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Kirchenaustritt: Deutsche Gesetzeslage ist mit dem Evangelium nicht zu vereinbaren!

21. Mai 2025 in Deutschland, 7 Lesermeinungen
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Scharfe Kritik am deutschen Kirchensteuer-System hat der deutsche Weihbischof Stefan Zekorn aus Münster geübt - Man müsse von dem Thema "Zwangsabgabe" wegkommen


Münster (kath.net/rn)
Eine Entkopplung von Kirchenmitgliedschaft und Kirchensteuer regt der deutsche Weihbischof Stefan Zekorn aus Münster an. „Wir müssen mit dem Staat darüber reden, dass man sich aus der Kirchensteuer verabschieden kann, ohne aus der Kirche austreten zu müssen." Dies sagte Zekorn bei einer Veranstaltung des Diözesankomitees der Katholiken im Bistum Münster laut Pressemitteilung des Komitees. Bei der Veranstaltung zum Thema Kirchensteuer über "Kultursteuer statt Kirchensteuer? – Die deutsche Kirchensteuer auf dem Prüfstand" plädierte der Vorsitzende Ulrich Vollmer dafür, sich andere Länder anzuschauen, in denen es keine staatlich erhobene Kirchensteuer gebe.


Weihbischof Zekorn betonte dann im Gespräch mit Anna Ott, Leiterin der Stabsstelle Kirchenrecht im Bischöflichen Generalvikariat Mainz, dass er dafür sei, die Nicht-Zahlung der Kirchensteuer von einem "Austritt" zu entkoppeln. Ott selbst meinte bei der Diskussion: "Die Weigerung, weiterhin Sakramente zu spenden ist etwas, das überhaupt nicht geht. An diesen Ausschluss Ausgetretener von den kirchlichen Sakramenten muss die Bischofskonferenz ran."

Laut Zekorn sei die momentane Gesetzeslage mit dem Evangelium nicht zu vereinbaren. Die Abmeldung von der Kirchensteuer könne nicht gleichbedeutend sein mit einem Austritt aus der Religionsgemeinschaft. Das sei seine Vision, um von diesem Thema „Zwangsabgabe“ wegzukommen.
 


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