Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Die Mitwirkung der seligen Jungfrau Maria an der Erlösung
  2. IRRE! – „LifeSiteNews“ postet Papst-Bild mit Henkerstrick auf X
  3. 'Wenn du deinen Apparat kulturell gegen dich hast, bist du der ärmste Hund als Bischof.'
  4. BREAKING NEWS - Der Papst hat Lungen-Krebs!
  5. Schwester Helen und angebliche Flirt-Fantasien der Dominikaner
  6. Kardinal Marx meint: "Die Kirche ist kein sinkendes Schiff, sie wird nur umgebaut"
  7. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  8. Wir können NICHT schweigen!
  9. Halbierung der Pfarren und Schließung Dutzender Kirchen
  10. Was auch immer Synodalität sein soll
  11. Papst Leo wird operiert - Knoten in der Lunge!
  12. Forscher sprechen von neuen Beweisen für möglichen Fundort der Arche Noah
  13. Was eine Messe wiegt
  14. Wie die Geschichte von Baby Miran ungeborene Kinder rettete
  15. Papst ernennt Petersdom Nachfolger von Kardinal Gambetti

Kein Ende im orthodoxen Kirchenstreit um Afrika

20. Februar 2022 in Chronik, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Bereits mehr als 150 Geistliche vom Patriarchat von Alexandrien zur Russisch-orthodoxen Kirche gewechselt - Bischof in Tansania wirft russischer Kirche vor, Geistliche mit Geld, Autos und Stipendien für russische Unis zu locken.


Kairo (kath.net/ KAP)

Patriarch Theodoros von Alexandrien hat an alle Geistlichen in Afrika, die zur Russisch-orthodoxen Kirche übergetreten sind, appelliert, diesen Schritt sofort rückgängig zu machen. Andernfalls drohten ihnen strenge kirchenrechtliche Konsequenzen. Der Patriarch äußerte sich am vergangenen Wochenende in Kairo bei der Weihe eines neuen Bischofs für Uganda.

Afrika gehört zum kanonischen Territorium des Patriarchats von Alexandrien. Nachdem das Patriarchat aber die neue Orthodoxe Kirche der Ukraine (OKU) offiziell anerkannt hat, setzte Moskau Ende Dezember Gegenmaßnahmen und errichtete ein eigenes Exarchats für ganz Afrika. Mit dem Aufbau einer eigenen russischen Kirchenstruktur in Afrika droht nun ein Konkurrenzkampf zwischen Moskau und Alexandrien um Gläubige, Priester und Sakralbauten.


Laut dem Internetportal "orthochristian.com" sind bisher bereits mehr als 150 Priester in zwölf Ländern zur Russisch-orthodoxen Kirche gewechselt. Allein in Kenia sollen es fast 100 sein. Der Ton wird dabei auch immer schärfer. So zitierte "orthochristian.com" einen russischen Geistlichen, der seit vielen Jahren in Ostafrika wirkt, und nun zu den Hauptproponenten des Aufbaus der russischen Strukturen zählt, mit den Worten: "Jedwede Sanktionen des Patriarchen von Alexandrien haben die gleichen kirchenrechtlichen Konsequenzen, als ob es Sanktionen des lutherischen Bischofs von Stockholm wären."

Offiziell begründet Moskau den Schritt allein damit, dass sich das Patriarchat von Alexandrien mit der Anerkennung der schismatischen OKU selbst ins Schisma begeben habe und den Geistlichen bzw. Gläubigen in Afrika eine rechtgläubige Alternative zum Schisma anbieten müsse.

 

Russische Versprechungen

Wie der Ökumene-Fachdienst der Katholischen Nachrichtenagentur in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, ist dem griechischen Missionsbischof im tansanischen Aruscha, Agathonikos Nikolaidis, aber ein zum Übertritt verlockender Brief in die Hand geraten, der den "Jurisdiktionswechslern" folgende Vorteile verspricht: Hohe Gehälter, kirchliche Leitungsämter, Dienstautos mit fünf Türen (sic!), ärztliche Versorgung, höhere Ausbildung und Stipendien für Priestersöhne und -töchter an russischen Universitäten.

Zudem weist Bischof Agathonikos darauf hin, dass auf den ersten Fotos von Angehörigen des Moskauer Afrika-Klerus jede Art zwielichtiger Gestalten figurierten: wegen verschiedener Vergehen suspendierte Priester, bireligiöse Christen und zugleich Zauberer, Pfarrer und sogar Bischöfe, die sich selbst geweiht hätten. Und Agathonikos fragt sich: "Soll so die 'Neue Orthodoxie' von Afrika aussehen, die Moskau propagiert?"

 

Copyright 2022 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Orthodoxie

  1. Papst Leo XIV. und die Zukunft der liturgischen Einheit der Kirche
  2. Orthodoxe Christen feiern am kommenden Sonntag Ostern
  3. Papst Leo XIV. wirbt für engere Zusammenarbeit mit Ostkirchen
  4. Warum Kirchen jetzt Frieden, Recht und Wahrheit verteidigen müssen
  5. Ökumenisches Patriarchat weist Vorwürfe Russlands zurück
  6. Weihesakrament und Leitungsvollmacht
  7. „Mit den beiden Lungenflügeln atmen“, singen und beten

Afrika

  1. Afrikas Bischöfe erklären Umgang mit Polygamie
  2. 'Wir sind bereit, willens und fähig, unsere große christliche Bevölkerung weltweit zu schützen!'
  3. Papst im Kongo eingetroffen
  4. 20 Tote bei islamistischem Terror-Angriff auf christliches Dorf in Nigeria
  5. Terrorismus breitet sich im Norden Mosambiks aus
  6. Äthiopien: Kämpfe um Tigray eskalieren
  7. Mosambik: Katechet rettet „Schatz“ seiner Pfarrei vor einem Terroranschlag







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  3. Israel: Vikariat ruft drei Jahre nach 7. Oktober zu Versöhnung auf
  4. Georgien: Kirchen- und Staatsoberhaupt bekräftigen christliche Wurzeln
  5. Bischofstreffen zu Ehe und Familie will Abschlussbericht publizieren
  6. Du bist eingeladen – mit deinem ganzen Leben
  7. Überraschung im Vatikan - Kardinal Tagle ist neuer Dekan des Kardinalskollegiums
  8. Erzbischof Randazzo: Synodalität kein Grund, Elemente der kirchlichen Tradition zu verwerfen
  9. Der „Hirt des Hermas“: Als ein frühchristliches Erbauungsbuch hoch im Kurs stand
  10. 'Tatsächlich Gott'
  11. Wir können NICHT schweigen!
  12. Marco Rubio in Athen: Ein Aufruf zur Rückbesinnung auf die christlich-abendländischen Wurzeln
  13. „Ceresanis reale Eschatologie zum Jubiläum 2033 spricht in dieser Form des Romans…“
  14. Studium zwischen Verstand, Erinnerung und Glauben. Das Herz der Wahrheit
  15. 'Wenn ich zurückkönnte, würde ich sie wieder wählen – genau wie sie sind'

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz