Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  2. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  3. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  4. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  5. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  6. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  7. Salzburg: 1.000 Gläubige bei Adoratio-Kongress zu "Himmlischer Friede"
  8. Bei öffentlichen Anlässen: Kanadas Militärkapläne dürfen nicht über Gott sprechen
  9. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  10. Der Katholik Macron wird bei keiner der drei Papstmessen in Frankreich mitfeiern
  11. Anerkanntes Wunder von Fulton Sheen: Baby nach 61 Minuten Atemstillstand lebt, heute kerngesund
  12. Papst Leo: „Diese vier Tage waren buchstäblich erfüllt mit vielen Segnungen, fast schon Wundern“
  13. Abtreibungsbefürworter begehen Farbanschlag auf Malteserklinikum in Flensburg
  14. Priester bei Messer-Attacke in polnischem Kloster getötet
  15. 'Kirche casht ab' - Immer weniger österreichische Katholiken, immer mehr Millionen!

Schneider verteidigt das hochumstrittene EKD-Familienpapier

29. September 2013 in Deutschland, 16 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


EKD-Präses reagiert auf die Einwände gegen die "Orientierungshilfe" - Schneider: Nach diesen Reaktionen sei vorerst nicht mehr mit der ursprünglich ebenfalls geplanten Orientierungshilfe zur Sexualität zu rechnen.


Berlin (kath.net/KNA) Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Präses Nikolaus Schneider (Foto), hat die umstrittene Orientierungshilfe zur Familie verteidigt. Bei einem Symposium am Samstag in Berlin unter Leitung des Vorsitzenden der Theologischen Kammer der EKD, Christoph Markschies, zu dem Papier sagte Schneider, die Auseinandersetzung mit den Fragen um Ehe und Familie sei gesellschaftlich «dran» und neue Familienformen würden mehr oder weniger reflektiert gelebt. Die fünf geladenen Theologen beklagten allerdings, dass die theologische Begründung in dem Schreiben zu kurz komme und die Frage der Bedeutung von Institutionen wie der Ehe nicht ausreichend diskutiert werde.

Mit Blick auf die teilweise starke und grundsätzliche Kritik an der Orientierungshilfe erklärte Schneider: «Ein kritischer - auch selbstkritischer – Diskurs über ethische Orientierungshilfen in existenziellen Fragen steht dem Protestantismus gut an.» Die evangelische Kirche brauche eine «Neubesinnung und Fundierung mit den neuen vielfältigen Formen von Familie». Zugleich zeigte er sich überzeugt, dass das Papier auf der Anfang November in Düsseldorf stattfindenden EKD-Synode eine zentrale Rolle spielen werde.


Gegenüber der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) sagte der Ratsvorsitzende, es sei noch völlig offen, ob die Orientierungshilfe zu einer Denkschrift erweitert werde. Gleichzeitig bestätigte er, dass mit der ebenfalls geplanten Orientierungshilfe zur Sexualität vorerst nicht mehr zu rechnen sei.

Markschies stellte infrage, ob die Textgattung Orientierungshilfe angemessen sei, um «Menschen zu lebenslanger Partnerschaft und verlässlicher familiärer Gemeinschaft zu ermutigen». Er konstatierte, dass die theologische Bedeutung der Ehe in der allgemeinen Debatte der evangelischen Kirche, «mehr vorausgesetzt und behauptet, denn wirklich begründet wird».

Für die Hamburger Neutestamentlerin Christine Gerber zeichnet sich die Orientierungshilfe dadurch aus, dass sie von der Frage ausgehe, «welches Ethos die gegenseitigen Beziehungen prägen sollte, die in unterschiedlichen, variablen Lebensformen gelebt werden können». Auch das christliche Verständnis von Lebensformen habe sich längst gegenüber den ja auch nicht einhelligen Konzepten von Ehe und Familie in der Bibel verändert.

Der Mainzer Neutestamentler Friedrich Wilhelm Horn widersprach der Annahme der Orientierungshilfe, dass das Neue Testament andere familiäre Lebensformen als die der Ehe kenne. Er selber bejahe zwar das Recht auf homosexuelle Lebenspartnerschaften. Diese Entscheidung sehe er «klar gegen biblische Vorgaben». Es sei eine «fromme Illusion», wolle man heute das Leben in vollem Umfang nach den einzelnen Weisungen der Bibel ausrichtet.

Der Heidelberger Dogmatiker Wilfried Härle wertete die Orientierungshilfe als Anstoß für einen wichtigen Diskussionsprozess. Da sie keine Denkschrift sei, müsse sie auch nicht zurückgenommen werden. Allerdings müssten entstandene Missverständnisse geklärt und aus der Welt geschaffen werden.

(C) 2013 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.
Foto Nikolaus Schneider: (c) Wikipedia/Stepro (gemeinfrei)


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Evangelische Gemeins

  1. „Die Kirche in Deutschland hat abgehängt“
  2. Evangelische Pfarrerin segnet VIER Männer in sogenannter „Polyhochzeit“
  3. "Interviews mit Bedford-Strohm oder Margot Käßmann nur noch schwer an Kitsch zu übertreffen"
  4. Reiner Haseloff: Luther ist den Katholiken heute näher als der evangelischen Kirche
  5. Kunstaktion: Plastikmüll in Taufbecken
  6. Evangelische Kirchengemeinde streicht klassischen Sonntagsgottesdienst
  7. „Respektvolle Trennung statt endlosen Streits“
  8. EKD-Vorsitzender Bedford-Strohm erhält Morddrohungen
  9. Stehen die Methodisten unmittelbar vor weltweitem Schisma?
  10. „Jetzt hat auch die EKD ein Problem“







Top-15

meist-gelesen

  1. Papst Leo: „Diese vier Tage waren buchstäblich erfüllt mit vielen Segnungen, fast schon Wundern“
  2. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  3. 'Putin ist auf dem besten Weg, in diesem Jahr mehr Christen zu töten als der ISIS'
  4. Der evangelischen Theologischen Hochschule Basel soll die Akkreditierung entzogen werden
  5. Über das Dämonische
  6. 'Kirche casht ab' - Immer weniger österreichische Katholiken, immer mehr Millionen!
  7. Wissen Sie, wer die Idee zum fünffarbigen Missionsrosenkranz hatte?
  8. 'Ich habe mich geirrt'
  9. Der Mensch als Mitarbeiter Gottes - Fortschritt ist kein Gottesersatz
  10. Bei öffentlichen Anlässen: Kanadas Militärkapläne dürfen nicht über Gott sprechen
  11. Der Katholik Tolkien wird in der anglikanischen Westminster Abbey ein Denkmal erhalten
  12. Der Katholik Macron wird bei keiner der drei Papstmessen in Frankreich mitfeiern
  13. Salzburg: 1.000 Gläubige bei Adoratio-Kongress zu "Himmlischer Friede"
  14. Was ich als Priester von Fulton Sheen gelernt habe
  15. Papst an Klausurschwestern: „Der Herr ruft euch, seine Zeuginnen in Stille, Kontemplation zu sein“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz