Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Nicht Bruch, sondern lebendige Tradition - Wider den Missbrauch der Liturgiereform
  2. Bischof widerruft Erlaubnis, dass die Piusbruderschaft in Lourdes Sakramente spenden dürfen
  3. Rom sollte in Deutschland endlich Bischöfe einsparen und Bistümer zusammenlegen!
  4. Die Krise des Bischofsamtes
  5. Deutschland: 2024 waren nur noch 43 % der Bestattungen christlich
  6. 'Was ich am Katholizismus schon immer toll fand...'
  7. Jedes Rosenkranzgebet sollte mit einer klaren Intention begonnen werden!
  8. Der vatikanische Synodalismus ist ein Anachronismus
  9. Vor Papstbesuch in Lourdes: Alle Rupnik-Mosaike werden dauerhaft verhüllt
  10. Biologische Eltern verklagen Leihmutter, weil diese Abtreibung verweigerte
  11. Polnische Pfarre verlangt von Autofahrern Gebete als "Parkgebühr"
  12. „Es gibt keinen notwendigen Widerspruch zwischen Synodalität und Tradition“
  13. Ist ein linker Punksänger klüger als Bischof Feige?
  14. Der Realismus der Barmherzigkeit
  15. Wer ist Jesus Christus für mich? Der Glaube als tägliche Entscheidung

‚Messe ist eine wirksame Form der Katechese’

9. Juni 2010 in Aktuelles, 7 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Das sagte Kardinal Pell anläßlich der Approbation des neuen englischen Messbuches durch Papst Benedikt XVI. Die neue Fassung soll den Glauben der Kirche deutlicher zum Ausdruck bringen.


Linz (kath.net)
Nach neunjähriger Arbeit ist die neue englische Übersetzung des römisch-katholischen Messbuches von Papst Benedikt XVI. approbiert worden. Sie soll den Glauben und die Lehre der Kirche besser zum Ausdruck bringen, als die gegenwärtige Version. Das berichtet „The Australian“.

Das neue Messbuch ist keine wörtliche Übersetzung aus der lateinischen Urfassung, aber sie ist genauer und verwendet eindeutige Ausdrücke wie „ehrwürdig“, „Aufopferung“, „Schlachtopfer“ und ewiges Heil“.

Eine der umstrittensten Änderungen betrifft die Wandlungsworte. In der neuen Version heißt es, Christi Blut wird „für euch und für viele vergossen“, und nicht mehr wie bisher „für alle“. Christus sei für alle gestorben, die neue Übersetzung stimme aber mit der offiziellen lateinischen Formulierung („pro multis“) überein und betone die Möglichkeit des Menschen, Gottes Gnade und Erlösung auch abzulehnen, sagte Kardinal George Pell, der als Vorsitzender des Komitees „Vox Clara“ an führender Stelle am neuen englischen Meßbuch mitgearbeitet hat.


Vox Clara war vor neun Jahren von Papst Johannes Paul II. ins Leben gerufen worden, um die Kongregation für die Sakramente und die „International Commission on English in the Liturgy“ (ICEL) bei der Durchführung des Projektes zu unterstützen. Die ICEL ist eine Gruppe von Liturgieexperten, die die Übersetzung verfaßt hat. Johannes Paul II. hatte eine frühere ICEL entlassen, weil sich deren Entwürfe zu stark an der herrschenden politischen Korrektheit orientiert hatten.

Papst Benedikt XVI. und die katholische Hierarchie sind von der Bedeutung einer reicheren, ehrfürchtigeren Liturgie für die Vertiefung des Glaubens und der religiösen Praxis überzeugt. Kardinal Pell wörtlich: „Wenn jemand einen wissenschaftlichen Artikel schreibt, werden ihn einige hundert Menschen lesen. Einige tausend werden ein theologisches Buch lesen, aber die Messe, an der viele Millionen Menschen regelmäßig teilnehmen, ist eine sehr wirksame Form der Katechese.“

Die Befürchtung, die neuen Texte könnten für die Messbesucher zu abgehoben sein, teilt Kardinal Pell nicht. Wenn die Messbesucher mit bisher unbekannten theologischen Ausdrücken wie „Oblation“ (Gabe) konfrontiert würden, würden sie zum Nachdenken angeregt. Auf diese Weise könnten die Texte dazu beitragen, das Glaubenswissen zu erweitern, erwidert Pell.

Das neue Missale wird die seit 40 Jahren in Gebrauch befindliche Version ersetzen. Diese wird von vielen in der Kirche, einschließlich Kardinal Pell, als zu umgangssprachlich und zu stark vereinfachend kritisiert. Den Übersetzern der alten Version „war es offenbar ein wenig peinlich, Engel, Aufopferung und ewige Jungfräulichkeit beim Namen zu nennen“, sagt Kardinal Pell. Zentrale Themen des Glaubens wie Sünde und Erlösung seien nur sehr vorsichtig angesprochen worden, kritisiert der Erzbischof von Sydney.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Heilige Messe

  1. Messbesuche in den USA wieder auf dem Niveau von vor der Pandemie
  2. Vier Dinge, die Katholiken vor der heiligen Messe tun sollen
  3. Kardinal Müller kritisiert ‚kindisches Verhalten’ von Bischöfen, welche die Alte Messe unterdrücken
  4. Patricia Heaton: Priester sollten nicht auf die Länge sondern die Spiritualität der Messe achten
  5. Schatz geortet – Form und Wesen der Heiligen Messe
  6. USA: Deutlicher Rückgang der Messbesuche seit Beginn der Covid-Pandemie
  7. Das Mahl des Lammes
  8. ‚Wenn Sie Lebensmittel einkaufen können, können Sie auch zur Messe kommen’
  9. „Mess-Stipendien sind wie die Hilfe des Barmherzigen Samariters für uns“
  10. Britische Inseln: Gottesdienste im Untergrund nehmen zu






Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. Stift Heiligenkreuz: Abt Maximilian Heim tritt zurück
  3. 'Was ich am Katholizismus schon immer toll fand...'
  4. Der vatikanische Synodalismus ist ein Anachronismus
  5. FEST MARIA KÖNIGIN - Einladung zur Gebets-Novene zur Muttergottes - 13. bis 21. August
  6. US-Bischof Coakley: 'Wir haben noch nicht das letzte Wort zu Traditionis custodes gehört'
  7. Vor Papstbesuch in Lourdes: Alle Rupnik-Mosaike werden dauerhaft verhüllt
  8. Jedes Rosenkranzgebet sollte mit einer klaren Intention begonnen werden!
  9. Kopf der hl. Agatha zum 900. Jubiläum der Reliquienrückkehr gekrönt
  10. Spanischer Priester hilft mehr als 1.200 Personen, einen Ehepartner zu finden
  11. Biologische Eltern verklagen Leihmutter, weil diese Abtreibung verweigerte
  12. Warnung vor Unterwanderung des Westens: ‚Hört auf, Feigheit mit Toleranz zu verwechseln‘
  13. Polen: Bei Ford-Werbung fehlt ein markantes Gipfelkreuz – Absicht oder Versehen?
  14. Warum die Erzdiözese Seoul so viele Priesterberufungen hat
  15. Erzbischof von Sydney kritisiert TV-Sender wegen einseitiger Berichterstattung zu Sterbehilfe

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz