Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. SWR-Skandalchristmette - Zuständig ist die Diözese Rottenburg-Stuttgart!
  2. Rechtsanwalt Steinhöfel: Maduro war ohne legales Amt, hatte keine völkerrechtliche Immunität mehr
  3. THESE: "Die Theologie der letzten Jahrzehnte hat versagt!"
  4. Kard. Woelki: „Bin überzeugt, dass ‚Evangelisierung‘ das zentrale Thema von Leos Pontifikats wird“
  5. Unter den kroatischen Katholiken wächst Grundsatzkritik
  6. Santo Subito: Historiker Hesemann plädiert für schnelle Seligsprechung Benedikts XVI.
  7. „Nicht nur Israels Kampf… es ist der Kampf unserer gemeinsamen jüdisch-christlichen Zivilisation“
  8. 2025 wurden 46 römisch-katholische Kirchen und Kapellen in Deutschland profaniert
  9. Direkt nach dem Jahreswechsel brannte die Amsterdamer Vondelkirche lichterloh
  10. „In seinem Pontifikat war Benedikt XVI. einer der größten Theologen auf der Cathedra Petri“
  11. Der Stern stört Jerusalem. Epiphanie und die Ruhe der Gewöhnten
  12. Schweiz: Bischöfe beten für Opfer der Brandkatastrophe in Skiort
  13. Eine Nonne, die Vampirbücher schreibt
  14. Bischöfliche Spökenkiekerei zum Jahreswechsel
  15. Streit um Papstkreuz im Wiener Donaupark

Ein Generalvikar, zwei Laien und der 'Linzer Weg'

6. Juni 2008 in Österreich, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Bei einer Podiumsdiskussion wurde über die "Laienseelsorge" im Bistum Linz debattiert. Das Podium war sich einig, Einwände gab es nur vom Moderator und von zwei Familienvätern aus dem Publikum


Linz (www.kath.net/rn)
„Ich möchte mir die Diözese Linz nicht schlechtreden lassen.“ Das sagte der Linzer Generalvikar Severin Lederhilger am Donnerstagabend bei einer Podiumsdiskussion über das Thema „Laienseelsorger ins Abseits?“, die vom ORF und der katholisch-theologischen Privatuniversität (KTU) organisiert worden war.

Diskutiert wurde über den umstrittenen „Linzer Weg“, den die Podiumsteilnehmer relativ einhellig verteidigten: Stefan Grandy, Vorsitzender der Berufsgemeinschaft der Pfarrassistenten, Franz Gruber, Dogmatikprofessor an der KTU Linz, Margit Hauft, Präsidentin der Katholischen Aktion Oberösterreich, und Severin Lederhilger, Generalvikar der Diözese Linz.

Kritische Fragen kamen von Moderator Helmut Obermayr und aus dem Publikum. Der „Linzer Weg“ bewege sich „doch außerhalb des weltkirchlichen Rahmens“, denn sonst „würde er nicht abgebrochen werden“, bemerkte Obermayr beispielsweise.


Dogmatiker Franz Gruber behauptete, die Seelsorge wäre mancherorts schon zusammengebrochen, wenn man nicht Laien angestellt hätte. Er sprach in diesem Zusammenhang von „neuen geistlichen Berufungen“ und verlangte gleichzeitig auf subtile Weise von der „Amtskirche“, sie möge diese legitimieren und weihen.

Berufslaienvertreter Stefan Grandy erklärte in Anspielung auf die bischöfliche Mahnung zu den Laientaufen: „Wir spüren eine Abkehr von einem Kurs.“ Er meinte außerdem der Bischof habe ihm zugesagt, man werde in schwierigen Einzelfällen „nach Lösungen“ suchen.

Margit Hauft hob die „Früchte“ der Diözese Linz hervor: ein hohes Kirchenbeitragsaufkommen und eine „hohe Zahl von Kirchenbesuchern“. Wörtlich sagte sie: „Jetzt ist das plötzlich zu korrigieren. Sind das keine guten Früchte?“

Auf den kritischen Einwand von Moderator Helmut Obermayr, ob es denn neben der „weltkirchliche Linie“ eine „Linzer katholische Kirche“ geben müsse, meinte Hauft, es müsse wohl diese weltkirchliche Linie geben. Allerdings gebe es eine „Linie darüber“, nämlich die „Linie des Jesus von Nazareth“.

Generalvikar Severin Lederhilger bemühte sich, die Linie des Linzer Bischofs zu erklären. Er sprach vom „Netzwerk Kirche“ und erinnerte an die pastoralen Leitlinien der Diözese. Er erinnerte auch an den Anlass für die Mahnung des Bischofs, nämlich die Neuausgabe des Rituale der Kindertaufe.

Interessante Wortmeldungen kamen aus dem Publikum. Günter Seybold, ein Unternehmer aus Oberösterreich, meinte, man brauche für die Taufe keine „Extraveranstaltung“ sondern könne diese im Rahmen der Eucharistiefeier abhalten. Seybold verlangte, dass der Dienst des Priesters gestärkt werden müsse.

Auch Hieronymus Spannocchi aus dem Bezirk Rohrbach übte Kritik an der „Linzer Linie“ und meinte unter Anspielung auf das Thema der Veranstaltung, dass jene, die nicht mit der Weltkirche gingen, sich ins Abseits stellten. Finanzielle „Früchte“ seien nicht maßgeblich, kritisierte er. Wesentlich seien die „Früchte des Geistes“, die im Bistum Linz zu wenig vorhanden seien. „Statt Friede und Freude sehe ich eine Frustration“, sagte er.

„Statt Friede sehe ich Demonstration und Agitation. Darüber hinaus sehe ich ein hohes Maß an Streitigkeiten.“ Er habe den Eindruck, dass die „Amtskirche“ von den Laienorganisationen in die Defensive gedrängt werde. Kritik übte er auch, dass Priester aus der Diözese Linz in anderen Diözesen tätig sind, in Linz aber keine Anstellung bekommen.

Foto: (c) kath.net


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Diözese Linz

  1. ‚Maria pride den Mantel aus‘ – Wie die 'Katholische Jugend' der Diözese Linz Maria verhöhnt
  2. Strukturreform der Diözese Linz – Es gibt wieder neue Einsprüche!
  3. Diözese Linz: Umstrittene "Marienfigur" wird nicht mehr im Mariendom aufgestellt
  4. Umstrittene Marienstatue im Linzer Dom ist ‚Verneinung dessen, was Maria wirklich ist’
  5. Strukturreform in der Diözese Linz - Rom hat Einsprüche angenommen - Bearbeitungsfrist erweitert!
  6. Für Innsbrucker Bischof Glettler ist Linzer Skandal-Bild 'Art Korrektiv' zu bisherigen Marienfiguren
  7. Aufstand kroatischer Katholiken gegen die umstrittene Muttergottes-Statue in Linz!
  8. "Liebe Muttergottes, es tut mir unendlich leid, ..."
  9. Wer möchte, dass seine Mutter mit gespreizten Beinen öffentlich dargestellt wird?
  10. Eine 'Skulptur der Hässlichkeit' im Linzer Dom - Figur wurde am Montag der Kopf abgesägt!






Top-15

meist-gelesen

  1. Weihnachtsspende für kath.net - Wir brauchen JETZT Ihre HILFE!
  2. ISLAND-REISE - SOMMER 2026 - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  3. SWR-Skandalchristmette - Zuständig ist die Diözese Rottenburg-Stuttgart!
  4. „Die Ursache der Kirchenkrise und ihre Überwindung“
  5. Kard. Woelki: „Bin überzeugt, dass ‚Evangelisierung‘ das zentrale Thema von Leos Pontifikats wird“
  6. Wie Johannes vom Kreuz mit nervigen Menschen umging
  7. „In seinem Pontifikat war Benedikt XVI. einer der größten Theologen auf der Cathedra Petri“
  8. Unter den kroatischen Katholiken wächst Grundsatzkritik
  9. Überlebende der Brandkatastrophe in Crans-Montana: „Möchte Gott danken, dass er mich gerettet hat“
  10. Eine Nonne, die Vampirbücher schreibt
  11. Ein Frühstück für den Verleugner
  12. Santo Subito: Historiker Hesemann plädiert für schnelle Seligsprechung Benedikts XVI.
  13. „Wenn wir mit Papst Benedikt XVI. diesen tiefen Ernst unserer Taufe realisieren…“
  14. THESE: "Die Theologie der letzten Jahrzehnte hat versagt!"
  15. Warum zwei Kardinäle aus Afrika erst jetzt 80 Jahre alt werden

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz