Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Marx erlaubt Segnung homosexueller Paare
  2. George Weigel an Kardinal Hollerich: Hat die Kirche Christus zweitausend Jahre lang missverstanden?
  3. Gericht verhandelt über Diskriminierung einer Lebensschutzgruppe an der Uni Heidelberg
  4. Trump gegen Papst Leo: Wenn Weltpolitik auf das „Heilige“ trifft
  5. Leo XIV. über Papst Franziskus: Ein großes Geschenk für die Welt
  6. Diplomatischer Coup: US-Präsident Trump verhindert Hinrichtung von acht Frauen im Iran
  7. „Wenn man der Wahrheit einen Namen geben möchte, ist das sicher Gott“
  8. Kardinal Koch betont den zutiefst christozentrischen Charakter des Pontifikats von Papst Leo XIV.
  9. Ein Brief vom Papst an die Kardinäle und der Stilwechsel in Rom
  10. Viel Lärm um nichts?
  11. Der 6. Münchner Marsch fürs Leben setzt ein starkes Zeichen für das Lebensrecht
  12. Renaissance des Glaubens: Amerikas junge Männer kehren in die Kirchen zurück
  13. Finanzströme des Islam-Terrors: Hisbollah-Netzwerke bis nach Österreich aktiv
  14. Papst um Entspannung bemüht: Reden in Afrika sind keine Fern-Debatte mit Trump
  15. Israel: Haftstrafe für zwei Soldaten nach schwerem Vandalismus an Kruzifix

Kardinal Pell: Australier wollen weniger Abtreibungen

15. Februar 2006 in Weltkirche, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


"Zukünftige Generationen werden auf die heutige Ermutigung zur Abtreibung so zurückblicken, wie wir heute auf den Besitz von Sklaven schauen", meinte der Erzbischof von Sydney zur Debatte um RU486.


Sydney (www.kath.net) 87 Prozent der Australier wollen, dass die Zahl der Abtreibungen gesenkt wird. An diesen bemerkenswerten Wandel in der öffentlichen Meinung erinnerte der Erzbischof von Sydney, Kardinal George Pell. Anlass seiner Stellungnahme war der Beginn der Debatte über die Abtreibungspille RU486 im australischen Parlament.

Der australische Senat hatte am 9. Februar mit 45 gegen 28 Stimmen einen Gesetzesentwurf gebilligt, wonach die Arzneimittel-Zulassungsbehörde über die Einführung der Abtreibungspille entscheiden darf. Bislang lag die Entscheidung bei Gesundheitsminister Tony Abbott. Nun wird im Repräsentantenhaus weiter diskutiert, ob der Gesetzesentwurf angenommen wird oder nicht.

Die Parlamentarier müssten sich entscheiden, forderte der Kardinal. „Wer die Einführung dieser Pille unterstützt, ist nicht für das Leben“, mahnte er. Politiker müssten alles tun, um den Menschen Mut zu Kindern zu machen. „Die öffentliche Meinung ändert sich. 87 Prozent der Australier wollen, dass Wege gefunden werden, um die Zahl der Abtreibungen zu reduzieren.“

Der Erzbischof von Sydney erinnerte an die Gesundheitsrisiken, die durch RU486 für Frauen entstehen. „Eine beträchtliche Anzahl von Frauen sind nach Einnahme des Präparats gestorben“, sagte er. Durch RU486 werde die Zahl jener Frauen ansteigen, die alleine zuhause eine Fehlgeburt erleiden; außerdem werde „die Zerstörung menschlichen Lebens weiter trivialisiert“.

Pell kritisierte die „sektiererischen anti-katholischen Attacken”, die Parlamentarier und Karikaturisten auf den Gesundheitsminister Tony Abbott ausüben. Sie seien „billig und bösartig“ und zeigten einen Argumentationsnotstand und die Angst davor, dass sich die öffentliche Meinung ändert.

„Zukünftige Generationen werden auf die heutige Ermutigung zur Abtreibung so zurückblicken, wie wir heute auf den Besitz von Sklaven schauen“, meinte der Kardinal. Er kritisierte, dass die Politiker nicht die Stimme jener 60 Prozent Frauen registrierten, welche die Einführung von RU486 erst dann wolle, wenn mehr über die Gesundheitsrisiken bekannt sei.



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Abtreibung

  1. ALfA: Antrag zur „Versorgung bei Schwangerschaftsabbrüchen“ verfehlt wirkliche Hilfe für Frauen
  2. Sängerin Nina Hagen bereut ihre Abtreibungen
  3. Prag: Tausende Demonstranten fordern bessere Hilfen für Schwangere
  4. Zwangsfinanzierung von Abtreibungen in Krankenversicherungen? Untersuchungen in 13 US-Bundesstaaten
  5. Schauspielerin Christina Applegate nennt Abtreibung ‚Mord‘ und ‚mein Kind töten‘
  6. Britisches Oberhaus stimmt für Abtreibungen bis zur Geburt
  7. Umfrage: Nur 23 Prozent der US-Amerikaner für Abtreibung ohne Einschränkung
  8. Spanische Bischofskonferenz besorgt über „Tendenz, Abtreibung zum Status eines ‚Rechts‘ zu erheben“
  9. Demokratischer Politiker aus Texas behauptet, die Bibel unterstützt Abtreibung
  10. Christdemokraten für das Leben (CDL): Lebensschutz ist nicht verhandelbar







Top-15

meist-gelesen

  1. Große SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Marx erlaubt Segnung homosexueller Paare
  3. „Wenn man der Wahrheit einen Namen geben möchte, ist das sicher Gott“
  4. "Derselbe Polarstern"
  5. Ein Brief vom Papst an die Kardinäle und der Stilwechsel in Rom
  6. George Weigel an Kardinal Hollerich: Hat die Kirche Christus zweitausend Jahre lang missverstanden?
  7. Der unerklärte Formatwechsel beim Konsistorium der Kardinäle im Januar
  8. Nach Extremerfahrung des Mondflugs: Artemis-Kommandant Wiseman fragte nach christlichem Seelsorger
  9. Trump gegen Papst Leo: Wenn Weltpolitik auf das „Heilige“ trifft
  10. Papst um Entspannung bemüht: Reden in Afrika sind keine Fern-Debatte mit Trump
  11. Viel Lärm um nichts?
  12. Kardinal Koch betont den zutiefst christozentrischen Charakter des Pontifikats von Papst Leo XIV.
  13. Der 6. Münchner Marsch fürs Leben setzt ein starkes Zeichen für das Lebensrecht
  14. Der Fall „Correctiv“: Ein journalistischer Sündenfall und seine Folgen
  15. Papst Leo XIV. setzt in Kamerun seine Friedenspredigten

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz