Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. IRRE! – „LifeSiteNews“ postet Papst-Bild mit Henkerstrick auf X
  2. BREAKING NEWS - Der Papst hat Lungen-Krebs!
  3. Kardinal Marx meint: "Die Kirche ist kein sinkendes Schiff, sie wird nur umgebaut"
  4. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  5. Böhmermann verhöhnt in seiner Sendung Jesus Christus
  6. Deutsche Caritas-Präsidentin fordert CDU-Annäherung an 'Die Linke'
  7. „Warum bin ich Christ“
  8. Halbierung der Pfarren und Schließung Dutzender Kirchen
  9. Papst Leo wird operiert - Knoten in der Lunge!
  10. Was auch immer Synodalität sein soll
  11. Meghan Markle-Fans ‚terrorisieren‘ Priester wegen Kritik an ihrem Adventskalender
  12. Was eine Messe wiegt
  13. 'Christen können Todesstrafe in gutem Gewissen ablehnen'
  14. Papst ernennt Petersdom Nachfolger von Kardinal Gambetti
  15. Wenn dir beim Rosenkranzgebet der Zahnarzttermin einfällt

Ein Generalvikar, zwei Laien und der 'Linzer Weg'

6. Juni 2008 in Österreich, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Bei einer Podiumsdiskussion wurde über die "Laienseelsorge" im Bistum Linz debattiert. Das Podium war sich einig, Einwände gab es nur vom Moderator und von zwei Familienvätern aus dem Publikum


Linz (www.kath.net/rn)
„Ich möchte mir die Diözese Linz nicht schlechtreden lassen.“ Das sagte der Linzer Generalvikar Severin Lederhilger am Donnerstagabend bei einer Podiumsdiskussion über das Thema „Laienseelsorger ins Abseits?“, die vom ORF und der katholisch-theologischen Privatuniversität (KTU) organisiert worden war.

Diskutiert wurde über den umstrittenen „Linzer Weg“, den die Podiumsteilnehmer relativ einhellig verteidigten: Stefan Grandy, Vorsitzender der Berufsgemeinschaft der Pfarrassistenten, Franz Gruber, Dogmatikprofessor an der KTU Linz, Margit Hauft, Präsidentin der Katholischen Aktion Oberösterreich, und Severin Lederhilger, Generalvikar der Diözese Linz.

Kritische Fragen kamen von Moderator Helmut Obermayr und aus dem Publikum. Der „Linzer Weg“ bewege sich „doch außerhalb des weltkirchlichen Rahmens“, denn sonst „würde er nicht abgebrochen werden“, bemerkte Obermayr beispielsweise.


Dogmatiker Franz Gruber behauptete, die Seelsorge wäre mancherorts schon zusammengebrochen, wenn man nicht Laien angestellt hätte. Er sprach in diesem Zusammenhang von „neuen geistlichen Berufungen“ und verlangte gleichzeitig auf subtile Weise von der „Amtskirche“, sie möge diese legitimieren und weihen.

Berufslaienvertreter Stefan Grandy erklärte in Anspielung auf die bischöfliche Mahnung zu den Laientaufen: „Wir spüren eine Abkehr von einem Kurs.“ Er meinte außerdem der Bischof habe ihm zugesagt, man werde in schwierigen Einzelfällen „nach Lösungen“ suchen.

Margit Hauft hob die „Früchte“ der Diözese Linz hervor: ein hohes Kirchenbeitragsaufkommen und eine „hohe Zahl von Kirchenbesuchern“. Wörtlich sagte sie: „Jetzt ist das plötzlich zu korrigieren. Sind das keine guten Früchte?“

Auf den kritischen Einwand von Moderator Helmut Obermayr, ob es denn neben der „weltkirchliche Linie“ eine „Linzer katholische Kirche“ geben müsse, meinte Hauft, es müsse wohl diese weltkirchliche Linie geben. Allerdings gebe es eine „Linie darüber“, nämlich die „Linie des Jesus von Nazareth“.

Generalvikar Severin Lederhilger bemühte sich, die Linie des Linzer Bischofs zu erklären. Er sprach vom „Netzwerk Kirche“ und erinnerte an die pastoralen Leitlinien der Diözese. Er erinnerte auch an den Anlass für die Mahnung des Bischofs, nämlich die Neuausgabe des Rituale der Kindertaufe.

Interessante Wortmeldungen kamen aus dem Publikum. Günter Seybold, ein Unternehmer aus Oberösterreich, meinte, man brauche für die Taufe keine „Extraveranstaltung“ sondern könne diese im Rahmen der Eucharistiefeier abhalten. Seybold verlangte, dass der Dienst des Priesters gestärkt werden müsse.

Auch Hieronymus Spannocchi aus dem Bezirk Rohrbach übte Kritik an der „Linzer Linie“ und meinte unter Anspielung auf das Thema der Veranstaltung, dass jene, die nicht mit der Weltkirche gingen, sich ins Abseits stellten. Finanzielle „Früchte“ seien nicht maßgeblich, kritisierte er. Wesentlich seien die „Früchte des Geistes“, die im Bistum Linz zu wenig vorhanden seien. „Statt Friede und Freude sehe ich eine Frustration“, sagte er.

„Statt Friede sehe ich Demonstration und Agitation. Darüber hinaus sehe ich ein hohes Maß an Streitigkeiten.“ Er habe den Eindruck, dass die „Amtskirche“ von den Laienorganisationen in die Defensive gedrängt werde. Kritik übte er auch, dass Priester aus der Diözese Linz in anderen Diözesen tätig sind, in Linz aber keine Anstellung bekommen.

Foto: (c) kath.net


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Diözese Linz

  1. ‚Maria pride den Mantel aus‘ – Wie die 'Katholische Jugend' der Diözese Linz Maria verhöhnt
  2. Strukturreform der Diözese Linz – Es gibt wieder neue Einsprüche!
  3. Diözese Linz: Umstrittene "Marienfigur" wird nicht mehr im Mariendom aufgestellt
  4. Umstrittene Marienstatue im Linzer Dom ist ‚Verneinung dessen, was Maria wirklich ist’
  5. Strukturreform in der Diözese Linz - Rom hat Einsprüche angenommen - Bearbeitungsfrist erweitert!
  6. Für Innsbrucker Bischof Glettler ist Linzer Skandal-Bild 'Art Korrektiv' zu bisherigen Marienfiguren
  7. Aufstand kroatischer Katholiken gegen die umstrittene Muttergottes-Statue in Linz!
  8. "Liebe Muttergottes, es tut mir unendlich leid, ..."
  9. Wer möchte, dass seine Mutter mit gespreizten Beinen öffentlich dargestellt wird?
  10. Eine 'Skulptur der Hässlichkeit' im Linzer Dom - Figur wurde am Montag der Kopf abgesägt!







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Ägyptischem Konvertiten droht lebenslange Haft
  3. Arabische Jugendliche störten Abendmesse mit „Allahu Akbar“-Rufen in Wien
  4. Ukrainischer Bischof: Haben Russland nie um Hilfe gebeten
  5. Papst mahnt Studierende: Glaubenslehre nicht einseitig auslegen
  6. Messi: Ohne Gott wäre ich nie so weit gekommen
  7. Papst Leo wird operiert - Knoten in der Lunge!
  8. Das Hochzeitsmahl und die Einladung Christi: das Verhältnis zwischen Gott, Christus und der Kirche
  9. Halbierung der Pfarren und Schließung Dutzender Kirchen
  10. Die Wintersonne der Vernunft
  11. Astrochemikerin Karin Öberg erhält Pius-XI.-Medaille von Papst Leo XIV.
  12. Papst ernennt Petersdom Nachfolger von Kardinal Gambetti
  13. Präsident der Rabbinerkonferenz: Druck auf Juden in Europa steigt
  14. Wien: Über 3.000 Teilnehmende beim "Marsch fürs Leben"
  15. Papst Leo XIV. verlässt heute das Gemelli-Krankenhaus

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz