Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. 'Rote Linien dürfen nicht überschritten werden'
  2. Kann man "Fiducia Supplicans" jetzt einstampfen?
  3. Deutschland: Jüngere Priester lehnen „Synodalen Irrweg“ ab! – DBK beunruhigt
  4. Football-Spieler Harrison Butker ermutigt Frauen ihrer Berufung als Mutter zu folgen
  5. Gericht urteilt: Glockenschlag ist zumutbar
  6. St. Michael/Emden: Kirchenbänke verscherbeln, dafür aber neue Stühle für die Kirche kaufen
  7. „Eine Transfrau ist eine Frau. Punkt!“ – Wirklich?
  8. Kirche und Kommunismus: Gedanken über ein Bekenntnis von Papst Franziskus
  9. „Je veux voir Dieu – Ich möchte Gott sehen“
  10. CDU-Politiker Wolfgang Bosbach: "Die Kirchentage sind für mich mittlerweile eher Parteitage..."
  11. Evangelische Theologische Hochschule/Basel ehrt Peter Seewald
  12. Beschleunigen die neuen Vatikan-Normen die offizielle Anerkennung von Medjugorje?
  13. P. Karl Wallner: „Es gibt keine Pflicht, immer zu Kommunion zu gehen bei der Hl. Messe“
  14. Ordinatio sacerdotalis ist nach 30 Jahren immer noch de fide
  15. Johannes Hartl wurde in den Deutschen Knigge-Rat berufen

Katholische Bloggerkritik an Erzbischof Zollitsch

6. Juni 2011 in Deutschland, 39 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Katholische Blogger kritisieren Aussagen von Erzbischof Zollitsch beim Deutschen Evangelischen Kirchentag über die "Petition Pro Ecclesia" und das Theologenmemorandum


München-Freiburg (kath.net)
Katholische Blogger haben Kritik an Aussagen von Erzbischof Robert Zollitsch im Rahmen des Deutschen Evangelischen Kirchentags in Dresden geübt. Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur KNA soll Zollitsch dort gesagt haben, dass er sich derzeit in der paradoxen Situation befinde, dass er zwischen den verschiedenen Flügeln innerhalb der katholischen Kirche - etwa den Anhängern des reformorientierten Theologenmemorandums und der dagegen gerichteten „Petition Pro Ecclesia“ - vermitteln müsse, damit sie miteinander sprächen."

Im Blog "Inkarnierte Inkoordination" heißt es dazu: "Nun, der Herr Erzbischof wird sich sicher freuen, dass auch ohne seine großzügige Vermittlung demnächst ein (von mir angestoßenes) Gespräch mit einem meiner Professoren- Unterstützer des Memorandums - stattfinden wird. Die Kontaktaufnahme jedenfalls verlief herzlich, und der Herr Professor wird sich in seiner Sprechstunde auch sicher nicht einer schäumenden Fundamentalistin ausgesetzt sehen. Soviel kann ich mal garantieren. Eine der Erstunterzeichnerinnen führte bereits in den ersten Tagen nach Veröffentlichung der Petition ein fast 2-stündiges, intensives und gutes Gespräch mit einem der Unterzeichner des Memorandums. Auch das ganz ohne Vermittlung durch Erzbischof Zollitsch. Als gemeinsame Gesprächsbasis genügte die Tatsache, dass die beiden Katholiken - ungeachtet ihrer unterschiedlichen Positionen - fast täglich gemeinsam Eucharistie feiern. Ich könnte aber auch von einem jungen Unterstützer der Petition berichten, der bei einer Podiumsdiskussion zum Memorandum in Stuttgart geladen war, um sich von der versammelten Menge niederschreien zu lassen - einschließlich von der Moderation. Dialog, so die Erfahrung, führen wir Petitionisten wohl besser nicht in der Unterzahl."


Dann verweist der Blog auch auf das Auftreten von Weihbischof Zekorn vor einigen Tagen bei einer Veranstaltung in Münster: "Exzellenz, ich kann Ihnen ein solches Erlebnis nur ans Herz legen. Begeben Sie sich in ein AudiMax in Münster und vertreten Sie für einen Abend lang ohne wenn und aber in klaren Worten die schlichte Lehre der Kirche. Stellen Sie sich, wie Weihbischof Zekorn, von Anfang an als Vertreter der über 14000 Gläubigen vor, die die Petition unterzeichnet haben. Sie werden staunen, wieviel Dialog ihnen da entgegenschlägt. Die Moderatorin hatte ihre liebe Mühe, den geballten Dialogwillen des Publikums in ordentliche Bahnen zu lenken. Ja, Sie werden etwas lauter und deutlicher reden müssen, um über das empörte bis feindselige Gemurmel hinweg gehört zu werden, das sich erhebt, wann immer Sie zu sprechen ansetzen. Eventuell dürfen Sie auch einen spannenden, außerplanmäßigen Austausch mit zornigen Zuhörern genießen, die Ihnen ihre Meinung direkt ins Gesicht rufen, statt (wie von der Organisation vorgesehen) dafür einen Zettel zu benutzen. Lassen Sie sich davon nicht beirren, dass all den anderen Rednern - allesamt den Inhalten und Forderungen des Memorandums zugeneigt - der nötige Respekt und die gebotene Fairness entgegengebracht wird, nur Ihnen nicht. Glauben Sie mir - Sie werden sich schnell wünschen, es würde sich in dieser Debatte mehr angeschwiegen."

Abschließend wird an Erzbischof Zollitsch appelliert: "Vermitteln Sie doch, wenn Sie können, zwischen denen, die einfach nur der schlichten überlieferten Lehre der Kirche, der Sie Ihr Leben gewidmet haben, folgen wollen - und zwischen denen, die sich halblaut vor sich hinempören müssen, weil sie diese Lehre zu hören offenbar gar nicht mehr ertragen. Die Vertretern dieser Position selbst den grundlegenden zwischenmenschlichen Anstand versagen - nämlich zu schweigen und zuzuhören, während der andere redet."

Auch der Blog "Echo Romeo" kritisiert Zollitsch. "Zur Zeit erweist es sich immer mehr als fatal, dass wir von der Petition »Pro Ecclesia« Herrn Erzbischof Zollitsch unsere Materialien und Unterschriften nicht persönlich in die Hand drücken konnten. Denn wäre dieses geschehen, hätte zumindest die Möglichkeit bestanden, dass der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz unsere Ausarbeitung auch liest. Das ist nun offensichtlich nicht geschehen ... Es wundert mich, eine Petition an die Bischöfe, die selbstverständliche, bestehende Hirtenpflichten einfordert, gewissermaßen als Gegenthese zu den Forderungen des sogenannten Memorandums bezeichnet zu sehen. Als gäbe es hier auseinanderdriftende rechte und linke Flügel, die es zusammenzuhalten gelte. Außerdem vermisse ich, dass Erzbischof Zollitsch das, wofür er vor mutmaßlich mehrheitlich protestantischen Publikum Mitgefühl einfordert, selber in die Tat umsetzt. Wenn es tatsächlich so wäre, dass sich zwei Blöcke feindlich-schweigend gegenüberstünden, dann wollte ich tatsächlich einmal die Bemühungen auch wirklich sehen, derer sich Erzbischof Zollitsch hier rühmt, die Parteien an einen Tisch zu bringen. Lieber Herr Erzbischof, falls Sie es nicht bemerkt haben: Die Sorge um den Weg der Kirche in eine Beliebigkeit, die ihr Maß nicht mehr vom Wort Gottes nimmt, sondern vom gesellschaftlichen Ansehen, ist Ihnen nicht von einer kirchlichen Randgruppe vorgebracht worden. Die fünfzehntausend Unterzeichner und Unterzeichnerinnen sind die Stimme aus der Mitte der Kirche. Sie hätten wirklich die Petition in Empfang nehmen und lesen (!) sollen. Wenn schon nicht von uns, den Unterschriftensammlern, dann wenigstens aus den Händen des Sekretärs der Bischofskonferenz."



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Eva 1941 9. Juni 2011 
 

Guter Hirte!

Dank an H.H. Bischof Zekorn, der sich mutig vor seine Herde stellt und nicht vor den Wölfen flieht. Von ihm habe ich auch nichts anderes erwartet.
Über die Mietlinge wurde schon genug gesagt und geschrieben. Unvorstellbar, daß sie sich mitten in unserer Kirche befinden und bis in höchste Ämter vorgedrungen sind.


2
 
 JohannBaptist 7. Juni 2011 
 

Dialog ?

Na klar doch, reden Sie, Hr.Zollitsch, mit den Unterzeichnern von Petion pro Papa !!!


2
 
 LeoUrsa 7. Juni 2011 

@placeat tibi

Sie können recht haben...


2
 
 placeat tibi 7. Juni 2011 
 

@LeoUrsa - Bitte um Milde!

PPE repräsentiert die romtreuen Gläubigen,also schlicht: die Katholiken. Wenn EB Zollitsch dies anerkennt, folgert daraus: die Memorandisten repräsentieren diese n i c h t. Dann würde sein Gespräch mit diesen aber \"Katechese\" heißen, nicht \"Dialog\". Man kann aber ja wohl nicht jahrelang eine Dialoginitiative vorbereiten, und dann einfach das zentrale Wort in all den Papierbergen austauschen! Die Gremienkatholiken würden in tiefste Glaubenskrisen geraten, wenn sie plötzlich feststellten: Die Kirche glaubt ja nun selbst an die Una Sancta und nicht mehr an den D I A L O G!
Wir sollten also milde sein, und gelassen zusehen, wie die DBK aus der Nummer mit den Gremiosi rauskommen, die sich mit ihrer Bürokratie selbst eingehandelt hat. Papierlawinen fallen sehr langsam!


2
 
 Karlmaria 7. Juni 2011 

Wonach ihnen die Ohren jücken

Die alte Lutherbibel hat doch immer noch die schönste Sprache. In der Einheitsübersetzung heißt es nüchterner: 2.Tim 4,3 Denn es wird eine Zeit kommen, in der man die gesunde Lehre nicht erträgt, sondern sich nach eigenen Wünschen immer neue Lehrer sucht, die den Ohren schmeicheln; 4 und man wird der Wahrheit nicht mehr Gehör schenken, sondern sich Fabeleien zuwenden.

Aber keine Sorge, Gott kann für Seine Sache Selbst streiten. Solange Gottes Geduld noch währt, kann durch genaue Lehrpläne an den Schulen mit einem hohen KKK Anteil das Treiben der Theologen eingedämmt werden. Wenn die Lehrpläne an den Schulen entsprechend sind, müssen auch die Hochschulen sich entsprechend darauf einrichten.


2
 
 Apfelkuchen 7. Juni 2011 
 

Ich will Herrn Zollitsch als unseren Bruder in Christus nicht kritisieren

Ich möchte für ihn beten, so wie wir alle füreinander beten sollen und einer die Last des anderen tragen soll, so wie es unser Herr uns gesagt hat.
Wir sind keine Richter untereinander und mit dem Mass, mit dem wir messen, wird uns auch selber gemessen werden.
Barmherzigkeit will ich, sagt Jesus, ertragt einander.Dann wird auch unser Herr barmherzig zu uns sein, das ist uns versprochen.Wenn ihr Kritik übt, bleibt dennoch in der Liebe zueinander als getaufte Christen und schlagt euch keine Wunden im oft blindem Selbstbehauptungswillen.Letztlich wird es doch Gott richten müssen, als einziger wahrer Richter.Und wir alle hoffen auf seine Barmherzigkeit und seine Nachsicht.Das ist es, was wir alle am meisten brauchen.


2
 
 LeoUrsa 6. Juni 2011 

Was denn will EB Zollitsch denn vermittlel?

Denn was katholischen ist katholischen und was nicht ist, ist nicht...
Ich will richtig katholischen beiben darum hatte ich Pro Ecclesia und was an dem Memorandum katholischen sein soll ist mit ein Rezel...
Mir kommt es vor, als so PPE das mach, was Sein Aufgabe ist und Er steht bei Seite und siht wie es aus geht...


2
 
 NoJansen 6. Juni 2011 

Fortsetzung

Leider ist in meinem letzten Blog der letzte Absatz hängen geblieben. Hier folgt er:
\"Ist es nicht vielmehr so, dass gerade die Gläubigen aus der Mitte unserer Kirche, die in Treue zur Lehre der Kirche und zu ihrem Oberhaupt dem Hl. Vater stehen und die eine verhängnisvolle Öffnung der Kirche hin zum Protestantismus verhindern wollen, in ihrer überwiegenden Mehrzahl unter den Unterzeichnern der Petiton Pro Ecclesia sind. Eigentlich verwunderlich, dass ihre Bitte an die Bischöfe, ihre Hirtenamt wahrzunehmen, nicht als selbstverständlich begrüßt und stattdessen –zumindest von EB Zollitsch – so getan wird, als gelte es als Vermittler zwischen zwei Lagern aufzutreten.\"


3
 
 Barbara Wenz 6. Juni 2011 

@Wildrosenöl

Da Sie ja Paradoxa so lieben: Paradox ist es allerdings, wenn man mit PPE die Aufmerksamkeit seiner Bischöfe erregen möchte und nachher einen ganzen evangelischen Kirchentag bekommt.


2
 
 Bastet 6. Juni 2011 

@Echo Romeo
Sie bringen es auf den Punkt. Auch ich, ein Unterzeichner von \"pro ecclesia\", möchte einfach NUR RÖM:KATH. sein ohne wenn und aber in Verbundenheit mit dem heil. Vater und nach der Lehre Jesu Christi.
Gottes Segen für Euch Alle..


3
 
 a.t.m 6. Juni 2011 

Echo Romeo, danke für diesen Satz

\"Aber eine Reform, die nicht bei der persönlichen Bekehrung ansetzt und die Kirchlichkeit verweigert, ist nichts weiter als eine Revolte.\"

Denn wir alle sind Sünder vor Gott dem Herrn, aber ein Sünder der Gott den Herrn liebt, versucht seine Sünden zu meiden und nicht aus dieser eine gesellschaftliche Praxis zu kreieren, nur um diese vor sich selber mit Lügen zu rechtfertigen.

Gott zum Gruße.


3
 
 Nummer 10 6. Juni 2011 

Ich habe den Eindruck,

EB Zollitsch meint mit \"Vermittlung\" sein eigenes Hin- und Herspringen zwischen Memorandums-Theologen und der Lehre der röm.-kath. Kirche entsprechenden Gläubigen. Er empfindet das offenbar als Belastung, weshalb ich finde, dass der Papst ihn dieser schweren Last entbinden sollte. Er ist der Aufgabe nicht gewachsen. Es ist richtig festgestellt von meinen Vorrednern, dass beide Schriften sich nicht auf gleichwertigem Niveau befinden können, da PPE der 2000-jährigen und unverfälschten Lehre Jesu entspricht, die MT jedoch eine Abspaltung und neue Thesen darstellt!


4
 
 max 13 6. Juni 2011 

Katholische Bloggerkritik an Erzbischof Zollitsch

„Katholische Blogger haben Kritik an AUSSAGEN von Erzbischof Robert Zollitsch im Rahmen des Deutschen Evangelischen Kirchentags in Dresden geübt.“

Es geschieht „nie etwas“ ohne Grund.

Der Liebe Gott „hat“ eine „Engelsgeduld“ mit uns.

Was uns, selbst beim flüchtigen Lesen des Evangeliums, an Christus am meisten beeindruckt, ist: Er fand immer Worte, die allen Vergebung brachten. Auch für jene, die Ihn kreuzigten...

www.kathtube.com/player.php?id=21431


4
 
 Nummer 10 6. Juni 2011 

Bravo, einer der besten Artikel

Suuuper! Endlich bringen es Leute auf den wahren Punkt. Wenn sogar der Vorsitzende der DBK nicht einmal die Fakten sachgetreu wiedergeben kann oder will und das auch noch auf einem evangelischen Kirchentag, dann scheint dieser verehrte Herr Erzbischof (die Person und die Weihe soll hier unberührt bleiben) den für dieses hohe Amt nötigen Überblick und Eignung nicht zu haben. Sehr aufschlussreich auch die sachlichen Informationen über den unchristlichen Umgang von Seiten der Memorandums-Theologen-Seite in Münster, oh Gott, das ist ja noch schlimmer, als ich vermutete. Die ganz normal und Jesu Lehre folgenden Gläubigen dort werden von Gott schwer geprüft, mein größter Respekt für das, was Ihr durch macht! Jesus ist mit uns, wer die Hl. Schrift liest, ist auf der Seite Jesu. Was man offenbar von Prof. Klaus Müller nicht behaupten kann, wenn er auf der Fakultäts-Homepage unsachlich und verunglimpfend über kath.net herzieht und Jesus widerlegt bez. Voraussage der Zukunft der Kirche . . .


5
 
 M.Schn-Fl 6. Juni 2011 
 

@Echo Romeo

dankbar unterstütze ich Ihre Ausführungen vorbehaltlos.


2
 
 Wildrosenöl 6. Juni 2011 
 

Ein Relativist...

Entschuldigung, ich habe mich in einem Satz missverständlich ausgedrückt: Natürlich hat EB Zollitsch nicht gesagt, er habe die Petition Pro Ecclesia nicht verstanden. Er hat sie auch verstanden, er ist im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte. Aber sie macht ihm zu schaffen. Sie überfordert ihn. Denn sie zwingt zu einer bischöflichen Stellungnahme. Ganz einfach vom Inhalt her. Er mag sich aber nicht festlegen. Entweder legt er sich mit Rom an oder dem ZdK, den Räten, der Theologenmehrheit und - am schlimmsten - den Medienbossen. Deswegen flüchtet er in die angeblich \"paradoxe Situation\". Dass er seinen inneren Konflikt auf dem EKT ausbreitet zeigt wohl, wie heimisch er sich dort fühlt. Das ist jetzt eine Vermutung, eine Meinung, ein Versuch, das Paradoxe zu erklären. Für mich jedenfalls...


1
 
 Wildrosenöl 6. Juni 2011 
 

Ist paradox eigentlich noch zu steigern... ?

Wenn BARBARA WENZ vermutet, EB Zollitsch haben den Inhalt von PPE noch nicht verstanden, müsste ich ihr eigentlich widersprechen. Denn sie ist so klar formuliert worden, dass jeder einfache Mensch im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte sie verstehen m u s s . Die Reaktion von EB Zollitsch zeigt jedoch, dass er sie nicht verstanden haben kann. Das ist jetzt wirklich paradox. Dass er das auch noch auf dem Evangelischen Kirchentag offiziell mitteilt, ohne mit den Initiatoren von Pro Ecclesia jemals Kontakt aufgenommen haben, finde ich mehr als paradox. Mir fehlen die Worte...


3
 
 Kephas_de 6. Juni 2011 

Korrektur @ NoJansen

Kleine Korrektur: Man erklärte uns, daß die Annahme der Petition durch den Sekretär Usus der Bischofskonferenz sei. So weit, so gut.

Die Annahme erfolgte dann auch nicht in einem Hinterzimmer, sondern in der Hotellobby im Beisein der Presse (Domradio und Tagespost).


3
 
 Kephas_de 6. Juni 2011 

Man kann es halt nicht oft genug sagen (2):

(Fortsetzung) Wir träumen uns nicht eine illusionäre Kirche herbei, und andererseits verweigern wir uns nicht notwendigen Reformen, wie man uns unterstellen wollte: »Das sind die Reformgegner«. Aber eine Reform, die nicht bei der persönlichen Bekehrung ansetzt und die Kirchlichkeit verweigert, ist nichts weiter als eine Revolte.


3
 
 Kephas_de 6. Juni 2011 

Man kann es halt nicht oft genug sagen:

Das ZdK wird nicht den Löwenanteil des bevorstehenden Dialogprozesses an sich reißen können. Jetzt gibt es das Internet. Und einige Bischöfe werden zur Kenntnis nehmen, daß es viele katholische Gläubige gibt, die sich in die falsche Alternative »rechts oder links« nicht hineinziehen lassen. Das sind Gläubige, die einfach glauben wollen, was die Kirche lehrt, und die aus ganzem Herzen wünschen, daß auch unsere Bischöfe in die Einheit mit dem Papst zurückfinden, so nicht geschehen. Keine zähneknirschende Einheit, sondern eine Einheit im Gehorsam Christi. Diese Menschen haben die Petition Pro Ecclesia unterschrieben. Die Initiatoren haben die Pflicht, darauf hinzuweisen, daß sich hier keine kirchenpolitische Gegenpositionierung zum Memorandum breit macht. Es gibt keine Alternative zum glaubensbereiten Ja zu Jesus Christus in Seiner Kirche.
Darum haben wir von »Pro Ecclesia« keine Gegenvorschläge gemacht. Wir träumen uns nicht eine illusionäre Kirche herbei, und andererseits verweigern w


6
 
 M.Schn-Fl 6. Juni 2011 
 

@Lemans

Die Mehrzahl der deutschen Bischöfe war sicher sehr froh über die Petition Pro Ecclesia. Nur den Mut, dieses gegen den Mainstream zu verkünden haben sie nicht. Deshalb ist es so wichtig, dass heute hier auf kath.net noch einmal des heilige Bonifatius gedacht wird. Der hatte diesen Mut und war noch bereit, persönlich dafür die Konsequenzen zu tragen.


9
 
 M.Schn-Fl 6. Juni 2011 
 

Den meisten deutschen Bischöfen

fehlt einfach der Mut , klare Positionen in der Öffentlichkeit unmissverständlich zu vertreten, auch wenn sie diese privat haben und auch privat äussern.


5
 
 Hartmut8948 6. Juni 2011 
 

Der EB und die Anhänger der Petition

Das wird freilich dann schon eine großartige Sache werden, denn EB Zollitsch wird die Eröffnungsmess beim \"Kongress Freude am Glauben\" in Karlsruhe feiern - und er weiß, wen er dann vor sich und um sich herum haben wird. Das wird wenige Tage vor dem Besuch des Heilgen Vaters sein, da wird sich EBZ keine Blöse geben: So viele Freunde des Papstes und der EB mitten unter ihnen, viel besser kann es ihm dann doch garnicht gehen!


4
 
 NoJansen 6. Juni 2011 

Ich möchte hier schon daran erinnern, dass EB Zollitsch als Vorsitzender der DBK derjenige war, der dafür gesorgt hat, dass die Petition Pro Ecclesia nicht von den Bischöfen persönlich auf ihrer Frühjahrstagung entgegengenommen wurde, sondern in einem Hotelhinterzimmer dem Sekretär der DBK übergeben werde musste. Wenn die fast 15 Tausend Unterzeichner dieser Petition hier von EB Zollitsch einfach zum rechten - um nicht zu sagen reaktionären - Flügel in der katholischen Kirche erklärt werden und er seine Aufgabe darin sieht, zwischen diesem und dem fortschrittlichen Flügel der Memorandisti zu vermitteln, dann erklärt er damit m.E. den Hl. Vater - dessen Postionen die Unterzeichner von Pro Ecclesia schließlich einfordern - zu einem Teil dieses rechten Flügels.
Ist es nicht vielmehr so, dass gerade die Gläubigen aus der Mitte unserer Kirche, die in Treue zur Lehre der Kirche und zu ihrem Oberhaupt dem Hl. Vater stehen und die eine verhängnisvolle Öffnung der Kirche hin zum Protestantis


6
 
 Erntehelfer 6. Juni 2011 
 

Sheriff Zollitsch?

Sieht Erzbischof Zollitsch sich neuerdings als Ober-Sheriff, unentwegt scharfe Blicke nach links und rechts werfend, damit die Leute vom \"Memorandum\" und von \"Pro Ecclesia\" sich nicht kloppen wie die Kesselflicker...?

predigtgarten.blogspot.com/2011/06/krieg-unter-deutschen-katholiken.html


3
 
 Christa 6. Juni 2011 

EB Zollitsch würde die Petition Pro Ecclesia

EB Zollitsch würde die \"Petition Pro Ecclesia\" am liebsten totschweigen, kann er aber nicht, da stets Information durch kath. Blogger und kath-net, was ja auch Papst Benedikt nicht verborgen sein kann. Insofern würde er sein Gesicht verlieren vor dem hl. Vater, den er ja des öfteren in Rom besucht.


6
 
 1Pace 6. Juni 2011 

Nicht umsonst …

Zitat: Als gemeinsame Gesprächsbasis genügte die Tatsache, dass die beiden Katholiken - ungeachtet ihrer unterschiedlichen Positionen - fast täglich gemeinsam Eucharistie feiern. Zitat Ende
Nicht umsonst stehen in jeder Eucharistiefeier vor der Kommunionausteilung das „Vater unser“, der „Friedensgruß“, das „Agnus Dei“ und das „Domine non sum dignus“.
Siehe Link (im Kasten): Augustinus: “…do not let your heart withdraw from his”.
http://en.wikipedia.org/wiki/Kiss_of_peace

en.wikipedia.org/wiki/Kiss_of_peace


1
 
 Wynfried 6. Juni 2011 

@ Abrahamides

Sie schreiben, dass Dialog nicht bedeuten könne, die Wahrheit liege irgendwo in der Mitte, und dass Sie nsich nicht vorstellen könnten, dass Erzbischof Zollitsch den Dialog so versteht.

Man kann die Aussage von Erzbischof Zollitsch jedoch dauchaus so verstehen, dass er hier von einer falschen Parität zwischen Memorandums- und Petitionsanhängern ausgeht, so als handele es sich hier bei um einen gleichwertigen und legitimen Parteienwettbewerb innerhalb der Kirche. Was ist konkret damit gemeint, wenn hier von \"Vermittlung\" die Rede ist? Was soll inhaltlich vermittelt werden und auf welche Weise? Welche Glaubensaussagen sollen nhaltlich angesprochen werden? Leider bleibt das alles im Nebulösen.


5
 
 Lemans 6. Juni 2011 
 

An der Petition kommt niemand mehr vorbei.

@Gembloux: Genau das wollte ich auch sagen: An der Petition kommt niemand mehr vorbei, sie wird wahrgenommen !


6
 
 Abrahamides 6. Juni 2011 
 

wertvolle Beiträge zum Dialog

Vielen Dank für die wohl bedachten Lesermeinungen! Sie zeigen klar, dass Dialog nicht bedeuten kann, \"die Wahrheit liegt irgendwo in der Mitte\". Ich kann mir nicht vorstellen, dass Erzbischof Zollitsch den Dialog so versteht. Bedeutet Dialog nicht, über die geoffenbarte Wahrheit neu ins Gespräch zu kommen, und dass die überkommene Lehre der Kirche (bis in alle Details) die Richtschnur des Glaubens bleibt? Dialog als gegenseitige Verständnishilfe?


1
 
 Gembloux 6. Juni 2011 
 

Nicht so negativ!

Die Aussage S .E. zeigt doch, dass an der Petition heute niemand mehr in der katholischen Kirche in Deutschland vorbei kommt. Und dass ist doch ein großartiger Erfolg der PPE, und das aus dem Stand heraus! Hätte es die Petition nicht gegeben, würde alle meinen, die Memorandisti seien die einzig bedeutende Strömung unter den Katholiken. Und man muss dann auch mal weiter lesen, z. B. bei Domradio: \"Zugleich wandte sich der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz gegen Forderungskataloge, die das Gespräch nicht weiterbrächten. So könne die katholische - wie auch die orthodoxe - Kirche nicht einfach ihre 2.000-jährige Tradition beiseiteschieben, etwa im Blick auf eine Priesterweihe von Frauen.\" Da hat S. E. doch klar gemacht, mit welcher der beiden Seiten er nicht sympathisiert.

www.domradio.de/aktuell/74129/ungeduld-und-langer-atem.html


7
 
 Barbara Wenz 6. Juni 2011 

@Lemans

Die PPE wurde selbstverständlich sehr wohl zur Kenntnis genommen, S. Ex. EB Zollitsch hat sie damals bei der Pressekonferenz zum Abschluss der FrühjahrsVV der DBK ausdrücklich erwähnt. Nur hat er leider offenbar immer noch nicht verstanden, um was es darin eigentlich geht.


5
 
 Lemans 6. Juni 2011 
 

Seien wir doch froh...

Freuen wir uns doch darüber, dass Erzbischof Zollitsch und die deutschen Bischöfe überhaupt die Petition Pro ecclesia zur Kenntnis nehmen. Zunächst hatte es den Anschein, dass diese Petition überhaupt nicht wahrgenommen würde in leitenden kirchlichen Kreisen.


7
 
 Kathole 6. Juni 2011 
 

EB Zollitsch sieht sich selbst als die kirchliche Mitte zwischen radikalem Papst und dessen Gegnern

Genau dieselbe \"neutrale\" Vermittlerposition hat EB Zollitsch (in die Kameras dauergrinsend) bereits vor 2 Jahren bei den extrem agressiven Attacken aus der deutschen Medienlandschaft, Politik und innerkirchlichen Kreisen gegen Bendikt XVI., anläßlich dessen Aufhebung der Exkommunikation der FSSPX-Bischöfe, an den Tag gelegt.

Ein Bischof, der nicht begriffen hat, daß Petrus (heute BXVI) die Mitte der Kirche auf Erden ist, sondern diese Mitte selbst irgendwo auf halbem Wege zwischen diesem und seinen energischsten Widersachern einzunehmen versucht, der kann natürlich auch nicht verstehen, daß diejenigen, die sich in der Kirche treu um Petrus scharen, die eigentliche Mitte der Kirche sind, und nicht einfach der papsttreue Flügel oder gar Rand.

Das Problem von Bischöfen wie EB Zollitsch ist, daß sie eigentlich gar keine Hirten sind, sondern mit Sichtweisen und Rezepten eines typischen CDU-Politikers der Merkel-Generation genuin kirchliche Aufgaben zu lösen versuchen.


12
 
 placeat tibi 6. Juni 2011 
 

Texte kann man auch lesen...

Wir wollten von den Bischöfen selbst mittels der Petition k o n k r e t e s dazu
hören, wie sie zu deren Forderungen stehen, vom Wunsch nach Initiierung eines \"Dialogs\" mit den Memorandisten steht da eigentlich nichts drin. (Verwendet man da bei der DBK irgendeinein defektes Übersetzungsprogramm: All Subjects are Dialogs????)
Und nein, wir sind kein \"Flügel\", just call it Catholics, Eminence!


7
 
 1Pace 6. Juni 2011 

Paradoxon Kirche

Zitat: Als gemeinsame Gesprächsbasis genügte die Tatsache, dass die beiden Katholiken - ungeachtet ihrer unterschiedlichen Positionen - fast täglich gemeinsam Eucharistie feiern. Zitat Ende
Das Mysterium der Kirche ist ein Mysterium der Kommunion: \"Herr, unser Gott, wir bringen das Brot dar, das aus vielen Körnern bereitet, und den Wein, der aus vielen Trauben gewonnen ist. Schenke deiner Kirche, was diese Gaben geheimnisvoll bezeichnen: die Einheit und den Frieden\" (Gabengebet am Fronleichnamstag).
http://www.clerus.org/clerus/dati/2002-02/12-999999/12ECTEDE.html

www.clerus.org/clerus/dati/2002-02/12-999999/12ECTEDE.html


2
 
 nemrod 6. Juni 2011 
 

Das Schlimme daran ist, daß man annehmen muß, daß Excellenz Zollitzsch mit den Memorandisti und den \"modernen\" Strömungen der EKD konform geht!


5
 
 Waldi 6. Juni 2011 
 

Zollitsch,

das ausgebrütete Kuckucksei der Glucke Lehmann. Was kann man da besseres erwarten. Mich schaudert vor solchen Bischöfen, die jede katholische Identität eingebüßt haben, die sich dem Memorandum wohlwollender zuwenden als der papsttreuen Petition Pro Ecclesia mit 14000 Unterschriften.


10
 
 Mysterium Ineffabile 6. Juni 2011 

Wichtig

Je länger ich mir das anschaue, desto überzeugter bin ich von der großen neuen Wichtigkeit der katholischen Blogs.


7
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Dialogprozess

  1. Frieden und Toleranz
  2. Kardinalstaatssekretär möchte mit Papst-Kritikern einen Dialog führen
  3. Pöbeln auf Twitter ist modern
  4. Kirche zu interreligiösem Dialog verurteilt
  5. Dialogprozess im Praxistest: Nur vier Familien bei Veranstaltung
  6. Meisner: Text des Diözesanrats im Widerspruch zur katholischen Lehre
  7. Deine (BDKJ)-Message an die Kirche
  8. Müller zum Dialogprozess: Die Bischöfe haben keinen Spielraum!
  9. Komm, Heiliger Geist, der Reformen schafft...
  10. Ist im DBK-Dialogprozess Platz für 'römische' Katholiken?






Top-15

meist-gelesen

  1. Kirche und Kommunismus: Gedanken über ein Bekenntnis von Papst Franziskus
  2. Kann man "Fiducia Supplicans" jetzt einstampfen?
  3. 'Rote Linien dürfen nicht überschritten werden'
  4. St. Michael/Emden: Kirchenbänke verscherbeln, dafür aber neue Stühle für die Kirche kaufen
  5. Deutschland: Jüngere Priester lehnen „Synodalen Irrweg“ ab! – DBK beunruhigt
  6. P. Karl Wallner: „Es gibt keine Pflicht, immer zu Kommunion zu gehen bei der Hl. Messe“
  7. „Eine Transfrau ist eine Frau. Punkt!“ – Wirklich?
  8. Johannes Hartl wurde in den Deutschen Knigge-Rat berufen
  9. CDU-Politiker Wolfgang Bosbach: "Die Kirchentage sind für mich mittlerweile eher Parteitage..."
  10. „Je veux voir Dieu – Ich möchte Gott sehen“
  11. Football-Spieler Harrison Butker ermutigt Frauen ihrer Berufung als Mutter zu folgen
  12. Vatikan veröffentlicht die Normen zur Beurteilung mutmaßlicher übernatürlicher Phänomene
  13. Beschleunigen die neuen Vatikan-Normen die offizielle Anerkennung von Medjugorje?
  14. Ordinatio sacerdotalis ist nach 30 Jahren immer noch de fide
  15. Evangelische Theologische Hochschule/Basel ehrt Peter Seewald

© 2024 kath.net | Impressum | Datenschutz