Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Massiver Anstieg der Kirchenaustritte in Deutschland - Bätzing ist (wieder einmal) 'erschüttert'
  2. US-Höchstgericht hebt Abtreibungsurteil auf - Gewaltiger Sieg für die Pro-Life-Bewegung!
  3. Kurienkardinal Koch: "Versöhnte Verschiedenheit" ein Ziel bei Ökumene
  4. Der Missbrauch, die Medien und Benedikts Vermächtnis
  5. ‚Psychopathologie und das bevorstehende Ende?’ Wie geht es Papst Franziskus?
  6. Deutscher Bundestag schafft Werbeverbot für Abtreibungen ab
  7. Der Erzbischof von Berlin ist rücktrittsreif!
  8. Ein Kirchenaustrittsgrund für 30 %: Kirche biedert sich zu sehr dem Zeitgeist an
  9. Österreich schafft umstrittene Covid-Impfpflicht ab!
  10. Papst Franziskus: „Deshalb habe ich Traditionis Custodes geschrieben, damit…“
  11. „Das Begründungsmärchen des Synodalen Wegs“
  12. DBK bedauert Bundestagsbeschluss, das Abtreibungswerbeverbot aufzuheben
  13. Eine evangelische Pfarrerin in der katholischen Messe und die religiöse Bedeutung von Puzzleteilen
  14. Immer weniger junge Leute beim "Deutschen Katholikentag"
  15. Ein 'völlig verunglückter Antrag' beim Synodalen Weg

Nigeria: Christen durch Boko-Haram-Anschläge 'traumatisiert'

24. Jänner 2012 in Weltkirche, 5 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Priester und Menschenrechtsaktivist Obiora Ike in "Presse"-Interview: "In Nigeria ist eine Christenverfolgung im Gang"


Wien-Abuja (kath.net/KAP) In Nigeria ist nach Ansicht des Menschenrechtsaktivisten und katholischen Priesters Obiora Ike eine Christenverfolgung im Gang. Viele christliche Gläubige seien wegen der anhaltenden Anschläge der islamistischen Boko-Haram-Terror-Organisation traumatisiert, betonte der Caritasdirektor und langjährige Generalvikar der südnigerianischen Diözese Enugu in einem Interview mit der Wiener Tageszeitung "Die Presse" (Dienstag): "Sie trauen sich gar nicht mehr aus ihren Häusern, geschweige denn, in eine Kirche zu gehen." Überall, wo sich Christen versammelten, könne es lebensgefährlich werden, so Ike; "so etwas hat Nigeria in diesem Ausmaß noch nie erlebt".

Der Staat sei nicht in der Lage, den Christen im mehrheitlich muslimisch geprägten Norden Nigerias ausreichend Schutz und Sicherheit zu bieten, so Ike (Foto). Viele Polizisten, die eigentlich für die Sicherheit der Bevölkerung sorgen müssten, seien von Boko Haram stark beeinflusst.

Aus Angst vor weiteren Anschlägen würden nun zahlreiche Christen in ihre ursprünglichen Heimatdörfer im christlichen Süden des Landes zurückkehren. Schon jetzt kämpften dort rund 10.000 Flüchtlinge um ihr Überleben, machte der nigerianische Caritasdirektor aufmerksam.

Die europäischen Regierungen müssten der "fragilen" Demokratie in Nigeria den Rücken stärken, forderte Ike. Dringend notwendig sei auch humanitäre Hilfe in den Flüchtlingslagern.

Trotz der Angriffe islamischer Fundamentalisten wollten die Christen in Nigeria den interreligiösen Dialog mit moderaten Muslimen fortsetzen, betonte der katholische Priester. "Daran führt kein Weg vorbei." Moderate Muslime könnten möglicherweise eine Brücke zur Sekte schlagen, so Ike.

Der 55-jährige Obiora Ike studierte u.a. in Innsbruck. 1981 wurde er vom Feldkircher Bischof Bruno Wechner in Vorarlberg zum Priester geweiht. Seit 1998 ist er Generalvikar der Diözese Enugu. 2002 entging Ike nur knapp einem Mordanschlag.

Copyright 2012 Katholische Presseagentur, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten.

Foto Obiora Ike: (c) www.obioraike.com


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 MarinaH 24. Jänner 2012 
 

WENDE DEIN GESICHT DER SONNE ZU

Kann das Buch von Obiora Ike \" Wende dein Gesicht der Sonne zu\" sehr empfehlen. Dann versteht man etwas mehr die Denk- und Handlungsweise der Afrikaner.


1
 
 FragendSuchender 24. Jänner 2012 
 

Die einzige Therapie wird vom Westen verweigert

Dazu habe ich hier http://www.andreas-unterberger.at/2012/01/nigeria-die-einzige-therapie-wird-vom-westen-verweigert/ einen sehr guten Kommentar gefunden.

Zitat: Der Westen ,,, sollte einmal die Lage mutiger und vernünftiger analysieren als bei früheren Konflikten gleicher Art, vor allem ohne Political Correctness. Und er sollte daraus endlich die richtigen Schlüsse ziehen. Diese müssten sich vor allem auf eine neue Einschätzung des Islams und des Selbstbestimmungsrechts beziehen.

Denn im Islam boomen derzeit an immer mehr Orten extremistische Mörderbanden. Diese sind vor allem für Staaten mit gemischter Bevölkerung ein riesiges Problem. Und da ist es schlicht mörderisch, wenn der Westen Druck ausübt, dass diese Staaten jedenfalls vereinigt bleiben. Sinnvoll kann nur noch eine Abgrenzung, ein Containment der islamistischen Aggression sein. Dies kann der Westen zwar nicht alleine durchsetzen, aber er sollte es zumindest legitimieren.
Tatsache ist ja, dass in Nordnigeri


3
 
 Kajo 24. Jänner 2012 
 

Lieber/Liebe

Silas, Sie schreiben vielleicht könnten alle \"Dialog-Gegner Ikes Motivation meditieren. Sie scheinen hier einiges durcheinander zu werfen. Unser Dialog-Prozess ist mit Sicherheit ein anderer als von Hochwürden Ike in Nigeria.


1
 
 Vanilia 24. Jänner 2012 
 

Klar, es soll geholfen werden, aber wieso sollen eigentlich die Europäer und Amerikaner für alles sich einsetzen? Christen sollen Christen helfen, klar. Aber dass wir die Demokratie woanders unterstützen sollen, leuchtet mir nicht ein. Sicher gibt es sowieso andere Staatsformen, durch die über die zukünftigen Jahrhunderte hinweg langsam Demokratie entstehen könnte. Ich finde, man soll sehen, was vor Ort möglich ist, nicht etwas adaptieren, wozu die Völker gar nicht vorbereitet sind, das scheint mir wenig differenziert und nicht Aufgabe der Kirche.


0
 
 silas 24. Jänner 2012 

Lieben wie die Martyrer

\"Trotz der Angriffe islamischer Fundamentalisten wollten die Christen in Nigeria den interreligiösen Dialog mit moderaten Muslimen fortsetzen... \"Daran führt kein Weg vorbei.\" Moderate Muslime könnten möglicherweise eine Brücke zur Sekte schlagen, so Ike.\"

Lieber Ike, sie zeigen eine Liebe wie Martyrer sie haben, ich bete dafür, dass es endlich Frieden in Nigeria einkehrt. Hoffentlich trägt der eingeschlagene Dialogweg dazu bei.

PS. vielleicht könnten alle \"Dialog-Gegner\" Ikes Motivation meditieren...


1
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Afrika

  1. Kein Ende im orthodoxen Kirchenstreit um Afrika
  2. Äthiopien: Kämpfe um Tigray eskalieren
  3. Mosambik: Katechet rettet „Schatz“ seiner Pfarrei vor einem Terroranschlag
  4. Afrikanischer Kardinal: Christen sollen gegen ‚Homo-Ehe’ rebellieren
  5. Nigeria: 17-Jährige seit drei Jahren verschleppt
  6. Demokratische Republik Kongo: „Massaker folgt auf Massaker“
  7. Mosambik: Vermisste Ordensfrauen und Gläubige „gesund und sicher“ zurück
  8. Afrika: Fünf Tote durch Gewitter bei einer Taufe
  9. Afrika: Flüchtlingsdramen abseits der Medien
  10. Das Blutvergießen ist Folge der wirtschaftlichen Ausbeutung







Top-15

meist-gelesen

  1. JETZT ANMELDEN! kath.net-Leserreise nach Fatima und auf die Azoren - Oktober 22
  2. Massiver Anstieg der Kirchenaustritte in Deutschland - Bätzing ist (wieder einmal) 'erschüttert'
  3. Der Missbrauch, die Medien und Benedikts Vermächtnis
  4. Der Erzbischof von Berlin ist rücktrittsreif!
  5. US-Höchstgericht hebt Abtreibungsurteil auf - Gewaltiger Sieg für die Pro-Life-Bewegung!
  6. ‚Psychopathologie und das bevorstehende Ende?’ Wie geht es Papst Franziskus?
  7. Münsteraner Bischof Genn beurlaubt Dompropst und Offizial Schulte
  8. Ein Kirchenaustrittsgrund für 30 %: Kirche biedert sich zu sehr dem Zeitgeist an
  9. Papst Franziskus: „Deshalb habe ich Traditionis Custodes geschrieben, damit…“
  10. Eine evangelische Pfarrerin in der katholischen Messe und die religiöse Bedeutung von Puzzleteilen
  11. "Gestern war ich Erzbischof, heute bin ich Kaplan"
  12. Ein Zeichen Gottes? - 'Kriegs-Patriarch' Kirill auf Weihwasser ausgerutscht
  13. Ein 'völlig verunglückter Antrag' beim Synodalen Weg
  14. Diese Unsicherheiten aus den eigenen Reihen
  15. „Das Begründungsmärchen des Synodalen Wegs“

© 2022 kath.net | Impressum | Datenschutz