Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Piusbruderschaft kritisiert ‚Doppelmoral‘ nach Verweigerung des Zutritts zur Basilika in Assisi
  2. Eine „Erzbischöfin“ stürzt die Anglikanische Kirche ins Chaos
  3. Dann sollen sie doch in die Hölle gehen
  4. Tantum ergo Sacramentum
  5. Kardinal Burke: Sexuelle Unmoral heute erinnert an Sodom und Gomorrha
  6. Kardinal Müller: „Muslime respektieren kein schwaches Christentum, das sich des Kreuzes schämt“
  7. Eine vergiftete Unterstützungserklärung
  8. Während Messfeier mit Erstklässlern: Bengalisches Feuer in katholische Kirche geworfen
  9. Was Charlie Kirk Friedrich Merz antworten würde
  10. 'Gott, hilf mir. Jesus, hilf mir. Seid ihr Jungs bereit? Let’s Roll'
  11. Katholische Cityseelsorge St. Gallen Mitveranstalter von ‚Drag-Show‘
  12. ‚Das Exil von Pater Edmund‘
  13. Niederlande: Ein zweijähriges Kind wurde durch Euthanasie getötet
  14. Nigeria: Bischöfe schlagen nach erneuten Massakern Alarm
  15. 'Ich würde mir gerne Sorgen machen, aber ich mache mir keine'

Wenn Gott an den Rand gedrängt ist

12. Oktober 2009 in Deutschland, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Warum christliche Werte für alle so wichtig sind - Von Christean Wagner, Vorsitzender der CDU-Fraktion im hessischen Landtag


Hessen (kath.net/idea)
Die Rede vom „christlichen Abendland“ geht uns leicht von der Zunge. Aber sind die christlichen Grundwerte in der heutigen Politik noch aktuell? Um es vorwegzunehmen: Christliche Werte sind für einen Christdemokraten nicht nur aktuell, sondern grundlegend. Das Grundsatzprogramm der CDU bringt dies schon in seiner Einleitung auf den Punkt: „Unsere Politik beruht auf dem christlichen Verständnis vom Menschen und seiner Verantwortung vor Gott.

Für uns ist der Mensch von Gott nach seinem Bild geschaffen. Aus dem christlichen Bild vom Menschen folgt, dass wir uns zu seiner unantastbaren Würde bekennen. Wir achten jeden Menschen als einmalige und unverfügbare Person in allen Lebensphasen.“

Christliche Werte sind aber nicht nur für Parteien, sondern auch für unseren Staat und unsere Gesellschaft heute aktueller denn je. Die Tendenz zur immer stärkeren Verdrängung christlichen Glaubens aus unserem Alltagsbewusstsein ist leider nicht zu leugnen: In den Klassenräumen unserer Schulen und in den Gerichtssälen sollen keine Kreuze mehr hängen dürfen. Die Kindergärten verzichten aus Rücksichtnahme auf nicht-christliche Kinder auf das Singen von Weihnachtsliedern mit religiösem Bezug. Christliche Feiertage dienen oft nur noch als willkommener Anlass zu Urlaubsreisen. Glaubt man den Umfragen, so kennt nur noch die Hälfte aller Deutschen die Bedeutung von Karfreitag und Ostern. Leider hat Papst Benedikt XVI. recht: „Gott ist sehr an den Rand gedrängt. Im politischen Leben ist es fast unanständig geworden, von Gott zu reden – gerade so, als wäre es ein Angriff auf die Freiheit des Ungläubigen.“


Wie bei Jesus: Gebt dem Kaiser …

Um es klarzustellen: Deutschland ist ein säkularer Staat. In Abgrenzung zu islamischen Staaten, in denen der Koran als verbindliches Gesetz und staatliche Rechtsordnung gilt, sind Staat und Religion in unserem Land klar getrennt. Es gilt sprichwörtlich Matthäus 22,21: „Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist.“ Die Bergpredigt ist kein Regierungsprogramm. Gleichwohl sind Staat und Gesellschaft in Deutschland geprägt durch das christlich-abendländische Menschenbild. Der frühere Verfassungsrichter Ernst-Wolfgang Böckenförde bringt es auf den Punkt: „Der freiheitliche, säkularisierte Staat lebt von Voraussetzungen, die er selbst nicht garantieren kann.“ Der Staat braucht den Beitrag der Religion zur Aufrechterhaltung einer menschenwürdigen Ordnung, in unserem Kulturkreis also vor allem den Beitrag des Christentums. Politik tut gut daran, sich immer wieder auf die christlichen Wurzeln von Staat und Gesellschaft zu besinnen.

Im Grundgesetz: der Gott der Christen

Das Grundgesetz stellt in seiner Präambel den Bezug zur „Verantwortung vor Gott und Menschen“ her. Gemeint war und ist der Christengott. Dieser Bezug ist auch Reaktion und deutliche Antwort auf das menschenverachtende System des Nationalsozialismus. Ein Blick in die Geschichte zeigt, dass diktatorische Systeme zu allen Zeiten Religionen verdrängt und verfolgt haben. Ich zitiere wiederum Papst Benedikt XVI.: „Eine Gesellschaft, wo Gott absolut abwesend ist, zerstört sich selbst. Das haben wir in den großtotalitären Experimenten des letzten Jahrhunderts gesehen.“
Für uns christliche Demokraten sind die Absage an alle diktatorischen Unrechtssysteme und ein klares Bekenntnis zur christlichen Prägung unseres Landes zwei Seiten einer Medaille.

Schon ein Blick in den Kalender genügt, um uns diese kulturelle Prägung vor Augen zu führen: Christliche Feste und Feiertage bestimmen unseren Arbeits- und Lebensrhythmus (z. B. Weihnachten, Karfreitag, Ostern, Pfingsten). Die Grundsätze christlich-jüdischer Ethik sind Grundlage der abendländischen Kultur. Es gibt Christen in allen Parteien. Aber unter den politischen Parteien erheben die Unionsparteien den Anspruch, das christliche Menschenbild zum Ausgangspunkt aller Überlegungen zu machen. Dieser Ansatz hat inhaltliche Auswirkungen auf sämtliche Politikfelder. Ob es um Fragen der Bioethik, der Umweltpolitik oder aber der Wirtschafts- und Sozialpolitik geht: Das Gesellschaftsbild der CDU basiert auf einem christlichen Wertefundament.

Der Autor, Dr. Christean Wagner (Wiesbaden), ist Vorsitzender der CDU-Fraktion im hessischen Landtag.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Politik

  1. Bremer Grünenpolitikerin Görgü-Philipp posiert mit Holocaust-Koffer – Rücktritt nach Eklat!
  2. 'Man kann mit der Begründung, man verteidige die Demokratie, die Demokratie nämlich auch abschaffen'
  3. Interne Grünen-Mail nach Berlin-Blackout: „NICHT Täter*innen/Ermittlungen in den Mittelpunkt ziehen“
  4. Das große CDU-Chaos ODER wenn ein angebliches Plagiat schlimmer als Abtreibung im 9. Monat ist!
  5. Erfolg für den Lebensschutz – Kein Geld für Planned Parenthood aus US-Bundesbudget
  6. US-Repräsentantenhaus untersucht möglichen Missbrauch von Steuergeld durch Planned Parenthood
  7. Transgender-Debatte: Grüne Politikerin El-Nagashi verlässt die Partei
  8. Sprecher des US-Repräsentantenhauses will Subventionen für Planned Parenthood streichen
  9. Gründer der ‚Catholics for Harris‘: US-Demokraten haben ein ‚wachsendes Problem mit Gott‘
  10. Wirtschaft, Grenzsicherheit, Kriminalität waren Wählern wichtiger als radikale Abtreibungspolitik







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Robert Bellarmin SJ – De gemitu columbae
  3. „Manchmal ist es schwer, den Zusammenhang zwischen meinem Kreuz und dem Kreuz Christi zu erkennen“
  4. 'Ich würde mir gerne Sorgen machen, aber ich mache mir keine'
  5. Die Bibliothek als Herz des kirchlichen Gedächtnisses. ‚Nimm und lies!‘ - Die Unruhe der Wahrheit
  6. „Ich erwarte die Auferstehung der Toten und das Leben der kommenden Welt“
  7. Marsch fürs Läbe: Together for Life! – Männer übernehmen Verantwortung für das Leben
  8. Piusbruderschaft kritisiert ‚Doppelmoral‘ nach Verweigerung des Zutritts zur Basilika in Assisi
  9. DJ "Padre Guilherme" begeistert in Mörbisch 5.000 Jugendliche
  10. Dann sollen sie doch in die Hölle gehen
  11. Präsident der Akademie für das Leben meint: Unvollkommenes Euthanasiegesetz unterstützen
  12. Papst-Tipps an neue Bischöfe: Namen Kennen, Zuhören und Hausbesuche
  13. „Selbst wenn ein paar Omas dazu gedrängt werden – ist das nicht ein Preis, den man zahlen kann?“
  14. Wenn die Liebe das Gesetz des Kalküls durchbricht…
  15. Nigeria: Bischöfe schlagen nach erneuten Massakern Alarm

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz