
Ferdinand Kaineder: Ein Glaubenszeugnis, keine Predigt?5. September 2008 in Österreich, keine Lesermeinung Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden
Der Leiter des Kommunikationsbüros der Diözese Linz nahm gegenüber KATH.NET zu den Vorwürfen Stellung, dass er das Predigtverbot für Laien innerhalb der Heiligen Messe umgangen habe und beruft sich dabei auf eine Anordnung des Linzer Bischofs
Linz (www.kath.net) Hat Ferdinand Kaineder, Leiter des Kommunikationsbüros der Diözese Linz, das Predigtverbot für Laien innerhalb der Heiligen Messe, das durch Bischof Ludwig Schwarz erneut bekräftigt wurde, umgangen? Er soll Ende Juli im Rahmen einer Heiligen Messe gepredigt haben- KATH.NET hat berichtet. Kaineder hat sich inzwischen in einem Schreiben an KATH.NET gewandt und zu dem Vorwurf Stellung genommen. Was er zu den Gläubigen in der Messe gesprochen habe, sei ein Glaubenszeugnis und keine Predigt gewesen. Wörtlich meint er: Es war das Fest der Goldenen und Silbernen Hochzeiten (also ein besonderer thematischer Anlass) und der Priester Rupert Granegger ist in der Nacht erst von einer Reise zurückgekommen. Deshalb kam laut Kaineder die im Linzer Diözesanblatt veröffentlichte Regelung (Punkt 2) zur Anwendung. 
Kaineder beruft sich dabei auf eine bischöfliche Anordnung im Linzer Diözesanblatt vom 15. September 2007, in dem es wörtlich heißt: Da aber für das gottesdienstliche Geschehen stets auch die Eigenart und die Gegebenheiten der Pfarrgemeinde bzw. der liturgischen Versammlung zu berücksichtigen sind, kann es bestimmte Anlässe und Umstände geben, die es einem Pfarrer gelegentlich ermöglichen, qualifizierten Laien den Auftrag für eine Katechese zu geben, z. B. bei Kindergottesdiensten; Gottesdiensten mit thematischen Schwerpunkten (etwa Familienfasttag, Gedenktage, etc.); Krankheit oder Gebrechlichkeit des Priesters. Diskussion im Forum Foto: (c) Diözese Linz
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