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Ein gekreuzigter Frosch, Maria als Transfrau – provokante Ausstellung in Wien

3. Dezember 2025 in Österreich, 20 Lesermeinungen
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Im Begleitheft zur Ausstellung steht, die Ausstellung wolle nicht provozieren, sondern sei eine „liebevolle“ und „humorvolle“ Annährung an die christliche Ikonographie.


Wien (kath.net/jg)
Im Künstlerhaus in Wien ist derzeit die Ausstellung „Du sollst dir ein Bild machen“ zu sehen. Dort werden unter anderem Priester als Wölfe dargestellt und ein gekreuzigter Frosch gezeigt. Die Meldestelle Christenschutz spricht von „gezielter, geschmackloser Herabwürdigung des Heiligen“, berichtet die österreichische Kronenzeitung.

Bestimmte Werke wären im Kontext des Judentums oder des Islam „nie“ denkbar, kommentiert Jan Ledochowski, Präsident der Meldestelle, einige der Exponate. 

Ein Bild mit dem Titel „Von Schafen und Wölfen“ zeigt eine Figur im Messgewand eines Priesters mit dem Kopf eines Schafes, aus dem die Augen und die Schnauze eines Wolfes mit gefletschten Zähnen herausragen. 


Die Darstellung „Fred the Frog Rings the Bell“ von Martin Kippenberger, die einen gekreuzigten Frosch mit Becher in der einen und einem Ei in der anderen Hand zeigt, war bereits vor Jahren in Südtirol zu sehen und hat für viel Kritik gesorgt. Sogar Papst Benedikt XVI. hatte die Skulptur damals als verletzend für die religiösen Gefühle vieler Menschen bezeichnet. (Siehe Link)
Dass sie nun erneut ausgestellt werde, zeige, dass die Macher der Ausstellung offenbar mit Vorsatz provozieren wollen, kritisiert die Meldestelle Christenschutz.

Ein Kruzifix, das vollständig mit Latexnoppen überzogen ist, trägt den Titel „Zärtlicher Christus“. Das Begleitheft stellt dazu fest, dass eines der „mächtigsten Symbole“ in ein „erotisch konnotiertes Objekt“ verwandelt worden sei. Das Kreuz, Zeichen des Leidens und der Erlösung Christi, werde auf diese Weise „in die Nähe von Sexualfetischen gerückt“, merkt die Meldestelle an.

Auf dem Bild „Quaint Sunday/Mary’s Penis N°3“ ist das Motiv der Pieta stark verfremdet dargestellt. Maria wird als „Transfrau“ mit Penis dargestellt, der von Jesus gehalten wird. Die „Sexualisierung der Gottesmutter überschreitet jede Grenze des Geschmacks“, stellt die Meldestelle dazu fest.

Im Begleitheft wird behauptet, die Ausstellung stehe „nicht für vordergründige Provokation“, sondern für eine „liebevolle“ und „humorvolle“ Annährung an die christliche Ikonographie.

Kritik werde „sehr ernst genommen“, eine Verletzung religiöser Gefühle sei „nicht die Intention dieser Schau“, antwortet Günther Oberhollenzer, Kurator der Ausstellung, auf Anfrage der Kronenzeitung. Nach seiner Aussage hätten gläubige Menschen die Ausstellung als „herausfordernd, aber anregend“ empfunden. Auch Geistliche hätten die Werke nicht als herabsetzend empfunden. 

Die Ausstellung konzentriere sich auf das Christentum, weil dieses über Jahrhunderte die Bildwelt Europas geprägt habe. Eine parallele Behandlung von Islam und Judentum sei möglich, verlange aber ein anderes Konzept und viel mehr Ausstellungsfläche. 

 


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