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Selbstmord bringt psychische Belastung für die Angehörigen

5. Oktober 2012 in Schweiz, 4 Lesermeinungen
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Wer einen Suizid begleite, sagte Birgit Wagner, Leiterin einer Schweizer Studie, sollte „vorher wissen, dass nach dem miterlebten Suizid bei rund einem Viertel eine psychische Erkrankung auftritt, die eine Therapie erfordert“.


Bern (kath.net/pl) „Gemäss unserer Studie treten nach einer Freitodbegleitung“ „psychische Störungen deutlich häufiger auf“ als nach dem natürlichen Tod nahestehender Personen. Dies sagte Birgit Wagner, Leiterin einer Studie der Universität Zürich. Darüber berichtete der „Tagesanzeiger“. Wer einen Suizid begleite, sollte „vorher wissen, dass nach dem miterlebten Suizid bei rund einem Viertel eine psychische Erkrankung auftritt, die eine Therapie erfordert“, erläuterte Wagner.


Für die Studie waren 85 Familienmitglieder oder enge Freunde von Sterbewilligen befragt worden, die vor ein bis zwei Jahren einem Suizid durch die Organisation „Exit“ beigewohnt hatten. Das Resultat wurde in der Fachzeitschrift „European Psychiatry“ veröffentlicht. Demnach litten 20 Prozent der Angehörigen oder Freunde unter einer posttraumatischen Belastungsstörung, bei zwei Dritteln dieser 20 Prozent waren die Symptome voll ausgeprägt. 16 Prozent litten unter Depressionen, und fünf Prozent unter starker Trauer wie in den ersten Monaten. „Das sind massive psychische Folgen“, sagte Studienleiterin Wagner, so der „Tagesanzeiger“.

Ein direkter Vergleich mit einer Gruppe von Angehörigen und Freunden, die natürliche Todesfälle zu beklagen hatten, steht allerdings noch aus. Eine frühere Befragung von 65-95-Jährigen in Zürich, die vor nicht allzulanger Zeit Todesfälle im nahen Umfeld erlebt hatte, zeigte sowohl bei den posttraumatischen Belastungsstörungen wie auch bei den Depressionen deutlich bessere Werte, nur die langanhaltende Trauer trat ähnlich häufig auf.

Ob es bei Angehörigen nach Sterbehilfe zu einer ernsten psychischen Störung komme, hänge auch vom Verhalten des sozialen Umfeldes ab. Außerdem wird in Erwägung gezogen, ob auch die in der Schweiz vorgeschriebene forensische Untersuchung belastend wirke, bei der beispielsweise gleich nach dem Sterben bewaffnete Polizisten die Leiche examinieren.


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Lesermeinungen

  7. Oktober 2012 
 

Gefühle lassen sich nicht unterdrücken.

Wenn ein Mensch freiwillig (tut er das je?) aus dem Leben scheidet, ist das immer tragisch.
Für ihn selbst, weil er zuvor sehr viel seelisches Leid erfahren hat.
Für die Angehörigen, die vermutlich unter Schuldgefühlen leiden: \"Hätte ich doch nur ...\"!
Aber den Sterbewilligen zu einem Unternehmen zu begleiten, welches das Sterben geschäftsmäßig organisiert, muss diese Gefühle doch ins Unerträgliche steigern, wenn vielleicht auch erst einige Zeit später.
Das ist doch beinahe , als hätte man selbst Hand angelegt.


0
 
 macie 5. Oktober 2012 
 

\"hänge auch vom Verhalten des sozialen Umfeldes ab\"

Das kann ich nicht bestätigen. Unabhängig vom sozialen Umfeld gibt es mehr oder weniger große Anstrenungen oder Probleme, den Suizid zu verarbeiten. Da kann das soziale Umfeld noch so positiv eingestellt sein.


2
 
 Wenzel 5. Oktober 2012 
 

hänge auch vom Verhalten des sozialen Umfeldes ab.

Ein ganz fataler Satzteil. Wenn also alle schön tolerant und zustimmend sind, dann ist der Selbstmord garnicht mal so schlimm - wenn aber kritische Stimmen sich verlauten lassen, dann ist es alles relativ und gut. Soll da ein neuer Zwang zur Toleranz in einem neuen (Wirtschafts-)-Bereich geschaffen werden?


2
 
 girsberg74 5. Oktober 2012 
 

Bewusstsein bilden oder Sachverhalte schönen?

Was ist an einem \"Freitod\" frei?

Wenn man nicht von \"Selbstmord\" sprechen will, weil dieser Ausdruck moralisch wertet, so muss man nicht die andere Wertung - \"Freitod\" - dagegen setzen.

Wertfrei und zunehmend in Gebrauch ist die Bezeichnung \"Selbsttötung\".


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