Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  2. Ist der Islam ‚eine alternative Form des byzantinischen Christentums‘?
  3. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  4. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  5. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  6. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  7. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  8. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  9. Die Deutsche Bischofskonferenz will keine 'Demontage' des deutschen Staatsfunks
  10. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  11. „Das Ende von Maria 2.0“
  12. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  13. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft
  14. Einbürgerung als Wahlstrategie? Linke profitiert massiv von muslimischen Wählern in Berlin
  15. Politisch aber auch innerkirchlich „gibt es derzeit wieder viel Konfliktpotenzial“

‚Messe ist eine wirksame Form der Katechese’

9. Juni 2010 in Aktuelles, 7 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Das sagte Kardinal Pell anläßlich der Approbation des neuen englischen Messbuches durch Papst Benedikt XVI. Die neue Fassung soll den Glauben der Kirche deutlicher zum Ausdruck bringen.


Linz (kath.net)
Nach neunjähriger Arbeit ist die neue englische Übersetzung des römisch-katholischen Messbuches von Papst Benedikt XVI. approbiert worden. Sie soll den Glauben und die Lehre der Kirche besser zum Ausdruck bringen, als die gegenwärtige Version. Das berichtet „The Australian“.

Das neue Messbuch ist keine wörtliche Übersetzung aus der lateinischen Urfassung, aber sie ist genauer und verwendet eindeutige Ausdrücke wie „ehrwürdig“, „Aufopferung“, „Schlachtopfer“ und ewiges Heil“.

Eine der umstrittensten Änderungen betrifft die Wandlungsworte. In der neuen Version heißt es, Christi Blut wird „für euch und für viele vergossen“, und nicht mehr wie bisher „für alle“. Christus sei für alle gestorben, die neue Übersetzung stimme aber mit der offiziellen lateinischen Formulierung („pro multis“) überein und betone die Möglichkeit des Menschen, Gottes Gnade und Erlösung auch abzulehnen, sagte Kardinal George Pell, der als Vorsitzender des Komitees „Vox Clara“ an führender Stelle am neuen englischen Meßbuch mitgearbeitet hat.


Vox Clara war vor neun Jahren von Papst Johannes Paul II. ins Leben gerufen worden, um die Kongregation für die Sakramente und die „International Commission on English in the Liturgy“ (ICEL) bei der Durchführung des Projektes zu unterstützen. Die ICEL ist eine Gruppe von Liturgieexperten, die die Übersetzung verfaßt hat. Johannes Paul II. hatte eine frühere ICEL entlassen, weil sich deren Entwürfe zu stark an der herrschenden politischen Korrektheit orientiert hatten.

Papst Benedikt XVI. und die katholische Hierarchie sind von der Bedeutung einer reicheren, ehrfürchtigeren Liturgie für die Vertiefung des Glaubens und der religiösen Praxis überzeugt. Kardinal Pell wörtlich: „Wenn jemand einen wissenschaftlichen Artikel schreibt, werden ihn einige hundert Menschen lesen. Einige tausend werden ein theologisches Buch lesen, aber die Messe, an der viele Millionen Menschen regelmäßig teilnehmen, ist eine sehr wirksame Form der Katechese.“

Die Befürchtung, die neuen Texte könnten für die Messbesucher zu abgehoben sein, teilt Kardinal Pell nicht. Wenn die Messbesucher mit bisher unbekannten theologischen Ausdrücken wie „Oblation“ (Gabe) konfrontiert würden, würden sie zum Nachdenken angeregt. Auf diese Weise könnten die Texte dazu beitragen, das Glaubenswissen zu erweitern, erwidert Pell.

Das neue Missale wird die seit 40 Jahren in Gebrauch befindliche Version ersetzen. Diese wird von vielen in der Kirche, einschließlich Kardinal Pell, als zu umgangssprachlich und zu stark vereinfachend kritisiert. Den Übersetzern der alten Version „war es offenbar ein wenig peinlich, Engel, Aufopferung und ewige Jungfräulichkeit beim Namen zu nennen“, sagt Kardinal Pell. Zentrale Themen des Glaubens wie Sünde und Erlösung seien nur sehr vorsichtig angesprochen worden, kritisiert der Erzbischof von Sydney.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Heilige Messe

  1. US-Bischof weitet Angebot an tridentinischen Messen in seiner Diözese aus
  2. Zu jedem Zeitpunkt werden auf der Welt ungefähr 8.000 bis 9.000 Messen gefeiert
  3. Messbesuche in den USA wieder auf dem Niveau von vor der Pandemie
  4. Vier Dinge, die Katholiken vor der heiligen Messe tun sollen
  5. Kardinal Müller kritisiert ‚kindisches Verhalten’ von Bischöfen, welche die Alte Messe unterdrücken
  6. Patricia Heaton: Priester sollten nicht auf die Länge sondern die Spiritualität der Messe achten
  7. Schatz geortet – Form und Wesen der Heiligen Messe
  8. USA: Deutlicher Rückgang der Messbesuche seit Beginn der Covid-Pandemie
  9. Das Mahl des Lammes
  10. ‚Wenn Sie Lebensmittel einkaufen können, können Sie auch zur Messe kommen’







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Europa kann nur aus seinem Gedächtnis Zukunft gewinnen
  3. Grenzen überwinden, ohne die Wahrheit zu verlieren
  4. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  5. Lichterprozession in Lourdes: Papst betet in Lourdes den Rosenkranz auf Latein
  6. Meloni kündigt Burka- und Niqab-Verbot, Ausländerquoten an Italiens Schulen an
  7. Eucharistische Evangelisationsbewegung ‚Adore Him‘ in den USA
  8. Papst Leo XIV. trifft Missbrauchsbetroffene in Lourdes
  9. Die Würde des Menschen kennt keine Grenze: In den Augen Gottes ist niemand unsichtbar
  10. Den Willen Gottes für den Menschen bedenken und tun
  11. Buße, Hoffnung, ewiges Leben: Lourdes ruft zur Umkehr
  12. Papst Leo zu den Bischöfen: „Die Kirche in Frankreich liegt dem Papst sehr am Herzen!“
  13. Französische Bischöfe: Papst Leo hat das Herz der Franzosen berührt
  14. Er ist der dritte amtierende Papst in der Grotte von Massabielle/Lourdes: Leo XIV.
  15. US-Diözese führt Rosenkranzwochenende ein

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz