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Kriminalität: Rechtsfreie Räume in deutschen Großstädten

20. April 2013 in Deutschland, 5 Lesermeinungen
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Christliche Polizeivereinigung: Wenn Polizisten Angst haben - In Teilen deutscher Großstädte sind rechtsfreie Räume entstanden, in denen mafiaähnliche Strukturen herrschen – Soll dem Rapper Bushido der Intergrationspreis aberkannt werden?


Berlin/Bautzen (kath.net/idea) In Teilen deutscher Großstädte sind rechtsfreie Räume entstanden, in denen mafiaähnliche Strukturen herrschen. Das beklagt der Öffentlichkeitsreferent der Christlichen Polizeivereinigung (CPV), Prof. Dieter Müller (Bautzen), der an der Hochschule der Sächsischen Polizei lehrt.

Anlass für seine Äußerungen sind Berichte, wonach der Berliner Rapper Bushido intensive Kontakte zu einem Familien-Clan libanesischer Palästinenser unterhält.

Die Großfamilie Abou-Chaker ist in der Hauptstadt berüchtigt und gefürchtet. Mehrere Familienmitglieder sind bereits wiederholt mit dem Gesetz in Konflikt geraten.

Wie Müller auf Anfrage der Evangelischen Nachrichtenagentur idea sagte, trauten sich inzwischen nicht einmal mehr Polizeibeamte in bestimmte Berliner Stadtteile: „Sie fühlen sich und ihre Familien bedroht.“


Es gebe Bezirke, in denen sich eine „Parallelwelt“ entwickelt habe, „die sich der polizeilichen Kontrolle gänzlich entzieht“, erklärte Müller.

Wenn Leute wie Bushido noch damit prahlen könnten, Kontakte zu Unterweltgrößen zu haben, dann sei das eine „Bankrotterklärung“ der Gesellschaft.

Laut Müller steht der Rechtsstaat auf der Kippe, wenn kriminelle Organisationen wie diese palästinensische Großfamilie Angst und Schrecken verbreiten könnten, ohne eine Bestrafung fürchten zu müssen: „Wenn Bürger den Eindruck bekommen, kriminelle Organisationen können sich alles herausnehmen, ohne dass die Polizei eingreift, weil sie sich überfordert fühlt, verlieren sie das Vertrauen in das System.“

Die Verantwortung für diese Entwicklung sieht er vor allem in der Politik. Gerade in Berlin sei die Polizei „kaputt gespart“ worden.

Wolle man diese Entwicklung noch drehen, sei ein „riesiger Personal- und Logistikeinsatz“ nötig.

Bushido – ein Vorbild für Integration?

2011 hatte Bushido – mit bürgerlichem Namen Anis Mohamed Youssef Ferchichi – den Integrations-Bambi des Burda-Verlages erhalten.

Berlins Innensenator Frank Henkel (CDU) verlangte nun, dem Sänger diese Auszeichnung abzuerkennen. Er nannte es „fragwürdig“, dass Bushido den Integrations-Bambi tragen könne, berichtet das Magazin „stern“. Es hatte die Kontakte Bushidos zum Abou-Chaker-Clan öffentlich gemacht.

Der CDU-Politiker forderte den Verlag dazu auf, eine Aberkennung zu prüfen.

Der integrationspolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Serkan Tören, schrieb laut „Bild“-Zeitung an Verleger Hubert Burda, damit er Bushido den Bambi wieder entziehe: „Ich bitte Sie eindringlich, ihm den Integrationspreis abzuerkennen.“

Wer „engen Kontakt“ zu den „Größen der Berliner Unterwelt pflegt“, sei kein Beispiel für Integration, sondern „das genaue Gegenteil davon“.

Bislang lehnt der Verlag eine Aberkennung des Preises jedoch ab.


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Lesermeinungen

 Richelius 22. April 2013 
 

Ich bin kein Deutscher, folglich ist mir auch egal, ob ein mir unbekannter Herr einen Preis bekommt. Wesentlich beunruhigender finde ich es aber, daß lizei gewisse Gebiete bereits aufgegeben hat. Wenn dem wirklich so ist, daß sich die Polizei nicht mehr in einige Stadtviertel traut, dann muß die Armee diese Aufgabe übernehmen. Ich weiß, wie sich das anhört, aber der Hauptgrund für die Schaffung eines Gemeinwesens von der Art eines Staates ist das Rechtssystem und die damit verbundene Schutzfunktion von Leib und Leben sowie Hab und Gut.


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  20. April 2013 
 

viel zu viel Preise

für rein gar nichts und für sehr schillernde Persönlichkeiten...aberkennen ist dumm, man hätte ihm erst gar keinen verleihen sollen und generell mal diese preisverleihungen überdenken .


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 Nicole1610 20. April 2013 
 

Er hat den Preis ohnehin nie verdient gehabt

Bushido ist deutscher Staatsbürger und wurde in Bonn geboren. Alleine das reicht aus, um ihm keinen Integrationspreis zu verleihen. Seine Texte (Frauen-, Schwulenhass) sowie seine politische Haltung zu Israel sind bekannt. Dieser Typ ist unterste Schublade und hat keinerlei Preise verdient. Lustig nur, wie jetzt einige Politiker darstehen, die sich kürzlich noch mit ihm haben ablichten lassen um "cool" zu wirken.


2
 
 girsberg74 20. April 2013 
 

Mehr Preise als geeignete Preisträger?

Möglicherweise gibt es in Deutschland zu viele Preise, in manchen Sparten mehr Preise als geeignete Preisträger – geeignete Preisträger insofern, als sie gefestigt, bekannt genug und publikumswirksam sind.
Man darf nicht vergessen, dass Preisverleiher die Preisträger brauchen, um ihren formulierten Ziele ein Gesicht zu geben – und nicht zuletzt auch, um sich damit zu schmücken.


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 ctadna 20. April 2013 
 

Das reicht nicht!

Ich bin kein Bushido-Sympatisant. Aber das, was in dem Artikel steht, reicht nicht, um ihm den Integrationspreis abzuerkennen.

Bei uns gibt es, soweit ich weiß, keine Sippenhaft. Zitat: "Mehrere Familienmitglieder sind bereits wiederholt mit dem Gesetz in Konflikt geraten."

Mir ist schon klar, dass libanesisch-palästinensische Familien-Clans anders funktionieren als meine eigene Familie, aber wir sollten schon differenzieren, mit wem hier Kontakte gepflegt werden und welcher Natur diese Kontakte sind.

Das erinnert doch alles ein bisschen an den Fall der Ruderin Nadja Drygalla.

Unser Herr hat(te) auch Kontakte zu Zöllnern und Sündern. Und er hat sie zur Umkehr bewegt...


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