osten als dramatisch. Er rief den Heiligen Stuhl deshalb dazu auf, sich noch stärker als bisher für die Palästinenser einzusetzen. „Wir brauchen endlich Frieden im Heiligen Land. Der Vatikan hat sich immer für die Rechte der Palästinenser engagiert. Aber es bedürfte jetzt einer konzertierten diplomatischen Aktion seitens des Heiligen Stuhls und seiner Nuntien in aller Welt. Die Lösung des Palästinakonflikts ist zusammen mit der Syrienfrage der Schlüssel für den Frieden in der Region.“

Neben aktuellen Konflikten wolle er dem Papst auch über die Ökumene im Nahen Osten berichten. „Wir sind sehr froh über die Gemeinschaft mit dem Heiligen Stuhl. Rom darf aber nicht vergessen, dass wir orthodoxe Wurzeln haben. Wir sind der katholische Zweig der orthodoxen Kirche.”

Dankbar zeigte sich Patriarch Gregor über die von Benedikt XVI. 2010 abgehaltene Nahost-Synode in Rom. „Das war am Vorabend der Krise, die 2011 losging. Ich glaube, die Vorsehung Gottes hat das so gewollt. Denn mit der Synode und dem Abschlussdokument haben wir eine Vorbereitung für die schwierigen Zeiten bekommen. Wir Christen sind so auf unsere Rolle als Zeugen im Nahen Osten vorbereitet worden.“

www.kirche-in-not.de

www.kircheinnot.at

www.kirche-in-not.ch

Foto: © Kirche in Not



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Unierte

  1. Rom: Chaldäische Kirche wählt neuen Patriarchen
  2. Russische Griechisch-katholische Kirche von Rom vernachlässigt?
  3. Schönborn: Österreich erlebt "Aufblühen" der unierten Kirchen
  4. Papst errichtet Diözese für chaldäisch-katholische Kirche in Kanada







Top-15

meist-gelesen

  1. Große SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Papst Leo XIV. geht auf Distanz zu Kardinal Marx und seinen geplanten Homo-Segnungen
  3. Kardinal Marx und das öffentlich gewordene Geheimdekret
  4. Marx ärgert sich über die "Reaktionären" und "Stimmungsmache"
  5. Keine Bistums-Erlaubnis für Afrika-Madonna in der Gebetsstätte Marienfried
  6. Kardinal Marx unter Druck: Zwischen grober Fahrlässigkeit und dem Vorwurf der Vertuschung
  7. Back to the future: Durch den Traditionalismus zur Gendergerechtigkeit
  8. Bischof der Herzen – Walter Mixa wurde 85
  9. Das Vermächtnis eines Sterbenden
  10. „Theologische Katastrophe“: Massive Kritik am Erprobungsband des neuen evangelischen Gesangbuchs
  11. Trotz Konflikt mit dem Papst - Trump genießt jetzt Rekordzustimmung bei US-Katholiken
  12. Goldenstein-Nonnen doch in Rom? Propst in Sorge
  13. Was Kardinal Marx meint und was das Zweite Vatikanische Konzil lehrt
  14. Insider: Vatikan bereitet sich auf Folgen der Bischofsweihen der Piusbruderschaft vor
  15. Die Messe in der außerordentlichen Form kehrt nach Santa Maria Maggiore/Rom zurück

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz