Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Papst an Piusbrüder: 'Kehren Sie um!
  2. Papst: „Ich brauche Ihre Unterstützung – eine starke, ausdrückliche und öffentliche Unterstützung“
  3. Konsistorium: Kardinäle benennen aktuelle Probleme, z.b. Meinung, das Leben habe keinen Sinn
  4. Bevorstehende „illegale Bischofsweihen für die Piusbruderschaft“ „ein schwerer schismatischer Akt“
  5. GRÜN-Politikerin möchte das Töten von zwölf ungeborenen Kindern finanzieren
  6. Gehört der menschliche Leichnam der Allgemeinheit?
  7. "Der priesterliche Weg ist kein Weg irdischer Herrlichkeit, sondern ein Weg des Kreuzes"
  8. „Man kann die priesterlichen Vollmachten nicht beliebig aufteilen und funktionalistisch outsourcen“
  9. Leo XIV: „Die Autorität des Primats liegt bei demjenigen, der zuhört und nur deshalb führt“
  10. Mehr Klarheit mit jeder Absage aus Rom
  11. Petrus und Paulus: Die Einheit der Kirche wächst aus der Verschiedenheit
  12. Vatikan veröffentlicht Programm der Kardinalsversammlung
  13. WM-Public-Viewing in katholischer KIRCHE - (K)eine gute Idee?
  14. Vorläufige Dialogpause zwischen der „Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa“ und dem Vatikan
  15. US-Bischof Barron: „Erzbischof Paglia bestätigte die schlimmsten Befürchtungen vieler von uns“

Ukrainische Caritas-Präsidentin: Dammbruch ist "Krise in der Krise"

15. Juni 2023 in Weltkirche, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Tetiana Stawnychy bei Mediengespräch in Wien: Caritas konnte bereits 3700 Menschen aus den betroffenen Regionen evakuieren, aber langfristige Folgen der Sprengung noch nicht absehbar


Wien (kath.net/KAP) Die Präsidentin der Caritas Ukraine Tetiana Stawnychy hat die Zerstörung des Damms von Kachowka als "Krise in der Krise" bezeichnet. Schätzungen zufolge seien über 17.000 Menschen direkt von der Zerstörung des Damms betroffen, mit steigenden Zahlen. Insgesamt habe die Caritas bereits 3.700 Menschen aus den betroffenen Regionen evakuieren können, berichtete Stawnychy, die am Dienstag auf Einladung der Caritas Österreich in Wien war, vor Medienvertretern. Insgesamt seien die Folgen der Explosion noch nicht abschätzbar, so die Caritaspräsidentin. So könne man etwa noch nicht sagen, welche Auswirkungen die Fluten etwa auf das nahegelegene Kernkraftwerk Saporischschja haben werden.

Als größte Herausforderung für die Hilfskräfte nannte Stawnychy die Versorgung der Menschen mit Trink- und Nutzwasser. So seien ganze Ortschaften von der Wasserversorgung abgeschnitten. Das Wasser, das infolge der Dammzerstörung ausgetreten war, sei oft kontaminiert, erklärte die Caritas-Leiterin. So sei etwa infolge der Sprengung Rohöl ausgetreten und in das Wasser geflossen. Auch die Kadaver von durch die Flut getöteten Tieren sorgten für Verunreinigungen. Ebenso hätten die Fluten Minen aus dem Erdreich ausgeschwemmt und an andere Orte im Land weitergetragen, die eigentlich als nicht kontaminiert galten. Das stelle eine weitere Gefahrenquelle für die örtliche Bevölkerung dar, erläuterte Stawnychy.


Neben der Evakuierung habe die Caritas mithilfe lokaler Kräfte bereits drei Notunterkünfte für betroffene Menschen eingerichtet. Die Versorgung mit Hygiene- und Lebensmittelpaketen laufe ebenfalls. Neben der Hilfe durch Organisationen wie die Caritas hob Stawnychy auch die Solidarität und Hilfe von Privatpersonen hervor. So seien hunderte Boote aus der ganzen Ukraine unmittelbar nach dem Dammbruch in die Region gebracht worden und unzählige freiwillige Helfer hätten sich an der Evakuierung beteiligt.

Immer wieder würde der Krieg von lokalen Desastern wie eben jenem in Kachowka überschattet, berichtete die Caritaspräsidentin. Vom Angriff Russlands seien in der Ukraine weiterhin 18 Millionen Menschen direkt betroffen. Immer wieder gingen Raketenangriffe auf zivile Einrichtungen und Wohnhäuser nieder. Neben der akuten Hilfe, die immer wieder nötig sei, müsse deswegen auch langfristig gedacht werden, etwa wenn es darum gehe, Kinder und Jugendliche bei der Verarbeitung von Traumata zu unterstützen oder es ihnen zu ermöglichen, Schulbildung nachzuholen, die sie infolge des Kriegs versäumten.
Hilfe muss weitergehen

Der Auslandshilfe-Generalsekretär der Caritas Österreich, Andreas Knapp, appellierte, dass die Hilfe für die Ukraine unbedingt weitergehen müsse. Die Anforderungen hätten sich im Laufe des Kriegs verändert, erinnerte er. War es zu Beginn noch klassische Nothilfe und die Versorgung der Menschen mit Nötigsten, die im Vordergrund stand, sei es in den Wintermonaten die Energieknappheit gewesen, die den Menschen zu schaffen machte. Ereignisse wie die Dammexplosion zeigten, wie dringend notwendig eine flexible Nothilfe sei, so der Generalsekretär. Was man jetzt sehe, sei nur die "Spitze des Eisbergs", so gelte die Region rund um den Damm als sehr fruchtbar, mindestens eine Ernte sei durch die Fluten komplett verloren gegangen.

Die Caritas Österreich könne auf eine lange Partnerschaft mit den Partnerorganisationen in der Ukraine zurückgreifen. Mit Beginn des Kriegs habe man die Hilfe stark ausweiten können, so Knapp. Weitere, vor allem langfristige Hilfe sei unbedingt notwendig, insbesondere wenn es um die Traumabewältigung und die Schaffung von Perspektiven gehe, so Knapp.
Diese Überzeugung teilte auch Caritas-Österreich-Präsident Michael Landau. "Einen aufrichtigen Dank an alle Menschen in Österreich, die diese Hilfe möglich machen. Unser Land hat einen guten Grundwasserspiegel der Nächstenliebe und Solidarität. Und die Bitte und der Appell: Diese Hilfe aus Österreich und Europa muss weitergehen", schrieb Landau am Dienstag auf Twitter.

Copyright 2023 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
 Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Ukraine

  1. Verbrechen gegen Menschlichkeit und gegen das Christentum durch Russland!
  2. Nuntius in Kiew ermutigt zur Unterstützung der Ukrainer
  3. Ukraine: Sophienkathedrale als Leuchtturm der Hoffnung
  4. "Wir sind Zuschauer bei etwas, was einem Völkermord sehr nahekommt"
  5. Ukrainische Katholiken erhalten katholische Kirche für 50 Jahre zurück
  6. Die menschenverachtenden Angriffe auf die Ukraine durch Russland gehen täglich weiter!
  7. Papst Leo XIV. plant Ukraine-Besuch!
  8. Friedensappell für Ukraine von Kardinal Woelki und Weihbischof Hrutsa aus Lwiw
  9. Bei Treffen mit Leo: Selenskyj lädt Papst in die Ukraine ein
  10. Kritische Analyse des US-Friedensplanes von Präsident Donald Trump






Top-15

meist-gelesen

  1. EINMALIGE SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz - REISE AUSGEBUCHT
  2. „Man kann die priesterlichen Vollmachten nicht beliebig aufteilen und funktionalistisch outsourcen“
  3. Papst an Piusbrüder: 'Kehren Sie um!
  4. Ehemalige Hamas-Geisel deckt die Lügen der UN-Sonderberichterstatterin auf!
  5. US-Bischof Barron: „Erzbischof Paglia bestätigte die schlimmsten Befürchtungen vieler von uns“
  6. "Der priesterliche Weg ist kein Weg irdischer Herrlichkeit, sondern ein Weg des Kreuzes"
  7. Papst: „Ich brauche Ihre Unterstützung – eine starke, ausdrückliche und öffentliche Unterstützung“
  8. Mehr Klarheit mit jeder Absage aus Rom
  9. Vorläufige Dialogpause zwischen der „Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa“ und dem Vatikan
  10. Das zweite Konsistorium Leos XIV.
  11. Bevorstehende „illegale Bischofsweihen für die Piusbruderschaft“ „ein schwerer schismatischer Akt“
  12. Gehört der menschliche Leichnam der Allgemeinheit?
  13. GRÜN-Politikerin möchte das Töten von zwölf ungeborenen Kindern finanzieren
  14. Konsistorium: Kardinäle benennen aktuelle Probleme, z.b. Meinung, das Leben habe keinen Sinn
  15. Nach Feier mit Erzbischof Lackner werden Karabiner von Schützenkompanien beschlagnahmt

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz