Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Vatikan untersagt jährlicher Wallfahrt im Rahmen der überlieferten lateinischen Liturgie den Zutritt
  2. Wenn die Falschbehauptung einer evangelischen Sängerin zum Eklat bei einer Musiksendung führt
  3. AfD-Gemeinderat muss Katholische Landjugendbewegung verlassen
  4. Warum bei dem hohen Aufkommen an Bischöfen in Deutschland eine solch vehemente Entchristlichung?
  5. „Menschen können die Kirche weder reformieren noch nach eigenem Gutdünken eine neue gründen“
  6. „Als Bischof ist es meine Pflicht, den Glauben der Kirche zu verkünden“
  7. Papst vor jüdischer Delegation: Die Kirche duldet keinen Antisemitismus, sie bekämpft ihn
  8. Papst Leo sagt die Assisi-Reise ab!
  9. Chick-fil-A-Chef stellt klar: Keine Öffnung an Sonntagen – das wird sich nicht ändern
  10. „Drohende Worte von Kardinal Roche: Besucht nicht die überlieferte lateinische Messe!“
  11. Eine katholische Fake-Priesterin möchte das Töten kleiner Kinder
  12. Nordische Bischöfe: Europa sucht bei der Migration „nach einem neuen Gleichgewicht“
  13. Steigende Zahl erwachsener Taufbewerber in ostdeutschen Städten, aber...
  14. Wir machen da was mit Medien
  15. Zisterzienserpater Isaak Maria Käfferlein aus Neuzelle: „Getauft sein reicht nicht!“

Der Schatten der verlorenen Autorität der Kirche

13. Dezember 2024 in Spirituelles, 5 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Ein „Spektakel der Hoffnung“ inmitten der Vorherrschaft des Laizismus war die Wiedereröffnung der Notre Dame am 8. Dezember.


Paris (kath.net / pk) Die Wiedereröffnung der Notre Dame am 8. Dezember sei ein „unvergessliches Spektakel der Hoffnung“ gewesen, das signalisierte, „dass die Christenheit noch nicht ihr letztes Wort gesprochen hat“. Das schreibt Solène Tadié in einem Kommentar im „National Catholic Register“.

Dieser große Moment in der Kirchengeschichte werfe jedoch politische Schatten in der Person des amtierenden Präsidenten Emmanuel Macron, beklagt sie. Er habe die Eröffnung genutzt, um sein Image aufzupolieren. „Tatsächlich ist der Mann, der behauptete, dass wir „Erben einer Vergangenheit sind, die größer ist als wir selbst“, dass „Sinn und Transzendenz uns helfen, in dieser Welt zu leben“, auch der Mann, der erst vor wenigen Monaten das Recht, ein Kind im Mutterleib zu töten, in der französischen Verfassung verankern ließ – ein Schritt, den er als „französischen Stolz“ bezeichnete.“

Er habe außerdem ein Gesetz zur Beendigung des Lebens angekündigt, das die schrittweise Einführung von Euthanasie und Sterbehilfe im Land vorsieht. „Macron war es auch, der im vergangenen Juli die Eröffnungszeremonie der Olympischen Spiele in Paris lobte, die den zentralen Akt der christlichen Liturgie beim letzten Abendmahl in unverhohlener Weise verhöhnte.“


Das Verhalten des französischen Präsidenten, der sich zweimal das Privileg einräumte, in Notre Dame zu sprechen, sei „für jeden schockierend, der die französische Geschichte und die lange Tradition der strikten Trennung von Kirche und Staat kennt“, kritisiert die Kommentatorin. „Medienberichten zufolge hatte der französische Präsident ursprünglich die Absicht, die Schlüssel von Notre Dame vor laufenden Kameras an das Oberhaupt der örtlichen Kirche zu übergeben. Der Pariser Erzbischof Laurent Ulrich weigerte sich jedoch im Namen eben jenes sakrosankten Grundsatzes der Laicité, die keine Einbahnstraße ist, und bot ihm stattdessen eine Plattform auf dem Vorplatz der Kathedrale an.“

Am 29. November hatte Macron die Trennung von Kirche und Staat bewusst ignoriert: Er hielt vor dem Erzbischof von Paris eine Rede im Inneren der restaurierten Notre Dame. Anlass war der Abschlussbesuch auf der Baustelle. Begleitet wurde er von der Bürgermeisterin von Paris, Anne Hidalgo, einer bekennenden Atheistin, die sich kürzlich mit einem Projekt zur Ersetzung katholischer Privatschulen durch sozialen Wohnungsbau hervorgetan hatte.

„Diese eklatante Missachtung der religiösen Autorität wäre noch vor einem Jahrhundert unvorstellbar gewesen“, heißt es in dem Kommentar. „Bisher hatte nur König Philipp Le Bel in der damals noch im Bau befindlichen Kathedrale während der ersten französischen Generalstände im Jahr 1302 gesprochen, allerdings vor dem Hintergrund eines offenen Konflikts mit Papst Bonifaz VIII. Selbst Napoleon Bonaparte, der die Kathedrale nach der Französischen Revolution renovieren ließ, um sich in einem stark antiklerikalen Umfeld zum Kaiser krönen zu lassen, unterwarf sich der Autorität der Kirche, zumindest symbolisch.“

Neben der berechtigten internationalen Euphorie verdeutliche „die säkularisierte Art und Weise, in der die Kathedrale wieder für den öffentlichen Gottesdienst freigegeben wurde, eine tiefere Realität für die Kirche in Frankreich, den vollständigen Verlust ihrer Autorität“, heißt es im Kommentar.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Steigende Zahl erwachsener Taufbewerber in ostdeutschen Städten, aber...
  2. Im Licht der Liebe
  3. Gott inmitten von Töpfen und Geschirr
  4. Künstlerin Akiane Kramarik erzählt von Vision des Himmels in ihrer Kindheit
  5. Papst vor jüdischer Delegation: Die Kirche duldet keinen Antisemitismus, sie bekämpft ihn
  6. Bravo! Erbprinz Alois legt Veto gegen Abtreibungsgesetz in Liechtenstein ein
  7. Eine katholische Fake-Priesterin möchte das Töten kleiner Kinder
  8. Blutiger Anschlag auf orthodoxe Kirche in Jordanien – Mindestens sechs Tote bei Trauerfeier
  9. 'Rita hat das Herz eines Engels! Gott segne sie!“
  10. Filmstar Evangeline Lilly verließ Hollywood vor sechs Jahren: ‚Gott hat einen Plan‘
  11. Papst Leo sagt die Assisi-Reise ab!
  12. AfD-Gemeinderat muss Katholische Landjugendbewegung verlassen
  13. Papst Leo lädt zum Weltjugendtag ein: „Ich freue mich darauf, euch in Seoul zu sehen!“
  14. USA: Kontenschließungen von Banken bei Lebensschutz- und konservativen Gruppen
  15. Krakauer Regens: Johannes Paul II. war Hotspot für Verbindung mit Gott

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz