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Mariologen-Vereinigung IMA kritisiert ‚Mater Populi Fidelis‘

15. Dezember 2025 in Spirituelles, 9 Lesermeinungen
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Begriffe seien nicht ausreichend erklärt, die Entwicklung von Titeln wie ‚Miterlöserin‘ sei unrichtig dargestellt. ‚Mater Populi Fidelis‘ könne das Vertrauen der Gläubigen in das Lehramt der Kirche beeinträchtigen, befürchtet die IMA.


Rom (kath.net/jg)
Die Internationale Marianische Vereinigung (International Marian Association, IMA) hat in einem 23-seitigen Schreiben zu einer Überprüfung der lehrmäßigen Note „Mater Populi Fidelis“ des Glaubensdikasteriums aufgerufen, berichtet domradio.de.

Das vatikanische Schreiben, das Anfang November veröffentlicht wurde (siehe Link), weise mehrere Fehler auf, die eine „erhebliche Klarstellung und Änderung“ verlangen, schreibt die Theologische Kommission der IMA. 

Die Überarbeitung soll laut IMA zu einer „neuen Ausdrucksweise des ordentlichen Lehramtes in Bezug auf diese äußerst wichtigen marianische Lehren und Titel führen, in großer Übereinstimmung, Weiterentwicklung und Harmonie mit den Lehren früherer Päpste“. Zu diesen Lehren gehören ausdrücklich „diejenigen, die die selige Jungfrau Maria als Miterlöserin und Mittlerin aller Gnaden anerkennen.“


Das Glaubensdikasterium hatte in „Mater Populi Fidelis“ festgelegt, dass Bezeichnungen wie „Miterlöserin“ und „Mittlerin aller Gnaden“ nicht in der Marienverehrung und der Theologie verwendet werden sollen. 

In einer Pressemitteilung zu ihrem Schreiben hat die IMA elf Hauptpunkte angeführt, die sie an „Mater Populi Fidelis“ kritisiert. Ein wichtiges Anliegen ist den Mariologen die Befürchtunge dass das Dokument des Glaubensdikasteriums das Vertrauen in das Lehramt der Kirche beeinträchtigen könnte. Wörtlich heißt es: „Wenn frühere Lehren und Titel, die von Päpsten verwendet wurden, nun als 'unangemessen' oder 'unangebracht' angesehen werden, warum sollten die Gläubigen dann Vertrauen in das Lehramt und die Beständigkeit (nicht die Revision) in der Entwicklung der Lehre haben?“

Die historische Entwicklung des Titels „Miterlöserin“ sei nicht richtig dargestellt. Theologische Begriffe wie „Miterlöserin“ müssten richtig erläutert und verstanden werden. Stattdessen würde der Begriff vom Glaubensdikasterium einfach abgelehnt.

Darüber hinaus werde die Vermittlung Marias auf die Fürbitte reduziert und die Lehren von „zwölf Päpsten über vier Jahrhunderte“ hinsichtlich der Vermittlung von Gnaden werde übergangen, merken die Mariologen der IMA an. 

Weiters seien die Übersetzungen in die verschiedenen Sprachen uneinheitlich. Während im Italienischen, Englischen und Deutschen der Titel „Miterlöserin“ als „immer unangemessen“ bezeichnet wird, werde er im Spanischen, Französischen und Portugiesischen als „immer unpassend“ übersetzt. 

Die IMA hat mehr als 100 Mitglieder aus 25 Ländern. Sie orientiert sich am Lehramt der Katholischen Kirche. Die theologische Kommission der IMA besteht aus Theologen und Bischöfen, insgesamt sind es 40 Personen.

 


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