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Clemens August Graf von Galen wird selig gesprochen

17. November 2004 in Deutschland, keine Lesermeinung
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Der "Löwe von Münster", Kardinal Clemens August Graf von Galen, wird selig gesprochen - Wunderprozess erfolgreich abgeschlossen


Rom (www.kath.net)
Kardinal Clemens August Graf von Galen wird selig gesprochen. Die Vollversammlung der vatikanischen Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungsangelegenheiten hat am Dienstag im so genannten "Wunderprozess" positiv entschieden wie das Bistum "Münster" berichtet.Nach dem bereits im Dezember 2003 der Tugendprozess abgeschlossen worden war, steht nun lediglich die Promulgation dieses einhelligen Beschlusses der Kongregation in einer öffentlichen Audienz durch Papst Johannes Paul II. aus.

Diese Bekanntgabe geschieht vermutlich einige Tage vor dem Weihnachtsfest. Die vatikanische Kongregation hatte einstimmig entschieden, dass der von der Diözese Münster geltend gemachte Heilungsvorgang an dem jungen indonesischen Schüler Henrikus Nahak im Jahr 1995 medizinisch unerklärlich und unter theologischen Gesichtspunkten als Wunder zu werten ist.

Etwa ein Jahr nach dem Tugendprozess ist es der Diözese Münster unter Federführung des Vize-Postulator Domkapitulars Martin Hülskamp damit gelungen, den zweiten Verfahrensschritt erfolgreich zu beenden. Ein Termin für die Seligsprechung steht allerdings noch nicht fest.

Clemens August Graf von Galen wurde am 16. März 1878 im oldenburgischen Kreis Vechta auf Burg Dinklage geboren. 1933 wurde von Galen nach 23-jähriger Seelsorgertätigkeit in der Reichshauptstadt Berlin und vierjähriger als Pfarrer von St. Lamberti zum Bischof von Münster geweiht. Galens Wirken als Bischof fällt mit der Dauer des „Dritten Reiches“ zusammen: Es begann mit dem Schicksaljahr 1933 und endete ein Jahr nach dem „Zusammenbruch“ mit seinem Tod am 22. März 1946.

Schon zu Beginn der Nazi-Herrschaft nahm der Bischof eine eindeutige Haltung zum nationalsozialistischen Regime ein. 1934 brandmarkte der neue Bischof von Münster das Bekenntnis der Nationalsozialisten zum so genannten positiven Christentum als „Täuschung der Hölle“. Im Kriegsjahr 1941 protestierte von Galen öffentlich auf der Kanzel gegen die Vertreibung von Ordensleuten, gegen die Euthanasie und gegen die „Wehrlosigkeit deutscher Staatsbürger gegenüber der Geheimen Staatspolizei“. Zwei Jahre später protestierte er gegen die Propaganda von Joseph Goebbels für den „Vergeltungskrieg“.

Die Predigten von Galens riefen im Inland und Ausland ein großes Echo hervor. Selbst Hitler wagte nicht, von Galen vor ein Kriegsgericht zu stellen und hinrichten zu lassen. Am 21. Februar 1946 wurde der Bischof von Papst Pius XII. zum Kardinal erhoben. Nur einen Monat nach seiner Rückkehr, am 22. März 1946, starb er.



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