Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Nicht Bruch, sondern lebendige Tradition - Wider den Missbrauch der Liturgiereform
  2. Kard. Sarah: „Die Abneigung gegen Latein und Gregorianik wird mit der 68er-Generation verschwinden“
  3. Rom sollte in Deutschland endlich Bischöfe einsparen und Bistümer zusammenlegen!
  4. Papst Leo: „Die Welt durchlebt eine besonders unruhige Phase“
  5. Die Hölle, eine verschwiegene Wahrheit
  6. Die umstrittene Synodalkonferenz der Kirche in Deutschland wurde leise abgesagt
  7. Papst äußert sich skeptisch zu fundamentalen Risiken der KI
  8. ‚Tritt hinter mich!’ Der Weg des Messias führte über das Kreuz
  9. US-Diözesen mit ungewöhnlich hoher Zahl an Priesterweihen
  10. Matthäi am Letzten will Bischof Feige nicht mehr
  11. Caroline Bosbach: „Linkspartei erklärt evangelikale Christen zum Feindbild“
  12. „Synodalität wird den Katholizismus zerstören“
  13. Polnischer Primas in Jasna Góra: „Recht auf Leben von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod“
  14. Ist ein linker Punksänger klüger als Bischof Feige?
  15. „Es gibt keinen notwendigen Widerspruch zwischen Synodalität und Tradition“

Die Bankrotterklärung der Zollitsch-Jugend

24. April 2012 in Deutschland, 58 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Der BDKJ der Erzdiözese Freiburg veröffentlicht ein umstrittenes Papier mit wirren Thesen


Freiburg (kath.net)
Der BDKJ der Erzdiözese Freiburg hat in einem jetzt veröffentlichten Positionspapier das eigene Selbstverständnis von Kirche bekundet. In einem "Projekt Samuel" wird festgestellt, dass die "Kinder und Jugendlichen" eine "eigene Meinung" dazu haben, was sie von der Kirche erwarten und wie sie sie mitgestalten wollen. Dabei komme es zunächst nicht auf eine "ausgefeilte theologische Begründung" an. Unter Berufung auf einen "Geist des II. Vatikanischen Konzils" wird dann die Frage gestellt, wie die Kirche heute ihren Dienst an den Menschen wahrnehmen könne.

Wörtlich schreibt der BDKJ dann: "In unserer Kirche arbeiten Priester und Laien, junge und alte Menschen partnerschaftlich zusammen. In unserer Kirche können alle Menschen ihre Berufung leben: Männer und Frauen, als Laie, als Priester, als Priesterin", und: "Für Kinder und Jugendliche ist es unverständlich, warum Gleichberechtigung und Demokratie so wenig Platz in der Kirche haben. Verweise auf die Tradition, mit denen Frauen und Laien allgemein von Leitungsverantwortung ausgeschlossen werden, überzeugen sie nicht. Darüber hinaus verstehen sie nicht, warum der Zölibat zwingende Voraussetzung für das Priesteramt ist".


In dem Papier erklärt die Jugend von Erzbischof Zollitsch dann, dass man den Glauben mal modern, mal ganz klassisch feiere. "Wir gestalten Gottesdienste und Gebete selbst mit, und wir experimentieren und probieren aus". Dann wird behauptet, dass Jugendliche sich für alternative Gottesdienstformen begeistern und diese ihr Leben, ihre Kultur und ihre Ästhetik, ihren Geschmack auch in den Gottesdienst einbringen möchten. "Dafür kann es nicht nur eine vorgeschriebene Form geben: Um eine Liturgie aus dem Leben für das Leben zu feiern, braucht es Experimente – Experimente, die auch mal scheitern können."

"Kirchenpolitisch korrekt" geht es dann weiter. "Kinder und Jugendliche haben ein gutes Gespür dafür, wann Menschen ausgegrenzt und an den Rand gestellt werden. Sie verstehen nicht, wie es sich mit der Liebesbotschaft Jesu verträgt, wenn die Kirche die Liebe von Menschen dann nicht anerkennt, wenn sie das gleiche Geschlecht haben. Es ist für sie unverständlich, warum die Antwort der Kirche auf das Scheitern von Beziehungen der Ausschluss von den Sakramenten ist, wenn diese Menschen neue Liebe finden."

Dann wird pauschal behauptet, dass junge Menschen mit der Sexualmoral der Kirche nichts anfangen können. "Sie wird als weltfremd und von Angst und Enge beherrscht empfunden. Verhütung ist für junge Menschen nicht Sünde, sondern Verantwortung für den Partner oder die Partnerin. Einvernehmlicher, verantwortungsvoller Sex vor der Ehe und Homosexualität ist für sie nicht Sünde, sondern Liebe. Die Kirche stellt sich mit ihrer Sexuallehre selbst ins Aus: Was sie Gutes, Wahres und Hilfreiches zu sagen hat, geht unter in weltfremden Verboten, die nichts mit der Lebenswelt junger Menschen zu tun haben", heißt es wörtlich.

KATH.NET hat das Erzbistum Freiburg um eine Stellungnahme ersucht und wird weiter berichten.

KATHPEDIA: Erzbischof Zollitsch

Kontakt Erzbischof Zollitsch: [email protected]

Ihre Meinung dazu? Jetzt auf Facebook mitdiskutieren



Das Papier im O-Ton auf kathTube als PDF




Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Erzbistum Freiburg

  1. Erzbistum Freiburg: ‚Walpurgisnacht’ in katholischer Kirche
  2. Erzieherin erhält Kündigung, nachdem sie aus der katholischen Kirche austrat und altkatholisch wurde
  3. Ordinariat Freiburg beurlaubt Geistlichen wegen Missbrauchsvorwurf
  4. #corona - Anleitung zum Liturgiemissbrauch im Erzbistum Freiburg
  5. „Welche Neurosen haben sich denn da zur Fachschaft versammelt?“
  6. Deutschland: Erzdiözese Freiburg vor radikalem Strukturwandel
  7. Ohne Gender keine Pastoral?
  8. Anklage gegen Freiburger Priester wegen finanziellem Betrug
  9. Freiburger Altdechant verhaftet: Erzbischof Burger schockiert
  10. Explosion in Mannheimer Kirchturm – Tatverdächtiger festgenommen






Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. Erzdiözese Mexiko will angemessenes Begräbnis für abgetriebene und nach der Geburt gestorbene Babys
  3. Verhaftung nach Großbrand einer historisch wertvollen Holzkirche in Kanada
  4. Nicht Bruch, sondern lebendige Tradition - Wider den Missbrauch der Liturgiereform
  5. YouTube-Philosoph Joe Schmid: „Ich spüre eine Art magnetische Anziehungskraft des Katholizismus“
  6. Ist ein linker Punksänger klüger als Bischof Feige?
  7. R.I.P. Dolly Parton
  8. 'Ich möchte meinem Vater im Himmel danken'
  9. Die US-Diözese Salt-Lake-City verzeichnet jedes Jahr hunderte neue Mitglieder
  10. 'Weil die andere Option darin bestand, in der Hölle zu brennen, ewig an meinen Haaren aufgehängt.'
  11. Kiewer Großerzbischof Schewtschuk: "Wir bitten um Solidarität"
  12. Rom sollte in Deutschland endlich Bischöfe einsparen und Bistümer zusammenlegen!
  13. „Es gibt keinen notwendigen Widerspruch zwischen Synodalität und Tradition“
  14. Britische Regierung verweigert finnischer Abgeordneter Räsänen die Einreise
  15. Jerusalemer Patriarch will zwischen Putin und Selenskyj vermitteln

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz