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„Da war ich doch auch!“

29. September 2023 in Prolife, keine Lesermeinung
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„Das war der buchstäblich entsetzte Kommentar unserer damals vierjährigen Tochter, als sie beiläufig mitbekam, dass für sie unfassbar Kinder im Mutterschoß abgetrieben werden.“ Ein ultrakurzer Zwischenruf von Helmut Müller


Wiesbaden (kath.net) „Da war ich doch auch!“ Das war der buchstäblich entsetzte Kommentar unserer damals vierjährigen Tochter, als sie beiläufig mitbekam, dass für sie unfassbar auch Kinder im Mutterschoß abgetrieben werden.

Das ist über zwanzig Jahre her. Aber so bedroht wie jetzt war ungeborenes Leben noch nie. Es war damals schlicht unvorstellbar, dass eine Frau und ZDK-Vorsitzende namens Irme Stetter-Karp meinte, für flächendeckende Möglichkeiten für Abtreibung eintreten zu müssen. Nur eine peinlich berührte Stellungnahme des Vorsitzenden der deutschen Bischofskonferenz Georg Bätzing für das Leben war die Folge. Das neue Wort „Kontaktschuld“  – es war ja immerhin seine Ko-Vorsitzende beim synodalen Weg – kam Bätzing dabei nicht in den Sinn. Jetzt bei der gerade tagenden Bischofskonferenz – natürlich ohne sein weibliches und laikales Double vom Synodalen Weg, erwähnt er dankenswerter Weise diese Bedrohung menschlichen Lebens am Anfang und am Ende bei seiner Eröffnungspredigt. Das erscheint mir bemerkenswert für Bätzing, der wo es nur geht, auf Fishing for compliments aus ist.


Vielleicht ist selbst ihm klar geworden, was bei den Märschen für das Leben in Köln und Berlin vorgefallen ist. Vom Alter her müsste ihm Alexander Solschenizyn noch ein Begriff sein. Der fasste seine Erfahrung mit einem Unrechtssystem wie folgt zusammen: „Ein kommunistisches System erkennt man daran, dass es die Kriminellen verschont und den politischen Gegner kriminalisiert“. Warum fällt mir da der Name der Kölner Oberbürgermeisterin wohl ein?

Sollte man sie einmal mit der Erkenntnis einer Vierjährigen konfrontieren? Vielleicht kommt sie dann auch zur Erkenntnis, dass sie da auch mal war. Nur nebenbei: Da waren wir alle mal. Eine der wenigen Gegebenheiten, wo wir zu 100 % alle mal waren in dieser Welt der hoch gelobten Diversitäten und gefeierten Vielfalt, die uns mittlerweile überall entgegenschlägt.


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