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Der selige Miguel Pro – ein Fürsprecher für die Verfolgten

28. November 2021 in Spirituelles, 2 Lesermeinungen
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Der Jesuiten-Priester vergab seinen Feinden, bevor er von Regierungstruppen erschossen wurde - Mit Kurzvideo


Mexico City (kath.net/aleteia/mk)

Vor knapp 100 Jahren wurde Mexiko von einem Bürgerkrieg erschüttert, in dem sich die mexikanische Regierung mit ihrer Politik einer brutalen Katholiken-Verfolgung und katholische Bauernmilizen, die „Cristeros“, gegenüberstanden. Kirchliches Eigentum war konfisziert, religiöse Handlungen waren verboten worden; die Glaubenspraxis musste in den Untergrund weichen, Priester feierten in Privaträumen die heilige Messe oder hörten verkleidet auf einer Parkbank die Beichte.

In diesen Wirren wurde den Katholiken ein bekannter Märtyrer geschenkt, der Jesuiten-Priester Miguel Pro, der von Regierungstruppen ohne Prozess am 23. November 1927 erschossen wurde, einfach weil er katholisch war. Beeindruckend waren und sind seine letzten Worte an seine Verfolger: „Möge Gott euch barmherzig sein. Aus ganzem Herzen vergebe ich meinen Feinden.“

Die Regierung wollte die Erschießung benutzen, um andere Katholiken zu entmutigen und einzuschüchtern. Es war einer der ersten modernen Versuche, mittels medialen Bildern die öffentliche Meinung für antireligiöse Zwecke zu manipulieren. Doch die am Ort des Martyriums platzierten Kameras erzielten den gegenteiligen Effekt: der gefasst, mit einem Kruzifix und einem Rosenkranz zu seiner Exekution schreitende Priester, der schließlich seine Arme in Form eines Kreuzes ausbreitete und „Viva Cristo Rey!“ (Es lebe Christus, der König!) rief, brachte Tausende auf die Straßen zu seinem Begräbnis, trotz strengen Verbots der Regierung. Er wurde bald von den mexikanischen Katholiken verehrt, und schließlich von Johannes Paul II. 1988 seliggesprochen.

Möge er auch uns in Zeiten der Verfolgung ein Fürsprecher sein.

Der selige Michael Pro - Der mexikanische Märtyrer in den Momenten seines Todes

 

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Lesermeinungen

 girsberg74 28. November 2021 
 

Im Naschgang:

Das letzte Wort muss heißen "verkraften".


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 girsberg74 28. November 2021 
 

In deutschsprachigen Ländern wird kein Bischof, kein Priester wegen seines Glaubens erschossen,

hier werden solche nur von den Medien hingerichet, das ist weniger auffällig, doch ebenso wirkungsvoll.

Die in der Folge geringere Zahl der bekennenden Bischöfe und Priester ist so von der Gesellschaft noch zu berkraften.


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